DEP0037272DA - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern

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DEP0037272DA
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Wacker, Hermann, Ebenhausen
Wacker, Peter, Ebenhausen
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern wie insbesondere von Rohren aus Beton, Ton, Schamotte und ähnlichen Massen. Zur Herstellung derartiger Hohlkörper wurden bisher ausschliesslich sogenannte Stampf-, Press- oder kombinierte Verfahren bzw. Geräte verwendet. Die hierzu erforderlichen Maschinen sind wegen ihrer hohen Anschaffungskosten, Betriebs- und Unterhaltungskosten sehr unwirtschaftlich.
Man hat deshalb versucht, Rohre und ähnliche Hohlkörper auf Rütteltischen oder auch auf anderen entsprechenden Einrichtungen herzustellen, um die grossen wirtschaftlichen Vorteile des Rüttelverfahrens auch für diese Körper nutzbar zu machen. Hierbei entstehen aber grosse Transportkosten.
Man hat weiterhin vorgeschlagen, sogenannte Aussenrüttler (Vibratoren) an den Formenwänden der herzustellenden Rohre anzubringen, um dadurch eine Verdichtung der Masse zu erzielen. Auch dieses Verfahren hat sich in der Praxis bisher nicht durchgesetzt, da die Rüttelgeräte an den Aussenwänden der Formteile meist eine zu geringe Wirkung ergeben. Zumeist wird auch nicht die genügende Festigkeit erreicht, die es ermöglicht, bei Beton diese Rohre sofort auszuschalen. Die übliche Rüttelfrequenz hat sich oft auch als zu niedrig erwiesen.
Die sonst noch üblichen Verfahren der Rohrfarbikation mittels Pressluft- oder Elektrostampfern erfordern zahlreiche Arbeitskräfte, die die Fabrikation wesentlich verteuern. Ausserdem haben sich gesundheitsschädliche Einflüsse bei den Bedienungspersonen gezeigt, da die dauernden Erschütterungen grösste körperliche Anstrengungen verlangen.
Demgegenüber kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass die Verdichtung der Masse durch die Vibration des Kernstückes (Formenkernes) herbeigeführt wird, der von der zu verdichtenden Masse umschlossen wird. Durch die Vibrationswirkung des Formenkernes wird die erforderliche Verdichtung in kürzester Zeit und ohne besondere Zusatzeinrichtungen, Baulichkeiten usw. ermöglicht. Das Verfahren arbeitet mit geringstem Arbeitsaufwand, da der Mensch vollkommen von der Maschine getrennt wird und keinerlei Schwingungen auf die Bedienungsperson übertragen werden.
Die Folge ist eine wesentliche Leistungssteigerung. Durch Anwendung von Hochleistungsrüttelgeräten, die mit dem Kernstück verbunden sind, können hochwertigste Erzeugnisse hergestellt werden. Die Formen können in bekannter Weise aus Eisen, Metall, Holz oder Kunst- bzw. keramischen Stoffen bestehen. Vorzugsweise wird die Vibration des von der zu verdichtenden Masse umschlossenen Formenkernes durch ein in den Kern eingebautes Rüttel- bzw. Vibrationsgerät herbeigeführt. Es können in den Formenkern auch mehrere Rüttelgeräte (Vibratoren) eingebaut werden, die zweckmässigerweise ihre Rüttelkräfte durch rotierende Unwuchtmassen erzeugen und diese strahlenförmig auf alle Teile des Formenkernes abgeben. Diese Rüttler erzeugen also nicht wie die bisher bekannten Press- und Stampfwerkzeuge sowie Rütteltische ihre Kräfte parallel zur Längsachse des Hohlkörpers sondern senkrecht zu dieser Mittelachse. Zur Übertragung dieser Rüttelkräfte dient hierbei lediglich der Formenkern, der in Vibration versetzt wird, und der gleichsam als Innenrüttler die ihn allseits umgebende Masse zur Verdichtung bringt. Hierbei wird eine fast verlustfreie Übertragung der Rüttelkräfte auf die zu verdichtende Masse erreicht, so dass der Einsatz von Hochleistungs-Rüttelgeräten, die bekanntlich mit ständig steigenden Frequenzen und verhältnismässig geringer Amplitude arbeiten, in erstaunlich kurzer Zeit hochwertige Verdichtungen insbesondere von Beton ermöglicht.
Zur Steigerung der Verdichtungsleistung bzw. des Rütteleffektes wird erfindungsgemäss der Formenkern elastisch gelagert. Dadurch wird auch die Überleitung der Rüttelwirkung auf die Arbeitsfläche weitestgehend verhindert.
Verluste werden vermieden. Zerstörungen der Unterlagen, wie des Fussbodens, treten nicht ein. Auch die übrigen Formenteile können elastisch gelagert werden, wodurch auch diese in eine gewisse Vibration versetzt und somit zur Steigerung der Rüttelwirkung herangezogen werden können. Es besteht schliesslich auch die Möglichkeit, sämtliche Formenteile einschliesslich des Kernes elastisch zu lagern.
Erfindungsgemäss kann die Anordnung so getroffen werden, dass der Formenkern während des Arbeitsganges absatzweise oder auch kontinuierlich bewegt wird. Die Bewegungsrichtung ist dabei beliebig. Auch die übrigen Formenteile, die die Aussenform bilden, können absatzweise oder kontinuierlich in beliebiger Arbeitsrichtung bewegt werden. Die Bewegungsrichtungen des Formenkernes und der die Aussenform bildenden Formteile können die gleichen sein oder entgegengesetzt zueinander verlaufen. Die die Aussenform bildenden Formteile und der Formenkern können in der gleichen Richtung gemeinsam derart bewegt werden, dass am Ende der Formenteile das hohle Werkstück als fertiger Formling vollkommen entschalt frei gegeben wird. Auch kann die umgekehrte Anordnung getroffen werden, dass die die Aussenform bildenden Formteile und der Formenkern während des Rüttel- bzw. Vibrationsverfahrens am Ort verbleiben, während das fertige hohle Werkstück kontinuierlich oder absatzweise vollkommen entschalt die Form verlässt. In beiden Fällen hat der Formenkern eine kürzere Länge als die endgültige Länge des herzustellenden Hohlkörpers.
Der verkürzte Kern erfasst die neu angefüllte Masse und verdichtet sie. Sobald die Masse fertig verdichtet ist, tritt sie aus dem Bereich des Kernes.
Die Befestigung des Rüttelgerätes erfolgt wie erwähnt vorzugsweise im Innern des Formenkernes durch eine mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch wirkende Vorrichtung, die sich wenigstens an drei Punkten gegen den Formenkern abstützt. Werden in einem Formenkern mehrere Rüttelgeräte eingebaut, so können diese konzentrisch zueinander, exzentrisch oder hintereinander liegend angeordnet werden.
Da insbesondere bei langgestreckten Hohlkörpern wie Rohren usw. die Verdichtungswirkung durch die Auflast der nach und nach eingeschütteten Materiallagen sich sehr günstig auswirkt, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, das oder die Rüttelgeräte in dem Teil des Formenkernes zu befestigen, der gegen Ende des Arbeitsganges die Verdichtung der jeweiligen Höhe der vorwiegend zu verdichtenden Materiallagen anzupassen, d.h. also bestimmte Materiallagen besonders zu verdichten, ist es zweckmässig, wenn das oder die Rüttelgeräte im Formenkern in ihrer Radiallage verstellbar angeordnet sind. Auch ist es oft zweckmässig, eine Verstellung der Rüttelgeräte in der Längsrichtung vorzusehen.
Für das Herstellen von Hohlkörpern mit geringem Innendurchmesser ist es vorteilhaft, das zur Verdichtung vorgesehene Rüttelgerät zugleich als Formenkern für die herzustellenden Hohlkörper zu verwenden, so dass die Anbringung eines besonderen Formenkernes in diesen Fällen erspart wird.
Das Rüttel- bzw. Vibrationsgerät oder der sie aufnehmende Formenkern können aussen noch mit Ansätzen, Stegen, Nasen oder dgl. versehen werden, so dass das hohle Werkstück während des Formens gleichzeitig in der Längsrichtung in mehrere Teile unterteilt wird. Es können damit halbrunde Gegenstände oder Platten gefertigt werden. Schliesslich können auch mehrere Formenkerne in einer gemeinsamen mehrteiligen Form untergebracht sein, wobei entweder sämtliche oder nur einzelne Formenkerne mit Rüttel- bzw. Vibrationsgeräten ausgerüstet werden.
Um eine möglichst hohe Rüttelfrequenz mit Geräten kleinster Abmessungen und Gewichten bei grösstmöglichem Unfallschutz zu erreichen, wird die Verwendung von Frequenz- und Spannungswandlern vorgeschlagen, womit leicht Rüttelfrequenzen über 100 Hz./sec. sowie jede andere gewünschte Frequenz erzielt werden können. Um eine den jeweiligen Materialerfordernissen angepasste Rüttelwirkung zu erreichen, wird schliesslich noch vorgeschlagen, die Rüttelgeräte mit veränderlicher Frequenz und/oder Amplitude einzurichten. Bei gleichzeitiger Verwendung mehrerer Rüttelgeräte besteht die Möglichkeit, diese mit verschiedener Frequenz oder verschiedener Amplitude arbeiten zu lassen. Auf diese Weise kann mit dem ersten Rüttelgerät im Wesentlichen die Vorsortierung des Materials und mit dem letzten Rüttelgerät das Fertigrütteln stattfinden.
Schliesslich besteht bei kompliziert gestalteten Werkstücken auch die Möglichkeit, neben den mit dem Formenkern verbundenen Rüttelgeräten zusätzlich an sich bekannte Aussenrüttler gleichzeitig anzuwenden.
Dies wird besonders dort stattfinden, wo das Werkstück ungleichmässige Gestalt bzw. einen stärkeren Querschnitt aufweist.
Die Erfindung ist in verschiedenen Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Vorrichtung gemäss der Erfindung in Richtung a - b durch Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht von oben auf Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt,
Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Anordnung, bei der der Hohlkörper während des Formens in einzelne Längsteile unterteilt wird,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt und
Fig. 6 einen Vertikalschnitt unter Benutzung einer mehrteiligen Form,
Fig. 7 eine Ansicht von oben und
Fig. 8 einen Vertikalschnitt unter Benutzung einer mehrteiligen Form,
Fig. 9 eine Ansicht von oben auf den mit der Einrichtung gemäss. Fig. 7 und 8 gefertigten Gegenstand,
Fig. 10 einen Schnitt durch eine Anordnung, bei der Formenteile und der Formenkern ortsunveränderlich sind,
Fig. 11 eine praktische Anwendungsmöglichkeit des Verfahrens und
Fig. 12 eine weitere Verwendungsmöglichkeit mit mehreren Formkernen.
Bei der Anordnung Fig. 1 und 2 werden Rohre von bestimmter Länge hergestellt. Die Gestalt ist durch die Formenteile gegeben. 1 ist ein äusserer zylindrischer Formenteil, 2 der innere Formenkern. Zwischen diese beiden Zylinderteile gelangt die zu behandelnde Masse 3. 4 ist ein Abstandsring. In das Innere des Formenkernes 2 ist ein Rüttelgerät 5 mit dem Stromzuführungskabel 6 eingebracht. Mit drei Armen 7 und unter Vermittlung von Stützflächen 8 stützt sich die Rüttelvorrichtung an der Innenwandung des Formenkernes 2 ab. 9 ist eine Nachstellvorrichtung, um die zentrische Lage oder um eine beliebige Exzentrizität des Gerätes 5 zu erreichen. Profil und Querschnitt des herzustellenden Hohlkörpers sind beliebig und richten sich ausschliesslich nach der Gestaltung der Formenteile 1 und des Formenkernes 2. Die Wirkungsweise ist folgende:
Das Rüttelgerät erzeugt beim Einschalten des Stromes Schwingungen, deren Kräfte im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Gerätes und strahlenförmig von dieser ausgehend verlaufen. Der Formenkern 2 wirkt unmittelbar mit seiner ganzen Oberfläche auf die Masse 3, so dass die beste Wirkung erzielt wird. Es kann noch eine elastische Unterlage 9 vorgesehen sein, auf der der Formenkern 2 ruht. Damit werden die Rüttelkräfte nicht unnütz in die Unterlage 10 übergeleitet und verzehrt. Auch die übrigen Formenteile 1 können elastisch gelagert sein. Sie kann auch eine hydraulische oder pneumatische Einrichtung sein.
Bei der Anordnung nach den Fig. 3 und 4 hat der äussere Formenteil 1 im Querschnitt eine rechteckige Gestalt, ebenso besitzt der Formenkern 2 eine rechteckige Gestalt. Letzterer wird während der Vibrationswirkung absatzweise oder kontinuierlich in der Pfeilrichtung 11 bewegt. Als Zugglied dient eine Kette oder ein Seil 12. Mit dieser Einrichtung können ringsherum geschlossene im Querschnitt rechteckige oder quadratische Rohre hergestellt werden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Formenkern noch zusätzlich mit Stegen oder Nasen 13 versehen, die während des Vorschubes eine Unterteilung des Hohlkörpers in der Längsrichtung bewirken, so dass beispielsweise drei plattenförmige Gebilde 14 auf einmal entstehen. Die Zuführung der Masse erfolgt laufend vor dem Formenkern. Im vorliegenden Falle wird der innere Formenkern bewegt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den äusseren Formenteil in gleicher oder entgegengesetzter Richtung zu bewegen oder den Formenkern 2 ganz still stehen zu lassen.
In den Fig. 5 und 6 hat der äussere Formenteil 1 im Querschnitt eine quadratische Gestalt. Dasselbe gilt für den inneren Formenkern 2. Die Bewegungsrichtung 11 des inneren Formenkernes 2 verläuft hier in senkrechter Richtung nach oben. Wie die Abbildung 6 erkennen lässt, ist das Rüttelgerät 5 in dem Teil des Formenkernes 2 befestigt, der gegen Ende des Arbeitsganges die endgültige Verdichtung übernimmt. Durch den vorderen Teil des Formenkernes 2 erfolgt eine Vorverdichtung.
In den Fig. 7 und 8 ist eine mehrteilige äussere Form 1 zu erkennen. Diese ist durch Zwischenwände 15 in neun Arbeitsräume unterteilt.
In jedem Arbeitsraum ist mittels der Stege 16 ein Formenkern 2 eingebracht. Jeder dieser Formenkerne ist zur Aufnahme eines Rüttelgerätes 5 geeignet. Es ist jedoch nicht notwendig, in jedem Formenkern 2 ein Rüttelgerät einzusetzen, da schon ein Teil von Rüttelgeräten genügt, um die notwendige Gesamtvibration zu erzielen. Die mehrteilige Form 1 mit den Formenkernen 2 und den eingebrachten (im vorliegenden Beispiel vier Stück) Rüttelgeräten 5 können gemeinsam in Pfeilrichtung 17 nach oben abgezogen werden, so dass der Hohlkörper 3 gemäss Fig. 9 am Ende der Form vollkommen entschalt entsteht. Bei der Anordnung gemäss Fig. 10 stehen der äussere Formenteil 1 und der innere Formenkern 2 im Raume unveränderlich. Dagegen ist unterhalb der Austrittsfläche dieser Formenteile eine auf der Unterlage 10 verschiebbare Bodenplatte 18 vorgesehen. Unterlage 10 und Bodenplatte 18 können auch einen gemeinsamen verschiebbaren Teil bilden. Entsprechend der Herstellung des Hohlkörpers 3 werden sie in der Pfeilrichtung 19 nach unten verschoben. Auf diese Weise tritt das Rohr 3 fertig geformt laufend am unteren Ende der im Raum still stehenden Vibriereinrichtung aus. In Abb. 10 ist ferner gezeigt, wie das Rüttelgerät 5 mit seinem Aussenmantel zugleich den inneren Formkern 2 bildet.
In Fig. 11 ist die Verwendung eines fahrbaren Aggregates zur bequemen Beschickung verschiedener Formen gezeigt. Es besteht beispielsweise aus einer Art Rollwagen 20, der bequem überall hingefahren werden kann. Der Wagen trägt eine Vertikalsäule 23, an der ein Bunker 21 für die Aufnahme der Masse schwenkbar angeordnet ist, dessen Auslauf- öffnung durch einen Schieber 22 oder ein anderes geeignetes Absperrglied mehr oder weniger geöffnet werden kann. Über eine Zugvorrichtung 24 mit Winde 25 und Seil 26 kann eine Kernziehvorrichtung 27 gehoben und gesenkt werden. Ausserdem kann die Winde 25 zum Heben und Senken des Bunkers 21 eingerichtet sein.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Der Karren 20 kann bequem von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle gefahren werden, so dass der Bunker 21 mit seiner Auslauföffnung 3 über die jeweils zu beschickende Form 1 gelangt. Der Schieber 22 wird mehr oder weniger je nach Bedarf geöffnet, während die im Formenkern 2 untergebrachte Rüttelvorrichtung arbeitet, so dass die Masse in der Form 1 verdichtet wird. Nach vollständigem Füllen der Form 1 kann die Rüttelbewegung noch beliebig fortgesetzt werden. Inzwischen können weitere Formen 1 gefüllt werden, oder der Formenkern 2 bzw. die Form 1 werden von der Zugvorrichtung 25 - 27 angehoben, so dass das fertige Werkstück zurückbleibt.
In Fig. 12 ist gezeigt, wie auf einem Tisch 28 mehrere Formen 1 aufgebaut sind. Dabei kann entweder der Tisch 28 feststehen und der Bunker 21 wird um die Vertikalachse 23 jeweils nacheinander über die einzelnen Formen 1, 2 geschwenkt, oder der Bunker 21 steht still und der Tisch 28 mit dem darauf sitzenden Formen 1, 2 wird um die Achse 23 in der Pfeilrichtung 29 verschwenkt, so dass die Formen 1, 2 nacheinander unter die Austrittsöffnung des Bunkers 21 treten.

Claims (23)

1.) Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern wie Rohren usw. aus Beton, Ton, Schamotte und ähnlichen Massen mit beliebigen Profilen und Querschnitten in Formen aus Eisen, Metall, Holz oder Kunst- bzw. keramischen Stoffen, wobei der Formenkern von der zu verdichtenden Masse umschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtung der Masse durch die Vibration des Kernstückes (Formenkernes) herbeigeführt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibration des von der zu verdichtenden Masse umschlossenen Formenkernes durch ein in den Kern eingebautes Rüttel- bzw. Vibrationsgerät herbeigeführt odr durch ein oder mehrere mit dem Formenkern verbundene Rüttelgeräte erzeugt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formenkern und gegebenenfalls auch die übrigen Formenteile elastisch gelagert sind.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Formenkern während des Arbeitsganges absatzweise oder kontinuierlich in beliebiger Richtung bewegt wird.
5.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Aussenform bildenden Formenteile absatzweise oder kontinuierlich in beliebiger Richtung bewegt werden.
6.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Aussenform bildenden Formenteile und der Formenkern während des Rüttelvorganges absatzweise oder kontinuierlich gemeinsam bewegt werden, so dass am Ende der Formenteile das hohle Werkstück als fertiger Formling vollkommen entschalt freigegeben wird.
7.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Aussenform bildenden Formenteile und der Formenkern während des Rüttelns am Ort verbleiben, und das hohle Werkstück (3) kontinuierlich oder absatzweise vollkommen entschalt die Form verlässt.
8.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Formenkern nur einen Teil der Länge der herzustellenden hohlen Werkstückes besitzt.
9.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der die Verdichtung herbeiführende Formenkern (2) beliebigen Profiles und Querschnittes mit einem Rüttelgerät verbunden ist, welches senkrecht zur Mittelachse des herzustellenden hohlen Werkstückes seine Schwingungen erzeugt.
10.) Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung des Rüttelgerätes (5) im Innern des Formenkernes (2) durch eine mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch wirkende Vorrichtung (7, 9) erfolgt, die sich mindestens in drei Punkten (8) gegen den Formenkern (2) abstützt.
11.) Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Formenkern (2) mehrere Rüttelgeräte (5) neben- oder hintereinander eingebaut sind.
12.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rüttelgerät (5) zentrisch und bei Anordnung mehrerer Rüttelgeräte (5) diese konzentrisch im Formenkern (2) angeordnet sind.
13.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rüttelgeräte (5) im Formenkern (2) exzentrisch und in ihrer Radiallage verstellbar angebracht sind.
14.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rüttelgeräte (5) in dem Teil des Formenkernes (2) befestigt werden, der gegen Ende des Arbeitsganges die Verdichtung übernimmt.
15.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Verdichtung dienende Rüttelgerät (5) in seinem Aussenmantel zugleich als Formenkern (2) für die herzustellenden hohlen Werkstücke beliebigen Querschnittes ausgebildet ist.
16.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der das Rüttelgerät (5) aufnehmende Formenkern (2) mit Ansätzen, Stegen, Nasen (13) o.dgl. versehen ist, so dass das hohle Werkstück (3) während des Formens gleichzeitig in der Längsrichtung in mehrere Teile (14) unterteilt wird.
17.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Formenkerne (2) in einer gemeinsamen mehrteiligen Form (1) untergebracht sind, wobei entweder sämtliche oder nur einzelne Formenkerne (2) mit Rüttel- bzw. Vibrationsgeräten (5) ausgestattet sind.
18.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rüttelgeräte (5) zur Erzielung einer besonders hohen Arbeitsleistung mit Rüttelfrequenzen über 100 Hz./sec arbeiten, wobei die hohe Rüttel- frequenz beim elektrischen Antrieb des oder der Rüttelgeräte über einen vorgeschalteten Frequenz- und Spannungsregler erreicht wird, der zugleich die Normalspannung auf ein ungefährliches Mass herabgesetzt.
19.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rüttelgeräte mit veränderlicher Frequenz und/oder Amplitude eingerichtet sind, um eine den jeweiligen Materialerfordernissen angepasste Rüttelwirkung zu erreichen.
20.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem oder den mit dem Formenkern verbundenen Rüttelgeräten zusätzlich Aussenrüttler an den Formwandungen angebracht sind.
21.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der die Masse (3) aufnehmende Bunker (21) an einem fahrbaren Träger (20, 23) schwenkbar sitzt, so dass er im Raume beliebig und über die Formen (1) bewegt werden kann.
22.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der fahrbare Träger (20, 23) gleichzeitig eine Abhebevorrichtung (25 - 27) für das Hochziehen der Formen (1) bzw. der Formenkerne (2) besitzt.
23.) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Formstellen (1, 2) auf einem gemeinsamen Tisch (28) angeordnet sind, wobei entweder der die Masse aufnehmende Bunker (21) verschwenkbar oder der Tisch (28) derart verdrehbar oder auch beide Teile so zueinander verschwenkt werden können, dass der Bunker (21) nacheinander über die einzelnen Formstellen (1, 2) gebracht werden kann.

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