DEP0043491DA - Vorrichtung zum Schwitzen von Paraffin - Google Patents
Vorrichtung zum Schwitzen von ParaffinInfo
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Description
Ruhrchemie Aktiengesellschaft, Oberhaus en-Holten
Vorrichtung zum Schwitzen von Paraffin*
Paraffin enthält im allgemeinen bis zu 2o $> unter normalen Bedingungen flüssige Kohlenwasserstoffe, die sich durch
tration oder Destillation nicht daraus entfernen lassen« Zu ihrer Abtrennung wird das Paraffin einer Schwitzbehandlung unterworfen»
Geschmolzenes Paraffin wird beispielsweise in flache Pfannen von ttwa 1o - 15 cm Höhe eingefüllt, die unten von einem
Siebboden abgeschlossen sind und darunter noch ein Ablaufblech besitzen» Die mit erstarrtem Paraffin gefüllten Pfannen sind zu
mehreren übereinander in einer Kaxamoff angeordnet, deren Tempera tür anfangs annähernd 1o 0C unterhalb des Paraffin-Schmelzpunktes
liegt und allmählich bis etwas über die Stockpunkttemperatür des zu schwitzenden Paraffins gesteigert wird* Bei dieser Behandlung
trennen sich die öligen -Bestandteile von der feston Paraffinmasso und tropfen durch die Siebboden auf die darunter liegenden Ablaufbleche.
Mit HiI/e von ssitlichen Abflussrinnen v/erden die öle aus dem Schwitzofen entfernt und je nach der Schwitzdauar in getrennten
Fraktionen aufgefangen* Der Schwitzvorgang dauert im allgemeinen 3-4 Tage und liefert zum Schluss ölfreies Paraffin*
Ea sind auoh bereits Paraffin-Schwitzappar'.te bekannt, bei denen das rohe Paraffin in senkrecht stehende Rohr-Ringräume eingefüllt
wird, die in einer grossen mit warmer luft auf 'lie erforderliche Schwitztemperatur gehaltenen Kammer angeordnet sind. Die
mit erstarrtem Paraffin angefüllten Rohrrdume werden auf ihrer Ausson- und Innenfläche von der v/armen luft umspült und halten
die Paraffiniaasse auf einer zum Ausschwitzen (Ausflieeoen) der öligen Bestandteile geeigneten Temperatur* Am Boden der senkrechten Rohre
fliessen die ausgcschv/itaen öle durch einen Siebboden ab und werden axis der Schwitzkamtaor abgeleitet und auerjerhalb deroelben fraktiona
weise aufgefangen*
Diese "bisher "bekannten "?araffin-Schwitskamiserji haben den lachteil, dass in ihnen der SohwitavOrgang mir attSserordsjatlich
langsam verläuft, aodass schon der Durchsatz kleine?-Paraffinmengen verhältnisnässig grosse Apparate verlangte
Es wurde gefunden, dass dies-e iFae-kteile niclit auftreten, wenn man das Schwitzen von Paraffin in Iiamellenöfen durchführt*
die aus einem senkreohten5 tuften mit Siebboden rind Abflussv/anne abgeschlossenen Behälter und aas in seinem Innern jnit geringen
ZwischenräTTOien. parallel nebeneinander gereihten, senLrecnt stehenden Bleehtafeln (Lamellen) bestehen9 die von traagerechten Rohren
durchzogen sind^ die an den Seitanwänden des Oue-is in einmünden* Durch die waagerechten Rohre* die mit festem
in die Blechlamellen eingesetzt sind» -,vird ein flüssiges vorzugsweise WaS13Br geleitet, da dieses einen besonders
Wärmeübergang atiX das zu orwanaende P.-,:?af£in geTrährleisb entsprechende Temperierung des flüssigeii ^βαΙ-ΑΉ wird die Sclmits·»
temperatur erzeugt "and geregelt* Die ausge^chwitzt-en Öle tropies an dor Unterkante der BIechlameIlen duroit ein dort ang©brachte3
Siebblech in eine Abfluss^/anne, die mit· einer Sc-omelrinne vnß, einem vernehen ist*
In der Zaichmaig is.t ein Ausführung ε beisplel der erfindungs« gemässen Paraffin-Schvi-itzvorriciiirung dargestellt»
1 zeigt einen vertikalen I»ängBS<3hni fet dureh den neuen Paräffin-Schwitaoxsn^ Während
2 eino aufgeschnfittene Stirnanaichir dss Schwitaofetis
ibt
ist 1 das Ofengehäuse, das unten durch eine mit Wänden ausgestattete Abfluss wanne 2 abf.ss^hlossen wir3# die
eine Sinne 3 übergeht und das ausgeschwitzte Öl durch einen Sohrstutaen 4 ablsitöt» Oljen ist der ^fen 1 durch einen Deckel
5 abgeschlossen» ■'mcserdea sind dort nicht dargestellte Einlaufstutzen i'ür gesahmolsenes Paraffin angebracht* Im Indern des Ofenraumes
sind zahlreiche, senkrecht stehende "Blechtafeln 6 vor*^ handen, die eine Stärke von etwa 1|5 nun besitsen und einengegenseitigen
Abstand von nur 6 mn aufweisen« i>ie teilen den Ofen in einseine schmale- Bäume«
Sämtliche Bleche S warden senkrecht zu ihrer 1FIaOhS von salilreichen Bohren 7 durchzogen* die rechts und linka des
Ofens in Rohrkammefn 8 und 9 einmünden« Unterhalb der Bleche 6 ist ein Siebboden 1o angebracht»
Bei der technischen Ausführung besitzt der in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Ofen eine innere Länge von 5 m, eine
Breite von 1,5i und eine Höhe von 2^5 m« Die waagerecht verlaufenden "eizrohre haben je nach lage einen AussendurchmeS3er
von 35 - 43 mm« Im ganzen sind 63o Rohre vorhanden, die seitliche Blechtafeln durchziehen und in die seitlichen Rohrkammern.
8 und 9 einmünden,,
Unter Einschaltung einer Pumpe 11 un der Rohrleitung 12,13 und 14 v/erden die Rohrkammern 8 und 9 mit den Ofenrohren 7 zu
einem geschlossenen Plüssigkeitskreislauf verbunden» der an einen Holzbehälter 15 angeschlossen ist und völlig mit Wasser oder
anderen geeigneten Heizflüssigkeit an gefüllt ist« Durch um Be*- hälter 15 liegende Dampfrohre^°kann die Heizflüssigkeit auf
die zum Schwitzen erf ordsrliche Temperatur gebracht verden*
Die Ausführung der ^etraffinschwitzung erfolgt in nachstehender
Zunächst v/ird der untere Teil des Ofens, d*he die Wanne 2 mit Wasser gefüllt, dessen Spiegel so hoch liegen muas>
dass das Siebblech 1o Überflutet ist» Darauf füllt man day zu schwitzende Paraffin in geschmolzenem Zustand von oben her
bis fast zur Oberkante der !»amellenblache 6 in den Ofen ein» Der mit flüssigem Paraffin angefüllte Ofen wird sodann durch das
in den Rohren 7 umgepumpte Wasser soweit abgekühlt, dass das Paraf" fin erstarrt, Kaeh. dem Ablassen des Waqsers wird die feste Paraffinmasse
t welche die zwischen den Blechlamellcn liegenden Ofenräume anfüllt, ■·' nunmehr durch entsprechende Temperierung des zirkulierenden
Wassers auf eine Temperatur gebracht, die annähernd 1o 0G unter dem Stockpunkt des zu behandelnden Paraffins liegte
Bei einem Paraffin-Stockpunkt von beispielsweise 46 - 5o°0 wird das in dan Ofoiiraum eingeschmolzene Material auf einer Schwitztemperatur
von anfangs 36 - 4o 0C gehalten« Bei dieser Temparatur beginnen die leichteren. Öle durch das Siebblech abzutropf^n8
Durch allmähliche Steigerung der Schwitztemperatur trennen sich nach und nach auch die höher siedenden öle von der erstarrten
Paraffinmasse« Der Schwitzvorgang trennt vornehmlich verzweigte und olefinische Kohlenwasserstoffe ab, sodass ein überwiegend
aus gesättigten, goradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffeg hoher Molekülgatösse bestehendes Endprodukt zurückbleibt*
Hoch, besser ist es, wenn aan den Ofen zunächst bis fast zur Oberkante der Blechtafeln 6 mit heissem Wasser anfüllt and auf
diesem Wasserspiegel geschmolzenes Paraffin lang sau auflaufen l'isste Darauf wird das heisse T>Yas3er durch den Rohstutzen 4 allmählich
abgelassen -und in gleichem Mass flüssiges Paraffin nachgefüllt, solange» bis die untere Paraffinscixicht knapp oberhalb
des Siebbleches 1o stehta Mach Erreichung dieses 1VUSt and es e
wird das Paraffin durch Abkühlung- verfestigt, darauf das Wasser
abgelassen und sodann mit dem Scliitzvorgong begonnen*
Die aus dem Rohrstutzen A abfliessenden Öle werden entsprechend der fortschreitenden Schwitzseit in getrennten Fraktionen
aufgefangen,« Soweit, sich hierbei Öle ergeben, die bereits einen merklichen C-ehalt an festem Paraffin aufweisen, werden Sie
für einen nochmaligen linsatz in die SchwitzbehanCLlung einer neuen Charge zurückbehaltene Die übrigen Öle werden als Mebenprodukt
aus dem Betrieb entfernt«
Nach Beendigung dor Sehwitzbehandlung, wenn das eingesetzte Paraffin in der gewünschten 'feis?. von seinen öligen Bestandteilen
befreit ist, bringt man den Ofenraum durch ausreichende Erwärmung des in den Rohren 7 umlaufenden Mediums auf eine zum
Schmelzen ds3 Paraffins ausreichende Temperatur« Das flüssige Paraffin wird soda-in durch den Rohrstutzen 4 abgelassen und in die
zu seiner Erstarrung Gestimmten Formen geleitet oder einer anderweitigen Uachbeliandlung f Z8Be einer Piltr a ti on, zugeführt«
Der technische Tortoil erfindungsgemtLoser Paraffin-Gchwitaöfen besteht darin, dass sich in ihnen der Schwitz Vorgang infolge eier
sehr geringen Paraffin-Schichtdicke von bei^pialsweis2 nur 6 mm ausserordentlich schnell i_id gründlich vollzieht« Diese wirkung
.kOTTEit dadurch zustande, dass die ausgeschwitzten Öle nach beiden Seiten iiit mir kleiner Ueglänge austreten und nach unten abtropfen
können« Bei Paraffin-Schwitzöfen bi3hsriger Bauart mit Sei lchtdicken von Io - 15 cn erfordert die Abtrennung der öligen
Bestandteile erheblich läii'sre Zeit»
lJ*O "
Claims (1)
- Patentansprüche;1 ο) Vorrichtung zum Schwitzen von Paraffin, bestehend aus εinem senkrechten, unton mit Siebboden und Abflusswanne abgeschlossenem Benälter und in seinem Innern mit geriagen Zwischenräumen parallel nebeneinandergereüitsn, senkrecht stehenden■;*■■ -(!lamellen)', /, die: von waagerechten; HOltöen durchzogen sinctg in.= den. SeitenwäiidexL des; ,^ior-riehtimg nach. ^Jbasprucii;.1·,Γ 3o-3irlcaiiiaie:rr!^; (^: und eiiieir ^pmlaltfpuuxpe- ;(11 '■).■; zil.roineBi gebgIiIosseilen; S-reiolaATa V: aind,.:y.d3r;:'-v:on. einem; diÖid sen
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