DEP0037257DA - Landwirtschaftliche Maschine - Google Patents
Landwirtschaftliche MaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung von landwirtschaftlichen Maschinen zur Bodenbearbeitung. Die Bodenkultur ist unter drei Gesichtspunkten zu betrachten, nämlich:
a) Vorbereitung des Saatbettes
b) Drillen oder Pflanzen
c) Bodenkultivierung zwischen den Pflanzenreihen.
Die Forderung a) erstreckt sich in erster Linie auf das Pflügen, was von größter Bedeutung und der schwerste Teil der Arbeit ist.
Die übliche Methode besteht darin, einen Pflug hinter einem Schlepper zu schleppen, der eine oder mehrere Furchen aufwirft, die er (von hinten gesehen) nach rechts schneidet, sodass infolgedessen in der Gegenfurche, wenn der Pflug in umgekehrter Richtung fährt, die Furchen nach der entgegengesetzten Seite umgelegt werden. Wird mit einem solchen Gerät gepflügt, so bietet das Feld eine Reihe von offenen Furchen und dazwischen liegenden Furchenrücken.
Diese hat früher nicht zu wesentlichen Beanstandungen geführt, obgleich es einen erheblichen Zeitaufwand für die vorbereitende Markierung des zu pflügenden Feldes erfordert. In neuerer Zeit aber, in der die Kultivierung zwischen den Pflanzenreihen und die Ernte immer mehr mechanisiert wird, ist die unebene Fläche des Bodens, die aus der bekannten Methode sich ergibt, ungünstig, weil die ideale Bedingung, z. B. für den Gemüsebauer,e möglichst eben ist.
Die Erfindung bezweckt, eine verhältnismäßig billige herzustellende Maschine zu schaffen, die insbesondere den Bedürfnissen des kleinen Landwirtes weitgehend entspricht.
Die landwirtschaftliche Maschine gemäß der Erfindung enthält ein Paar steuerbare Vorderräder oder Raupen, eine motorisch angetriebene Raupenketteneinheit oder
-einheiten , und abwechselnd einzusetzende Pflugkörper, die zwischen den Vorderrädern und dem oder den rückwärtigen Raupenketten arbeiten. Die Pflugkörper sind seitlich herausgesetzt, derart, dass der eine rechtsschneidend und der andere linksschneidend wirkt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Hier zeigen wir:
Fig. 1 eine Aufsicht auf die Maschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Maschine, in welcher der Pflug hinter den Vorderrädern gezogen wird,
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht einer Maschine, in welcher die Pflugkörper gestoßen werden.
Die Maschine besteht aus einem Schlepperkörper 1, der auf zwei Vorderrädern 2 abgestützt ist, die über die Steuersäule 4 mittels Handrad 3 gesteuert werden. Der Schlepperkörper besitzt ein Paar Antriebsraupenketten 5, die hinten angeordnet sind. Es können Einrichtungen vorgesehen sein, um die Vorderräder 2 einander zu nähern oder zu entfernen.
Die Maschine besitzt, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ein Paar von Pflugkörpern 6, die hinter den Vorderrädern 2 angeordnet sind.
Aus Fig. 2 ergibt sich, dass jeder Pflugkörper 6 an dem Schlepperkörper 1 mit Hilfe zweier paralleler Stangen 7 angelenkt ist, die vorn an Gelenken 8 befestigt sind, welche ihrerseits an einer auf die Räder 2 abgestützten Traverse 9 angeschlossen sind. Die hinteren Enden der Stange 7 tragen mit entsprechenden Gelenkverbindungen die Pflugkörper 6.
An dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 besteht die Pflugkörper-Konstruktion aus einem senkrechten Arm 12, an dem ein Pflugschar 13 befestigt ist. Die beiden Pflugkörper der Maschine sind rechtsschneidend und linksschneidend und können vom Fahrer, von seinem Sitz 14 aus, abwechselnd eingesetzt werden. Hierzu dienen Ketten 15, die an einem um die Achse 17 schwingbaren Hebel 16 befestigt sind. Der Hebel 16 trägt eine Rolle 18, die auf der Unterseite eines Zahnsegments 19 rollt, und ferner eine federnde Sperrklinke 20, die zur Höheneinstellung des Hebels 16
dient und mittels des Auslösegriffes 21 betätigt wird. Beim Fahren kann also der Fahrer die Pflugkörper und damit die Pflugschare nach Belieben Heben und Senken.
Die Pflugkörper enthalten ferner in der Höhe einstellbare Tiefeneinstellräder 22, die in der Fahrtrichtung vor den Pflugscharen liegen, und außerdem Schneidscheiben 23.
Aus Vorstehendem ergibt sich, dass, wenn die Maschine arbeitet, die Pflugschare abwechselnd eingesetzt werden können. Wenn die Maschine z. B. ein Feld in der Süd-Nordrichtung bearbeitet, so wirft das rechte Pflugschar die Furche nach Osten auf. Wenn nach Beendigung dieser Furche die Maschine gewendet hat und in der Richtung von Norden nach Süden fährt, dann wird der linke Pflugkörper eingesetzt und ebenfalls die Furche nach Osten umwerfen, während der erste Pflug unwirksam ist. Auf diese Weise wird die Methode des "Einwegpflügen" in einfacher Weise durchgeführt. Durch entsprechende Seitenversetzung der Pflugschar gegenüber der Längsmittellinie , wie dies Fig. 1 zeigt, wird erreicht, dass das entsprechende Vorderrad 2 immer in der jeweils vorher entstandenen Furche läuft. Dadurch, dass der Abstand der steuernden Räder 2 voneinander bzw. der Längsmittellinie einstellbar ist, kann man den Abstand der zu pflügenden Furchen bequem regulieren und auch die maschine für die Reihenkultur entsprechend einrichten.
Die gezeigte Anordnung der Pflugkörper hat den großen Vorteil, dass der Fahrer die Bodenbearbeitung ständig vor Augen hat und seine Aufmerksamkeit von der Steuerung der Maschine nicht abzulenken braucht, was bekanntlich notwendig ist, wenn von der Maschine gezogene, also hinten liegende Geräte zu beobachten sind. Aber es ergeben sich noch weitere Vorteile.
Wenn der Pflug durch den Boden gezogen oder gestoßen wird, so begegnet er zwei Widerständen, nämlich einmal dem Widerstand, den der Boden der Vorwärtsbewegung entgegensetzt und zum anderen den durch die Gestalt des Pfluges bedingten, im wesentlichen senkrecht dazu verlaufenden Querkräften. Das Verhältnis der beiden Widerstandskräfte zueinander lässt sich schwer bestimmen, es hängt von der Fahrgeschwindigkeit, der Tiefe und Breite der Furchen, der Bodenfestigkeit und anderen Faktoren ab. Manchmal sind auch die beiden Kräfte ungefähr gleich. Wie aber auch immer dieses Verhältnis sei, in jedem Fall beeinträchtigen die Längs- und Querwiderstände die Steuerfähigkeit der Maschine, besonders wenn sie leicht ist.
Werden dagegen die Pflugkörper gemäß der Erfindung angeordnet, so wirken die genannten Widerstände einander entgegen, sodass der eine den andern vermindert.
Nimmt man an, dass die Pflugschare hinter der Maschine angeordnet sind und gegenüber der Längsmittellinie versetzt, was ja notwendig ist, dann bewirkt der Pflugwiderstand ein Moment, dass die Maschine nach rechts zu drücken sucht. Der seitliche Widerstand wirkt ebenfalls in diesem Falle auf Rechtsdrehung der Maschine. Wird dagegen, gemäß der Erfindung, der Pflugkörper in der beschriebenen Weise von den Antriebsrädern bzw. Antriebsketten und dicht hinter den Steuerrädern angeordnet, dann ruft der Längswiderstand ein Moment hervor, das die Maschine nach rechts zu drehen versucht, während der Seitenwiderstand eine Linksdrehung bewirkt. Die beiden Momente gleichen sich im wesentlichen aus. Soweit dann noch ein Überschussmoment bestehen bleibt, kann es durch den Fahrer leicht ausgeglichen
werden, zumal da die hohen Lippen der Steuerräder der Seitenverschiebung entgegenwirken.
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, dass sie aus mehreren selbständigen Einheiten besteht, die bequem ausgetauscht werden können. Z. B. kann der Schlepperkörper mit den Reibketten 5, Motor und Getriebe von der Vordertraverse leicht, auch durch ungelernte Kräfte, abgesetzt und durch ein anderes Aggregat ersetzt werden.
Hinter dem Schlepperkörper können durch geeignete Mittel noch weitere Zusatzgeräte, soweit erforderlich, angehängt werden.
Claims (4)
1. Landwirtschaftliche Maschine, gekennzeichnet durch ein Paar vorderer Steuerräder (2) oder Steuerraupen, eine oder mehrere motorisch angetriebene rückwärtige Antriebsraupeneinheiten und Mittel (7 bzw. 10), welche abwechselnd einsetzbare Pflugkörper (6) tragen, die zwischen den Vorderrädern (2) und den rückwärtigen Antriebsraupen (5) angeordnet sind, wobei die Pflugschare (13) seitlich versetzt sind und, in Fahrtrichtung gesehen, auf der rechten Seite rechtsschälend und auf der linken Seite linksschälend ausgebildet sind.
2. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugkörper (6) so angeordnet sind, dass sie hinter den steuernden Vorderrädern (2) gezogen werden.
3. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugkörper (6) so angeordnet sind, dass sie hinter den steuernden Vorderrädern (2) liegend gestoßen werden.
4. Landwirtschaftliche Maschine nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugschare (13) gegenüber der Längsmittellinie seitlich so versetzt angeordnet sind,dass das zugehörige Vorderrad jeweils in der vorher gepflügten Furche läuft.
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