DEP0041931DA - Weiche für Oberleitungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen - Google Patents
Weiche für Oberleitungen von elektrisch betriebenen FahrzeugenInfo
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Description
Weichen in Oberleitungen für elektrisch betriebene Fahrzeuge, insbesondere Trolleybusse, lassen im allgemeinen nur reduzierte Fahrgeschwindigkeiten zu, vor allem dann wenn die Weichenzungen aus einem gelenkartig gelagerten, relativ kurzen starren Organ bestehen, weil dadurch ein Knickpunkt in der Fahrleitung und ein grosser Weichenwinkel entsteht.
Es wurde schon vorgeschlagen, anstelle von starren Weichenzungen elastisch verformbare, gebildet aus einer Federlamelle, zu verwenden, die an ihrem einen Ende am Weichenkörper befestigt werden und die mit ihrem anderen freien Ende in eine der Fahrrichtungen gebracht werden können. Längs dem erwähnten Weichenkörper werden die Fahrdrähte weggeschnitten und deren Ende an diesem verankert.
Diese Lösung bedingt aber bei einer genügend langen Weichenzunge einen grossen und damit schweren Weichenkörper oder den Verzicht auf eine lange Weichenzunge, wodurch der Weichenwinkel gross und die Fahrgeschwindigkeit wieder ungünstig beeinflusst wird.
Bei der Weiche gemäss vorliegender Erfindung wird eine elastisch verformbare Weichenzunge einesends unmittelbar am ungeschnittenen durchgeführten Fahrdraht befestigt, also nicht in einem Tragkörper oder Weichenkörper befestigt, und andernends in einem Weichenkörper geführt und gesteuert. Der Weichenkörper, welcher nur der Verschiebung des beweglichen Endes der Weichenzunge dient, kann daher klein gehalten werden, währenddem die Länge der Weichenzunge keinerlei Beschränkungen unterliegt und der Weichenwinkel daher klein gehalten sein kann.
Die Weiche gemäss vorliegender Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Weichenzunge aus einem Profilstab besteht, welcher mindestens auf einer der Schmalseiten, soweit diese vom Stromabnehmer bestrichen wird, eine dem Fahrdraht analoge Form aufweist, und dass der Profilstab mit seinem einen Ende unmittelbar am Fahrdraht befestigt ist und dass das bewegliche Ende des Profilstabes in einem Weichenkörper geführt und gesteuert ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigt:
Fig. 1 einen Grundriss in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Weichenzunge und ihre Befestigung am Fahrdraht im Querschnitt,
Fig. 3 eine Einrichtung zur Ausschlagbegrenzung der Weichenzunge im Grundriss,
Fig. 4 eine elektromagnetische Umsteuervorrichtung der Weiche,
Fig. 5 eine selbsttätige Umsteuervorrichtung der Weiche,
Fig. 6 ein Anwendungsbeispiel der Erfindung bei einer doppelpoligen Oberleitung.
Der Fahrdraht 1 (Fig. 1) ist vor der Abzweigstelle in einem Punkt 2 zweckmässigerweise elastisch aufgehängt; der Fahrdraht 1', welcher in der abgezweigten Richtung verläuft, ist im Punkt 2', zweckmässigerweise fest verankert.
Die Weichenzunge 4, welche in ihrem Profil und ihrer Form derart ausgebildet ist, dass sie in horizontaler Richtung elastisch
verformbar ist, ist mit ihrem einen Ende in einer Uebergangsklemme 3 fest eingespannt, wobei diese Uebergangsklemme 3 auch den Fahrdraht 1 einklemmt, so dass an dieser Stelle die Weichenzunge 4 und der Fahrdraht 1 parallel bzw. in der gleichen senkrechten Ebene übereinander verlaufen, wie dies Fig. 2 darstellt.
Durch die Uebergangsklemme 3 wird der Fahrdraht 1 derart geführt, dass er oberhalb der Weichenzunge 4 und der übrigen, vom Stromabnehmerschuh zu befahrenden Teile 5, 6 verläuft und erst wieder durch die zweite Uebergangsklemme 3 nach unten auf sein ursprüngliches Niveau geführt wird. Alle vom Stromabnehmerschuh zu befahrenden Teile 4, 5, 6 sind am Fahrdraht 1 befestigt.
Die Weichenzunge 4 ist mit ihrem nicht eingespannten, beweglichen Ende im Weichenkörper 7 verschiebbar gelagert, auf welchem Auflaufstücke 5 und 5' fest angebracht sind, an die Verbindungsstücke 6 und 6' anschliessen. Dabei bilden die Teile 5 und 6 die eine und 5' und 6' die andere, die abzweigende Fahrrichtung. Zweckmässigerweise besitzen diese teile 5 und 6 das gleiche Profil wie die Weichenzunge 4, wodurch der Uebergang von einem Teil auf den anderen vereinfacht und damit sicherer ist.
Die Lagerung des beweglichen Endes der Weichenzunge 4 im Weichenkörper 7 ist derart, dass durch Verschieben des
Weichenzungenendes dieses wahlweise in die verschiedenen Abzweigungsrichtungen, d.h. in Koinzidenz mit den Auflaufstücken 5 bzw. 5' gebracht werden kann.
Da die Weichenzunge 4 in horizontaler Richtung elastisch verformbar ist und da deren eines Endes in Richtung des Fahrdrahtes 1 fest eingespannt ist, bildet sie bei Koinzidenz mit dem Auflaufstück 5 eine gerade Linie, bei Koinzidenz mit dem Auflaufstück 5' der abzweigenden Richtung aber eine stetig gekrümmte Kurve. Es tritt daher in keinem Fall ein Knickpunkt ein, sondern ein stetiger Uebergang von einer Richtung zur anderen.
Sofern der Fahrdraht 1 elastisch aufgehängt ist, wird die Verformung der Weichenzunge 4 sich durch die Uebergangsklemme 3 in dem Sinne auf den Fahrdraht 1 übertragen, dass er aus der in Fig. 1 mit ausgezogener Linie dargestellten Lage in die gestrichelt dargestellte Lage gebracht wird, doch bleibt dies auf den stetigen Uebergang ohne Einfluss, da der Fahrdraht und das eingespannte Weichenzungenende sich relativ zueinander nicht verschieben.
Die Grenzlagen der Bewegung des beweglichen Weichenzungenendes (Fig. 3) im Weichenkörper 7 können durch Anschläge 8, die am Weichenkörper oder an den Auflaufstücken 5 resp. 5' angeordnet sind, festgelegt sein.
Die wahlweise erfolgende Bewegung der Weichenzunge 4 im Weichenkörper 7 kann auf beliebige Weise bewerkstelligt werden. In Fig. 4 ist eine elektromagnetisch gesteuerte Weiche als eine mögliche Ausführungsform dargestellt. Der Weichenkörper 7 besitzt die Form eines Rahmens mit Löchern 71 für die Aufhängung und Löcher 74, 75 zur Befestigung am Fahrdraht 1. Die Auflaufstücke 5 und 5' sind am Rahmen bzw. seinem Querträger 72 starr befestigt, die Weichenzunge 4 ist quer zu ihrer Längsrichtung verschiebbar und gleitend im Rahmen geführt. Mit der Weichenzunge 4 ist ein Arm 41 verbunden, welcher durch einen Zapfen 42 mit einem um den Zapfen 73 drehbaren Winkelhebel 10 in Verbindung steht. Dieser Winkelhebel steht unter der Wirkung einer mit ihrem einen Ende durch das Loch 77 ragenden und nachstellbaren Zugfeder 11, welche die Weichenzunge 4 mit dem Auflaufstück 5 in Verbindung hält, also die gerade Durchfahrt offenhält. Durch einen Elektromagneten 12 kann mittels der Stange 13 der Winkelhebel 10 entgegen der Wirkung der Zugfeder 11 im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden, so dass die Weichenzunge 4 mit dem Auflaufstück 5' in Verbindung treten kann.
In Fig. 5 ist ein für eine automatische Weiche bestimmter Weichenkörper dargestellt, die nur wirksam ist, wenn der Stromabnehmerschuh sich in Richtung von der Abzweigung her gegen die Weichenzungenspitze hin bewegt. Hier erfolgt die
erforderliche Einstellung der Weichenzunge 4 durch den Stromabnehmerschuh selbst, indem dieser bei Fahrt auf dem Auflaufstück 5' die normalerweise in gerader Richtung stehende Weichenzunge 4 dadurch umlegt, dass er den Fühlhebel 14 nach rechts bewegt; hierdurch wird unter Vermittlung des im Punkt 15 angreifenden Winkelhebels 10 die Weichenzunge 4 ebenfalls nach recht bewegt und in Verbindung mit dem Auflaufstück 5' gebracht. Im übrigen entspricht der Weichenkörper in seiner Funktion dem in Fig. 4 dargestellten und beschriebenen Weichenkörper 7. Auch die übrigen Bezugszeichen entsprechen denen der Fig. 4.
In Fig. 6 ist schematisch eine Weiche gemäss der Erfindung bei einer doppelpoligen Oberleitung dargestellt, wobei zur Kreuzung der Fahrdrähte und zur Isolierung der Weichenzungen 4 von den Fahrdrähten Isolierstücke 21, 22 und 18 erforderlich sind. Die Steuerung der Weichenzungen 4 erfolgt in bekannter Weise durch das Einschalten der Fahrzeugmotoren. Die übrigen Bezugszeichen der Fig. 6 entsprechen denen der vorhergehenden Figuren.
Claims (4)
1. Weiche für Oberleitungen von elektrisch betriebenen, mit Stangenstromabnehmern ausgerüsteten Fahrzeugen, mit ungeschnitten über die Abzweigstelle geführten Fahrdrähten und einer nur in horizontaler Richtung elastisch verformbaren Weichenzunge, deren bewegliches Ende wahlweise in eine der Abzweigrichtungen gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichenzunge aus einem Profilstab besteht, welcher mindestens auf einer der Schmalseiten, soweit diese vom Stromabnehmer bestricken wird, eine dem Fahrdraht analoge Form aufweist, und dass der Profilstab mit seinem einen Ende unmittelbar am Fahrdraht befestigt ist und dass das bewegliche Ende des Profilstabes in einem Weichenkörper geführt und gesteuert ist.
1. Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichenzunge mit ihrem beweglichen Ende in einem Weichenkörper verschiebbar gelagert ist und dass in diesem Weichenkörper für die abzweigenden Stromabnehmerführungen Profilstäbe mit gleichem Profil befestigt sind, wobei die Weichenzunge durch Verschieben ihres Endes auf jede der Stromabnehmerführungen eingestellt werden kann.
3. Weiche nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am Weichenkörper angeordneten festen Profilstäbe Anschläge aufweisen, welche die Verschiebbarkeit des Weichenzungenendes begrenzen.
4. Weiche nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Weichenkörper sowie alle vom Stromabnehmerschuh zu befahrenden Teile der Weiche direkt oder indirekt am durchgehenden Fahrdraht befestigt sind.
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