DE3204040C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3204040C2 DE3204040C2 DE3204040A DE3204040A DE3204040C2 DE 3204040 C2 DE3204040 C2 DE 3204040C2 DE 3204040 A DE3204040 A DE 3204040A DE 3204040 A DE3204040 A DE 3204040A DE 3204040 C2 DE3204040 C2 DE 3204040C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- valve
- injection
- line
- microcapillary
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000002347 injection Methods 0.000 claims description 61
- 239000007924 injection Substances 0.000 claims description 61
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 18
- 210000004027 cell Anatomy 0.000 description 11
- 239000003638 chemical reducing agent Substances 0.000 description 8
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 2
- 206010010774 Constipation Diseases 0.000 description 1
- 239000005662 Paraffin oil Substances 0.000 description 1
- 235000010678 Paulownia tomentosa Nutrition 0.000 description 1
- 240000002834 Paulownia tomentosa Species 0.000 description 1
- 101710172711 Structural protein Proteins 0.000 description 1
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 210000003855 cell nucleus Anatomy 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 210000000805 cytoplasm Anatomy 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 238000005429 filling process Methods 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 102000004169 proteins and genes Human genes 0.000 description 1
- 238000012216 screening Methods 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- 238000002255 vaccination Methods 0.000 description 1
- 238000013022 venting Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N35/00—Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
- G01N35/10—Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices
- G01N35/1095—Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices for supplying the samples to flow-through analysers
- G01N35/1097—Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices for supplying the samples to flow-through analysers characterised by the valves
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T137/00—Fluid handling
- Y10T137/8158—With indicator, register, recorder, alarm or inspection means
- Y10T137/8326—Fluid pressure responsive indicator, recorder or alarm
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T137/00—Fluid handling
- Y10T137/8593—Systems
- Y10T137/87249—Multiple inlet with multiple outlet
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T137/00—Fluid handling
- Y10T137/8593—Systems
- Y10T137/87265—Dividing into parallel flow paths with recombining
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Sampling And Sample Adjustment (AREA)
- Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Injektion von
sehr kleinen Probenmengen insbesondere in Zellen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (Graessmann A.,
Graessmann M. und Müller C. "Methods in Enzymology",
Band 65 (1980), Seiten 816 bis 825), ist der Kapillaren
innenraum an eine Handspritze angeschlossen. Zum Inji
zieren der Probenmenge wird entsprechend lang auf den
Spritzenkolben von Hand gedrückt. Es hat sich jedoch ge
zeigt, daß häufig nach der Impfung einer Anzahl von
Zellen die Spitze der Mikrokapillare nicht mehr durch
gängig ist, woraufhin eine neue Mikrokapillare einzu
setzen ist.
Bei einem weiteren bekannten Verfahren dieser Art
(Denis W. Stacey "Methods in Enzymology" Band 79 (1980),Seiten
76 bis 88) wird die Mikrokapillare bei erfolgter Ver
stopfung durch Ausübung eines maximal möglichen Innen
drucks auf den Kapillarinnenraum gereinigt. Tritt die
erhoffte Reinigung nicht ein, wird die verstopfte Kapil
lare undefiniert abgebrochen, in der Hoffnung, daß der
verbleibende Kapillarquerschnitt des Innendurchmessers
des Kapillarendes für eine Injektion weiterhin geeignet
ist.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung bei einem Ver
fahren eingangs genannter Art die Verstopfungsgefahr der
Mikrokapillarenspitze während des Gebrauchs zumindest
stark zu verringern.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1
gelöst. Es hat sich gezeigt, daß der in Anspruch 1 an
gegebene Haltedruck ein Blockieren der Spitze während
wiederholter Injektionen zuverlässig verhindert. Als
besonders wirksam hat sich dabei ein Haltedruck nach
Anspruch 2 erwiesen.
Um das erste Austreten der in den Kapillarinnenraum ein
gefüllten Probenflüssigkeit aus der Spitze zu beschleu
nigen und ggf. eine Anfangsverstopfung der Spitze aufzu
heben, wird bevorzugt nach Anspruch 3 vorgegangen. Um
auszuschließen, daß sich auch bei einer Vielzahl auf
einanderfolgender Injektionen keine Verstopfungen oder
Ablagerungen im Inneren der Kapillarenspitze bilden,
wird bevorzugt nach Anspruch 3 wiederholt, jeweils nach
mehreren Injektionen, der Kapillareninnenraum mit dem
Hochdruck beaufschlagt. Der Hochdruck wird dabei be
vorzugt nach Anspruch 4 eingestellt. Bevorzugt wird
der Injektionsdruck gemäß Anspruch 5 eingestellt. Hier
durch lassen sich äußerst geringe Injektionsraten er
reichen, die zwischen 10-11 bis 10-13 ml Probenflüssig
keit pro Sekunde betragen können. Je nach Injektions
dauer kann man in die einzelnen Zellen Probenmengen im
Bereich zwischen 10-11 und 10-13 ml injizieren. Die
Größe der in Frage kommenden Zellen kann dabei unter
100 µm, ja sogar unter 60 µm, liegen.
Bei dem erstgenannten bekannten Verfahren wird die
Probenflüssigkeit dadurch in die Mikrokapillare einge
füllt, daß man die Spitze in Probenflüssigkeit taucht
und durch Herausziehen des Spritzenkolbens einen Unter
druck im Kapillareninnenraum erzeugt. Der Einsaugvor
gang dauert relativ lang; auch muß mehr Probenflüssig
keit als für die Injektion benötigt, bereitgestellt
werden. Um dies zu vermeiden, wird bevorzugt nach Anspruch 6
vorgegangen.
Da dabei die Probenflüssigkeit im Bereich der Kapilla
renspitze eingefüllt wird, entfällt die Gefahr, daß die
entlang der Kapillareninnenwand fließende Probenflüs
sigkeit dort anhaftende Verunreinigungen mitnimmt, was
wiederum zur Verstopfung der Spitze führen kann. Weiter
hin gibt es im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren prak
tisch keine Verdampfungsverluste an Probenflüssigkeit
beim Einfüllen.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durch
führung des Injektionsverfahrens. Aus der erstgenannten
Literaturstelle ist es bekannt, den Injektionsdruck
mittels einer handbetätigten Spritze zu erzeugen. Dies
hat den Nachteil, daß man den Injektionsdruck praktisch
nicht reproduzierbar auf einen vorgegebenen konstanten
Wert einstellen kann. Auch besteht nicht die Möglichkeit
für einen automatischen Betrieb. Zur Vermeidung dieser
Nachteile ist die erfindungsgemäße Vorrichtung nach An
spruch 7 ausgebildet.
Um möglichst viele Zellen pro Zeiteinheit injizieren zu
können, sollte die Bedienung möglichst einfach sein. Man
kommt mit einer Ein-Knopf-Bedienung aus, wenn man die Vor
richtung gemäß Anspruch 8 ausbildet. Mit einer Hand kann
dann das Drei-Stellungs-Ventil bedient werden und mit der
anderen Hand der Mikromanipulator für die Mikrokapillare.
Ohne besondere Einweisung und längere Übung lassen sich In
jektionsraten von 400 bis 800 Zellen pro Stunde erreichen.
Man erspart sich eine eigene Haltedruckquelle, wenn man
die Vorrichtung gemäß Anspruch 9 ausbildet.
Das in der Injektionsdruckzuleitung vorgesehene Rück
schlagventil ermöglicht es, die Vorrichtung zur Kontrolle
des Injektionsdrucks und ggf. des Haltedrucks gemäß Anspruch
10 auszubilden.
Um zu verhindern, daß es während des Injizierens durch
versehentliches Umschalten des Drei-Stellungs-Ventils
in die dritte Ventilstellung zu einem plötzlichen Aus
stoßen von Probenflüssigkeit unter der Wirkung des Hoch
druckes kommt, wird die Vorrichtung bevorzugt gemäß An
spruch 11 ausgebildet. Das zweite Zwei-Stellungs-Ventil
dient demnach ausschließlich zur Umschaltung zwischen
dem Haltedruck und dem Injektionsdruck, was Bedienungs
fehler ausschließt. Bei Ausbildung der Drosselstelle als
Drosselventil ergibt sich die Möglichkeit einer kon
tinuierlichen Feineinstellung des Haltedrucks.
Damit die Bedienungsperson während des Injizierens der
Zellen beide Hände frei zur Bedienung des Manipulators
bzw. des Mikroskops hat, ist die Vorrichtung bevorzugt
gemäß Anspruch 12 ausgebildet.
Man erspart sich eine eigene Injektionsdruckquelle, wenn
die Vorrichtung gemäß Anspruch 13 ausgebildet ist.
Um Wartungsarbeiten, z. B. das Auswechseln von Mikro
kapillaren, zu erleichtern, ist die Vorrichtung bevorzugt
gemäß Anspruch 14 ausgebildet.
Ferner ist bevorzugt eine Ausbildung der Vorrichtung gemäß
Anspruch 15 vorgesehen. Die Vakuumquelle kann dabei zum
Aussaugen der Vorrichtung, zu Reinigungszwecken oder auch
zur Prüfung auf Undichtigkeiten eingesetzt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung an
Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schemaansicht einer ersten Ausführungsform
der Injektionsvorrichtung;
Fig. 2 eine Schemaansicht einer zweiten Ausführungsform,;
Fig. 3 eine Schemaansicht einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Mirkokapillare
kurz vor Beginn des Einfüllvorgangs.
Eine Mikrokapillare 10 mit einem Außendurchmesser ihrer
Kapillarenspitze bei 1 µm, und einem Innendurchmesser bei
0,5 µm ist an einem in Fig. 4 dargestellten Halter 14 an
gebracht. Dieser besteht aus einem keilförmigen Grund
körper 16, dessen eine Keilfläche auf dem Untergrund auf
liegt und dessen andere gegen die horizontale geneigte
Keilfläche 18 als Auflage für die Mikrokapillare 10 dient.
Die Keilspitze ist weggefräst, so daß beim Aufsetzen der
Mikrokapillare 10 mit über die obere Keilfläche 18 nach
unten vorstehender Spitze 12 eine Beschädigung der Spitze
12 vermieden wird. Im Bereich des oberen Endes der Keil
fläche 18 ist der Grundkörper 16 wieder abgeschrägt; eine
Gummizwischenschicht 20 ist auf die entstandene Schräg
fläche geklebt; die Schicht 20 wiederum trägt einen eben
falls keilförmigen Halterkopf 22, der zusammen mit dem
Grundkörper 16 die Keilform des Halters 14 bildet. Die
Keilfläche 18 des Grundkörpers 16 setzt sich demzufolge
in einer Keilfläche 24 des Halterkopfs 22 fort. Die Mikro
kapillare 10 wird nunmehr auf die Flächen 18 und 24 auf
gelegt und liegt dabei in einer zu den Flächen 18 und 24
senkrechten Vertikalebene. Die Mikrokapillare 10 wird
beispielsweise auf die Flächen 18 und 24 aufgeklebt. Im
dargestellten Beispiel ist die Mikrokapillare 10 der
Einfachheit halber in eine Nut 26 eingeklemmt, die von
der über die Flächen 18 und 24 etwas vorstehenden Gummi
zwischenschicht 20 gebildet ist.
Als nächstes wird Probenflüssigkeit in die Mikrokapillare
10 eingefüllt, beispielsweise 0,1 bis 1 µl einer Proben
flüssigkeit. Als Probenflüssigkeit kommt beispielsweise
eine Lösung aus 0,02 bis 1 mg DNA pro ml in Frage, die
vorher etwa 10 Minuten mit 10000 g oder höher zentri
fugiert worden ist. Zum Einfüllen dieser Probenflüssigkeit
dient eine Einfüllkapillare 28 in Form eines dünnen Glas
röhrchens mit Außendurchmesser 0,12 mm und einem Innen
durchmesser von 0,1 mm. Derartige Glasröhrchen sind als
Röntgen-Glaszylinder (X-ray glass cylinder) erhältlich.
Die Einfüllkapillare 28 wird vorsichtig in das der Spitze
12 gegenüberliegende Kapillarenende 30 der Mikrokapillare
10 eingeführt und soweit eingeschoben, bis die Einfüll
kapillarenspitze 32 den Bereich der Spitze 12 im Inneren
der Mikrokapillare 10 erreicht. Dann erfolgt die Proben
flüssigkeitsabgabe.
Mit einer weiteren Einfüllkapillare mit Außendurchmesser ca.
0,52 mm und Innendurchmesser 0,5 mm kann eine ein oder
mehrere cm hohe Flüssigkeitssäule eines schweren Paraffin
öls auf die Probenflüssigkeit im Kapillareninnenraum auf
geschichtet werden. Beide Einfüllkapillaren werden vor der
Verwendung in gleicher Weise wie die Mikrokapillare ge
waschen.
Nunmehr kann die gefüllte Mikrokapillare 10 in die in
Fig. 1 grobschematisch dargestellte, allgemein mit 34 be
zeichnete Injektionsvorrichtung eingesetzt werden. Hier
zu wird die Mikrokapillare 10 in einen symbolisch darge
stellten Mikromanipulator 36 eingespannt, der eine Bewe
gung der Kapillarenspitze 12 in sämtlichen drei Raum
achsen erlaubt. Zwei Drehknöpfe 38 sind in Fig. 1 ange
deutet. Der Kapillareninnenraum ist über das Kapillaren
ende 30 vgl. Fig. 4 an eine Gasdruck-Hauptleitung 40 angeschlossen;
eine die Bewegung des Mikromanipulators 36 erlaubende
flexible Zwischenleitung 41 zwischen Manipulator 36 und
Hauptleitung 40 ist in Fig. 1 angedeutet. Die Hauptlei
tung 40 und damit der Kapillareninnenraum kann wahlweise
mit drei Gasdrücken beaufschlagt werden, einem Hochdruck
p 1, einem Injektionsdruck p 2 sowie einem Haltedruck p 3.
Zum Umschalten von einem Druck auf den anderen dient ein
einziges Ventil, nämlich das in Fig. 1 in seinen Schalt
funktionen dargestellte Drei-Stellungs-Ventil 42. Es sind
zwei Druckquellen in Form von Preßluft- oder Stickstoff-
Druckgasflaschen vorgesehen, eine Hochdruckquelle 44 so
wie eine Injektionsdruckquelle 46. Eine Hochdruckzulei
tung 49 verbindet die Hochdruckquelle 44 mit einem Ver
zweigungspunkt 48 der Hauptleitung 40; dementsprechend
verbindet eine Injektionsdruckzuleitung 50 die Injektions
druckquelle 46 mit demselben Verzweigungspunkt 48 der
Hauptleitung 40. Ein manuell einstellbares Drosselventil
(Druckminderer bzw. Regulator) 52 in der Hochdruckzulei
tung 49 (oder an der Hochdruckquelle 44) gestattet ein
genaues Einstellen des Hochdrucks p 1 auf einen Wert von
beispielsweise 2 bar. Erforderlichenfalls kann der Druck
p 1 auch elektronisch geregelt werden. Dementsprechend ist
in die Leitung 50 ein Drosselventil 54 (Druckminderer
bzw. Regulator) zur genauen Einstellung des Drucks p 2
von 0,12 bar eingebaut. Zwischen Drosselventil 54 und
Verzweigungspunkt 48 ist in der Leitung 50 ein Rückschlag
ventil 56 eingeschaltet, welches in Richtung zum Punkt 48
öffnet. Die Schaltfunktion des zwischen das Drosselventil
52 und den Verzweigungspunkt 48 in die Leitung 49 einge
schalteten Drei-Stellungs-Ventils 42 sind aus Fig. 1 zu ent
nehmen. Drei Anschlüsse des Ventils 42 sind in Gebrauch,
ein erster Anschluß 58, an den das zum Drosselventil 52
führende Leitungsstück 60 der Leitung 49 angeschlossen
ist, ein daneben liegender Anschluß 64, der gedrosselt
ist (in Fig. 1 durch eine Drosselstelle 66 symbolisiert)
sowie ein dritter Anschluß 68, der dem Anschluß 58 gegen
überliegt und von dem das zum Verzweigungspunkt 48 füh
rende Leitungsstück 70 der Leitung 49 aus geht.
In der in Fig. 1 dargestellten ersten Stellung oder Ruhe
stellung des Ventils 42 ist der Anschluß 58 gesperrt, wohin
gegen der Anschluß 68 mit dem Anschluß 64 verbunden ist. Dem
zufolge ist die Drosselstelle 66 mit der Injektionsdruck
quelle 46 verbunden. Die Drosselstelle 66 ist so einge
stellt, daß sich ein Druck p 3 vor der Drosselstelle, also
in der Leitung 70 und damit in der Hauptleitung 40, ein
stellt. Der als Haltedruck bezeichnete Druck p 3 beträgt
0,03 bar. Zur genauen Einstellung des Haltedrucks p 3 kann
die Drosselstelle 66 von einem entsprechenden Drosselventil
gebildet werden. Man kann jedoch auch in das Leitungsstück
70 zwischen dem Ventil 42 und dem Verzweigungspunkt 48
ein weiteres Drosselventil (Druckminderer bzw. Regulator)
66′ einschalten, welches eine genaue Einstellung des
Haltedrucks p 3 erlaubt.
Wird nunmehr das Ventil 42 in eine zweite oder mittlere
Schaltstellung manuell umgeschaltet, so bewegt sich dem
entsprechend der in Fig. 1 symbolisch angedeutete Ventil
körper entgegen der Kraft einer Ventilfeder 72 in eine
mittlere Stellung nach rechts. Nunmehr sind sämtliche An
schlüsse 58, 64 und 68 des Ventils 42 abgesperrt, so daß
sich in der Leitung 70 und somit in der Hauptleitung 40
der Injektionsdruck p 2 einstellt.
Wird schließlich das Ventil 42 in seine dritte Stellung
umgeschaltet, in der der Ventilkörper seine in Fig. 1
rechteste Stellung einnimmt, so sind die beiden Anschlüs
se 58 und 68 miteinander verbunden, wohingegen der An
schluß 64 abgesperrt ist. Das Leitungsstück 70 und somit
die Hauptleitung 40 sind somit mit der Hochdruckquelle
44 verbunden und liegen auf Druck p 1. Das Rückschlagven
til 56 verhindert eine Beschädigung des Drosselventils
54 und der Injektionsdruckquelle 46. Das Drosselventil 52
kann ggf. auch entfallen, falls ein bei Druckquellen in Form
von Druckgasflaschen üblicherweise vorgesehener in Fig. 1
angedeuteter Druckminderer 52′ vorhanden ist, der den Gas
flascheninnendruck von 10 bis 150 bar auf 0 bis 7 bar
reduziert. In einem solchen Falle ist der Druckminderer
52′ so einzustellen, daß in der dritten Stellung des
Ventils 42 der Druck im Leitungsstück 70 (im Falle der
Verwendung des Drosselventils 66′ anschließend an das
Drosselventil 66 ) gerade den vorgegebenen Wert p 1 annimmt.
Nach dem Einbau der Mikrokapillare 10 in den Mikromani
pulator 36 wird als erstes der Hochdruck p 1 auf den
Kapillareninnenraum gegeben (dritte Ventilstellung), um
rasch die Spitze 12 zu füllen und um die Spitze 12 er
forderlichenfalls durchgängig zu machen. Anschließend
wird der Haltedruck p 3 auf den Kapillareninnenraum ge
geben, der so groß gewählt ist, daß einerseits im we
sentlichen keine Probenflüssigkeit aus der Spitze 12 aus
fließt und andererseits nichts von außen her in die Ka
pillarenspitze 12 eindringen kann. Nun wird die Kapillaren
spitze in eine der in Fig. 1 übertrieben groß dargestell
ten Zellen 74 gestochen durch entsprechende Betätigung
des Mikromanipulators 36 unter der Beobachtung durch ein
Mikroskop, dessen Mikroskopobjektiv 76 in Fig. 1 abge
brochen angedeutet ist. Sobald die Spitze 12 im Zellen
inneren (im Cytoplasma oder im Zellkern) sich befindet,
wird der Injektionsdruck p 2 (zweite Ventilstellung) auf
den Kapillareninnenraum gegeben, der ein Ausströmen von
Probenflüssigkeit aus der Spitze 12 zur Folge hat. Die
Ausströmrate beträgt dabei zwischen 10-11 und 10-13 ml
pro Sekunde. Dem gewünschten Injektionsvolumen entspre
chend lang wird das Ventil 42 in seiner zweiten Stellung
gehalten und anschließend losgelassen, so daß sich die
Ruhestellung des Ventils gemäß Fig. 1 einstellt und der
Haltedruck p 3 am Kapillareninnenraum anliegt. Die Mikro
kapillare 10 wird nun zur nächsten Zelle 74 bewegt und
diese in der vorstehend beschriebenen Weise geimpft.
Falls Zweifel bestehen, ob die Spitze 12 vollständig durch
gängig ist, kann man den Hochdruck p 1 (dritte Ventilstel
lung) auf den Kapillareninnenraum geben, um die Spitze 12
wieder "durchzublasen".
Die Bedienung des Ventils 42 kann beispielsweise über einen
in Fig. 1 angedeuteten Ventilbetätigungsknopf 80 erfolgen,
der gegen die Kraft der Feder 72 einschiebbar ist.
Zum Entlüften der Vorrichtung 34 ist ein Entspannungs
ventil 82 in Form eines Zweiwegeventils in eine in die
Hauptleitung 40 mündende Nebenleitung 84 eingebaut. Ferner
ist eine in die Hauptleitung 40 mündende Zusatzleitung
86 vorgesehen mit einem Absperrventil 88 zum wahlweisen
Anschluß einer zusätzlichen Druck- und/oder Vakuumquelle,
wie beispielsweise einer Aquariumpumpe, die sowohl als
Druck- als auch Vakuumquelle einsetzbar ist. Zwischen
den Einmündungen der Leitungen 84 und 86 in die Hauptlei
tung 40 ist in die Hauptleitung 40 ein Absperr- oder
Drosselventil 90 eingebaut, welches in Anpassung an die
jeweilige Viskosität der Probenflüssigkeit eine gleich
zeitige Verstellung der Drucke p 1, p 2 und p 3 zuläßt.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Injektionsvorrichtung, die mit 134 bezeichnet
ist. Bauelemente in Fig. 2, die solchen in Fig. 1 ent
sprechen, sind mit denselben Bezugsziffern, oder jeweils ver
mehrt um die Zahl 100 versehen. Bei der Injektionsvor
richtung 134 wird lediglich eine einzige Druckquelle,
nämlich die Hochdruckquelle 144 benötigt. Eine von der
Hochdruckquelle 144 ausgehende Anfangsleitung 192 setzt
sich in zwei parallelen Leitungen 149 und 150 fort, die
der Hochdruckzuleitung 49 bzw. der Injektionsdruckzuleitung 50
gemäß Fig. 1 entsprechen und die schließlich in den Ver
zweigungspunkt 148 der Hauptleitung 140 münden. In der
Leitung 149 ist wiederum das Drosselventil 152 einge
schaltet, welches die genaue Einstellung des Hochdrucks
p 1 im anschließenden Leitungsteil erlaubt. Dementsprechend
ist in die Leitung 150 sowohl das Drosselventil 154 als
auch das Rückschlagventil 156 eingeschaltet, wobei das
Rückschlagventil 156 eine Beschädigung eines zwischen die
Ventile 154 und 156 in die Leitung 150 eingeschalteten
Manometers 210 (für den Druck p 2) durch den höheren Druck
p 3 ausschließt. Das Drosselventil 154 gestattet die ge
naue Einstellung des Drucks p 2. In den Leitungszweig 170
zwischen Drosselventil 152 und Verzweigungspunkt 148
könnte nun das Drei-Stellungs-Ventil 42 gemäß Fig. 1
eingebaut werden. In Fig. 2 ist dieses jedoch durch zwei
Zwei-Stellungs-Ventile ersetzt, ein erstes Zwei-Stel
lungs-Ventil 194 sowie ein zweites Zwei-Stellungs-Ventil
196. Die beiden Schaltstellungen des ersten, in die
Leitung 170 eingeschalteten Zwei-Stellungs-Ventils
194 sind aus Fig. 2 ersichtlich. In der Ruhestellung
ist die Verbindung zwischen dem Drosselventil 152 und
dem Verzweigungspunkt 148 unterbrochen, wohingegen ein
Drosselausgang 164 an p 2 anliegt. Der Drosselausgang
164, dessen Drosselstelle 166 wiederum symbolisch ange
deutet ist, steht über eine Verbindungsleitung 198 mit
dem Zwei-Stellungs-Ventil 196 in Verbindung. In der in
Fig. 2 dargestellten Ruhestellung des Ventils 196 ist die
ses durchgängig, so daß sich in der Hauptleitung 140 der
Haltedruck p 3 einstellt. Wird jedoch das Ventil 196 in
seine andere Schaltstellung gebracht, so wird die Verbin
dungsleitung 198 abgesperrt, so daß sich der Injektions
druck p 2 in der Hauptleitung 140 aufbaut. Durch Betätigen
des Ventils 196 kann daher zwischen dem Injektionsdruck
p 2 und dem Haltedruck p 3 umgeschaltet werden, ohne daß
die Gefahr besteht, daß versehentlich der Hochdruck p 1
zugeschaltet wird. Zum Zuschalten des Hochdrucks p 1 ist
das erste Zwei-Stellungs-Ventil 194 zu betätigen. Zur
genauen kontinuierlichen Einstellung des Haltedrucks p 3
kann die Drosselstelle 166 wiederum von einem in Fig. 2
mit unterbrochener Linie angedeuteten Drosselventil 166′′
gebildet sein, welches zwischen die beiden Zwei-Stellungs-
Ventile 194 und 196 in die Leitung 198 eingeschaltet ist.
Entsprechend der Anordnung in Fig. 1 kann man jedoch auch
ein Drosselventil 166′ in die Leitung 170 zwischen dem
Ventil 194 und dem Verzweigungspunkt 148 einschalten.
Schließlich kann ggf. auch das Drosselventil 152 entfallen,
falls der Druckminderer 152′ ausreichend genau genug ist
zur Einstellung des Hochdrucks p 1.
Auch in der Anordnung gemäß Fig. 2 kann ein Entspannungs
ventil 182 zum Entlüften der Vorrichtung 134 vorgesehen
sein, eingebaut in eine in die Hauptleitung 140 mündende
Nebenleitung 184. Auch ist ein Absperr- oder Drosselventil
190 in die Hauptleitung 140 eingebaut und schließlich eine
Zusatzleitung 186 mit Absperrventil 188.
Die in Fig. 3 dargestellte Injektionsvorrichtung 234
hat ähnlichen Aufbau wie die Injektionsvorrichtungen 34
und 134 gemäß Fig. 1 und 2. Bauelemente in Fig. 3, die
solchen in Fig. 1 entsprechen, sind mit denselben Bezugs
ziffern, jeweils vermehrt um die Zahl 200 versehen.
Ähnlich der Anordnung in Fig. 2 benötigt die Vorrichtung
234 gemäß Fig. 3 lediglich eine einzige Druckquelle, näm
lich die Hochdruckquelle 244. Ein Druckminderer 252′ an
der Druckquelle 244 erlaubt die genaue Einstellung des
Hochdrucks p 1 in der sich anschließenden Anfangsleitung
292. Der eingestellte Hochdruck p 1 läßt sich an einem
am Druckminderer 252′ vorgesehenen Manometer 300 ablesen.
Die Anfangsleitung 292 verzweigt sich schließlich an einem
Verzweigungspunkt 302 und setzt sich in zwei parallelen
Leitungen 249 und 250 fort, welche schließlich in einem
weiteren Verzweigungspunkt 248 wieder zusammenlaufen und
dort in die sich anschließende Hauptleitung 240 einmünden.
In der in Fig. 3 unteren Leitung 249 ist ein Zwei-Stellungs-
Ventil 294 eingeschaltet, welches in seiner in Fig. 3
dargestellten Ruhestellung die Leitung 249 absperrt; bei
Betätigung des Zwei-Stellungs-Ventils 294 wird dieses
durchgängig, so daß sich am Verzweigungspunkt 248 und
damit in der Hauptleitung 240 der Hochdruck p 1 einstellt.
In der oberen Leitung 250 ist ein Drosselventil (Präzi
sions-Niederdruck-Druckminderer, z. B. von Fairchild Ind.
Model 10) 254 eingeschaltet zur Einstellung des Injektions
drucks p 2 im sich anschließenden Leitungsteil 304 der
Leitung 250. In Strömungsrichtung anschließend an das
Drosselventil 254 mündet eine Nebenleitung 306 in die
Leitung 250 (Einmündungspunkt 308, siehe Fig. 3). In
die Nebenleitung 306 ist ein Zwei-Stellungs-Ventil 296
eingeschaltet sowie zwischen dieses Ventil und dem Punkt
308 ein Drosselventil 266′′. Wie bereits aus den Bezugs
ziffern erkennbar, entsprechen diese beiden Ventile 266′′
und 296 ihrer Funktion nach den Ventilen 166′′ und 196
in Fig. 2. Das Zwei-Stellungs-Ventil 296 ist demnach in
seiner in Fig. 3 dargestellten Ruhestellung durchgängig
und sorgt für eine Erniedrigung des Druckes in der Lei
tung 250 (anschließend an das Drosselventil 254) auf den
Haltedruck p 3. Die genaue Einstellung des Haltedrucks p 3
erfolgt durch das Drosselventil 266′′. Hierbei ist hervor
zuheben, daß eine Verstellung des Drucks p 3 ohne Einfluß
auf die jeweiligen Druckwerte p 1 und p 2 bleibt. Die je
weils eingestellten Druckwerte p 2 und p 3 lassen sich an
einem Druckmanometer 310 ablesen, welches über eine Ne
benleitung 312 an die Leitung 250 (Einmündungspunkt 314)
angeschlossen ist. Zwischen dem Einmündungspunkt 314 und
dem Verzweigungspunkt 248 ist entsprechend Fig. 2 wiederum
ein Rückschlagsventil 256 eingeschaltet, welches bei Zu
schalten des Zwei-Stellungs-Ventils 294 verhindert, daß
der Hochdruck p 1 in den Leitungsabschnitt der Leitung 250
zwischen dem Drosselventil 254 und dem Rückschlagsventil
256 gelangt, was zu einer Beschädigung des auf den niedri
geren Druck p 2 eingestellten Drosselventils 266′′ und ggf.
des Manometers 310 führen könnte.
Schließlich kann wiederum in einer entsprechenden Neben
leitung 284 der Hauptleitung 240 ein Entspannungsventil
282 vorgesehen sein sowie ein Absperrventil 288 in einer
in die Hauptleitung 240 mündenden Zusatzleitung 286.
Zu erwähnen ist ferner noch ein Absperr- oder Drosselven
til 290 zwischen den Einmündungen der Leitungen 284 und
286 in die Hauptleitung 240. Die Hauptleitung 240 mündet
schließlich in die Mikrokapillare 10.
Bei dem eigentlichen Injektionsvorgang ist lediglich das
Zwei-Stellungs-Ventil 296 zu betätigen zur Umschaltung zwi
schen dem Injektionsdruck p 2 und dem Haltedruck p 3. Dabei
besteht nicht die Gefahr, daß versehentlich der Hochdruck
p 1 zugeschaltet wird, da dieses Zuschalten über das an
dere Zwei-Stellungs-Ventil 294 erfolgt. Zur weiteren Be
dienungsvereinfachung kann vorgesehen sein, daß das Zwei-
Stellungs-Ventil 296 über einen Fußschalter betätigbar
ist. Es sind dann beide Hände frei zur Betätigung des
Mikromanipulators und ggf. des Beobachtungsmikroskopes.
Es liegt auf der Hand, daß auch in der Injektionsvorrich
tung 34 gemäß Fig. 1 anstelle des Drei-Stellungs-Ventils
42 die Kombination aus den beiden Zwei-Stellungs-Ventilen
194 und 196 (bzw. 294 und 296) eingesetzt werden kann. Die
Ventile 42 und 194 sind vom Zwei-Wege-Typ, wohingegen das
Ventil 196 ein Einwegventil ist.
Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Injektionsvorrich
tungen können sehr geringe Mengen an Probenflüssigkeit
reproduzierbar in lebende Zellen eingespritzt werden, z. B.
zur Untersuchung der Verteilung von Proteinen, die fluores
zierend markiert worden sind (fluorescently labelled
structural proteins) oder zur Aussonderung von geklonten
Rekombinanten (screening of cloned recombinants).
Claims (15)
1. Verfahren zur Injektion von sehr kleinen Probenmengen
insbesondere in Zellen mittels einer Mikrokapillare, deren
eines Kapillarende mit einer einen Innendurchmesser im
µm-Bereich aufweisenden Spitze versehen ist, wobei man
in die Mikrokapillare Probenflüssigkeit einfüllt und
während des Injizierens den Kapillareninnenraum von
dem anderen Kapillarende her mit einem ein Ausströmen
von Probenflüssigkeit aus der Spitze bewirkenden Injek
tionsdruck beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, daß
man nach erfolgter Injektion der gewünschten Proben
menge den Kapillareninnendruck vom Injektionsdruck auf
einen den Injektionsdruck unterschreitenden, von Null
verschiedenen Haltedruck, bei dem im wesentlichen keine
Probenflüssigkeit mehr aus der Spitze ausströmt, ab
senkt, und daß man diesen Haltedruck bis zum Beginn der
nächsten Injektion beibehält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltedruck das 0,1 bis 0,5-fache, vorzugsweise 0,2
bis 0,3-fach, am besten etwa das 0,25-fache des Injek
tionsdrucks beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß man nach dem Einfüllen der Probenflüssigkeit
und vor der ersten Injektion, vorzugsweise auch wieder
holt jeweils nach mehreren Injektionen, den Kapillaren
innenraum mit einem den Injektionsdruck übersteigenden
Hochdruck beaufschlagt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hochdruck etwa das 5 bis 100-fache,vorzugsweise das
10 bis 30-fache, am besten etwa das 17-fache des Injek
tionsdrucks beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Injektionsdruck 0,01 bis
0,5 bar, vorzugsweise 0,1 bis 0,2 bar, am besten etwa
0,12 bar beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß man die Probenflüssigkeit vom
anderen Kapillarenende her einfüllt, vorzugsweise mittels
einer Einfüllkapillare geringeren Aussendurchmessers als
der Innendurchmesser der Mikrokapillare, die man mit
ihrem Abgabeende voraus in die Mikrokapillare bis in den
Bereich der Spitze der Mikrokapillare einschiebt.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch wenigstens
eine Druckquelle (44, 46; 144; 244) für konstanten Druck,
vorzugsweise jeweils in Form einer Druckgasflasche.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein
derart zwischen die wenigstens eine Druckquelle (44, 46)
und die Mikrokapillare (10) derart eingeschaltetes,
handbetätigtes Drei-Stellungs-Ventil (42), daß an der
Mikrokapillare (10) in einer ersten Ventil-Stellung
der Haltedruck (p 3), in einer zweiten Ventil-Stellung
der Injektionsdruck (p 2) und in einer dritten Ventil-
Stellung der Hochdruck (p 1) anliegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Hochdruckquelle (44) und eine Injektionsdruck
quelle (46) vorgesehen sind, die über eine Hochdruck
zuleitung (49) bzw. eine Injektionsdruckzuleitung (50)
mit einer gemeinsamen, in die Mikrokapillare (10) mün
denden Hauptleitung (40) verbunden sind, und daß in der
Injektionsdruckzuleitung (50) ggf. ein zur Hauptleitung
(40) hin öffnendes Rückschlagventil (56) und in der
Hochdruckzuleitung (49) das Drei-Stellungs-Ventil (42)
eingeschaltet ist, wobei das Drei-Stellungs-Ventil (42)
mit einem dritten, gedrosselten Anschluß (64) versehen
ist, der in der ersten Ventilstellung mit der Injek
tionsdruckquelle (46) verbunden ist, zur Reduzierung
des Drucks in der Hauptleitung (40) auf den Halte
druck (p 3).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Injektionsleitung (150; 250) zwischen der
Injektionsdruckquelle und dem Rückschlagventil (156;
256) ein Druckmanometer (210; 310) eingeschaltet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß anstelle des Drei-Stellungs-Ventils ein
erstes Zwei-Stellungs-Ventil (194; 294) in die Hoch
druckzuleitung (149; 249) eingeschaltet ist, und daß
ein zweites Zwei-Stellungs-Ventil (196; 296) in eine
eine Drosselstelle (166), vorzugsweise in Form eines
Drosselventils (166′′; 266′′) aufweisende Nebenleitung
(198; 306) eingeschaltet ist, wobei die Nebenleitung
entweder mit der Hauptleitung (240), ggf. über eine
weitere Leitung wie z. B. die Injektionsdruckleitung
(250), ständig verbunden ist (Fig. 3) oder an einen
dritten, mit der Injektionsdruckquelle verbindbaren
Ausgang (164) des ersten Zwei-Stellungs-Ventils (194)
angeschlossen ist (Fig. 2).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Zwei-Stellungs-Ventil (196; 296) fuß
betätigbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Injektionsdruckquelle
von einem Drosselausgang (192, 150, 154; 292, 302, 250,
254) der Hochdruckquelle (144; 244) gebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, ge
kennzeichnet durch ein an die Hauptleitung (40; 140;
240) angeschlossenes Entspannungsventil (82; 182; 282).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, gekenn
zeichnet durch eine an die Hauptleitung (40; 140; 240)
angeschlossene, mit einem Absperrventil (88; 188; 288)
versehene Zusatzleitung (86; 186; 286) zum Anschluß
an eine zusätzliche Druck- und/oder Vakuumquelle.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823204040 DE3204040A1 (de) | 1982-02-05 | 1982-02-05 | Verfahren und vorrichtung zur injektion von sehr kleinen probenmengen in zellen |
| US06/460,101 US4532205A (en) | 1982-02-05 | 1983-01-21 | Process for the injection of very small amounts of samples into cells |
| SE8300518A SE456745B (sv) | 1982-02-05 | 1983-02-01 | Foerfarande och anordning foer injicering av mycket smaa provmaengder i celler |
| GB08302817A GB2114740B (en) | 1982-02-05 | 1983-02-02 | Method and apparatus for injecting miniscule quantities of samples into cells |
| FR8301792A FR2521166A1 (fr) | 1982-02-05 | 1983-02-04 | Procede et dispositif pour injecter de tres petites quantites d'echantillons experimentaux dans des cellules |
| US06/742,713 US4836244A (en) | 1982-02-05 | 1985-06-07 | Device for the injection of very small amounts of samples into cells |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823204040 DE3204040A1 (de) | 1982-02-05 | 1982-02-05 | Verfahren und vorrichtung zur injektion von sehr kleinen probenmengen in zellen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3204040A1 DE3204040A1 (de) | 1983-08-11 |
| DE3204040C2 true DE3204040C2 (de) | 1988-07-21 |
Family
ID=6154930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823204040 Granted DE3204040A1 (de) | 1982-02-05 | 1982-02-05 | Verfahren und vorrichtung zur injektion von sehr kleinen probenmengen in zellen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US4532205A (de) |
| DE (1) | DE3204040A1 (de) |
| FR (1) | FR2521166A1 (de) |
| GB (1) | GB2114740B (de) |
| SE (1) | SE456745B (de) |
Families Citing this family (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3204040A1 (de) * | 1982-02-05 | 1983-08-11 | Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), 6900 Heidelberg | Verfahren und vorrichtung zur injektion von sehr kleinen probenmengen in zellen |
| DE3808531C1 (de) * | 1988-03-15 | 1989-07-13 | Eppendorf - Netheler - Hinz Gmbh, 2000 Hamburg, De | |
| US5330717A (en) * | 1991-05-09 | 1994-07-19 | Alfred Berteloot | Electropneumatic apparatus for sampling rapidly predetermined volumes of a mixture, to be connected to a computer |
| DE4401076C2 (de) * | 1994-01-15 | 1998-12-03 | Eppendorf Geraetebau Netheler | Vorrichtung zur Injektion von Flüssigkeiten in biologische Zellen |
| DE19629143A1 (de) * | 1996-07-19 | 1998-01-22 | Bayer Ag | Vorrichtung zum Separieren von Mikroobjekten |
| US6357719B1 (en) | 2000-06-19 | 2002-03-19 | Sergey A. Yakovenko | Microtool mount |
| US6661575B1 (en) | 2000-10-31 | 2003-12-09 | Sergey A. Yakovenko | Methods and apparata for micromanipulation of micro-and nanoparticles |
| DE10334164A1 (de) * | 2003-07-26 | 2005-02-17 | Eppendorf Ag | Glaskapillare für die Mikroinjektion und Verfahren zur Herstellung einer Glaskapillare für die Mikroinjektion |
| FI20055210A7 (fi) * | 2005-05-04 | 2006-11-05 | Ville Hevonkorpi | Injektointilaitteen painejärjestelmä |
| JP5011812B2 (ja) * | 2006-05-12 | 2012-08-29 | 富士通株式会社 | 細胞内への液体吐出方法及びマイクロインジェクション装置 |
| JP4992369B2 (ja) * | 2006-09-29 | 2012-08-08 | 富士通株式会社 | 吐出量制御方法、吐出圧制御方法、注入装置、微小体の製造方法、吐出量制御装置および吐出量制御プログラム |
| WO2024040038A1 (en) * | 2022-08-16 | 2024-02-22 | The Esab Group, Inc. | Primed pneumatic control of process gas regulator |
Family Cites Families (16)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2679207A (en) * | 1950-09-18 | 1954-05-25 | Bendix Aviat Corp | Hydraulic circuit |
| US3471674A (en) * | 1966-01-20 | 1969-10-07 | Union Carbide Corp | Gas flow control apparatus |
| US3477467A (en) * | 1967-10-05 | 1969-11-11 | Dow Chemical Co | Adjustable pressure reducing valve |
| NL6802681A (de) * | 1968-02-26 | 1969-08-28 | ||
| US3501964A (en) * | 1968-03-29 | 1970-03-24 | Drummond Instr Co | Assembly for injecting liquid samples into the chamber of a gas chromatography apparatus |
| US3633239A (en) * | 1970-01-12 | 1972-01-11 | Gen Signal Corp The | Pushbutton vacuum selector |
| GB1290230A (de) * | 1970-03-20 | 1972-09-20 | ||
| US3696971A (en) * | 1970-09-24 | 1972-10-10 | Electro Nucleonics | Mechanism for simultaneously metering and dispensing liquids |
| DE2145962C3 (de) * | 1971-09-14 | 1980-10-02 | Societe Des Produits Nestle S.A., Vevey (Schweiz) | Injektionsspritze |
| FR2152490A1 (en) * | 1971-09-15 | 1973-04-27 | Seyve Daniel | Tube drawing and cutting device - for pasteur pipette mfr |
| NL7411605A (nl) * | 1974-09-02 | 1976-03-04 | Philips Nv | Werkwijze voor het automatisch transporteren en injekteren van een vloeistofmonster. |
| US4111677A (en) * | 1975-01-24 | 1978-09-05 | Trw Inc. | Apparatus for drawing glass tubing |
| DE2604166A1 (de) * | 1976-02-04 | 1977-08-11 | Hewlett Packard Gmbh | Probeneingabevorrichtung fuer fluessigkeitschromatographen |
| BR8008283A (pt) * | 1980-01-17 | 1981-07-28 | Becton Dickinson Co | Microseringa a seringa util para o manuseio de pequenas doses de fluido |
| US4456223A (en) * | 1981-12-03 | 1984-06-26 | Bentley Laboratories, Inc. | Flow control apparatus |
| DE3204040A1 (de) * | 1982-02-05 | 1983-08-11 | Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), 6900 Heidelberg | Verfahren und vorrichtung zur injektion von sehr kleinen probenmengen in zellen |
-
1982
- 1982-02-05 DE DE19823204040 patent/DE3204040A1/de active Granted
-
1983
- 1983-01-21 US US06/460,101 patent/US4532205A/en not_active Expired - Lifetime
- 1983-02-01 SE SE8300518A patent/SE456745B/sv not_active IP Right Cessation
- 1983-02-02 GB GB08302817A patent/GB2114740B/en not_active Expired
- 1983-02-04 FR FR8301792A patent/FR2521166A1/fr active Pending
-
1985
- 1985-06-07 US US06/742,713 patent/US4836244A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE8300518D0 (sv) | 1983-02-01 |
| SE8300518L (sv) | 1983-08-06 |
| GB2114740B (en) | 1985-11-20 |
| US4836244A (en) | 1989-06-06 |
| GB8302817D0 (en) | 1983-03-09 |
| FR2521166A1 (fr) | 1983-08-12 |
| SE456745B (sv) | 1988-10-31 |
| DE3204040A1 (de) | 1983-08-11 |
| GB2114740A (en) | 1983-08-24 |
| US4532205A (en) | 1985-07-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2519107C3 (de) | Verfahren zum Präparieren von natürlichem Geweben für eine Implantation und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3204040C2 (de) | ||
| EP0010310B1 (de) | Absperrventil zur Kontrolle eines Flüssigkeitsstandes | |
| DE2511662B2 (de) | Bewässerungsvorrichtung | |
| DE2011239A1 (de) | Vorrichtung zum Aufnehmen und Zuteilen kleiner, genau abgemessener Flüssigkeitsmengen | |
| EP0478905A1 (de) | Vorrichtung zur Einführung von Pipettiereinsätzen durch Probegefäss-Stopfen | |
| CH626847A5 (de) | ||
| EP0144287A2 (de) | Vorrichtung zum Einspritzen einer Flüssigkeit in die Leitungsbahnen einer Pflanze | |
| DE2349767A1 (de) | Vorrichtung zum automatischen anbringen von deckglaeschen | |
| DE1815865B2 (de) | Vorrichtung zum behandeln fluessiger proben in probenbehaeltern | |
| DE2434691A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abmessen und abgeben von fluessigkeitsproben | |
| DE2321938A1 (de) | Geraet zur uebertragung einer fluessigkeit aus einem behaelter zur arbeitsstelle eines analyseinstruments | |
| DE2740429A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum einfuehren eines pulvers in einen koerper, insbesondere zum poekeln | |
| DE69722419T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur kontrolle des einspritzdrucks von flüssigem brennstoff | |
| DE3307245C2 (de) | Verfahren zum Befüllen eines Behälters mit einem unter Druck stehenden Medium | |
| DE3710830C2 (de) | ||
| DE3732178C1 (en) | Process and apparatus for destroying weed plants, and herbicide | |
| DE2711430C3 (de) | Verschluß- und Abschneidevorrichtung für zusammengeraffte Verpackungsschläuche, wie Wursthüllen, Beutel u.dgl | |
| DE2114495A1 (de) | Speisevorrichtung für den Glas huttenbetneb | |
| DE2400758B2 (de) | Vorrichtung zum Einbringen von Flüssigkeit, insbesondere Schmieröl, in Druckluft | |
| DE4427676C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen eines Flüssigkristalls in eine Flüssigkristallzelle | |
| CH673483A5 (de) | ||
| DE2346671A1 (de) | Auf pneumatischem wege betriebene auszieh- oder extraktionsvorrichtung, insbesondere zur verwendung in der zahnmedizin oder zahnpflege | |
| EP1074835B1 (de) | Chromatographiesäule mit verbesserten Aufschlämmeigenschaften | |
| DE3933754C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |