DEP0044360DA - Brikettpresse zur Herstellung von großstückigen Briketten - Google Patents
Brikettpresse zur Herstellung von großstückigen BrikettenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Brikettpresse mit gegeneinander umlaufenden Presswalzen zum Zwecke der Herstellung von großstückigen Briketten in stetigem Arbeitsgange einerseits und der Einsparung an für die Brikettierung z.B. von Steinkohle erforderlichen Bindemitteln andererseits.
Für die Herstellung von Brennstoffbriketten sind zwei Arten von Pressen hauptsächlich in Benutzung; es sind dies
1.) Stempelpressen mit auf- und niederbewegten Preßstempeln zur Herstellung von großstückigen Briketten - den sogenannten Stückbriketten - mit würfeliger oder prismatischer Form und Stückgewichten von 500 g und darüber,
2.) Walzenpressen mit gegenläufig umlaufenden Preßwalzen, in denen eiförmige Brikette geringer Größe mit Stückgewichten von 15-150 g erzeugt werden.
Diese beiden Pressenarten unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Arbeitsweise. Während die Stempelpressen nicht stetig austragen, da nur gepreßt wird, wenn sich der Preßstempel abwärts bewegt, arbeiten die Walzenpressen stetig, d.h. die Brikette werden ohne Unterbrechung gepreßt und ausgetragen.
Aus der unterschiedlichen Arbeitsweise ergibt sich ein erheblicher Unterschied in der Mengenleistung beider Pressenarten an erzeugten Briketten, und zwar sind die Walzenpressen auf Grund ihres stetigen Arbeitens den Stempelpressen hinsichtlich der stündlichen Briketterzeugung weit überlegen. Die für die Herstellung von 3 und 1 kg Briketten gebräuchlichste Stempelpresse liefert z.B. stündlich sechs Tonnen Brikette, für ein Erzeugung von beispielsweise 35 Tonnen Brikette je Stunde sind demnach sechs Stempelpressen notwendig, die zu ihrer Bedienung je einen Pressenführer, insgesamt also sechs Pressenführer erfordern. Die stündliche Menge von 35 Tonnen kann demgegenüber auf einer einzigen Walzenpresse und mit nur einem Pressenführer zur Bedienung erzeugt werden, wobei aber die erzeugten Brikette nach dem gegenwärtigen Stande der Technik in kleinstückiger Form anfallen. Wenn auf die Anwendung der Stempelpressen bisher nicht verzichtet werden konnten, so liegt der Grund hierfür darin, daß eine Reihe von Großverbrauchern, insbesondere die Eisenbahn- und Schiffahrtsunternehmen, auf die Verfeuerung großstückiger Brikette angewiesen sind und dass für die Herstellung solcher Brikette eine leistungsfähigere Einrichtung als die Stempelpressen bisher nicht zur Verfügung stand,
sodaß der Nachteil höherer Anlage- und Betriebskosten dieser Pressenart in Kauf genommen werden mußte.
Der Erfindungsgedanke besteht darin, auch für die Erzeugung großstückiger Brikette die erheblich leistungsfähigere Walzenpresse anzuwenden. Mit den bisher bekannten Walzenpressen die mit Presswalzen mit einem Durchmesser bis zu 1000 mm ausgestattet sind, war die Herstellung großstückiger Brikette nicht möglich, da bei diesem Walzendurchmesser die zur Erzielung einer ausreichenden Pressung notwendige Füllung der grösseren Formen und die erforderliche Vorverdichtung und Pressdauer des Pressgutes nicht erreicht wird. Erfindungsgemäß wird demgegenüber die Erzeugung großstückiger Brikette auf Walzenpressen dadurch verwirklicht, dass Presswalzen verwendet werden, die sich von den bisher benutzten Presswalzen durch einen erheblich größeren Durchmesser unterscheiden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß für die Füllung der größeren Pressformen, in Abweichung von den bekannten mit nur einer Füllöffnung im Boden des Rührtopfes versehenen Ausführung der Walzenpresse, mehrere Füllöffnungen und Stellklappen angefordert sind.
Durch die erfindungsgemäss erzielten Verbesserungen hinsichtlich der Füllung der Formen, der Vorverdichtung sowie der Pressdauer und des Pressdruckes werden insgesamt günstigere Brikettierbedingungen geschaffen und eine Einsparung an für die Herstellung der Brikette erforderlichem Bindemittel erreicht; die Anwendung des Erfindungsgegenstandes zum Zwecke der Einsparung an Bindemittel wird daher in den Bereich der Erfindung einbezogen.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgedanke veranschaulicht. Der Beginn der Verdichtung ist in Abb. 1 durch die Punkte A bzw. B gekennzeichnet; die Strecken A-A und B-B geben das Maß der Verdichtung wieder, der das Gut vor der Pressung unterworfen wird. Das Maß der Verdichtung ist bei den Walzen 1 mit großem Durchmesser im Verhältnis der Strecke B-B zur Strecke A-A größer als bei den Walzen 2 mit kleinem Durchmesser. Dementsprechend ist der Pressweg bei den Walzen 1 im Verhältnis der Strecken B-D zu A-C größer als bei den Walzen 2. Bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit der Presswalzen ergibt sich für die Walzen 1 eine dem größeren Pressweg verhältnisgleiche längere Pressdauer. In Abb. 2 ist die bekannte Anordnung einer Füllöffnung 3 im Boden des Rührtopfes der Walzenpresse mit zugehörigem Füllschacht 4 und Stellklappe 5 dargestellt. Abb. 3 zeigt demgegenüber die erfindungsgemäße Anordnung mehrerer Füllöffnungen 6, 7, 8 mit zugehörigen Füllschächten 9, 10, 11 und Stellklappen 12, 13 gemäss der dem grösseren Verdichtungsmaß B-B der Walzen 1 mit großem Durchmesser entsprechenden Ausdehnung der Aufgabezone der Presswalzen.
Claims (4)
1) Brikettpresse zum Herstellen von großstückigen Briketten mit einem Stückgewicht von 500 g und darüber, dadurch gekennzeichnet, daß das Pressen mittels zweier gegeneinander umlaufenden Presswalzen erfolgt, deren Durchmesser das Maß von 1 Meter soweit überschreitet, wie es unter ausreichender Presswirkung für ein vollständiges Füllen der Formen für die Vorverdichtung des Pressgutes und die Pressdauer notwendig ist.
2) Brikettpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Aufgabe des Pressgutes auf die Presswalzen mehrere Füllöffnungen (6) (7) (8) und Füllschächte (9) (10) (11) angebracht sind.
3) Brikettenpresse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur regelbaren Beschickung der Presswalzen mit Pressgut mehrere Stellklappen (12) (13) vorgesehen sind, die sowohl einzeln als auch in Verbindung miteinander einstellbar sind.
4) Anwendung der Brikettpresse nach den Ansprüchen 1 bis 3 zum Zwecke der Einsparung an für die Brikettierung erforderlichem Bindemittel.
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