DEP0041645DA - Einsatzhärtepulver für die Oberflächenhärtung von Stahlen - Google Patents

Einsatzhärtepulver für die Oberflächenhärtung von Stahlen

Info

Publication number
DEP0041645DA
DEP0041645DA DEP0041645DA DE P0041645D A DEP0041645D A DE P0041645DA DE P0041645D A DEP0041645D A DE P0041645DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
case hardening
hardening
sodium
steel
powder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Dr. Doskár
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Svit np
Original Assignee
Svit np
Publication date

Links

Description

Das Einbringen von Kohlenstoff in kohlenstoffarme Stähle zum Zwecke der Oberflächenhärtung ist außer von der Temperatur vor allem von der Art des Einsatzhärtepulvers abhängig. Der Hauptbestandteil des festen Einsatzhärtemittels ist meist Holzkohle, welche den zum Aufkohlen des Stahles notwendigen Kohlenstoff liefert. Das Mittel, welches den Charakter der aufgekohlten Schicht, d.i. den Kohlenstoffgehalt, die Geschwindigkeit des Eindringens des Kohlenstoffes usw. bestimmt, sind Zusatzstoffe, welche früher als Katalysatoren bezeichnet wurden und für die jetzt oft die Bezeichnung Stabilisatoren verwendet werden. Als Stabilisator wurde zunächst meist Bariumkarbonat benutzt. Einsatzhärtepulver mit Bariumkarbonat war als energisches und konstantes Aufkohlungsmittel bekannt. Ein Nachteil dieses Einsatzhärtepulvers besteht in der Möglichkeit des Entmischens beider Bestandteile infolge ihrer unterschiedlichen spezifischen Gewichte.
Auf diesem Grunde wurden mit einer Reihe anderer Stoffe wie Harzen, alkalischen Cyaniden, komplexen Cyaniden, Karbonaten von Alkalimetallen usw. Versuche unternommen; jedoch kam die Beständigkeit dieser Einsatzhärtepulver der Beständigkeit jener Einsatzhärtepulver, die Bariumkarbonat enthalten, nicht gleich. Auch die Regenerierung derartiger Einsatzhärtepulver ist entweder unmöglich oder sehr schwierig. Außerdem ätzen einige von ihnen die glatten Oberflächen der im Einsatz mit gehärteten Teilen an oder zerstören das Einsatzhärtegefäß.
Als äußerst wirksamer Stabilisator erwies sich Natriumkarbonat. Einsatzhärtepulver mit Natriumkarbonat kohlen sehr rasch und beständig auf, insbesondere bei einem Gehalt von 8,5%. Ein derartiges Einsatzhärtepulver greift aber sehr stark die Oberfläche der Teile und das Einsatzhärtegefäß an.
Durch Versuche wurde jedoch festgestellt, dass dieser nachteil behoben werden kann, wenn man als Stabilisator eine Kombination von Natrium- und Bariumsalzen der Ameisensäure verwendet und Holzkohle mit einer Lösung dieser Salze tränkt. Vorzugsweise beträgt der Höchstgehalt an Formaliten beider Metalle 7,5%, der Mindestgehalt 2,5%, des Holzkohlepulvers und das Gewichtsverhältnis zwischen Natriumformiat und Bariumformiat beträgt 1:2 bis 2:1. Dieses Einsatzhärtepulver ist sehr beständig und greift die Metalloberflächen überhaupt nicht an. Durch Änderung des Gehaltes beider Stabilisatoren innerhalb der angegebenen Grenzen kann die Geschwindigkeit des Einsatzhärtens sowie der Kohlenstoffgehalt in der Einsatzhärteschicht leicht geändert werden.
Zusatz-Eintrag siehe Seite 8!
Beispiel 1:
Mit einer Lösung von 25 g Natriumformiat und 50 g Bariumformiat in 400 cm(exp)3 Wasser wurden 925 g zerkleinerte Holzkohle getränkt. CE(sub)4-Stahl wird in dem gründlich getrocknetem Einsatzhärtepulver eingepackt und auf eine Temperatur von 880°C erhitzt. Nach 4 Stunden ergab sich eine aufgekohlte Oberflächenschicht von 1,25 mm Stärke und nach dem Abschrecken wurde eine Härte von 65,8°Rc festgestellt. Der Stahl C(sub)38 wies nach gleicher Behandlung eine aufgekohlte Schicht von 0,9 mm Stärke und nach dem Abschrecken eine Härte von 65,8°Rc auf. Den Härteverlauf und die Abnahme des Kohlenstoffgehaltes zum Kern hin zeigt nachstehende Tabelle:
Beispiel 2:
In 400 cm(exp)3 Wasser wurden 10 g Natriumformiat und 20 g Bariumformiat aufgelöst. Mit der Lösung wurde 970 g Holzkohle getränkt. Der Härteverlauf und die Abnahme des Kohlenstoffgehaltes der damit im Einsatz gehärteten Teile aus den Stählen C 38 und C 34 war nachstehend:
Durch ein passend gewähltes Verhältnis zwischen beiden Formiaten sowie zwischen Holzkohle und Formiaten können die untereutektoiden sowie auch die übereutektoiden Einsatzhärteschichten in den gewünschten Grenzen erreicht werden. Das hat insbesondere für das zuverlässige Einsatzhärten von Chromstählen Bedeutung, weil die Verwendung von Einsatzhärtepulver in dem angegebenen Verhältnis die Gefahr der Bildung übereutektoiden Zementits in der Einsatzhärteschicht ausschließt. Hierdurch wird die Sprödigkeit der Einsatzhärteschicht verhindert, sodass beim Schleifen in der Schicht keine Risse entstehen.

Claims (3)

1. Einsatzhärtepulver für die Oberflächenhärtung von Stählen, bestehend aus kleinstückiger Holzkohle, die mit einer Lösung getränkt ist, die sowohl Natrium- als auch Bariumformiat enthält.
2. Einsatzhärtepulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der Natrium- und Bariumformiate 2,5-7,5% der Holzkohle beträgt.
3. Einsatzhärtepulver nach Anspruch 1 oder 2ch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von Natriumformiat zu Bariumformiat 1:2 bis 2:1 beträgt.
Zusatz-Eintrag für Seite 5:
Die in den nachfolgenden Beispielen angeführten handelsüblich bezeichneten Stählen haben folgende Kohlenstoff- bzw. Legierungsgehalt bzw. Fertigkeitswerte:
Hierzu sei bemerkt, dass die beiden letzterwähnten Stahlsorten C 38 und C 34 sich nur durch ihre Qualität unterscheiden, und zwar in sofern, als der Stahl C 38 oft verschiedene Verunreinigungen enthält, wodurch auch seine Qualität schwankt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3028590A1 (de) Korrosionsschutz in kesselsystemen
AT139420B (de) Einseitig gehärtete, aus einer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahllegierung bestchende Panzerplatte.
DEP0041645DA (de) Einsatzhärtepulver für die Oberflächenhärtung von Stahlen
DE2514398A1 (de) Salzbad zur abschreckung badnitrierter bauteile
DE2727744C2 (de)
DE1069980B (de)
DE2163308A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Verbundblechen
DE1758208A1 (de) Verfahren zur Waermebehandlung von Staehlen
DE763758C (de) Verwendung von Aluminiumlegierungen fuer Press- und Walzerzeugnisse
DE741337C (de) Verfahren zur Herstellung von glasklaren und farblosen Oxydschichten auf Aluminium und Aluminium-Legierungen
DE725322C (de) Verfahren zur Verhinderung der Korrosion und der Bildung von Abscheidungen in wasserfuehrenden Kuehl- bzw. Heizanlagen mit unwesentlicher Verdampfung
DE966869C (de) Verfahren zur Oberflaechenhaertung von Staehlen
AT140193B (de) Verfahren zur Oberflächenhärtung von rostfreien Stählen.
DE836358C (de) Oberflaechenhaerteverfahren
DE735571C (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Kautschuk und seinen Ersatzstoffen
DE732284C (de) Verfahren zum Traenken von Holz
DE714026C (de) Korrosionsschutz von Zinklegierungen
DE2142920C3 (de) Verfahren zum Stabilisieren von 1,1,1-Trichloräthan und das so stabilisierte 1,1,1-Trichloräthan als solches
DE1083842B (de) Verfahren zum Behandeln von hochlegiertem Stahlpulver, insbesondere Chrom- oder Chrom-Nickel-Stahlpulver
DE940302C (de) Staehle fuer Gegenstaende mit gehaerteter Oberflaeche
DE719586C (de) Verfahren zum Plattieren von Magnesium
DE6912626U (de) Steinkohlenbrikett vom raucharmen oder rauchfreien typ, sowie verfahren zur herstellung des briketts
AT96826B (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holz.
DE919920C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalatueberzuegen auf Metallen
AT208178B (de) Verfahren und Lösung zur Erzeugung von Schichten auf Oberflächen von Eisen und Stahl