DEP0048669DA - Haarwaschmittel - Google Patents

Haarwaschmittel

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Publication number
DEP0048669DA
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DE
Germany
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hair
addition
detergent
chain
detergent according
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Richard Dr. Heilingötter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Procter and Gamble Deutschland GmbH
Original Assignee
Wella GmbH
Publication date

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Description

Das Haar von Mensch und Tier stellt einen besonders empfindlichen Stoffkörper dar, dessen Reinigung sorgfältig durchgeführt werden muss, wenn man Schädigungen der Haarsubstanz vermeiden will. Den bisher üblichen Haarwaschmitteln auf Seifengrundlage und den synthetischen Erzeugnissen haften Nachteile an, die das Haar ungünstig beeinflussen, es mehr oder weniger stark schädigen, insbesondere zum Brüchigwerden oder zum Verlust des Glanzes führen. Die Seifenwaschmittel haben den Nachteil, dass sie das Haar alkalisch beeinflussen, das innere Gefüge lockern, es glanzlos und stumpf machen und zusammen mit den Härtebildnern des Wassers Kalkseifen und Magnesiumseifen entstehen lassen, welche sich auf und in dem Haar festsetzen und es erst recht stumpf und hart machen. Man ist daher auf synthetische Waschmittel übergegangen, das diese zu einem Teil die Nachteile der Seife nicht aufweisen. So sind für diesen Zweck Fettalkoholsulfonate der allgemeinen Formel R-O-SO(sub)3Me, (worin R einen aliphatischen Rest und Me ein Alkalimetall darstellt) empfohlen worden. Sie besitzen jedoch den Nachteil, das Haar zu stark zu entfetten, auf das Haar aufzuziehen und als Ester zu einer Aufspaltung zu neigen, wobei haarzerstörende Mineralsäure entsteht. Ausserdem besitzen die Alkalisalze unbefriedigende Wasserlöslichkeit; ihre konzentrierten Lösungen erstarren unter Ausscheidung von schwerlöslichen Alkalisalzen. Auch Fettsäurekondensationsprodukte der allgemeinen Formel sind vorgeschlagen worden. Sie besitzen nur dann ein gutes Schaumvermögen, wenn eine Fettkette mit 10-12 C-Atomen (R) eingeführt wird. Ihr Waschvermögen ist sehr gut und sie besitzen ein hervorragendes Kalkseifendispergiervermögen. Ihre Wasserlöslichkeit ist jedoch eine noch beschränktere als bei den Fettalkoholsulfonaten; es sind keine haltbaren, klarbleibenden Lösungen herstellbar. Eiweissfettsäurekondensationsprodukte verhalten sich in diese Beziehung günstiger, ihr Schaumvermögen lässt aber sehr zu wünschen übrig; sie schäumen unvergleichlich schlechter als die am besten schäumenden Fettalkoholsulfonate mit Kohlenstoffketten von C(sub)12-C(sub)14. Neuerdings haben Alkylsulfonate der allgemeinen Formel R-SO(sub)3Me eine gewisse Bedeutung erlangt; ihr Schaumvermögen und Waschvermögen ist aber unbefriedigend, sodass sie als Waschmittelkonzentrat mit den viel ergiebigeren anderen synthetischen Produkten nicht in Wettbewerb treten können. Monoaralkylsulfonate und Polyaralkylsulfonate der allgemeinen Formel R-Ar-SO(sub)3Me (worin R ein Alkylrest und Ar ein einfacher oder substituierter Benzolkohlenwasserstoff, auch ein mehrkerniger aromatischer Kohlenwasserstoff ist, die entweder einzelne kurze Alkylreste von 3-4 C-Atomen oder auch mehrere solche kurze Ketten enthalten, die auch verzweigt sein können, eignen sich nur als Kaltnetzer, oder als Netz-, Dispergier- oder Entfettungsmittel, stellen aber keine Waschmittel dar.
Es wurde nun gefunden, dass man vorzügliche Haarwaschmittel erhält, die ein hervorragendes Schaumvermögen, neben gutem Netz- und Emulgiervermögen und eine ausgezeichnete Löslichkeit der Alkalisalze besitzen, wenn man Aralkylsulfonate verwendet bei denen der Alkylrest mindestens ein Gemisch von kurzkettigen und langkettigen Kohlenwasserstoffen, am besten jedoch eine Kette von mindestens 10 C-Atomen, tunlichst geradlinig, ohne Verzweigungen gerechnet, darstellt. Derartige Verbindungen stellen ganz hochwertige Haarwaschmittel dar. Sie entwickeln einen hervorragenden Schaum, reinigen vorzüglich, ergeben keine Kalkseifenrückstände im Haar und machen das Haar sauber, seidigglänzend und beladen es nicht mit haarschädigenden Stoffen. Sie sind absolut beständig und können zu keiner Aufspaltung führen. Sie besitzen weiter den grossen Vorteil, dass sie in konzentrierten Lösungen haltbar sind, klare Lösungen ergeben, sodass man sie in Konzentratform verwenden kann. Vor Gebrauch sind diese Konzentrate zehnfach mit Wasser verdünnbar, wobei 50 ccm dieser Verdünnung (die übliche
Menge Waschmittel, die man zu einer Kopfwäsche benötigt) zu einer Haarwäsche unter üppiger Schaumentfaltung ausreichen. Sie sind im pH-Bereich von 2-13 anwendbar.
Beispiel:
40 Teile Dodecylbenzolsulfonsaures Natrium werden mit
60 Teilen Wasser in Lösung gebracht. Man erhält 100 Teile eines Waschmittelkonzentrates, das vor Gebrauch noch mit Wasser mehrfach verdünnt werden kann. Dieses Haarwaschmittel entwickelt einen üppigen Schaum bei vorzüglichem Reinigungsvermögen und erteilt dem Haar einen seidigen Glanz.

Claims (3)

1) Flüssiges Waschmittel für lebendes Haar, bestehend aus Lösungen von Alkali-, Ammonium- oder Äthanolaminsalzen von Aralkylsulfonaten, in denen das Aryl ein einfacher oder substituierter, ein- oder mehrkerniger aromatischer Kohlenwasserstoff und das Alkyl ein gesättigter, gerader oder verzweigter Kohlenwasserstoff ist, der vorzugsweise eine Kette von mindestens 10 Kohlenstoffatomen, ohne Verzweigung gerechnet, darstellt.
2) Waschmittel nach Anspruch 1), gekennzeichnet durch einen gegebenenfalls in gepufferter Form zur Anwendung kommenden Zusatz von Säuren oder Alkalien.
3) Waschmittel nach Anspruch 1) und 2) gekennzeichnet durch einen Zusatz von haarpflegenden, haarfettenden, haarwuchsfördernden und ähnlichen, auf das Haar günstig wirkenden Stoffen, wie z. B. Lecithin, Cholesterin, Panthotensäure, Teerpräparaten usw. gegebenenfalls in emulgierter Form.

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