DEP0037417DA - Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Papier in Papiermaschinen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Papier in PapiermaschinenInfo
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Description
JOSEP SCHMETZ
PATENTANWALT
AACHEN
AACHEN
Withelmstr. 80 - Fernruf 321 92
LA. CELLULOSE WJ PIN SocietS Anonyme in Paris, Pat ent anme1dung
Verfahren und Einrichtung zum Trocknen τοη Papier in Papiermaschinen»
Die Erfindung "bezieht sich auf das Trocknen τοη Papier In Papiermaschinen. Bisher erfolgt diese Trocknung im allgemeinen
in der Weise* dass· die Papierbahn über Trockenzylinder geführt wird, die von innen mittels Dampf geheizt werden, -während
über den Zylindern Warmluft in unmittelbare Berührung mit der Papierbahn gebracht wird,*
Bei diesem bekannten Verfahren wird der Kauptteil der für die "Verdampfung der im Papier enthaltenen Feuchtigkeit erforderlichen Wärme durch die Oberfläche der Trockenzylinder auf die
Papierbahn übertragen, aber die Warmluftzirkulation» die dem Papier ebenfalls Kalorien zuführt, trägt auch zu dieser Verdampfung beiβ Indessen ist der Hauptzweck dieser Zirkulation»
t®x mit dem Papier eine die Verdampfung der Feuchtigkeit begünstigende» ungesättigte Atmosphäre in Berührung zu halten und
die mit aus der Trocknung kommender Feuchtigkeit gesättigte Luft zu verdrängen, indem sie in Form von Schwaden schnell abgeführt
und so eine vorzeitige Kondensation vermieden wird:e
Es ist auch bekannt t dass die Trockenpartien der jetzigen Papiermaschinen zufolge der Beheizung sowohl der Trockenzylinder
als auch der zur Abführung der Schwaden dienenden Luft grosse Mengen Wärme verbrauchen; alle diese Kalorien finden sich
schliesslich in der stark wasserdampfhaltigen warmen Luft wieders die aus der Trockenpartie abgezogen wird*
Es ist schon versucht worden, diese Kalorien wiederzugewinnen, indem man vorgeschlagen hat, entweder diese feucht-warme
Luft durch einen Gegenstromwärmeaustauscher zu schicken, in welchem sie dazu dient, die Temperatur der mit dem Papier in Berührung·
zu bringenden Luft zu erhöhen, oder sie nach einer bei der
Herstellung von Transparentpapier angewendeten Methode unmittelbar zum fiederanfeuchten der völlig getrockneten Papierbahn
zu benutzen«,
Die vorliegende Erfindung schlägt die Wiederverwertungdieser Kalorien in der Weise vor, dass sie zum Beheizen der
Trockenzylinder, beispielsweise der Tortrockenzylinder, verwendet werden»
Yersuche haben ergeben, dass man den Wirkungsgrad dieser Wiedergewinnung und infolgedessen die Wärmebilanz der Papiertrocknung
beträchtlich verbessern konnte, wenn man die aus der Trockenpartie kommende, mit Dampf gesättigte Warmluft benutzt»
nicht um sie in diesem Zustand in die Trockenzylinder einzu*· führen, sondern um, von den in ihr enthaltenen Kalorien ausgehend^
Wasserdampf zu erzeugen» den man auf einen geeigneten Druck, beispielsweise einem Druck nahe dem atmosphärischen
Druck, bringt^ und diesen Wasserdampf alsdann in die Trockenzylinder einführt«,
Nach einer Ausführung- des erfindungsgemassen Verfahrens esfalgt die Wiedergewinnung in einem Wärmeaustauscher, in dem
die gesättigte Luft sich abkühlt und die aus ihr frei werdfinden Kalorien dazu benutzt werden» Dampf von niedrigem Druck zu er«-
zeugen, den man durch Thermo-Kompression oder auf irgend eise andere Weise, z*B* durch thermo -dynamische Beheiaing, auf einen
Brück nahe dem atmosphärischen Druck bringt* Der durch dieses thermo »dynamise he Erhitzen «veredelte*1' Dampf wird dann unmittelbar
in der Papiermaschine, beispielsweise durch Einführung in die dem aktiven Teil der Maschine voraufgehenden Tortrockenzylinder,
verwendet*
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung wird die über den Trocksnzylindern in Berührung mit der Papierbahn zirkulierende
Warmluft in verhältnismässig geringer Klenge^ aber auf hoher Temperatur, die über 900C liegt und: bis zu 1250C betragen kann*
gehalten, sodass man am Ausgang der Trockenpartie gesättigte Luft einer Temperatur zwischen ?5°G und IQQ0C abziehen kann«,
Dt© zugegebanermassen beträchtliche» durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielte Einsparung· an Brennstoff ist dem
Umstand: z,uzus anreiben ^ dass die Form» nämlich Wasserdampf" von einem Druck nahe dem atmosphärischen Druck und nicht vermischt
mit Luft, unter welcher die wiedergewonnen^alorien verwendet werdens die günstigste Form ist für die Wiedereinführung: dieser
Kalorien in den Trockenkreislauf und insbesondere in das Innere der Trockenzylin-der^wfcer Anrechnung des Aufwandes an Energie
und anderen Aufwandes, der notwendig ist» um die Kalorien in diese Form zu bringen«
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der auf die beigefügten- Zeieh*»
nungen Bezug genommen wird»
Abb# 1 zeigt eine Einrichtung zur Wiedergewinnung der Kalorien bei einer Maschine zur Herstellung von G-lanzpapier
Abb» 2 zeigt die Wiedergewinnung bei einer Maschine,, deren Trockenpartie aus einer grossen Anzahl von Trockenzylindern
besteht*
Die in den Beispielen angegebenen Temperaturen können Je nach den Umständen in weiten Grenzen geändert werden«
Der Teil 1 der Trockenpartie mit maximaler'Verdampfung, "aktiver Teil* genannt* ist von einer dichten Haube 2 umschlosseEj
unter welche durch einen Wiedererhitzer 5 auf 1250O erhitzte Luft eingeblasen wird®
Die durch die Öffnung 4· bei 80° abgezogene feuchte Luft wird in zwei Wärmeaustauschern 5a und Jb "bis auf 60° abgekühlt»
Diese Luft von 60° wird durch einen Ventilator 6 angesaugt p dann in dem Wiedererhitzer 3 auf 125° erhitzt und in den Kreis-·
lauf zurückgeführte
Die mit Wasser gespeisten Austauscher 5a und 5b liefern Dampf von 60° bezw« 40°* der durch die Thermo-Kompressoren
7a und 7b auf 9O0* verdichtet und darm in die Vortrockenzyllnder 8 eingeführt» ölese Zylinder arbeiten mit einem leichteif/druck*
Durch eine Pumpe 9 wird das Kondenswasser abgezogen» Die in des Thermo-Kompressoren geleistete Arbeit findet sich in dem den
Zylindern 8 zugeführte^Dampf höheren Drucks wieder»
Das für die Speisung der Austauscher 5& und 5>b benötigte Fasser kommt ganz oder zum grossen Teil aus der Kondensation
der feuchten Luftj die durch die Austauscher hindurchgeht»
Während das Yerfahren vorstehend für eine Maschine zur Herstellung von Glanzpapier besehrieben worden ist, kann es
gemäss der Erfindung allgemein für jede Papiermaschine benutzt werden»
In dem Beispiel der Abb» 2 ist der den "wirksamen Teil* bildende mittlere Teil der Trockenpartie durch eine Haube 10
isoliert. Die Luft wird beispielsweise in dem Wiedererhitssr auf 125° C erhitzt* Bei dieser Temperatur wird sie durch die
Öffnungen 12 unter die Haube 10 geblasen, während die feuchte Luft beispielsweise bei 80° durch die öffnungen 13 abgezogen
wird, um in den Austauschern 14a und 14b auf beispielsweise 60° abgekühlt zu werden* Diese Luft von 60° wird durch den
Ventilator 15 angesaugt, dann in dem Wiedererhitzer 11 auf 125° erhitzt und in den Kreislauf zurückgebracht. Die Austauscher
14a und 14b liefern Dampf von beispielsweise 60° bezw» 40°, der durch die Thermo-Kompressoren 16a und 16b auf beispielsweise
90° verdichtet wirä> um dann in die Vortrockenzylinder 1? ein*- geblasen zu werden. Das Kondenswasser dieser Zylinder kann durch
die Pumpe 18 abgesogen werden·
Die in der freien Luft liegenden Zylinder 19 beendigen die Trocknung des Papieres» Die aus einer über diesen Zylindern
angebrachten Haube abgezogene warme Limft kann zur Erhöhung der Leistung der Tortrockenzylinder 17 durch eine Leitung 2T unter
diese Zylinder geführt werden»
Fahrend die Erfindung für den Fall beschrieben worden ist, in dem die Trocknung durch die Innenbeheizung der Zylinder
mittels für diesen Zweck besonders erzeugten zirkulierenden Dampfes in Zusammenwirkung mit einer äusseren Anwendung von warmer
Luft erfolgt, ist die Erfindung auch da anwendbar, wo der in die Trockenzylinder eingeblasene Dampf ausschliesslich - ohne die
Mitwirkung irgendeiner Selbständigen Dampferzeugungsquelle- aus der gemäss dem oben beschriebenen Prozess durchgeführten Wieder*·
gewinnung der Kalorien aus der feuchten Luft erfolgt, die am Ausgang der Trockenpartie abgezogen wird*
Claims (1)
- Pat ent-Ansprüche ι1») Verfahren zum Trocknen von Papier in Papiermaschinen oder anderem feuchten Stoff, der fortlaufend in Form einer Bahn über Trockenzylinder geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Wiedergewinnung der in der auf der Trockenpartie ent st iahenden dampfgesättigten warmen Luft enthaltenen Kal&rien diese Kalorien zur Erzeugung von Wasserdampf "benutzt werden, den man auf einen geeigneten Druck, z*B* einem Druck nahE dem atmosphärischen Druck, bringt und dann in die Trockenzylinder, beispielsweise die Vortrockenzylinder, einführt«2»} Verfahren nach Anspruch lt dadurch gekennzeichnet, dass man die auf der Trockenpartie sich bildende, dampfgesattigte warme Luft durch einen Wärmeaustauscher zur Erzeugung eines Wasserdampfes niedrigen Drucks schickt, der dann entweder durch Thermo-Kompression oder auf sonstige Weise, Z8B4. durch thermo-dynamisehe Erhitzung, auf einen Druck nahe dem atmosphärischen Druck gebracht wird*3#) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet» dass Luft hoher Temperatur, über 900C bis zu etwa 125°C, in verhältnismässig kleinen Mengen über den Trockenzylindern mit der zu trocknenden Stoffbahn in Berührung gebracht wird, so dass die am Ausgang der Trockenpartie zur Wärmewi ed er gewinnung abgezogene gesättigte Luft eine Temperatur zwischen 75°C und etwa 1000C hat, wobei die mit hoher Temperatur der Stoffbahn ^führte Luft ganz oder zum Teil Luft sein kann, die durch äen Wärmeaustauscher gegangen und auf die geeignete Temperatur wiedererhitzt worden ist»4*} Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass der in die Trockenzylinder eingeführte Dampf ausschliesslich -ohne die Mitwirkung einer selbständigen Dampferzeugungsquelleaus der Wärmewiedergewinnung stammt, die i^-4-r n&e& aus der am Ausgang der Trockenpartie abgezogenen feuchtenLuft bewirkt wird»5*} Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach. Anspruch 1-3» dadurch gekennzeichnet, dass sie im -wesentlichen aus einer den aktiven Teil der Trockenpartie überdeckendenTr Jl 2 bxur.lQJ.. . (5a, 5b bsw% 14a, 14b IHaube, einemTSarnieaustauscher, Systemen von Thermo-Kompressorenο. agli^iiei^dS^iMator 1LrSiHl WiedererhitztAachen, den 17. März 1949fürs LA CELLULOSE DU" PIET So eilt ε
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