DEP0044137DA - Mehrzweckleuchte - Google Patents
MehrzweckleuchteInfo
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Description
Es ist bekannt, daß insbesondere für Kraftfahrer die verschiedensten Handlampen auf dem Markt sind. Sie haben jedoch alle den Nachteil, daß sie nur einseitigen Zwecken dienen, so gibt es spezielle Sucherlampen, Nebellampen, Rückscheinwerfer, Handleuchten u.dgl. mehr.
Mit der nachstehend beschriebenen Erfindung soll die Vielzahl der Spezialleuchten durch eine einzige Mehrzweckleuchte ersetzt werden. Erfindungsgemäß wird die Verwendung der Leuchte für mehrere Zwecke dadurch ermöglicht, daß die Befestigung der Leuchte an eisenhaltigen Teilen, z.B. des Kraftfahrzeuges, mittels magnetischer oder elektromagnetischer Haltekräfte erfolgt.
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Auf letzterer zeigt:
Abb. 1 eine elektromagnetische Mehrzweckleuchte im Längsschnitt, ohne Glühlampe, ohne Reflektor und ohne Lampengehäuse in Ausschaltstellung des Elektromagneten.
Abb. 2 eine Mehrzweckleuchte im Längsschnitt der Glühlampe, Reflektor und Lampengehäuse in Verwendung als Reparaturlampe und Nebelscheinwerfer. Die elektr. Zuleitungen sind in der Zeichnung weggelassen.
Abb. 3 eine elektromagnetische Mehrzweckleuchte, komplette in ihrer Verwendung als Rückscheinwerfer und Breitstrahler. Die elektr. Leitungen sind auch hier in der Zeichnung fortgelassen.
Abb. 4 eine elektromagnetische Mehrzweckleuchte, komplett in Verwendung als Sucherscheinwerfer und Ableuchtlampe.
Wie Abb. 1 zeigt, befindet sich im Gehäuse 1 ein Elektromagnet 2 auf einem längsdurchbohrten T-förmigen Eisenkern 3.
Durch die Längsbohrung des Eisenkernes 3 führt ein beweglich gelagerter, aus dem Eisenkern etwa herausragender Schaltstift 4, dessen Vorderteil 5 aus einem unmagnetischen Werkstoff besteht, zum Kontaktschalter 6. Setzt man nun das Gehäuse 1 gegen eine eisenhaltige Fläche 7 und drückt hierbei den Schaltstift 4 in die Bohrung des Eisenkernes 3, so drückt der vordere Teil 5 des Schaltstiftes die federnden Kontakte des Kontaktschalters 6 zusammen und der Stromkreis zur Elektromagnetspule 2 wird geschlossen. Infolge des magnetisch gewordenen Eisenkernes 3 haftet nunmehr die Lampe fest auf der eisernen Fläche 7, gleichzeitig wird der Schaltstift 4 durch den Magnetismus in seiner nunmehrigen Einschaltlage festgehalten bzw. stark gegen den Kontaktschalter 6 gedrückt, da der nunmehr magnetisch gewordene hintere Teil 4 in den Magneten hineingezogen wird. Neben dem hierdurch sicheren Kontaktdruck wird gleichzeitig erreicht, daß die federnde Wirkung des Kontaktschalters 6 die Lampe nicht von der Fläche 7 abhebt.
Die Glühlampenfassung 8 ist solange unter Strom, wie die Stromleitung 9 mittels Stecker o.dgl. mit der Stromquelle verbunden ist. Auch bei abgeschaltetem Elektromagneten 2 bleibt die Glühlampenfassung 8 unter Strom, da die zugehörige Stromleitung nicht über den Kontaktschalter 6 führt, der Elektromagnet also im Nebenschluß zur Glühlampe liegt.
Abb. 2 zeigt eine komplette elektromagnetische Mehrzweckleuchte in Arbeitsstellung als Reparatur- oder Nebellampe. Die vordere Austrittsöffnung des Lampengehäuses 10 ist zum Schutz gegen Blendung mit einem abnehmbaren Blendschutz 11 versehen. Der Lichtkegel 12 tritt bei dieser Anwendungsart durch eine zweckmäßig ausgebildete, spaltförmige Aussparung 13 aus dem Lampengehäuse 10 aus und beleuchtet nur die gewünschte Reparaturstelle, z.B. beim nächtlichen Reifenwechsel die Radbefestigungsmuttern, ohne daß der Arbeitende geblendet wird. Durch die elektromagnetische Haftmöglichkeit hat der Arbeitende beide
Hände frei. Soll die Mehrzweckleuchte als Nebellampe Verwendung finden, so wird sie z.B. am rechten vorderen Kotflügel derart angesetzt, daß durch den scharf begrenzten ausfallenden Lichtkegel 12 nur die äußere Straßenbegrenzung angestrahlt wird. Der scharf abgegrenzte Lichtstrahl 12 kann durch Einschieben eines Gelbfilters in die Aussparung 13 gelblich gefärbt werden, damit der Nebel die ausfallenden Lichtstrahlen nicht reflektiert. Damit die Austrittsöffnung 13 nicht vom Reflektor 14 verdeckt wird, ist derselbe mittels Hebeln o.dgl. mit dem Vorderteil 5 des Schaltstiftes 4 derart gekuppelt, daß er bei Einschaltstellung des Schaltstiftes, d.h. bei eingeschaltetem Elektromagneten 2 soweit von der Glühlampe 15 weggezogen ist, daß die Lichtstrahlen der Glühlampe 15 ungehindert aus der Aussparung 13 austreten können.
Bei Verwendung der elektromagnetischen Mehrzwecklampe als Rückscheinwerfer, Breitstrahler o.dgl. wird, wie Abb. 3 zeigt, der Blendschutz 11 abgenommen, damit die Lichtstrahlen 16 an der Stirnseite der Mehrzweckleuchte austreten können. Als Rückscheinwerfer wird die Mehrzweckleuchte dann an einer beliebigen Stellen der Rückseite des Kraftfahrzeuges elektromagnetisch befestigt. Bei landwirtschaftlichen Traktoren kann die Mehrzweckleuchte zur Beleuchtung der am Traktor anhängenden Arbeitsgeräte dienen. Infolge des zurückgezogenen Reflektors 14 überkreuzt sich ein Teil der Lichtstrahlen 16 und es wird eine Breitstrahlung erzielt.
Soll die Mehrzweckleuchte z.B. als Sucherschweinwerfer Verwendung finden um Straßenschilder, Hausnummern o.dgl. ablesen zu können, so wird sie als Handlampe ohne Einschaltung des Elektromagneten verwendet. Wie Abb. 4 zeigt, ist der Stromkreis zum Elektromagneten 2 durch den Kontaktschalter 6 unterbrochen, und der Schaltstift befindet sich in Ausschaltstellung, hierdurch ist der Reflektor 14 über den Schaltstiftvorderteil 5 und den
Hebel 17 derart über die Glühlampe 15 geschoben, daß die Lichtstrahlen 18 parallel gebündelt aus der Stirnseite des Lampengehäuses austreten; somit ist eine wirkungsvolle Fernbeleuchtung gewährleistet.
Ist z.B. eine Breitstrahlung der Mehrzweckleuchte auch dann erwünscht, wenn die Mehrzweckleuchte als Handlampe Verwendung findet, so braucht nur der Schaltstift 4 von Hand in den Eisenkern hineingedrückt zu werden, dadurch wird der Reflektor 14 in Breitstrahlenstellung geschoben und der Elektromagnet über den Kontaktschalter 6 eingeschaltet, so daß durch den elektromagnetischen Anzug der Schaltstift in der Einschaltstellung verbleibt.
Es ist auch denkbar, daß der Reflektor 14 nicht mit dem Schaltstift 4 gekuppelt wird, sondern von Hand oder direkter elektromagnetischer Beeinflussung
verschoben wird.
Claims (8)
1. Mehrzweckleuchte, insbesondere für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung an eisenhaltigen Teilen, z.B. des Kraftfahrzeuges, mittels magnetischer oder elektromagnetischer Haltekräfte erfolgt.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkern (3) des Elektromagneten (2) senkrecht zur Aufsatzfläche der Leuchte durchbohrt ist und ein in dieser Bohrung verschiebbar gelagerter, aus der Leuchte zum Teil herausragender Schaltstift (4) einen Kontaktschalter (6) zur Magnetstromeinschaltung betätigt.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltstift (4) aus zweierlei Material derart gefertigt ist, daß magnetisierbares Material nur an der Hälfte verwendet ist, die aus der Mehrzweckleuchte herausragt, und die andere
Hälfte aus unmagnetischem Material besteht, derart, daß beim Stromdurchgang durch die Magnetspule der Schaltstift (4) in den Eisenkern (3) hineingezogen und ein selbsttätiges Abschalten des Elektromagneten verhindert wird.
4. Leuchte nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch einen mit dem Schaltstiftvorderteil (5) über Hebel o.dgl. verbundenen, mit dem Schaltstift verschiebbaren Reflektor (14), der bei eingeschaltetem Magneten in der Breitstrahlenstellung zur Glühlampe (15) steht und dabei gegenüber der Glühlampe soweit zurückgezogen ist, daß eine seitliche Lichtstrahlenaustrittsöffnung (13) aus der Leuchte nicht verdeckt ist.
5. Leuchte nach Anspruch 1 oder folgenden, insbesondere zur Verwendung als Nebellampe, gekennzeichnet durch ein über der Lichtstrahlenaustrittsöffnung (13) angeordnetes Gelbfilter.
6. Leuchte nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch eine Lichtaustrittsöffnung an der Stirnseite der Leuchte.
7. Leuchte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht eingeschaltetem Elektromagneten ein Reflektor (14) durch Kupplung mit einem Schaltstiftvorderteil (5) in die Stellung zur Glühlampe (15) gebracht ist, bei der die Lichtstrahlen (18) in parallel gebündelter Form die Stirnseite der Leuchte verlassen.
8. Leuchte nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnetspule in Parallelschaltung zur Glühlampe liegt.
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