DEP0044633DA - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von mit zu untersuchenden Stoffen zu füllenden Tassen auf ein schichtförmig ausgebreitetes Reagenz - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von mit zu untersuchenden Stoffen zu füllenden Tassen auf ein schichtförmig ausgebreitetes ReagenzInfo
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Description
Dr. Michael Erlenbach
Dr. Adolf Sieglitz
per Adresse:
Frankfurt am Main-Höchst 24. Mai 1949 SW/Ho
Anlage I
zur Patentanmeldung Fw,
Yerfahren und Yorrichtung zum Aufbringen von mit zu untersuchenden Stoffen zu füllenden Tassen auf ein
schichtförmig ausgebreitetes Reagenz,
Zur Bestimmung der Wirksamkeit insbesondere von antibiotischen IIeilstoffen, wie z.B. Penicillin, ist
eine Vorrichtung bekannt, bei der eine Anzahl von Tassen auf einen in einem Behälter, z,B„ einer Petrischale
befindlichen Nährboden aufgebracht werden, wonach die Tassen dann mit den zu untersuchenden Stoffen
gefüllt werden. Als derartige Tassen werden meist zylindrische Metallbehälter ohne. Boden Verwendete
Oie Art des Aufbringens dieser Tassen auf den FMhrboden ist für die Zuverlässigkeit der Versuchsergebnisse
von grosser Wichtigkeit« So darf die Oberfläche des Fihrbodens in der Mhe der aufgesetzten Tassen
nicht durch Risse oder dgl. beschädigt werden. Zur Sicherung gleicher Yersuchsbedingungen ist ferner insbesondere
darauf zu achten, dass die Fallhöhe der Zylinder stets konstant gehalten wird.
Das bekannte Gerät arbeitet in der Weise, dass zwei Hebel zum Auslösen der einzelnen Arbeitsschritte
benötigt werden. Mit dem einen Hebel wird eine Petrischale in Arbeitsstellung gebracht, mit dem anderen
wird hierauf das Herabfallen einer Reihe von Tassen auf die Fihrbodenschicht' in der Petrischale bewirkt.
Wie die Praxis gezeigt hat, 1 eistet die bekannte
Arbeitsweise nicht allen Anforderungen genüge, insbesondere insofern als sie nicht präzise genug ist und
nicht immer mit hinreichender Sicherheit vergleichbare Ergebnisse ergibt« Durch die nacheinander ■Vbrzunehmende
Betätigung zweier Hebel ist es ausserdem nicht möglich, mit einer solchen Schnelligkeit zu arbeiten, wie es
in der Praxis nötig ist«
Es hat sich nun herausgestellt, dass maß die· aufgezeigten Mängel, der bekannten Arbeitsweise beseitigen
kann, wenn man zum gleichzeitigen, möglichst gleichmässigen Aufbringen einer Anzahl von mit einem
zu untersuchenden Stoff zu füllenden Tassen auf ein in einem Behälter schichtförmig ausgebreitetes Reagenz
durch satzweises Herabfallen der Tassen auf das Reagenz nach Anheben desselben erfindungsgemäss so verfährt,
dass das Anheben des auf einem Tisch befindlichen Reagenzbehälters und das Ansiösen des*Herabfallens der
Tassen durch Betätigung eines einzigen zweiarmigen Hebels erfolgte
Wie sich anhand der Abbildungen, in denen eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wiedergegeben
ist, ergibt, kann man die erfindungsgemäss vorgeschlagene Arbeitsweise so durchführen, dass durch
Betätigung des zweiarmigen Hebels 10 sowohl ein zur Aufnahme eines Reagenzbehälters 2 bestimmter Tisch 1
gegen Auslassöffnungen 7 gehoben wird, als auch ein mit Bohrungen 6 zur Aufnahme der Tassen 5 versehenes
Organ 4, z«B. ein Rundschieber, um einen solchen Winkel aus seiner Ruhelage gedreht wird, dass die Bohrungen
über die Xusfallöffnungen 7 gelangen, so dass die Tassen aus den Ausfallöffnungen 7 <
auf die in
dem Behälter 2 befindliche Reagenzschicht fallen, worauf nach Loslassen des zweiarmigen Hebels 10 der Tisch 1
und das Organ 4 in ihre Ausgangsstellung selbsttätig zurückgehen. Dabei verfährt man zweckmässig so, dass
die Betätigung des zweiarmigen Hebels 10 in zwei Abschnitten
erfolgt, Es geschieht dies derart, dass die Hebelwirkung zunächst gleichzeitig sowohl auf den Tisch 1
wie auch auf das Organ 4 vermittelst geeigneter Elemente übertragen wird, mit der Massgabe, dass bei erfolgtem vollständigen Anheben des Tisches 1 in dem
gevrinsohten Ausaasse das Organ 4 nur unvollständig aus seiner Ruhelage gedreht ist, so dass ein Durchtritt
der in den Bohrungen 6 befindlichen Tassen 5 durch · die Ausfallöffnungen 7 nach nicht möglich ist, da sich
die Bohrung ai6 un^.."^lusfallöffriungeh 7 nur teilweise,
etwa zur Hälfte überdecken,,
Erst bei weiterer Betätigung des Hebels 10, wobei die Hebelwirkung nunmehr lediglich auf das Organ 4
übertragen Wirds findet schliesslich ein Drehen des Organs 4 um den Winkelet in seine äusserste Lage, die
Entleerungsstellung statt, Tobei die Bohrungen 6 genau über die Ausfallöffnungen 7 gelangen, sodass ein Herabfallen der Tassen5 erfolgt»
Eine Vorrichtung, die zur Durchführung der erfindungsgemässen Arbeitsweise geeignet ist, zeigen die
Eiguren I-V der Abbildungen*
Figur I zeigt eine Vorrichtung im Schnitt; Eigur II dieselbe im Grundriss
Figur I zeigt eine Vorrichtung im Schnitt; Eigur II dieselbe im Grundriss
Eigur^IH- V zeigen Einzelheiten der Vorrichtung«
Die dargestellte Vorric"; tung besteht im wesentlichen aus einem mittels einer Eührung 14 in vertikaler
Richtung beweglichen Tisch zur Aufnahme eines Reagenzbehälters 2g einem als Fundschieber zu betätigenden
Organ 4, welches mit Bohrung en 6 zur Aufnahme der Tassen 5 versehen ist, einer Platte 29 mit einer entsprechenden Anzahl von Auslassöffnungen 7 zum Durchtritt
der Tassen 5, wenn diese die Bohrungen 6 des Organs 4 verlassen, sowie einem um eine von einem
Lagerbock 8 getragene Welle 9 drehbaren Hebel 10, der aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Armen 27 und
besteht, die durch eine leder 11 und einen Anschlag in gestreckter Lage gehalten sind« Ausserdem sind
an sich bekannte Elemente zur Übertragung der Hebelwirkung auf den Tisch 1 und das Organ 4 Vorgesehene
Durch eine waagerechte Welle 9 wird die Bewegung des Hebels 10 mittels eines Winkeltriebs,18 im Übersetzungsverhältnis 1 : 1 auf die senkrechte Welle 19 übertragen,
die an ihrem oberen Ende den Mitnehmer 20 trägt, der in eine Aussparung des Eundschiebers 4 fasst und diesen
dadurch bewegt. Auf den Tisch 1 wird die Hebelwirkung durch eine Führung 14 und ein Scheibenrad 13 am freien
Ende des Armes 28, das in einen Schlitz der Tischführung 14 eingreift und den Tisch 1 dadurch gegen Drehung
sichert, Ubertragene
Die Übertragung der Hebelwirkung auf das Organ kann auch in anderer jedem Eachmann geläufiger Weise
erfolgen.
Bei Herunterdrücken des Hebels 10 wird zun .chst die schwache Eeder 15 an der Tischführung 14 gespannt
bis der Federhalter 16 gegen die Führungsbüchse 17 zur Anlage kommt, Eamit ist die Aufwärtebewegung des
Tisches 1 beendett + Durch weiteres Herunterdrücken des Armes 27 wird unter 'iberwindung der Spannkraft der
Eeder 11 die liielle 19 und der darauf befestigte Mitnehmer 20 weitergedreht bis die vollständige Überdeckung
der Locher 6 und 7 herbeigeführt ist und die Tassen herausfallen können= Die Endlage des Organs 4 wird
durch den Anschlagstift 25 -bestimmt, der den Hub des Organs 4 nach beiden Bewegungsrichtungen begrenzt»
Uach Aufhören der Betätigung des Hebels 10 geht der Tisch 1 unter Entspannung der Eeder 15 selbsttätig
in seine Ruhelage zurück; ebenso geht euch das Organ in seine Ausgangsstellung zurück.
Die Füllung der Bohrungen 6 in dem Organ 4 erfolgt zweckmässig aus einem Satz von als Vorratsbehälter
+) Die Löcher 6 und 7 überdecken sich jetzt erst unvollständig.
Claims (1)
- für die Tassen 5 dienenden Rohren 3* Diese sind an ihren beiden Enden mit aufgebrachten Federn 21 versehen (s„ Fig0Iy - V), deren aufgenietete Hasen 22 durch Löcher der Rohrwände hindurchgreifen und ein Herausfallen der Tassen während ihrer Sterilisation verhindern. Die Rohre werden in den Halter 23 (s» Fig0HI) so eingesetzt, dass die auf jedem Rohr 3 befindliche Nase 24 in den Schlitz der Bohrung des Halters 23 zu stehen kommt. Dadurch ist die richtige lage der Feder 21 zu dein Kegelstumpf der Platte 26, der die Feder beim Einsetzen des Rohres zurückbiegt und so die Sperrung der Tassen 5 freigibt, fixiert*Auf diese Weise ist nach Rückgang des geleerten Organs 4 in seine Ruhelage ein selbsttätiges Auffüllen desselben aus den Rohren 3 gesichert.Gemäss der Erfindung ist es möglich, bei der Untersuchung von Penicillin5 anderen antibiotischen Heilstoffen ο«,dgl. die Tassen "bei einwandfrei konstant gehaltener Fallhöhe gleichmässig auf den Nährboden aufzubringen, ohne dass eine Beschädigung desselben eintritt, sodass gleiche Vevsuchbedingungen gesichert und zuverlässige Ergebnisse bei schneller Durchführung der Untersuchungen gewährleistet sind.Patentansprüche j1«) Verfshren zum gleichseitigen möglichst gleichmässigen Aufbringen ex.ie j Anzahl von mit zu unt e r su chanö en Stoffen zu ± ill ender. Tassen auf ein in einem Behälter schichtfö1 ioig ausgebreitetes Reagenz durch satzweises Herabfaller» der Tassen auf das Reagenz nach Anheben desselben, dadurch gekennzeichnet, dass das Anheben des auf einem Tisch^l)befindlichen P^agenzbehälters (2 Jund das Auslösen des Herabfallens der Tassen (5j durch Betätigung eines einzigen zweiarmigen Hebels /ίο] bewirkt wird.2a-) Verfahren genäse Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass durch Betätigung des zweiarmigen HehelsflO sowohl ein zur Aufnahme eines Reagenzbehältersf2}bestimater Tisch/'ί) gegen Ausfallöffnungen fij gehoben wird als auch ein mit Bohrungenf6]zur Aufnahme der Tassen versehene_s Organ (a\ ZeBe ein Rundschieber, um einen solchen Winkel aus seiner Ruhelage gedreht wird, dass die Bohrungen (6 )über die Ausfallöffnungen (*f) gelangen,sodass die Tassen^aus den Ausfallöffnungen tlj ~' ——-"*" . auf die in dem Behälter^ befindliche Reagenzschicht fallen, worauf nach Loslassen des zweiarmigen Hebels /10/ der Tisch (1 j und das Organ (aJ in ihre Ausgangsstellung selbsttätig zurückgehen«3c) Verfahren gemäss Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung des zweiarmigen Hebels(lojin zwei Abschnitten erfolgt, und zwar in der Weise, dass die Hebelwirkung zunächst gleichzeitig sowohl auf den Tischfljwie auch auf das Organ (aj vermittels*^ geeigneter Elemente übertragen wird, mit der Massgabe, dass bei erfolgtem vollständigen Anheben des Tisches (l J in dem gewünschten Ausmasse das Organ A) nur unvollständig aus seiner Ruhelage gedreht ist, sodass ein Durchfallen der in den Bohrungen Γ5) befindlichen Tassen (5 j durch die Ausfallöffnungen (l\ nicht erfolgt, und dass sodann bei weiterer Betätigung des Hebels (ίο) unter Übertragung der Hebelwirkung allein auf das Organ CAj dieses schliesslich in Entleerungsstellung gelangt«4s) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen mittels einer Führung"'m vertikaler Richtung beweglichen Tisch 0)zur Aufnahme eines Reagenzbehälters ein als Rundschieber -zn betätigendes Organ (4) mit Boh= rungen^j zur Aufnehme der Tas3en/51 einen um eine Welle^9).drehboren Hebel (1 θ/mit zwei gelenkig miteinander verbundenen, durch eine reder (] lj und einen Anschlag $2) in gestreckter Lage geh el ten® Armen ^7 unddurch an sich bekannte Elemente zur Übertragung der Hebelwirkung auf den Tisch (l)und das Organ (4\ Sowie durch Auslassöffnungen (?) zum Ourchtritt der die Boh-•rungenf öj des Organs (aJ verlassenden Tassen (5)»5») Vorrichtung gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führung (l 4 ^es TisehesftJ eine FederCll zur Bewirkung des selbsttätigen Rückgangs des Tisches (1)in seine Ruhelage nach Aufhören der Betätigung des Hebels (\θ) vorgesehen ist»6„) Vorrichtung gemäss Anspruch 4 und 5, gekennzeichnet durch einen Satz-r von als Vorratsbehälter für die Tassen^ 5 j dienenden Rohren (j>^ der mit Hilfe einer Platte (26~) mit kegelstumpf förmiger Ausbildung und einer Haltevorrichtung (£J>) so angeordnet ist, dass nach Rückgang des geleerten Organs (\) in seine Ruhelage ein selbsttätiges Auffüllen derselben aus den Rohren (3J erfolgt*7.) Vorrichtung gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Rohren(3 Runter Pederwirkung stehende Haltevorrichtungen (22] für die Tassen ($) vorgesehen sind, die bei Aufbringen der Rohre (J)an der Platte C 26) selbsttätig den Austritt der Tassen (5j in die Bohrungen (β) des Organs (4J freigeben*Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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