DEP0047159DA - Schmiergerät für Taschenuhren u. dgl. - Google Patents

Schmiergerät für Taschenuhren u. dgl.

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Publication number
DEP0047159DA
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DE
Germany
Prior art keywords
housing
tube
spring
piston
fixedly connected
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Giuseppe Dr. Lausanne Candolini
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Individual
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Description

Patentanwalt BE I3l3b
:)ipl.-lng. Ugls i
Dr. Giuseppe Gandolini, Lausanne (Schweiz)
Schmiergerät für Taschenuhren und dergleichen.
Die Schmierung von Taschenuhren und anderen kleinen Präzisionsinstrumenten ist eine ausserordentlich schwierige Arbeit, weil die Mengen des zugeführten Schmiermittels genau dosiert werden müssen. Bekanntlich genügt schon ganz geringe Ueberdosierung des zugeführten Schmiermittels an einer Schmierstelle, um die genaue Funktion einer Uhr zu beeinträchtigen. Schmiergeräte, mit welchen es möglich ist, eine genaue Dosierung der zugeführten Schmiermittel vorzunehmen, sind bis heute noch nicht bekannt. Vielmehr behilft man sich mit Nadeln, die durch Eintauchen in einen Oelbehälter geringe Mengen OeI durch Oberflächenspannung festhalten und dann bei Berührung mit der Lagerstelle wieder abgeben, Ganz abgesehen davon, dass diese Methode ausserordentlich zeitraubend ist, gestattet sie ebenfalls nicht, das zugeführte Schmiermittel genau zu dosieren.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Schmiergerät, mit welchem es möglich ist, die zugeführte Schrriierraittelmenge so genau zu dosieren, dass es für die Schmierung von Taschenuhren und ähnlichen kleinen Präzisionsinstrumenten geeignet ist. Das Schmiergerät für Taschenuhren und dergleichen, bei welchem in einem die Form eines Füllfederhalters aufweisenden,einen Oelbehälter enthaltenden Gehäuse eine mit dem Oelbehälter korrespondierende Nadel in der Längsachse des Gehäuses entgegen einer Feder verschiebbar gelagert ist, kennzeichnet sich dadurch, dass im Gehäuse vor dem Oelbehälter ein Vorraum vorgesehen ist, durch den die Nadel hindurchgeführt und der durch einen mit der Nadel fest verbundenen^ vom Gehäuse mit Spiel umfassten Kolben gegen den Oelbehälter abgeschlossen ist, wobei am Kolben ein durch den Oelbehälter geführtes^ im Gehäuse gelagertes Rohr angeordnet ist, an welchem eine dieses Rohr und damit Kolben und Nadel nach vorn drückende Feder und von aussen bedienbar im Gehäuse gelagerte Mittel zur Verschiebung des Rohres entgegen seiner Federbelastung angreifen.
In der c Zeichnung sta*- in den Fig. 1-3
y 3-ΙΦθί
beispielsweise Ausführungsform/des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Schmiergerät, 11Ig. 2 einen Schnitt nach der Linie I-I in ^ig. 1, Fig. 3 ein Detail des Schmiergerätes in perspektivischer Ansicht,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführun gs fο rm.
Das die Form eines Füllfederhalters aufweisende Gehäuse besteht aus einem Kopfteil 1, der auf einen Teil 2 aufgeschraubt ist. Der Teil 2 ist seinerseits wiederum auf ein Mittelteil 3 aufgeschraubt, auf welchem das Verschlussstück 4 ebenfalls mittels Gewinde aufgesetzt ist. In den Kopfteil 1 ist ein Kapillarröhrchen 5 eingesetzt, in welchem die Nadel 6 IHngsverschieblich gelagert ist. Die Verschraubung des Kopfteiles 1 mit dem Teil 2_ erfolgt mittels des Gewindes 7, wobei ein Dichtungsring S den Austritt von OeI aus der im Teil 2 vorgesehenen Vorkammer 9 verhindert. Die Nadel 6 ist durch die Vorkammer 9 hindurchgeführt und trägt einen Kolben 10, der sich auf einer Dichtung 11 abstützt und die Vorkammer 9 abschliesst. Der Kolben 10 ist von einer Bohrung 12 im Teil 2 mit Spiel umfasst. Der Teil 2 weist den Oelvorratsraum 13 auf, der nach Aufschrauben des Mittelteils 3 des Gehäuses unter Zwischenlage einer Dichtung 14 durch den Vorsprung 15, in welchen ein Dichtungsflansch 16 eingesetzt ist,
abgeschlossen wird, ^urch den Dichtungsflansch 16 ist das Rohr 17 geführt, das .biopoo ^Bel^ans-ereae-Rehr 1? iot mit dem Kolben 10 fest verbunden^ Im Rohr I7 sind zwei Oeffnungen 19 und 20 vorgesehen. Mittels des Bolzens 18 ist auf dem Rohr 17 ein Teller 21 befestigt, auf dem sich eine Feder 22 abstützt, die andererseits auf dem Verschlusstück 4 zur Anlage kommt. Das Rohr 17 ist durch das Verschlusstück 4 hindurchgeführt und trägt beispielsweise einen Knopf 23· Auf
Zt
dem Teller Sd stützt sich ein Winkelhebel 24 ab, der mittels Bolzen 25 im Gehäusemittelteil 3 beweglich gelagert ist. Die Feder 26 drückt den Hebel 24 nach , d.h. auf den Teller 21. Die Feder ist in Fig. 3 perspektivisch dargestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist das Rohr 17 durch eine Vollstange 2δ ersetzt, auf die ein Ventilteller 29 aufgesetzt ist, der sich an einem durchbohrten Körper 3o anlegt. Die Stange 2Ö ist wiederum durch eine Feder 22 abgestützt und wird durch den Winkelhebel 24 entgegen dieser Feder 22 angehoben. Die Stange 2Ö ist im Körper 3 mit den Tellern 21 und 29 geführt und steht mit dem Kolben 10 der Nadel 6 in Verbindung. Der Ventilteller 29 kann, um den Lufteintritt in den 3laum 13 zu gestatten, mit Rillen ganz geringer Tiefe versehen werden. Eine Schutzkappe 31 schützt die Nadel 6 und eine Abschlusskappe 32 deckt den ganzen
Vorderteil ab, wenn das Schmiergerät nicht benutzt wird.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Schmiergerätes ist kurz folgende: Der Oelvorratsraum I3 wird, nachdem Teil 2 von Teil 3 abgeschraubt ist, gefüllt und hierauf, während das Gerät senkrecht gehalten wird, wiederum verschraubt. Der Vorraum 9 ist nun ebenfalls mit OeI gefüllt, weil ja der Kolben 10 an dem am Mittelteil 3 gelagerten Rohr 17 befestigt ist und somit Nadel 6, Kolben 10 und Rohr 17 erst beim Verschrauben des Teiles 2 mit dem Mittelteil 3 wieder eingeführt werden. Beim Verschrauben werden aus dem Kapillarröhrchen 5 einige Tropfen austreten, bis der Kolben 10 auf der Dichtung 11 anliegt. Nun ist das Schmiergerät betriebsbereit. Das OeI kann nun aus der Vorkammer durch das Röhrchen 5 entlang der Nadel 6 austreten und in feinen Tropfen der Schmierstelle zugeführt werden. Sobald die Gelzufuhr nachlässt oder aufhört, wird durch Drücken auf den Winkelhebel der Kolben 10 und damit auch die Schmiernadel 6 angehoben.
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Lässt man nun den Winkelhebel 24 oin -a^g los, dann wird durch die Feder 22 der Kolben 10 wieder in seine die Vorkammer 9 abschliessende Stellung bewegt. Dadurch wird neues OeI in die Vorkammer befördert und zwar mit einem ganz leichten Ueberdruck, der durch das Spiel zwischen Kolben 10 und üohrung bestimmt ist. Durch Versuche lässt sich ohne weiteres ermitteln, welcher Ueberdruck und damit welches Spiel zwischen Kolben
und Bohrung 12 für die Durchführung des Schmiervorgangs am geeignetsten ist. Der Winkelhebel 24 ist so angeordnet, dass er bei Handhebung des Schraiergeräts unter den Daumen zu liegen kommt. Durch feinfühlige Betätigung des Hebels 24 kann der gewünschte Qelaustritt bewirkt werden. Durch vollständiges Herabdrücken des Hebels 24 wird das Rohr 17 so weit angehoben, dass durch die entsprechend angeordneten Oeffnungen 19 und 20 der Druckausgleich zwischen Oelbehälter und Aussenluft herbeigeführt wird. Damit durch das Rohr 17 kein OeI austreten kann, ist dieses durch einen Pfropfen 27 abgeschlossen. Das Schmiergerät bedarf einer feinfühligen Handhabung wie dies bei den Personen, die sich mit der Schmierung von Taschenuhren und dergleichen befassen, vorausgesetzt werden kann. Insbesondere ist darauf zu achten, dass der Kolben 10 stets langsam abgehoben wird, damit das OeI vom Oelb^feäifre* 13 ruhig in die Vorkammer 9 fix essen kann, ohne dass eine Sogwirkung auftritt.
Das beschriebene Gerät stellt ein Mittel dar, um die Schmierung von Taschenuhren und ähnlichen kleinen Instrumenten zu erleichtern und die zugeführten Mengen OeI genaustens zu dosieren.

Claims (2)

  1. Patentanspruch & t
    Schmiörgerät für Taschenuhren und dgl., dadurch gekennzeichnet* dass bei Ausbildung des Gerätas in Form eines Füllfederhalters reit einer mit einem 0 ei vorrat sr au«a (13) gusamnienarbeitencien ffadel (6) dies© letzter® in aer Längsachse des Gehäuse© entgegen einei* Feder {2,1) verschiebbar gelagert ist, wobei im Gehäuse vor des Oelvorratsraum fi.3) ein Vorraum (9) vorgesehen ist, durch de« die Mädel hindurchgeht und d&r durch einen mit dor Hadel fest verbundenen, vom Gehäws© ndt Spiel umfassten Kolben {10) gegen den OeI-vorrateraum (13) sbscbliessbar ist, während ©in ebenfalls mit dem Soiben feat verbundenes und durch den Gelvorr&ts« raum (13) geführtes Rohr {17} im Gehäuse gelagert ist, an d®i& eine dieses -"»ohr und aan.it iioltosn und l^adel nach vorn druckende feder {22} und von aussen bedienbar im Gehäuse gelagerte Mittel {24) sur Verschiebung des Eohrs entgegen ©einor i'eciferbelaötung angreifen.
  2. 2. SciiTOiergsrät nach Anspruch 1, dadurch dass das mit dem iColben (10) fest verbundene Hohr (17) Oefi'nungen (19ϊ ^C) aufweists die so angeordnet ainds dass beim Zurückziehen des Rohres eine Verbindung Oelvorratsraum {13) und Äussenluft entsteht.
    -,chmlergerät nach Ansprüchen 1 und 2, dadurcn ^kennzeichnet, dass das mit dem Solben (10) fest verbundene Rohr (17) zur ferhinüerung ©ines rückwärtigen Öoxaustrittes a\as a®m CeI-vorratsi"&uia (13) hinter dm dem rruckausglöich cienendea Cei'fnungon (19, ^G) mittels eines Plropfens (2?) verschlossen ist.
    4„ ächmiargerät nach Ansprüchen 1 bis 3 s dadurch g da@3 das mit d©ni Kolben (10) feat verbundene Rohr (1?) einen Teiler {21) tragt, auf dein sich sowohl ale das Rohr nach vorn drückend® Feder (2^) als auch ein ira Gehäuse (3) gelagerter, federbelastet©!- Wiakeihebei (24·) abstützt.

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