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Schrottpaketierpresse
Beim Paketieren von. Schrott müssen bestimmte Abmessungen des Schrottpaketes eingehalten werden.
Die Wirtschaftlichkeit des Paketierens steigt neturgemäss mit der Grösse der Pakets. Verhältnismässig grosse Pakete sind aber in der Regel nur für den Einsatz in Siemens-Martinöfen brauchbar. Hochöfen und Elektropfen können dagegen nur mit relativ kleinen Paketen beschickt werden.
Da es kaum wirtschaftlich ist, eine Anlage zur Verarbeitung von Schrott mit mehreren, für verschie-
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bauen. dass sie auf wechselnde Paketgrössen umstellbar sind. Eine Möglichkeit besteht darin, deapress- kasten. mit zwei quer zueinander arbeitenden Stempeln auszurüsten. Bei der Herstellung grosser Pakete wird dann nur mit einem Stempel gearbeitet und das Paket, dessen Hauptabmessungen dem Kastenquer- schnitt entsprechen, durch den Pressstempel ausgestossen. Bei der Herstellung kleiner Pakete wird dagegen der eine Stempel vor völliger Verdichtung des Schrottes in einer bestimmten Stellung stillgesetzt und das Paket durch den zweiten, quer dazu arbeitenden Stempel fertiggestellt.
Seine Hauptabmessungen entsprechen denen des zweiten Stempels. Zum Ausstossen muss dieser zweite Stempel zurückgefahren werden.
Dies ist umständlich. Überdies erfordert es besondere Mittel, beim Pressen der kleinen Pakete den ersten Stempel genau in der richtigen Stellung zum Stillstand zu bringen.
Eine andere Möglichkeit beruht auf dem Gedanken, das Volumen des Ptesskastens durch einsetzbare Füllstücke zu reduzieren. Dazu werden beim Pressen kleiner Pakete zwei Füllstücke beiderseits des Stempels eingesetzt, die sich über die Seitenwände des Kastens erstrecken und damit die Kastenbreite heruntersetzen. Sollen grosse Pakete gepresst werden, so ist es allerdings nicht damit getan, diese Füllstücke wieder herauszunehmen und den Kolben durch einen aufgesetzten Kopf auf die grössere Breite zu bringen, vielmehr müssen auch noch am Pressdeckel Leisten angebracht werden, welche die Deckelbreite auf das nunmehr vergrösserte Mass heraufsetzen, sofern man nicht den ganzen. Deckel auswechselt, was ebenso um- ständlich ist.
Der Umbau der Presse gestaltet sich daher mühsam und zeitraubend.
Auch die Erfindung bedient sich der Möglichkeit, das Presskastenvolumen zum Pressen kleiner Pakete zu reduzieren. Im Gegensatz zu der bekannten Massnahme dieser Art bleibt aber bei der Presse nach der Erfindung die Presskastenbreite ungeändert ! lediglich die Höhe wird durch eine auf den Kastenboden gelegte Platte vermindert. Zugleich wird der Stempel auswechselbar gemacht. Da die Kastenbreite unge- ändert bleibt, bedarf der Deckel keiner Anpassung an die jeweilige Paketgrösse. Zum Umbau sind lediglich Einsatz oder Entfernung der Bodenplatte und Auswechselung des Stempels notwendig.
Da die Kastenbreite der Kantenlänge des kleineren Pakettyps entspricht, steht zum Füllen des Kastens nur eine relativ schmale Öffnung zur Verfügung. Das würde beim Einfüllen grösserer Schrottstücke unmittelbar in den Kasten als unbequem empfunden werden, entfällt jedoch, wenn man die Presse mit einer geeigneten Füllvoirichtung ausrüstet, insbesondere in der Form einer oberhalb des Kastens gegenüber einer Stützwand mündenden Schiebemulde, in der ein Vorschubstempel beweglich ist. Die Mündung dieser Mulde kann sich über einen erheblichen Teil der Länge des Presskastenserstrecken,die Mulde selbst mithin Verhältnis- mässig breit gemacht werden, so dass zum Einfüllen eine geräumige Öffnung zur Verfügung steht.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung, u : zw. zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Presskasten bei Einrichtung für das Pressen grosser Pakete,
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-11 inkleiner Pakete und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie in-IH in Fig. 2.
In einem Presskasten 10 von rechteckigem Querschnitt ist ein durch einen Kolben 11 angetriebener Stempel 12 unterhalb eines bei 13 drehbaren Deckels 14 beweglich. Der Stempel 12 arbeitet gegen die Stirnfläche 15 eines rechtwinkelig geformten Abschlussschiebers IG, der beim Ausstossen des Paketes in die strichpunktiert gezeichnete Stellung gebracht wird. Dieser Schieber umschliesst eine Kammer 17, die eine sich über den Deckelbereich erstreckende Fortsetzung des Presskastens darstellt und in der die endgül- tige Formung des Paketes erfolgt.
Zum Füllen wird der Deckel 14 in Richtung des in Fig. l gezeichneten Pfeiles ausgeschwenkt. Aus einer Schiebemulde 18, die gemäss Fig. 3 oberhalb des Presskastens 10 gegenüber einer Stützwand 19 einmündet, kann dann durch einen Vorschubstempel 20 Schrott, mit dem die Mulde 18 zuvor beschickt worden ist, in den Kasten 10 gebracht werden. Sperrige Schrottstücke werden dabei durch Verformung zwischen dem Vorschubstempel 20 und der Wand 19 auf kleinere Abmessungen gebracht, so dass sie im Kasten 10 Platz finden. Bei geschlossenem Deckel 14 ist die Mulde 18 durch eine am Deckel ausgebildete Wand 21 zum Kasten hin abgeschlossen.
Die Hauptabmessungen B und H des mit der Presse nach Fig. 1 hergestellten Paketes sind gleich der Kastenhöhe und der Kastenbreite. Die dritte Abmessung des geformten Quaders ist eine Funktion der eingefüllten Schrottmenge, steht also im Belieben des Bedienungsmannes.
Sollen kleinere Pakete hergestellt werden, so wird der in Fig. 1 gezeichnete Stempel 12 gegen einen Stempel 12'gemäss Fig. 2 ausgewechselt, der die Breite B, jedoch eine reduzierte Höhe h hat. Sodann wird aufdieBodenfläche22desKastens10einePlatte23gelegt, diesichvonderStirnfläche15bisuntelden Pressstempel 12'erstreckt. Beim Pressen entstehen daher Pakete der Abmessung ss und 11.
Die Mittel zur Befestigung der Platte 23 und zur Auswechselung des Stempels sind in der Zeichnung nicht wiedergegeben. Wird die Platte 23 durch Schraubenbolzen festgelegt, so werden in die dafür nötigen Löcher im Boden oder in den Seitenwänden des Presskastens Bli. 1dschrauben gedreht, wenn ohne die Platte gearbeitet wird. Was den Stempel betrifft, so kann die Auswechselung auch dadurch geschehen, dass man auf den Stempel 12'einen Kopf aufsetzt, durch den die Abmessungen auf die des Stempels 12 heraufgesetzt werden.
Biegemomente, die beim Betrieb nach Fig. 2 infolge der aussermittigen Stempelanordnung entstehen, können dadurch aufgehoben werden, dass man den Kolben 11 an den Stempel 12'gelenkig anschliesst und dem Stempel eine verhältnismässig lange Führungsfläche im Presskasten gibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schrottpaketierpresse mit den Presskasten schliessendem Deckel, einem im Presskasten beweglichen Pressstempel und in den Presskasten einsetzbarem Füllstück zur Reduzierung der Abmessungen des Schrott- paketes, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllstück aus einer sich längs dem Boden (22) von der Presskasten- stirnwand (15) bis unter den Pressstempel (12') erstreckenden Platte (23) besteht und der dem nicht reduzierten Kastenquerschnitt (B, H) entsprechende Stempel (12) gegen einen dem reduzierten Querschnitt (B, h) entsprechenden Stempel (12') auswechselbar ist.