DE437715C - Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf - Google Patents
Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit DampfInfo
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- DE437715C DE437715C DEM85987D DEM0085987D DE437715C DE 437715 C DE437715 C DE 437715C DE M85987 D DEM85987 D DE M85987D DE M0085987 D DEM0085987 D DE M0085987D DE 437715 C DE437715 C DE 437715C
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- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
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- F26B23/001—Heating arrangements using waste heat
- F26B23/002—Heating arrangements using waste heat recovered from dryer exhaust gases
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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-
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Description
- Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf. Bei der Braunkohlenbrikettfabrikation wurde bisher die Trocknung mit Gegendampf durchgeführt, der den Maschinen für die Energieerzeugung, wie Brikettpressen, Gegendruckturbinen usw., entnommen wurde, wobei noch je nach Bedarf dem Trockner Frischdampf zugeführt werden konnte. Hierbei wird zwar die Kondensationswärme des in der Kesselanlage erzeugten Dampfes in der Trocknung ziemlich gut ausgenutzt. Aber es arbeiten die Maschinen für die Energieerzeugung, die den Gegendampf liefern, insbesondere die Pressen, mit einem schlechten Wirkungsgrad, weil in ihnen -der Frischdampf nur bis auf den Gegendruck der Trockner, also etwa 2 bis 211, Atmosphären expandieren kann.
- Es wurde nun gefunden, daß das Gesamtdampfgewicht, das eine Brikettfabrik und die damit zusammenhängenden Betriebe benötigen, das also die Kesselanlage in Form von Frischdampf erzeugen muß, bei gleichbleibender Leistung der Fabrik wesentlich herabgesetzt werden kann, wenn statt der bisher üblichen Hintereinanderschaltung von Energieerzeugungs- und Trocknungsbetrieb eine Parallelschaltung der Dampfzufuhr beider Betriebe gewählt wird in der Weise, daß die aus der Abwärme der im Trocknungsprozeß entstehenden Brüden nach bekanntenVerfahren gewonnenenDampfmengen niederer Spannung nach genügender Verdichtung mit durch Frischdampf betriebenen Strahlgebläsen wieder für die Trocknung nutzbar gemacht werden und die Entstehung von Gegendampf in der Energieerzeugung und dessen weitere Verwertung zur Trocknung vermieden wird. Natürlich benötigen auch in diesem Falle die Trockner bei gleichbleibender Leistung dasselbe Dampfgewicht, wie bei der bisher üblichen Gegendampfverwertung. Aber rund die Hälfte dieses Dampfgewichtes steht in Form von aus der Brüdenwärme erzeugtem Dampf niederer Spannung zur Verfügung, und es wird zur Verdichtung dieser Dampfmenge auf den für den Betrieb der Trockner erforderlichen Druck etwa dasselbe Gewicht von Frischdampf gebraucht. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ist also etwa die Hälfte des bei der bisherigen Brikettfabrikation in den Dampfkesseln zu erzeugenden Dampfgewichtes als Frischdampf für die Trocknung bereitzustellen. Mit der anderen Hälfte läßt sich aber bei Verwendung neuzeitlicher Maschinen mehr Energie erzeugen, als die Gegendruckmaschinen der bisher üblichen Anlagen liefern konnten. Für dieselbe Energieerzeugung wird also nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ein entsprechend geringeres Gewicht an Frischdampf benötigt, und es tritt dieser Gewinn in einer entsprechenden Ersparnis an Brennstoff im Kesselhaus in Erscheinung. Das neue Verfahren ist also nicht nur eine Verbesserung des Trocknungsbetriebes von Braunkohlenbrikettfabriken, sondern es hat eine vorteilhafte Ausgestaltung der gesamten Anlage nach neuen Gesichtspunkten zum Gegenstande.
- Diese neue Ausgestaltung kommt insbesondere auch in der Auswahl der Maschinen für die Energieerzeugung zum Ausdruck. Wie bereits betont, soll die Entnahme von Gegendampf aus den Energieerzeugungsmaschinen, die bisher für vorteilhaft gehalten wurde und in der Braunkohlenbrikettfabrikation allgemein in Anwendung stand, nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wegfallen und an die Stelle dieser mit Gegendruck betriebenen Maschinen neuzeitliche Maschinen mit gutem Wirkungsgrad, z. B. Dampfturbinen und elektrisch angetriebene Pressen, gesetzt werden.
- An dem in der Zeichnung dargestellten Schema einer Braunkohlentrocknungs- und Energieerzeugungsanlage soll die Erfindung beispielsweise erläutert werden. Der den Trockner a verlassende Brüden wird in dem Wärmeaustauscher b zum Teil niedergeschlagen, die mitgeführte Luft und der unkondensierbare Anteil des Wasserdampfes werden vom Exhauster c abgesaugt. Das in b befindliche Warmwasser fließt zu dem unter Vakuum stehenden Verdampfer e, wo eine der Wärmeaufnahme in b äquivalente '.Menge verdampft, während der Rest durch die LTmwälzpumpe d zum Wärmeaustauscher b zurückgeleitet wird. Die entstandene Dampfmenge wird von dem Strahlapparat f angesaugt und so weit verdichtet, daß der Trockner a damit beheizt werden kann. Zu dieser Verdichtung wird Frischdampf unter Kesselspannung verwendet, der dem Strahlgebläse durch die Leitung h zuströmt. Es ist zweckmäßig, den Verdampfer zur Vermeidung von Kondensationsverlusten möglichst nahe an das Strahlgebläse heranzurücken. Da von den Strahlgebläsen etwa die gleiche Menge Brüdendampf angesaugt werden kann, wie Frischdampf benötigt wird, entsteht eine Dampfersparnis von 5o Prozent, wenn der Frischdampfdruck genügend hoch ist. Die von dem Werke benötigte elektrische Energie, beispielsweise in Braunkohlenbrikettfabriken für Abraum, Pressen und Hilfsmaschinen der Brüdenverwertungsanlage, wird in einem Turbogenerator g (mit Kondensator k) gewonnen, der durch Frischdampf aus der Kesselanlage i betrieben wird. Der Vorteil, den das Verfahren gemäß der Erfindung gegenüber dem bisher Bekannten hat, ergibt sich aus dem folgenden überschlägigen Vergleich.
- Bei einer Braunkohlenbrikettfabrik, die täglich ioo Waggons Brikette erzeugt, beträgt die nötige Energie für den Abraum- und den Grubenbetrieb etwa iooo kW, für die Pressen iioo kW und die Hilfsmaschinen der Kondensationsturbine und der Brüdenverwertungsanlage 35o kW, insgesamt 2450 kW. Ein Werk des rheinischen Reviers muß für die genannte Erzeugung von ioo Waggons Briketten, wenn es in der bisher üblichen Weise die Energieerzeugung und den Trocknerbetrieb hintereinanderschaltet, stündlich etwa go t Dampf bereit halten. Wird der Kraftbedarf nach dem Verfahren gemäß der Erfindung gedeckt, so müssen für die Energieerzeugung bei einem Dampfverbrauch der Turbine von q. kg/kW 9,8 t Dampf stündlich zur Verfügung gestellt werden, das sind ii Prozent des bei der früheren Schaltung benötigten Gesamtdampfverbrauchs. Für die Trocknung ist, wie bereits erwähnt, bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nur noch die Hälfte des früher benötigtenDampfgewichts, also rund q5 t Frischdampf zum Betrieb der Strahlgebläse erforderlich. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird also in dem angeführten Beispiel eine Ersparnis von 39 Prozent der für die Kesselanlage benötigten Kohle erzielt.
- Die Erfindung erreicht demnach unter Wahrung des Grundsatzes der Ausnutzung potentieller Energie einen geschlossenen Wärmekreis im Trocknungsprozeß, von dem die Erzeugung elektrischer Energie vollständig getrennt ist, so daß zwei in sich geschlossene Kreise entstehen.
- Die Erfindung kann ohne grundsätzliche Änderung auch auf andere Trocknungsprozesse angewandt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCTI Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfversorgung von Energieerzeugungs- und Trocknungsbetrieb in Parallelschaltung beider Betriebe erfolgt in der Weise, daß die aus der Abwärme des Trocknungsprozesses gewonnenen Dampfmengen nach Kompression durch mit Frischdampf betriebene Strahlapparate wieder für die Trocknung nutzbar gemacht werden und die Entstehung von Gegendampf in der Energieerzeugung vermieden wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM85987D DE437715C (de) | 1924-08-13 | 1924-08-13 | Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM85987D DE437715C (de) | 1924-08-13 | 1924-08-13 | Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE437715C true DE437715C (de) | 1926-11-26 |
Family
ID=7320350
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM85987D Expired DE437715C (de) | 1924-08-13 | 1924-08-13 | Einrichtung zur Versorgung der Energieerzeugungs- und Trocknungsbetriebe in Braunkohlenbrikettfabriken mit Dampf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE437715C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078142B (de) * | 1958-01-14 | 1960-03-24 | Bayer Ag | Einrichtung zur Waermerueckgewinnung aus Kondensat |
| FR2491603A1 (fr) * | 1980-10-02 | 1982-04-09 | Entropie Sa | Procede et installation d'economie d'energie sur des appareils de sechage |
| EP0203059A3 (en) * | 1985-05-22 | 1987-04-08 | Waagner-Biro Aktiengesellschaft | Process for drying granular material, and a fluid bed dryer |
-
1924
- 1924-08-13 DE DEM85987D patent/DE437715C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078142B (de) * | 1958-01-14 | 1960-03-24 | Bayer Ag | Einrichtung zur Waermerueckgewinnung aus Kondensat |
| FR2491603A1 (fr) * | 1980-10-02 | 1982-04-09 | Entropie Sa | Procede et installation d'economie d'energie sur des appareils de sechage |
| EP0203059A3 (en) * | 1985-05-22 | 1987-04-08 | Waagner-Biro Aktiengesellschaft | Process for drying granular material, and a fluid bed dryer |
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