DEP0049239DA - Nähmaschine zum Vernähen von Lederkoffern - Google Patents

Nähmaschine zum Vernähen von Lederkoffern

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DEP0049239DA
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DE
Germany
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needle
workpiece
holder
sewing
sewing machine
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Expired
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English (en)
Original Assignee
The Singer Manufacturing Company, Elizabeth, New Jersey
Publication date

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Description

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DR. Ε. WIEGAND - ., j l
DIPL.-ING. W. NIEMANN HAMBURG 1, 15. Juli 1949
patentanwälte ballindamm 26 fernsprecher 33 04 75
W. 4035/49 N./M.
The Singer Manufacturing Company, Elizabeth (New Jersey) V· St. A.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine zum Nähen in diagonaler Richtung durch die Randteile von Platten oder Streifen, welche die Seiten oder die Füllungen von Lederkoffern u.dgl. bilden, längs der Berührungslinie der Tafeln oder Streifen, die annähernd senkrecht zueinander angeordnet sind.
Eine Maschine gemäss der Erfindung ist mit einem Arbeitsstück- oder Werkstückarm versehen, in welchem eine den Greifer betätigende Schwingwelle und eine einen Schubteil antreibende Schwingwelle angeordnet sind.
An dem freien Ende des Werkstückarmes ist auf seiner oberen Seite eine Stichplatte angeordnet, die quer zum Werkstückarm in einer schrägen Ebene angeordnet ist und Widerlagerteile für Leder- oder dgl. Tafeln oder Streifen trägt, welche nahezu senkrecht zueinander gehalten werden, so dass
in
ihre gegeneinanderstossenden Ränder im Weg einer senkrechter
Richtung hin- und herbewegbaren und seitlich ausschwingenden Nadel liegen.
Eine seitliche Bewegung in einer Richtung zum Vorschub des Arbeitsstückes wird der Nadel durch einen hin- und herbewegbaren Schubteil erteilt, der innerhalb des Werkstückarmes angeordnet ist, wobei Teile seiner oberen Fläche mit der oberen Fläche der Stichplatte bündig liegen, und der innerhalb eines Schlitzes in der Stichplatte arbeitet, der weiterhin als Stichloch dient.
Der Schubteil ist auf eine hin- und hergehende Bewegung quer zar Achse des Werkstückarmes begrenzt und sein Hub wird durch eine Einrichtung gesteuert, welche ähnlich der üblichen Vorschub-Regeleinrichtung ausgebildet ist.
Die Nadel ist in einem Nadelhalter eingepasst, der sich in seitlicher Richtung relativ zu der in senkrechter Richtung hin- und hergehenden Nadelstange bewegen kann, und die Anordnung ist derart getroffen, dass, wenn die Nadel das Arbeitsstück durchstochen hat, sie durch den Schubteil entgegen einer leichten auf den Nadelhalter wirkenden Feder in seitlicher Richtung bewegt wird. Nachdem die Nadel frei vom Arbeitsstück angehoben worden ist, wird sie durch die Feder in ihre Anfangsstellung zurückgebracht oder im Falle des Versagens der Feder durch eine Nockenplatte zurückgebracht, welche von dem Kopf des Maschinenarmes getragen wird.
Die Maschine ist mit auswechselbaren Arbeitsstückhaltern versehen, welche zur· Verwendung beim Nähen von an der Stirnseite zu öffnenden Koffern o.dgl. und von an der Seite zu öffnenden Koffern o.dgl. geeignet ist, wobei Vorkehrung zum Einstellen zum Anpassen an das Arbeitsstück getroffen ist.
Der Arbeitsstückhalter wird von einem rohrförmigen Träger getragen, welcher auf dem Werkstückarm der Nähmaschine festgeklemmt ist und ragt von diesem Träger in einer Richtung vor, die nahezu parallel zur Stichplatte und oberhalb ihres freien Endes angeordnet ist und hört kurz vor der Nadelbahn auf.
Der Arbeitsstückhalter kann die Form einer geraden Stange oder die Form einer Kurbelstange annehmen, die in eine Buchse eingespaBst ist, welche in einem Traglager einstellbar ist, das abnehmbar auf einem Querteil des rohrförmigen Trägers festgeklemmt ist. Die Stange ist in Richtung zur Nadel und von ihr weg einstellbar und besitzt eine begrenzte Beweglichkeit in seitlicher Richtung.
Eine praktische Ausführungsform der Erfindung ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch eine schaubildliche Darstellung der Nähmaschine, welche die Nadelstangen- und die Greifer-Antriebseinriohtung wiedergibt.
Fig. 2 ist eine Teilansicht in vergrössertem Masstab, welche in Seitenansicht die Stichplatte und den
Nadelhalter wieder-gibt.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2
mit entferntem Arbeitsstückhalter.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Schubteiles.
Fig. 5 ist eine Ansicht nach Linie 5-5 der Fig. 4.
Fig. 6 ist ein Schnitt in der Ebene 6-6 der Fig. 2.
Fig. 7 ist eine Ansicht nach Linie 7-7 der Fig. 2.
Fig. 8 gibt eine pedalgesteuerte Einrichtung zum Be
einflussen des Arbeitsstückhalters wieder.
Fig. 9 ist eine Ansicht nach Linie 9-9-der Fig. 8.
Fig. 10, 11 und 12 geben verschiedene Ausführungsformen
von Arbeitsstückhaltern zur Anpassung an verschiedene Gattungen von Arbeitsstücken wieder.
In den Zeichnungen benennt 1 den Werkstückarm des Nähmaschinenrahmens, der eine den Greifer betätigende Schwingwelle 2 aufnimmt und eine» einen Schubteil betätigende Schwingwelle 3. Mit 4 ist eine Stichplatte bezeichnet, welche abnehmbar an dem freien Ende des Werkstückearmes 1 angeordnet ist; an der Stichplatte sind Widerlagerteile 5 zum Führen von Leder- o.dgl. Streifen 6 und 6 4 befestigt, die das Arbeitsstück bilden. 7 bezeichnet eine mit Oehr versehene Nadel, welche in einen Nadelhalter 8 eingepasst ist, der bei 9 an einen Träger 10 angelenkt ist, welcher an einer in senkrechter Richtung hin- und hergehenden Nadelstange 11 befestigt ist. 11' bezeichnet
eine Feder, welche den Nadelhalter 8 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Schwenkzapfen 9 verdrehen kann, wenn man in Fig. 6 von oben sieht. 12 bezeichnet einen Schubteil, der mit der Schubteil-Antriebschwingwelle 3 verbunden ist. Diese Welle wird über einen Teil einer Umdrehung abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen durch die Lenkereinrichtung 13 bewegt, welche mit einem Nocken 14 zusammenarbeitet, der auf einer Nadelstangen-Antriebwelle 15 befestigt ist; diese Welle 15 ist durch einen Nocken und durch ^achlaufmittel 16 mit der Nadelstange 11 gekuppelt. Der Schubteil 12 ist mit einem Vorsprung 17 versehen, welcher in einem Schlitz 18 angeordnet ist, dieser Schlitz 18 arbeitet als Stichloch. Die obere Fläche des Vorsprunges 17 liegt mit der Oberfläche der Stichplatte 4 bündig. Mit 19 ist ein Greifer bezeichnet, der durch einen Antriebsteil auf der Greiferantriebs-Schwingwelle 2 betätigt werden kann, die ihrerseits durch eine Lenkereinrichtung 20 und Exzenterraittel 21 mit der Nadelstangen-Antriebswelle 15 kraftschlüssig verbunden ist. 22 bezeichnet ein Schwungrad auf der Welle 15. Mit 23 ist eine Antriebsriemen und mit 24 ein Arbeitsstückhalter bezeichnet. Das Bezugszeichen 25 (Fig. 2,8,11 und 12) benennt eine Rolle, die frei auf dem oberen Ende des Arbeitsstückhalters 24 angeordnet ist. Der Arbeitsstückhalter 24 wird durch eine Madenschraube 24 A in einem Halter festgeklemmt, der als Buchse 26 ausgebildet ist, und diese Buchse 26 wird auf einem geschlitzten bogen förmigen Teil 27 festgeklemmt, der bei 28 an eine Stange 28A angelenkt ist, welche von einem Lagerarm 28B getragen
wird, der auf einer Tragsäule 29 festgeklemmt ist. 30 bezeichnet eine Stehsprosse, welche mit der Stange 28a verbunden ist und den Werkstückarm 1 stützt. 31 bezeichnet einen Winkelhebel, der bei 32 an einem Lagerteil 33 auf der Säule 29 angelenkt ist; der eine Arm des Winkelhebels 31 kann sich vermittels einer einstellbaren Schraube 34 gegen den bogenförmigen Teil 27 legen, und der andere Arm des·Hebels 31 ist vermittels einer Feder 35 mit der Stange 36 verbunden, die mit einem Fusspedal 37 gekuppelt ist. 35a bezeichnet eine Flügelmutter, welche vorgesehen ist,um das Verändern der Anfangsdruckkraft zu erleichtern, welche« von der Feder 35 ausgeübt wird. 38 bezeichnet eine Nockenplatte, welche auf dem Kopf der Maschine befestigt und mit einer schrägen Fläche 39 versehen ist, die in der angehobenen Stellung der Nadelstange 11 an dem Nadelhalter 8 angreifen kann.
In der Praxis wird das Arbeitsstück, welches zwei Streifen 6 und 6a, beispielsweise aus Leder, umfasst, so auf der Stichplatte 4 angeordnet, dass ihre Bänder gegeneinander stossen; der Streifen 6 legt sich gegen die Widerlager 5 und der Streifen 6a gegen die Stichplatte 4. Das Pedal 37 wird heruntergedrückt und veranlasst, dass der Winkelhebel 31 in Richtung des Uhrzeigers bewegt wird, wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, die Schraube 34 gelangt gegen den bogenförmigen Teil 27 und drängt diesen, sich im Uhrzeigersinn um seinen Schwenkzapfen 28 zu drehen und das obere Ende des Arbeitsstückhalters 24 in Richtung gegen die Verbindungsstelle der Streifen 6 und 6a zu bewegen;.Die Rolle 25 drückt diese Streifen 6 und 6a in die Ecke, welche durch die Widerlager 5 und die Stichplatte 4 dargestellt ist. Die "/eile 15 wird verdreht. Die na~
delstange 11 bewegt sich nach abwärts und trägt den Träger 10, den an ihm angelenkten Nadelhalter 8 und die Nadel 7 mit sich. Die Nadel 7 geht durch die Streifen 6 und 6a und durch den Schlitz 18 in der Stichplatte 4 hindurch und nimmt den Oberfaden mit sich. Eine fortgesetzte Drehung der Welle 15 veranlasst die den Schubteil antreibende Schwingwelle 3, sich vermittels des Nockens 14 und des Lenkers 13 über den Teil einer Umdrehung zu bewegen, wobei der damit verbundene Schubteil 12 sich gegen die Nadel 7 bewegt und gegen sie gelangt, v/obei er die Streifen 6 und 6a verschiebt. Eine fortgesetzte Bewegung des Schubteiles hat das Bestreben, die Nadel 7 seitlich zu bewegen. Da die Nadel.7 in dem Nadelhalter 8 gehalten wird, schwingt der Nadelhalter 8 um den Zapfen 9, die Nadel beschreibt einen kleinen Bogen, dessen Sehne in der Länge gleich der Länge eines Stiches ist. Eine weitere Drehbewegung der Welle 15 bewirkt, dass der Schubteil 12 sich in entgegengesetzter Richtung von der Nadel wegbewegt und sie beginnt weiterhin, die Nadel zurückzuziehen, welche unterhalb der Stichplatte 4 eine Fadenschleife belässt. Eine weitere Drehbewegung der Welle 15 bewirkt, dass der Greifer mit der Nadelfadenschleife in der üblichen Weise in Eingriff gelangt, um einen Doppelsteppstich zu bilden. In der angehobenen Stellung der Nadel schwingt die Feder 11· den Nadelhalter 8 um den Schwingzapfen 9 in seine Anfangstellung. Für den Fall, dass die Feder versagen sollte,zu arbeiten und der Nadelhalter in der gleichen Winkelstellung verbleiben sollte, die er nach Beendigung eines soeben gebildeten Stiches einnimmt, wird die Nadelstange 11 bei der Aufwärtsbewegung in die oberste Stellung
ihres Hubes bewirken, dass der Nadelhalter 8 gegen die schräge Fläche 39 des Nockens 38 gelangt und zwang^läu: in die Anfangsstellung bewegt wird.
Es ist ersichtlich, dass der Vorschub des Arbeitsstückes durch die Nadel erfolgt.
Die Schrägstellung des arbeitsstückhalters 24 kann durch Bewegen der Buchse 26 längs des Schlitzes in dem bogenförmigen Teil 27 verändert werden. Weiterhin kann der Arbeitsstückhalter 24 in axialer Richtung in der Buchse 26 durch Lockern der Madenschraube 24A bewegt werden, wodurch der Arbeitsstückhalter 24 in die gewünschte Stellung gleitet, und die Madenschraube 24A wird dann angezogen.
Es kann erwünscht sein, die Grösse einzustellen, um, welche der Arbeitsstückhalter 24 aus der Buchse 26 vorsteht, so dass, wenn das Pedal 37 freigegeben wird, der Arbeitsstückhalter 24 mit dem Arbeitsstück ausser Berührung steht. Die Feder 35 gewährleistet, dass gleichgültig mit welcher Kraft das Pedal 37 niedergedrückt wird, der Arbeitsstückhalter 24 das Arbeitsstück nicht gegen das Widerlager 5 und die Stichplatte 4 klemmen wird, diese Klemmwirkung,»ng würde verursachen, dass der Schubteil 12 die Nadel abbricht. Der Anfangsdruck der Feder 35 kann durch Einstellen der Flügelmutter 35A verändert werden.
Fig. 10 gibt eine Ausführung eines Arbeitsstückhalters wieder, der am besten für Eckenarbeit geeignet ist.
Fig. 11 zeigt einen gekröpften Arbeitsstückhalter, welche zur Verwendung während der späteren HerStellungsstufen eines Behälters, z.B. eines Stadtkoffers, geeignet ist.
Fig. 12 gibt die Ausführung eines Schubteiles wieder, V^ie efc für Nähen in geradem Lauf am besten geeignet ist.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. ) Nähmaschine zum Vernähen von Lederkoffern und dgl.
mit einem waagerechten 1Ierkstückarm, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freien Ende des Werkstückarmes ein schräger Stichplattenteil angeordnet ist, welcher einen Schlitz und schräge* Widerlagermittel darbietet, gegen die durch einen Arbeitsstückhalter die aneinanderstossenden Ränder von Leder o.dgl. Platten oder Streifen gedrückt werden, durch welche in diagonaler Richtung eine in senkrechter Richtung hin- und herbewegbare a? Nadel hindurchstehen soll, und dass unterhalb des Stichplattenteiles ein hin- und herbewegbarer Schubteil angeordnet ist, der an der Nadel angreif^JKund der Nadel in der Richtung quer zur Achse des Werkstückarmes eine seitliche Bewegung erteilen Izeaxri·
2. ) Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Neigung des Arbeitsstückhalters verändert werden kann.
3. ) Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel zum Bewegen des Arbeitsstückhalters relativ zu den Widerlagermitteln bewegt werden kann.
4. ) Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Feder den Nadelhalter in der Richtung entgegen der durch den Schubteil erteilten Richtung drängt, und dass ein Nocken in angehobener Stellung der Nadelstange an dem Nadelhalter angreifen kann.

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