DEP0049016DA - Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von Benzolkohlenwasserstoffen zu Reinware - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von Benzolkohlenwasserstoffen zu Reinware

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DEP0049016DA
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Germany
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English (en)
Inventor
Louis Dr. DE Nettienbusch
Walther Dr. DE Sexauer
Original Assignee
Concordia Bergbau-AG, Oberhausen
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Description

Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von
TI—.--1
In dem Bestreben9die ^ehargenweise Behandlung im Agitator zu ersetzen.hat man ?*mpol^1BeTIgq^P^-}·ττΡ4^ν ή"Tien
Betrieb zu waschen .Man
zu diesem Zwecke in fein verteiltem Zustand kontinuierlich unter Verwendung turmartiger Behälter durch eine oder mehrere Schichten von |ionzentrieÄer Schwefelsäure aufsteigen «Gegebenen= falls sollte die Schwefelsäure gleichfalls kontinuierlich im Gegenstrom zum Benzol geführt-"werden.
Leider zeigte es sich9dass der erstrebte Zweck nur unvollkommen erreicht wird«Im Gegensatz zum Agitator,bei dem eine grosse Menge Kohlenwasserstoffe mit verhältnismässig wenig Säure gewaschen wird,befindet sich im Waschturm zeitlich ein grosser Säureüberschuss einer kleinen Menge durchfliessendem Benzol ge» genüber.Dies garantiert zwar eine vollständige Reinigung?doch erfolgt der Angriff der Säure sehr intensiv,sodass unerwünschter« massen auch harmlose?nützliche Benzolbegleiter angegriffen wer« den.Die starke Harzbildung äussert sich schnell in einer fer= stopfung der Wascher durch übermässige Klumpenbildung.
Die naheliegende Verminderung der Säurekonzentration lässt zwar die Harzbildung zurücktretenfaber die Reinigung wird unzureichend und die erhaltenen Kohlenwasserstoffe erfüllen dann nicht mehr die gestellten Reinheitsforderungen.
Vorliegende Erfindung weist nun den Weg,wie die kon= tinuierliche Wäsche einwandfrei betrieben werden kann.Sie kombi= niert diese Wäsche mit einer an sich bekannten katalytischem druckfreien Behandlung der Kohlenwasserstoffe»die ihrerseits gleichfalls nicht zu Reinware führt«Beim Überleiten von Kohlen= Wasserstoffen in Gegenwart reduzierender Gasesmit und ohne Wasser= dampf9 ,gelingt es,eine teilweise Entfernung oder Umwandlung uns gesättigter Benzolbegleiter in nutzbare Kohlenwasserstoffe zu erreichen.
Überraschenderweise hat sich gezeigt,dass ein ausr.ei= chender Effekt auch ohne Gegenwart reduzierender Gase oder Wasser= dampf erzielt werden kann.Es genügt die Kohlenwasserstoffe über geeignete Kontakte,wie Minette,Bauxit u.dergl.bekannte Kontakt= substanzen zu leiten-die Temperaturen sind je nach der Art des Kontakts verschieden und schwanken zwischen 300 und 600 8^SI-,um
eine Umwandlung eines-Teils der Harzbildner zu, bewirken.Dabei werden vorzugsweise die reaktionsfähigsten Benzolbegleiter ent= fernt,also gerade diejenigen»welche bei der kontinuierlichen Wa= sehe die Störungen hervorrufen«Die verbleibenden,langsamer rea= gierenden Benzolbegleiter,werden von der kräftig einwirkenden kontis nuierlichen Wäsche elegant und sicher entfernt.
Bei diesem Prozess bleibt,die Vermehrung des Ausbring gens an nutzbaren Kohlenwasserstoffen-eine erwünschte Beigabe
/U-
der katalytischen Behandlung-restlos erhalten^tod zwarsbei der Wahl geeigneter Kontakte,ohne die Katalyse mit Wasserstoff oder Wasserdampf zu bewirken.Innere Umlagerungen liefern den notwen= digen Wasserstoff,desgleichen wird Wasserstoff durch Abspal= tung von Seitenketten und Einlagerung der Spaltstücke geliefert.
Besonders geeignet haben sich hierfür oberflächen= aktive Substanzen wie Aktiv-Kohle oder Silikagel erwiesen.Im Falle des Silikagels erhöht eine Tränkung der adsorbierenden Substanz mit einer Eisensalzlösung,vorzugsweise des Azetats,die Wirksamkeit des Kontakts»Die günstigste Beschwerung liegt bei 10 - 20 $ Ei senal'et at, bezogen auf das GreloDiese Kontakte sind den bekannten hinsichtlich der milden Umlagerung der ^gesättigten sehr überlegen,vor allem bei*Abwesenheit von reduzierenden Gasen. Ein weiterer grosser Vorteil ergibt sich bei der Arbeite= weise der Erfindung.Die unerwünschten organischen Schwefelver= bindungen wie Schwefelkohlenstoff,Merkaptane,Thioether,Thiophen u.s„w»werden bei der katalytischen Behandlung restlos gespalten. Der entstehende Schwefelwasserstoff kann leicht gebunden werden. Dies kann- durch den Raffinierkontakt geschehen.Besser ist es aber, speziell für die Schwefelentfernung dem eigentlichen Eaffinier= kontakt-also beispielsweise dem eisengetränkten Silikagel-einen kleinen Ofen mit einem billigen Eisenkontakt vorzuschalten,der den Schwefel abspaltet und zugleich bindet.Baut man den Ofen für kontinuierlicrf^kontaktabzugsso kann man ohne Unterbrechungen den schwefelgesättigten Kontakt laufend erneuern.
o di-ar
nach Behandlung im Sinne vorliegender Erfin
dung fertige,zum Verkauf geeignete,schwefelfreie Reinware.Darüber hinaus wird diese Reinware in einer Höhe des Ausbringens erhalten, wie sie keines der bekannten Verfahren aufweist.Hierzu kommt noch die Schwefelfreiheit der gewonnenen Produkte.
Ein Ausführungsbeispiel erläutert dieArbeitsweises
Ausführungsbeispiels
Ein Vorerzeugnis der Benzolgewinnung,von dem
92 5» bis 180' Gmd übergehen,wird destilliert.Nachdem die Dampfe in einem Austauscher und einem Erhitzer auf 450 Grad gebracht worden sind,treten sie in einen kleinen Kontaktofen gleicher Tem= peratur ein.Hier werden pro Tonne stündlichen Durchsatzes 1 cbm Kontaktraum benötigt.Angewandt wird hier gekörnte Luxmasse mit 15 Sodagehalt.
Anschliessend kommen die Dämpfe in einen Ofen glei= eher Temperatur.Man rechnet hier vier cbm Kontaktraum auf eine Stundenleistung von einer Tonne Benzol.Als K°ntakt wird Silika= gel benutzt»dem 25 $> seines Gewichts an Eisenazetat zugefügt wor= den ist.Nach Abgabe der Wärme im Austauscher werden die Dämpfe kondensiert.
Die kondensierten Kohlenwasserstoffe gelangen nun in die kontinuierliche Säurewäsche.Diese besteht aus drei hin= tereinandergeschalteten laschtürmen,von denen jeder in zwii Me= ter Schichthöhe konzentrierte Schwefelsäure von 78-98 oder 60-66 BejenthältoFein verteilt steigen die Kohlenwasserstoffe durch die Schwefelsäureschicht hoch und werden gewaschen.
Das die Apparatur verlassende Produkt ist fertige Eeinware und befriedigt alle hierfür geforderten Teste.Darüber hinaus sind auch die organischen Schwefelverbindungen9von denen allein der Schwefelkohlenstoff mit einem Anteil von 0,2 vertreten ist,restlos entfernt worden»
Je nach Art der Kontakte,können Vor-und Umlagerungskontakt die gleichen,aber auch verschiedene Temperaturen haben»
Sollte die Marktlage die Entfernung des Pyridine unter nutzbarer Gewinnung desselben erfordern,so kann vor die Wäsche mit fioncentrierter Säure ein Wascher mit etwa 37/^iger Schwefel= säure-ebenfalls~kontinuierlich betrieben-geschaltet werden«

Claims (2)

  1. zu? kontinuierlichen
    f, dadurch gekennTei ehnet 9 dassman di e Kohlen=
    Wasserstoffe vor der kontinuierlichen Säurebehandlung druckfrei bei Temperaturen zwischen 300 - 600 ft^sÄ über Kontaktsubstanzen leitet,die bekanntermassen die Umwandlung eines Teils der uner= wünschten Benzolbegleiter in nutzbare Kohlenwasserstoffe bewir=
  2. 2.) Verfahren nach/x7) ,dadurchbgekennzeichnet $ dass als Kontakte besonders oberflächenaktive Substanzen wie
    Aktiv-Kohle oder Silikagel verwandt werden«
    3«) Verfahren nachrT!; und 2.)9 dadurch gekenn=
    zeichnet9dass die katalytische Behandlung in Gegenwart von Wasser= stofffwasserstoffhaltiger Gasgemische,oder^reduzierender Gase vor sich geht«
    4*) Verfahren nach 1.) - 3.)»dadurch gekennzeich= net,dass man vor die Umwandlungskontakte-insbesondere die ober= flächenaktiven Substanzen''^^^^;Zt)-einen Behälter mitjbilligen»
    einfachen Eisenkontakten schaltet,in dem die Dämpfe von unten . nach oben steigen,und der Kontakt laufend oder zeitweilig abgezogen und erneuert werden kann.

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