DE2508074B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Erzeugnissen aus halbtrockenen, schüttbaren Massen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Erzeugnissen aus halbtrockenen, schüttbaren MassenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach γ,
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
Aus der FR-PS 20 33 909 sind Verfahren und Vorrichtungen zum Formen bekannt, bei denen das
Verdichten der Formmassen zwischen einem Oberstem- ho
pel und einem Unterstempel mit senkrecht gerichteten Rüttelstoßschwingungen erfolgt, während der Preßdruck
auf die Masse von oben her ausgeübt wird. Dabei ist auch wie bei dem Formen nach der US-PS 18 82 528
vorgesehen, die Seitenwände der Form mit zu den hr,
vertikalen Rüttelstoßschwingungen senkrechten Schwingungen in horizontaler Richtung zu beaufschlagen.
Es hat sich aber gezeigt, daß die damit erreichbare Verbesserung der Verdichtung der Formmasse relativ
gering ist Es ist auch schon beispielsweise aus der DE-PS 6 57 574 oder der DE-OS 22 35 363 bekannt, die
Masse in der Form zunächst einzurütteln, während r.ach
der DE-OS 21 51 622 vorgesehen ist, die Masse unter Einwirkung von RüttelschwLngungen in eine aus einem
Oberteil und einem Unterteil zusammengesetzte Preßform mit einer Auskleidung aus elastisch verformbaren
Material einzubringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Formen von Erzeugnissen aus halbtrokkenen,
schüttbaren Massen anzugeben, das diese durch Erhöhung der Fließeigenschaften schneller und leichter
zu verformen gestattet
Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten
Merkmale. Überraschenderweise hat sich nämlich ergeben, daß vertikale harmonische Schwingungen, der
die Seitenwände bildenden Formteile, vor und während des Pressens die Fließfähigkeit der Formmasse so zu
erhöhen gestatten, daß der Verdichtungsvorgang auf den gewünschten Verdichtungsgrad schneller und
leichter erfolgen kann. Unter der Einwirkung von vertikalen harmonischen Schwingungen, der die Seitenwände
bildenden Formteile wird nämlich die halbtrokkene Ma-ise beweglich, wodurch es nicht nur möglich
wird, das Einschütten zu beschleunigen und die Form gleichmäßig zu füllen, auch wenn die Gestalt kompliziert
und die Höhe groß ist, sondern auch die Masse in der Form vorzuverdichten, was die Schichthöhe beim
Beginn des Formens vermindert und damit dessen Dauer zu verringern, gestattet, wodurch die Leistungsfähigkeit
des gesamten Prozesses erhöht wird.
Die Masse wird dann weiter in der Form unter der Einwirkung von Rüttelstoßschwingungen nachverdichtet.
Letztere wirken von unten her auf die zu formende Masse mit einem Druck P\, der zusammen mit dem
Anpreßdruck P2, welcher von oben her wirkt, und den
Schwingungen an den Seitenflächen ausgeübt wird. Die Rüttelstoßschwingungen werden in der Masse durch
den Unterstempel und der Anpreßdruck durch den Oberstempel erzeugt, während die Schwingungen längs
der Seitenflächen durch die die Seitenwände bildenden Formteile erzeugt werden. Letztere vermindern stark
die effektive Reibungszahl der Masse an den Formteilen, und das Verdichten der Masse jnter Einwirkung
von Rüttelstoßschwingungen und Anpreßdruck erfolgt unter Bedingungen, bei denen die Reibungskraft der
Masse an den Seitenflächen der zu formenden Masse weitgehend vermindert ist. Auf diese Weise können
hohe und gleichmäßige Dichte in den Erzeugnissen bei niedrigen Werten des Anpreßdrucks und der Unwucht
des Schwingungserregers sowie geringe Dauer des Prozesses erhalten werden.
Außerdem vermindert die kombinierte allseitige Krafteinwirkung auf die Masse (Schwingungen längs
der Seitenflächen, Rüttelstoßschwingungen von unten her und Anpreßdruck von oben her) bei erhöhter
Intensität der Krafteinwirkung die effektive Reibungszahl innerhalb der Masse und erhöht deren Beweglichkeit.
Hierdurch wird es möglich, bei niedrigen Werten des Anpreßdrucks und der Unwucht des Schwingungserregers sowie kurzer Dauer des Prozesses eine
gleichmäßige Verdichtung der Masse während des Formens eines Erzeugnisses sogar mit komplizierter
Gestaltung, bedeutender Höhe und geringem Querschnitt sicherzustellen.
Am wirksamsten sind die obenerwähnten Besonderheiten in den Fällen, in denen das Verhältnis-^ des
Anpreßdrucks P2, der von oben her auf die Masse wirkt
zum Druck P\ durch die senkrechten Rüttelstoßschwingungen, welche von unten her auf die Masse wirken,
p,
zwischen 0,1 und 035 liegt Bei Verhältnissen -y-, die
zwischen 0,1 und 035 liegt Bei Verhältnissen -y-, die
kleiner als 0,1 sind, werden die Schwingungen des Oberstempels instabil, und ihre Frequenz wird kleiner
als die der von unten her wirkenden Schwingungen. Hierbei werden die Intensität der Kxafteinwirkung auf
die Masse und die Effektivität des Prozesses geringer.
Bei Verhältnissen -gS die über 0,35 liegen, werden
Rüttelstoßwirkungen nur von unten her auf die Masse übertragen, dh, letztere wird einseitig verdichtet
wodurch die Ungleichmäßigkeit der Dichte in Höhenrichtung größer wird
Die seitlichen Schwingungen vermindern am wirksamsten die Reibungszahl zwischen Masse und den die
Seitenwände bildenden Formteilen, wenn die Amplitude A\ der Formrahmenschwingungen um 0,2... 0,5 mm
größer als die Amplitude A2 der Schwingungen des
Unterstempels ist Bei einer Differenz (A\ — A2) der
Schwingungsamplituden, welche kleiner als 0,2 ist, werden der Effekt der Reibungszahlverminder jng und
der Erhöhung der Intensität der Einwirkung von Schwingungen an den Seitenflächen der Erzeugnisse auf
die Masse fast unmerklich, wodurch die Gleichmäßigkeit der Dichte in Höhenrichtung und die Gesamtdichte
der eingeformten Erzeugnisse vermindert werden und auch die Dauer des Verdichtungsprozesses verlängert
wird, wodurch wiederum die Leistungsfähigkeit des Formprozesses vermindert wird. Bei einer Differenz
(A]-A2) der Schwingungsamplituden, welche größer
als 0,5 ist, wird infolge des wechselseitigen Einflusses der Rüttelstoßschwingungen, die auf die Masse von unten
her wirken, und der Schwingungen längs der Seitenflächen, der für stabile Schwingungen der seitlichen
Formteile und des Unterstempels bestehende Bereich verlassen, wodurch die Intensität der Einwirkung auf die
Formmasse stark vermindert wird. Dies hat zur Folge, daß die erreichbare Erzeugnisdichte vermindert und der
Verdichtungsprozeß verlängert wird.
Zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich vorteilhaft eine Vorrichtung der im
Anspruch 4 gekennzeichneten Art.
Die dabei vorgesehene Verwendung eines weiteren Querträgers, der derart aufgehängt ist, daß er längs den
Stützen hin- und herbewegbar ist, ist beispielsweise aus den US-PS 25 09 783 und 25 98 016 an sich bekannt.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben, in der eine erfindungsgemäßt
Vorrichtung zum Formen von Kapseln, die zum Reduzieren von Eisenpulver aus Zunder bestimmt sind,
dargestellt ist, und zwar zeigt
F i g. 1 die Vorderansicht mit Teilausschnitten und
F i g. 2 die Seitenansicht dieser Vorrichtung.
Auf einer Grundplatte 1 (Fig. 1 und 2) ist über eine
Gummizwischenlage 2 ein Rüttelrahmen 3 aufgesetzt, an dem Stützen 4 befestigt sind. Am Oberteil der
Stützen 4 ist ein unbeweglicher Querträger 5 befestigt, an dem wiederum ein Druckzylinder 6 angebracht ist, an
dessen Kolbenstange 7 ein beweglicher Querträger 8 mit einem Oberstempel 9 befestigt ist. Auf den Unterbau
I sind Druckzylinder 10 aufgesetzt, auf deren Kolben-11
über Federn 12 ?.!s elastische Elemente ein
Zusatzquerträger 13 aufgesetzt ist, auf dem elektromechanische Schwingungserreger 14 zur Schwingungserzeugung
und ein Formrahmen mit den die Seitenwände bildenden Formteilen 15 befestigt sind Der Rüttelrahmen
3 wird durch Anpreßvorrichtungen 16 an die Gummizwischenlage 2 angedrückt Rüttelrahmen sind
zwei elektromechanische Schwingungserreger 17 mit Unwuchtmassen 18 zur Schwingungserzeugung eingebaut
Am Rüttelrahmen 3 ist ein Unterstempel 19
ίο befestigt Die Formteile 15 bestehen aus zwei koaxial
angeordneten zylindrischen Elementen 20 und 21, die miteinander auf der Unterseite durch vier Steine 22
verbunden sind, welche gleichmäßig über dem Umfang verteilt sind, wobei der Unterstempel 19 in den Spalt
zwischen seinen zylindrischen Elementen 20 und 21 eintritt, so daß ein auf der Unterseite geschlossener
Raum entsteht, der beim Einschütten der Masse diese aufnehmen kann. Rüttelrahmen 3, Stützen 4 und
beweglicher Querträger 5, die miteinander verbunden sind, bilden eine starre Konstruktion, welche eine
ausreichende Führungsgenauigkeit für den beweglichen Querträger 8 mit dem Oberstempel 9 und für den
Zusatzquerträger 13 mit dem Formrahmen bei deren Hin- und Herbewegungen in Bezug auf den Unterstempel
19 gewährleistet. In der Ausgangsstellung befindet sich der bewegliche Querträger 8 (F i g. 1 und 2) mit dem
Oberstempel 9 sowie auch der Zusatzquerträger 13 mit dem Formrahmen in der äußersten Lage. Hierbei bilden
die Elemente 20 und 21 und die Oberfläche des
jo Unterstempels 19 einen Raum, von dem die eingeschüttete
Masse 23 aufgenommen wird.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung veranschaulicht das erfindungsgemäße Verfahren bei der Formung von
z. B. Kapseln.
Eine erforderliche Menge halbtrockener Siliziumkarbidmasse wird mittels Einschüttungsvorrichtung oder
von Hand in die Form gebracht. Es werden die Schwingungserreger 14 (Fig. 1) eingeschaltet, deren
Unwuchtwellen bei ihrer Drehung im entgegengesetzten Sinn senkrechtgerichtete Schwingungen des an
Federn 12 aufgehängten Zusatzquerträgers 13 mit den die Seitenwände bildenden Formteilen 15 erzeugen.
Unter der Einwirkung der Rüttelbewegung füllt die halbtrockene Masse gleichmäßig den Formraum und
wird gleichzeitig vorverdichtet.
Dann wird der Druckzylinder 6 eingeschaltet, welcher den beweglichen Querträger 8 mit dem Oberstempel 9
herabschiebt. Bei seiner Abwärtsbewegung verdichtet der Oberstempel 9 die Masse 23 in der Form, und
gleichzeitig werden die die Seitenwände bildenden Formteile 15 mit dem Zusatzquerträger 13 herabgeschoben.
Beim Herabschieben des Zusatzqwerträgers 13 drücken die Kolbenstangen 11 die Druckflüssigkeit aus
den Druckzylindern 10 heraus und in den Abfluß. Jetzt
>5 werden die Elektromotoren 24 (F i g. 2) des Antriebs für
die Schwingungserreger 17 eingeschaltet; diese Motoren setzen über Kupplungen 25 einen Synchronisator 26
in Drehung, welcher über Kardanwellen 27 die Drehbewegung auf die Unwuchtwellen 18 des Schwin-
bo gungserregers 17 überträgt, wobei diese im entgegengesetzten
Sinn, aber synchron in bezug auf Drehzahl und Phase gedreht werden. Auf diese Weise werden die
senkrechtgerichteten Schwingungen des Rüttelrahmens 3 und des auf ihm befestigten Unterstempels 19 erzeugt.
b5 Der Rüttelrahmen 3 wird unter Einwirkung der
Rüttelkraft des Erregers 17 von der elastischen Zwischenlage 2 abgehoben und dann bei seiner
λ Hu/S pt cKp\L/giTuniT 'jfiter dem Einfluß der vibrierenden
Anlageteile (Rüttelrahmen 3, Unterstempel 19, Stützen
4, oberer Querträger 5, Druckzylinder 6, Schwingungserreger 17) sowie der durch Federn 28 der Anpreßvorrichtung
16 erzeugten Kraft auf die elastische Zwischenlage 2 gedrückt, wodurch Schwingungsamplitude
und -beschleunigung vergrößert werden. Damit wird ein Schwingungszustand erzeugt, der in bezug auf
die Effektivität seiner Wirkung auf die zu verdichtende Masse, die von harmonischen Schwingungen und
Beschleunigungen des Formprozesses bei den bekannten Verfahren übertrifft. Auf diese Weise befindet sich
die Masse in der Form unter der Einwirkung von Rüttelschwingungen, die auf sie von unten her durch den
Unterstempel 19 übertragen werden, von Anpreßdruck von oben her, der durch den Oberstempei 9 erzeugt
wird, und von Schwingungen längs der inneren und äußeren Seitenflächen, wobei diese Schwingungen
durch die Elemente 20 und 21 übertragen werden. Durch die erwähnten Krafteinwirkungen wird die Masse
schnell und gleichmäßig verdichtet, bis die erforderliche endgültige Dichte erreicht wird.
Nach Ablauf von 20 bis 25 Sekunden (die Zeit wird in Abhängigkeit von den Erzeugnismaßen und der
Massenzusammensetzung bestimmt) werden die Elektromotoren ausgeschaltet und die Drehbewegung der
Unwuchtwellen der Schwingungserreger 14 und 17 hört auf. Hiermit ist der Verdichtungsprozeß beendet.
Der Druckzylinder 6 schiebt den beweglichen Querträger 8 mit dem Oberstempel 9 nach oben in die
höchste Stellung, während die Druckzylinder 10 den Zusatzquerträger 13 mit den die Seitenwände bildenden
Formteilen 15 herablassen, wodurch das eingeformte Erzeugnis freigegeben wird. Gleichzeitig mit dem
Einschalten der Druckzylinder 10 werden die Elektromotoren der Erreger 14 eingeschaltet. Die Schwingungen
der die Seitenwände bildenden Formteile 15 während der Befreiung des eingeformten Erzeugnisses
aus der Form vermindern stark die hierzu erforderliche Kraft und beschleunigen diesen Proßez, wodurch der
Verschleiß der Elemente 20 und 21 verringert wird. Nachdem das Erzeugnis mit seiner Oberkante aus der
oberen Ebene der Elemente 20, 21 ausgetreten ist, werden die Schwingungserreger 14 ausgeschaltet.
Das Erzeugnis (die Kapsel) bleibt auf dem Unterstempel 19 stehen, wird aus der Vorrichtung herausgenommen
und zur folgenden technologischen Bearbeitung (dem Trocknen) weitergeleitet. Hiernach wird der
Zusatzquerträger 13 mit den Elementen 20, 21 in höchster Stellung gehoben.
Das Arbeitsspiel beim Formen der Kapsel ist beendet, und die Anlage ist für das nächste Arbeitsspiel bereit.
Nachstehend werden einige Beispiele der Erfindung erläutert.
Es wurden Kapseln zum Reduzieren von Eisenpulver aus Zunder hergestellt, die aus einem Rohr mit 510 mm
Außendurchmesser, 450 mm Innendurchmesser und 310 mm Höhe bestanden. Zu diesem Zweck wurde eine
halbtrockene Siliziumkarbidmasse verwendet, die Ton und Sulfitalkohol-Ablauge (technologisches Bindemittel)
in einer Menge von 3 bzw. 7 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Grundmassen (Siliziumkarbid), enthielt
Es wurde eine Form aus miteinander nicht verbundenem Unter- und Oberstempel, aus Innen- und
Außenteil des Formrahmens, die miteinander durch vier unter 90° über dem Formrahmenumfang angeordnete
Steine verbunden waren, verwendet Der Unterstempel besitzt durchgehende Längsnuten und ist in den Spalt
zwischen den Formteilen so eingesetzt, daß die Steine in seine Nuten eintreten.
Die trockene Masse wurde in die Form eingeschüttet, und gleichzeitig wurde der Formrahmen harmonichen
Schwingungen ausgesetzt, die mit HiIe elektromechanischer Erreger erzeugt wurden. Der Formrahmen hatte
eine Schwingfrequenz von 50 Hz, die Differenz der Schwingungsamplituden des Formrahmens und des
ίο Unterstempels betrug 0,4 mm. Während des Einschüttens
der Masse wurde diese um 15% vorverdichtet. Sie wurde bei gleichzeitiger Wirkung von Formschwingungen
und Anpreßdruck P2 von oben her auf die zu verdichtende Masse, der 1,8 bar betrug, sowie einer
Rüttelkraft, die einen i 5 bar großen Druck P\ auf die Masse von unten her erzeugte, nachverdichtet, wobei
das Verhältnis -— = 0,12 betrug. Der Verdichtungspro-
"l
zeß dauerte 25 s.
Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen Erzeugnisse hatten eine scheinbare Durchschnittsdichte
von 2,60 g/cm3 und eine räumliche Dichtenungleichmäßigkeit (Dichtendifferenz) von höchstens 0,06... 0,08 g/
cm3.
Es wurden Führungen für Zementieröfen hergestellt, die aus einem Parallelepiped mit 575 χ 180 mm Abmessung
im Grundriß und 90 mm Höhe bestanden, an dessen einer Seitenfläche zwei 80 χ 30 mm große Fasen
entlang einer Längsseite vorhanden waren. Zu diesem Zweck wurde eine halbtrockene Siliziumkarbidmasse
verwendet, die in Gew.-% enthielt:
Siliziumkarbid 80
kristallines Silizium 20
alkoholische Bakelitlösung 7,5
Dichte 1,16 g/cm3
(technologisches Bindemittel)
Die Menge des technologischen Bindemittels ist in einem Überschuß, bezogen auf das Gewicht von
trockenen Pulvern, enthalten. Es wurde eine Form aus Unter- und Oberstempel sowie Formrahmen, die
miteinander nicht verbunden waren, verwendet. Die Masse wurde analog den Angaben des ersten Beispiels
eingeschüttet und vorverdichtet.
Sie wurde bei gleichzeitiger Wirkung von Formschwingungen und Anpreßdruck von oben her, der
2,5 bar betrug, sowie einer Rüttelkraft, die einen 7,8 bar großen Druck P\ auf die Masse von unten her erzeugte.
nachverdichtet, d. h. das Verhältnis -^- betrug 0,32. Der
Verdichtungsprozeß dauerte 10 ... 15 s. Die erhaltenen Erzeugnisse hatten eine scheinbare Durchschnittsdichte
von 2,70 g/cm3 und eine räumliche Dichtenungleichmäßigkeit von höchstens 0,05 g/cm3.
Es wurden Untersätze zum 3rennen von Keramikwaren hergestellt die aus einem I-Träger mit 200 mm
Länge, 200 mm Höhe und 100 mm Flanschbreite sowie 25 mm Stegdicke bestanden. Zu diesem Zweck wurde
eine halbtrockene Siliziumkarbidmasse verwendet deren Zusammensetzung aus dem ersten Beispiel
ersichtlich ist Ebenso wie bei den vorhergehenden Beispielen wurde eine Form aus Unter- und Oberstempel
sowie Formrahmen, die miteinander nicht verbun-
das Verhältnis^- betrug 0,25. Der Verdichtungsprozeß
den waren, verwendet. Stempel und Formrahmen einen Druck P\ von 8,4 bar auf die Masse erzeugte, d. h.
hatten einen I-förmigen Querschnitt.
Die Masse wurde analog den Angaben des ersten Beispiels eingeschüttet und vorverdichtet. Die Nachverdichtung
erfolgte analog dem ersten und zweiten Beispiel, aber bei einem Anpreßdruck Pi von 2,1 bar von
oben her und bei einer Rüttelkraft, die von unten her
dauerte 20 s. Die erhaltenen Erzeugnisse hatten eine scheinbare Durchschnittsdichte von 2,62 ... 2,64 g/cm3
und eine Dichtenungleichmäßigkeit von höchstens 0,06 g/cm3.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Formen von Erzeugnissen aus halbtrockenen, schüttbaren Massen, vorzugsweise
aus feuerfesten und keramischen Massen, durch Schütten der Masse in eine die Seitenwände des
Erzeugnisses bildende Form und durch darauffolgendes Verdichten derselben zwischen einem
Oberstempel und einem Unterstempel mit senkrecht gerichteten Rüttelstoßschwingungen, während der
Preßdruck auf die Masse von oben her ausgeübt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masse bereits während des Schüttens in die Form der Einwirkung von vertikalen harmonischen
Schwingungen der die Seitenwände bildenden Formteile ausgesetzt wird und daß diese harmonischen
Schwingungen während der darauffolgenden Einwirkung des Preßdrucks und der Rüttelstoßschwingungen
andauern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Preßdruckes auf die
Masse von oben (P2) zu dem durch die Rüttelstoß-
schwingungen ausgeübten Druck (Pi), d.h.— im ^
Bereich zwischen 0,1 und 0,35 liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formen mit einer Differenz
(A 1 — A 2) der Schwingungsamplituden von Formrahmen
und Unterstempel von 0,2 bis 0,5 mm erfolgt, jo
4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer aus
Unterstempel, Oberstempel und die Seitenwände des Erzeugnisses bildenden Formteilen bestehenden
Preßform mit einem mittels einer elastischen Zwischenschicht auf einer Grundplatte aufgesetzten
Rüttelrahmen mit an ihm befestigten vertikalen Stützen, die an ihren oberen Enden durch einen
festen Querträger mit einem Kraftzylinder miteinander verbunden sind, auf dessen Kolbenstange ein
beweglicher Querträger mit dem Oberstempel sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Grundplatte (1)
Druckzylinder (10) angeordnet sind, an deren Kolbenstangen (11) mittels elastischer Elemente (12)
ein weiterer Querträger (13) so aufgehängt ist, daß v,
er längs den Stützen hin- und herbewegbar ist und dieser weitere Querträger (13) Schwingungserreger
(14) und die die Seitenwände bildenden Formteile
(15) trägt, während der Unterstempel (19) am Rüttelrahmen (3) koaxial zu den die Seitenwände w
bildenden Formteilen (15) angeordnet ist.
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