DEP0042773DA - Schlägermühle - Google Patents
SchlägermühleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schlägermühle mit an einer Nabe pendelnd aufgehängten Schlägern und besteht darin, daß die Nabe mit sie in größerem Abstande umgebenden Reifen fest oder gelenkig verbunden ist, an welchen die Schlägerarme gelenkig befestigt sind.
Schlägermühlen mit an der Nabe pendeln aufgehängten Schlägern erfordern beim Anfahren ein großes Schwungmoment, um überhaupt in Bewegung zu kommen, da die exzentrisch hängenden Schläger eine starke Schwerpunktsverlagerung darstellen, die erst behoben wird, wenn die Drehzahl so groß ist, daß die Schläger durch die Fliehkraft radial ausgerichtet werden. Andererseits ist es notwendig, die Schläger frei pendelnd aufzuhängen, damit sie harten Fremdkörpern ausweichen können, ohne zu Bruch zu gehen.
Es ist deshalb schon versucht worden, die Schlägerarme in Nabennähe mit Ansätzen zu versehen, mit denen sie einander in der Ruhelage berühren und dadurch auf einem größeren Radius bleiben. Dadurch wird zwar das Anfahrmoment herabgesetzt, jedoch auch die Ausweichmöglichkeit des Schlägers, da der Teil des Kreisbogens, der ihm für das Ausweichen verbleibt, den geringsten Durchgang freiläßt.
Es ist ferner bekannt, die Schlägerarme unter Verwendung eines kurzen Zwischengliedes mit der Nabe gelenkig zu verbinden, um das Auswechseln der Schläger zu erleichtern. Eine Verminderung des Anlaufmomentes war hierdurch nicht beabsichtigt.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird der freie Durchgang nicht verkleinert, denn die an den Reifen angelenkten Schläger
pendeln nun nach einem Kreisbogen mit kleinerem Radius aus, wodurch der Durchgang schnell vergrößert wird.
Während bei durchgehenden Schlägerarmen diese in Achsnähe den freien axialen Durchgang fast versperren, ist es bei der erfindungsgemäßen Anordnung nicht notwendig, für jeden Schläger eine Speiche einzusetzen, da der Reifen die Zugkräfte aufnimmt und ausgleicht. Eine geringere Zahl von Speichen gibt aber einen größeren axialen Querschnitt frei. Es ist auch möglich, die Welle und die Nabe mit kleinerem Durchmesser auszuführen. Außerdem können die Speichen mit Ansätzen oder Verbindungen versehen sei9n, welche die Luft oder die Heizgase axial zur Mühlenmitte fördern und dadurch für eine gleichmäßige Belüftung der Mühle sorgen.
Die Reifen selbst erzeugen eine radiale Förderwirkung. Diese kann unterstützt werden durch Ansätze oder Querverbindungen an den Reifen, welche etwa ventilatorflügelartig ausgebildet sind. Es kann dadurch die Luftförderwirkung mit gutem Wirkungsgrad so hoch gesteigert werden, daß auch hohe Sichter- und Förderwiderstände ohne Gebläse überwunden werden. Dabei schützen die Reifen diese Ansätze gegen Beschädigungen, gegen Verschleiß oder gegen Fremdkörper.
Genügend vorzerkleinertes Mahlgut kann mit dem Luftstrom axial eingeführt werden, gröberes dagegen nur außerhalb der Reifen in Umfangsnähe.
In den Abb. 1 und 2 ist eine gemäß der Erfindung ausgebildete Schlägermühle in zwei Schnitten nach den beiden vertikalen Symmetrieebenen dargestellt.
Die Mühlenwelle 1 ist zugleich als Nabe ausgebildet, an deren Flanschen 2 mittels Bolzen 3 die Speichen 4 befestigt sind. Diese sind mittels Bolzen 5 mit den Reifen 6 verbunden. An diesen Bolzen 5 sind auch die Schlägerarme 7 gelenkig befestigt. An den Enden der Schlägerarme 7 sind mittels Bolzen 8 die auswechselbaren Schlägerköpfe angebracht.
Die Bolzen können durchgehend sein; sie sind im darge-
stellten Falle in der Länge entsprechend der Zahl der Flanschen bzw. der Reifen unterteilt, damit das Auswechseln erleichtert wird, wenn sie sich verformen. Diese Maßnahme ist bekannt, sie ist jedoch bei den Bolzen 3 und 5 von erhöhter Bedeutung, weil diese stärkeren Krafteinwirkungen ausgesetzt sind, und zwar die Bolzen 5 infolge Fremdkörpereinwirkung, die Bolzen 3, wenn die Zahl der Speichen verringert wird.
Claims (5)
1.) Schlägermühle mit an einer Nabe unter Einschaltung eines Zwischengliedes pendelnd aufgehängten Schlägern, dadurch gekennzeichnete, daß die Nabe mit sie in größerem Abstande umgebenden Reifen fest oder gelenkig verbunden ist, an welchen die Schlägerarme gelenkig befestigt sind.
2.) Schlägermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Speichen zwischen Nabe und Reifen kleiner ist als die Zahl der Schlägerarme.
3.) Schlägermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reifen mit ventilatorartig wirkenden Ansätzen oder Querverbindungen versehen sind.
4.) Schlägermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen mit Ansätzen oder Querverbindungen versehen sind, welche die Luft in Achsrichtung fördern.
5.) Schlägermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbolzen in der Länge unterteilt sind entsprechend der Zahl der Flanschen oder der Reifen.
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