DEP0042600DA - Verfahren und Vorrichtung um Sterilisieren von Injektionsspritzen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung um Sterilisieren von Injektionsspritzen

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DEP0042600DA
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sterilization
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heating
sterile
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English (en)
Inventor
Hans Hamburg Sievers
Original Assignee
Electro-Dental Mechanik Ing. Hans Sievers, Hamburg
Friedrich Brandt Apparatebau, Hamburg
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sterilisieren von Injektionsspritzen und eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Man hat bereits einen Steirilisator für Injektionsspritzen in Vorschlag gebracht, der ein auf einer Beheizungsvorrichtung sitzendes Sterilisationsgefäß aufweist, in dem jeweils nur eine Spritze in hängendem Zustand sterilisiert wird, wobei gleichzeitig die Injektionslösung steril in der Spritze zur unmittelbaren Verwendung für die Praxis hergestellt wird.
Die sterilisierten und gefüllten Spritzen sollen dann bei dieser bekannten Vorrichtung aus dem Sterilisationsgefäß entnommen und durch Einstoßen der Kanülenöffnung in steriles Wachs o.dgl. mit einem Wachstropfen verschlossen und so aufbewahrt werden. Auf diese Art und Weise sollen Spritze und Ampulle zu einer Einheit werden.
Das Herausnehmen der sterilisierten und gefüllten Spritze aus dem Sterilisationsgefäß und Aufbewahren dieser Spritze in einer nicht-sterilen Umgebung bringt aber ständig die Gefahr mit sich, dass die Spritze nicht steril bleibt.
Demgegenüber macht die vorliegende Erfindung nun bei einem Verfahren zum Sterilisieren von Injektionsspritzen den Vorschlag, die Spritze nach dem Sterilisieren in dem Sterilisationsgefäß oder Spritzenbehälter, in dem jeweils nur eine Spritze sterilisiert wird, bis zum Gebrauch der Spritze steril aufzubewahren. Auf diese Art und Weise wird mit Sicherheit verhindert, dass die einmal sterilisierte Spritze ihre Sterilität verliert.
Da das Sterilisationsgefäß nach einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung vorteilhaft aus Metall hergestellt ist, kann die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendete Vorrichtung sowohl zum Nasssterilisieren als auch zum Trockensterilisieren der Spritze mittels Heißluft verwendet werden.
Um im Innern des Sterilisationsgefäßes den beim Sterilisieren auftretenden Druckunterschied gegenüber der Umgebung auszugleichen, ist das Sterilisationsgefäß erfindungsgemäß mit einem abschließbaren Ventil versehen.
Um gleichzeitig mehrere sterile Injektionsspritzen bequem vorrätig halten zu können, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem oder mehreren Haltern für weitere Sterilisationsgefäße für je eine Spritze versehen sein.
Nach einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung kann die mit elektrischer Beheizung versehene Vorrichtung so ausgebildet sein, dass durch eine automatische Abschaltung der Stromzufuhr bei Entnahme des Spritzenbehälters aus der Heizeinrichtung eine unnötige Stromverschwendung und eine Überhitzung des Gerätes vermieden wird. Andererseits kann aber die Anordnung auch so getroffen sein, dass die Abschaltung der Stromzufuhr bei Entnahme des Sterilisationsgefäßes nur bei einer stärkeren Stromstufe erfolgt und dass beispielsweise bei einer schwächeren Stromstufe der Strom auch ohne eingesetztes Sterilisationsgefäß eingeschaltet bleibt. Dies hat den Vorteil, dass man das Gerät vorwärmen kann oder dass dasselbe, wenn man z.B. mehrere Injektionsspritzen hintereinander in ihren Sterilisationsgefäßen sterilisieren will, sich nicht in der Zwischenzeit abkühlt. Hierdurch wird Zeit gespart.
Andererseits kann die "schwach"-Stellung der Beheizung dazu benutzt werden, um nach Erreichung des Siedepunktes der Sterilisationsflüssigkeit durch Umschaltung von "stark" auf "schwach" ein ruhiges, nicht zu heftiges Sieden der Flüssigkeit für die weitere Dauer des Sterilisationsprozesses zu erreichen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der beiliegenden Zeichnung und entsprechenden Beschreibung.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche Teile.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 2 ist ein Querschnitt auf der Linie A-B der Fig. 1
und
Fig. 3 ist ein zweckmäßiges Schaltschema für die Schaltung der elektrischen Beheizungsvorrichtung.
Auf einer Grundplatte 1 ist ein kastenförmiger Aufsatz 2 angeordnet, der in seinem Innern elektrische Heizgeräte 3 aufweist, welche einen zylinderförmigen Hohlraum umgeben. In diesem Hohlraum kann das zweckmäßig aus Metall bestehende zylinderförmige Sterilisationsgefäß 4 eingesetzt werden, dessen oberer Teil 5 als Zylinder mit größerem Durchmesser als der Teil 4 ausgebildet ist. In dieses Sterilisationsgefäß wird in der in Fig. 2 veranschaulichten Weise die Injektionsspritze 6 eingehängt, die sich mit ihrem Halsring 7 auf eine ringförmige Stützplatte 8 des Sterilisationsgefäßes auflegt. Andererseits entsprechen die Abmessungen des größeren zylindrischen Teiles 5 der Möglichkeit, auch eine Ganzglas-Spritze einschließlich
Griffstück auf gleiche Weise in das Gefäß einzuhängen.
Das Gefäß ist mit einem Überwurfdeckel 9 versehen, der oben mit einem Knopfventil 10 ausgestattet ist, bei dem durch Drehen der Ventilkappe eine Öffnung 11 freigegeben oder geschlossen werden kann.
Der Deckel besitzt in seinem oberen Teil eine zylindrische Blecheinlage 9a, welche über die aufliegende Kante hinaus nach innen schräg abgekantet ist. Dadurch wird erreicht, dass unter dem Deckel sich bildendes Kondenswasser nach innen in den Behälter zurückläuft.
Der Deckel des Aufsatzes 2 ist nach links und rechts verlängert und bildet Ansätze 12, die mit einer Öffnung versehen sind, durch die weitere Sterilisationsgefäße hindurchgesteckt werden können, die auf schalenartigen Fußstücken 13 der Grundplatte 1 aufruhen.
Beim Einsetzen des Sterilisationsgefäßes 4 in die Holzvorrichtung wird ein Stift 14 heruntergedrückt, auf dem zwei Isoliersteine 15 und 16 sitzen. Zwischen diesen Isoliersteinen ist ein Schalthebel 17 so eingeklemmt, dass er gegenüber dem Stift 14 isoliert ist. Mit einem Ende wird dieser Schalthebel 17 an einen Bolzen 18 geführt, auf dem er zwischen zwei Anschlägen 19 und 20 auf und ab bewegt werden kann. Die andere Seite des Hebels wird bei Bewegung nach unten auf den Kontakt 21 gedrückt und schließt hierdurch den Stromkreis für die Heizspiralen.
Beim Herausnehmen des Sterilisationsgefäßes 4 wird der Stift 14 mit den Isoliersteinen 15 und 16 und dem Kontakthebel 17 durch die Feder 22 nach oben gedrückt, so dass der Stromkreis für den Heizwiderstand der "stark"-Stellung geöffnet wird und dieser dadurch ausgeschaltet wird. Die Feder 22 sitzt auf einem Bolzen 23, der durch eine Öffnung in einem Ansatz 24 des Stiftes 14 auf- und abgleiten kann und dadurch letzterem eine weitere Führung gibt.
Aus Fig. 3 ergibt sich eine zweckmäßige Schaltung für die Beheizung. 25 ist ein Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten des Stromes. Mit 26 ist eine Kontolllampe bezeichnet und W(sub)1 und W(sub)2 sind Heizwiderstände. Mit 27 ist der automatische Druckschalter bezeichnet, der an Hand der Fig. 2 unter den Bezugszeichen 14 bis 24 beschrieben ist. 28 ist ein Regulierschalter zum Einstellen des Stromes auf "schwach" und "stark" und 29 ein weiterer Wahlschalter, durch den das Gerät entweder auf Nass- oder auf Trockensterilisations-Temperaturen eingestellt werden kann. 30 ist ein Thermostat, der beispielsweise bei 200°C den Stromkreis öffnet.
In dem Heizwiderstand W(sub)1 allein wurden beispielsweise 300 Watt aufgenommen und bei Hintereinanderschaltung von W(sub)1 und W(sub)2 100 Watt.
Aus dieser Schaltungsanordnung ergibt sich beispielsweise eindeutig die Möglichkeit, nur bei einer stärkeren Stromstufe durch den Druckschalter 27 (14 bis 24) bei Entnahme des Sterilisationsgefäßes den Stromkreis zu öffnen und bei einer zweiten schwächeren Stromstufe den Stromverlauf von diesem Druckschalter zu machen.
Eine Temperaturkontrolle ist beispielsweise durch ein eingebautes Thermometer 31 möglich.
Zur Kontrolle der elektrischen Widerstandsheizung wird parallel zu einem Teil des Heizwiderstandes nach genauer Abstimmung die Kontrolllampe 26 von beispielsweise 6 Volt/0,4 A. angeordnet (normale Taschenlampenbirne). Diese Kontrolleinrichtung zeigt bei "stark"-Stellung ein helles Licht, während bei "schwach"-Stellung nur ein schwaches Licht zu bemerken ist.
Es besteht dadurch die Möglichkeit, auch ohne Beachtung der Schalterstellungen die jeweilige Betriebsstellung des Gerätes zu beobachten.
Die Vorrichtung wird zweckmäßig in folgender Weise gehandhabt:
1) Bei Nass-Sterilisation:
Injektionsspritzen in den Spritzenhalter einhängen und den Behälter mit kaltem Wasser bis etwa zum Rand des dünnen Behälterrohres auffüllen. Spritzenbehälter mit Deckel in das Gerät einsetzen. Knopfventil des Deckels auf "offen" einstellen. Die Markierung auf dem Deckel "steril" muss bei "offen"-Stellung des Ventils verdeckt sein. Nunmehr erfolgt die Einschaltung des Gerätes:
a) Wahlschalter 29 auf "nass"
b) Hauptschalter 25 auf "ein"
c) Regulierschalter 28 auf "stark".
Die Kontrolllampe 26 muss jetzt hell aufleuchten. Der Beginn des Siedens der Sterilisationsflüssigkeit ist bald zu hören. Jetzt empfiehlt es sich, den Regulierschalter 28 in "schwach"-Stellung zu bringen, um ein zu heftiges Sieden der Flüssigkeit zu vermeiden. Die Kontrolllampe wird nunmehr nur ein schwaches Leuchten zeigen. In dieser Einstellung verbleibt das Gerät über die beabsichtigte Dauer des Sterilisationsprozesses. Danach den Spritzenbehälter ausheben, Deckel abnehmen, Flüssigkeit abgießen. Danach sofort den Deckel aufsetzen und Knopfventil 10 durch Drehung schließen. Es erscheint jetzt auf dem Deckel als Markierung das Wort "steril". Damit ist der Sterilisationsvorgang beendet und der Spritzenbehälter kann im Gerät oder in einem besonderen Behälterständer abgestellt werden. Die Injektionsspritze ist jetzt für lange Dauer im sterilen Zustand jederzeit verfügbar.
2) Trocken-Sterilisation:
Bei der Trockensterilisation wird besonders auf die Betätigung des Wahlschalters 29 hingewiesen. Die Stellung dieses Schalters auf "trocken" ist unbedingt erforderlich, da nur so die automatische Temperaturregelung "Thermostat" eingeschaltet ist, welche einen Temperaturanstieg über 200°C verhindert.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Trockensterilisation durchzuführen, ohne den Wahlschalter 29 besonders zu betätigen. In diesem Falle darf das Gerät jedoch nur in "schwach"-Stellung des Regulierschalters 28 in Betrieb gesetzt werden.
Der elektrische Heizwiderstand ist in "schwach"-Stellung so bemessen, dass ein Temperaturanstieg über 200°C nicht erfolgt. Die Beheizungsdauer ist in diesem Fall unbegrenzt.
Bei Trocken-Sterilisation muss noch beachtet werden, dass das Knopfventil 10 während des gesamten Sterilisationsprozesses wie auch nach Abstellen des Spritzenbehälters geschlossen bleibt. Die Markierung "steril" muss von Beginn des Sterilisationsprozesses an sichtbar sein.

Claims (7)

1) Verfahren zum Sterilisieren und Sterilhalten von Injektionsspritzen in einem in eine Beheizungsvorrichtung einsetzbaren Sterilisationsgefäß, in dem sich jeweils nur eine Spritze zweckmäßig in hängendem Zustand befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritze nach dem Sterilisieren in dem Sterilisationsgefäß bis zum Gebrauch der Spritze steril aufbewahrt wird.
2) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sterilisationsgefäße für eine Beheizungsvorrichtung vorgesehen sind.
3) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sterilisationsgefäße aus Metall bestehen.
4) Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch ein abschließbares Ventil an jedem Sterilisationsgefäß.
5) Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Halter für weitere Sterilisationsgefäße.
6) Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 5 mit elektrischer Beheizung, gekennzeichnet durch eine automatische Abschaltung der Stromzufuhr bei Entnahme des Sterilisationsgefäßes aus der Heizvorrichtung.
7) Abgeänderte Vorrichtung nach Anspruch 6 mit elektrischer Beheizung, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Stromzufuhr bei Entnahme des Sterilisationsgefäßes nur bei einer stärkeren Stromstufe erfolgt und dass bei schwächerer Stromstufe der Strom eingeschaltet bleibt.

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