DEP0037212DA - Verfahren zur Herstellung von Geweben zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen o. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Geweben zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen o. dgl.

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DEP0037212DA
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Werner Frenzel
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Description

Zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen oder dergl. werden Gewebe benötigt, bei denen eine gleichmässige Feinheit der Gewebezwischenräume, also eine gleichmässige, teilweise äusserst geringe Maschenweite verlangt wird. Derartige Gewebe wurden bisher aus Naturseide hergestellt. Mit Rücksicht auf die Art dieses Materials und insbesondere auch mit Rücksicht darauf, dass diese Seidengewebe vielfach eine besondere Bindungstechnik der Fäden an ihren Kreuzungspunkten erforderlich machen und dadurch die Herstellung kompliziert wird, sind diese Gewebe verhältnismässig teuer. Trotz des hohen Preises dieser Gewebe ist aber ihre Lebensdauer wegen der geringen Abriebfestigkeit nicht befriedigend.
Nach der Erfindung wird angestrebt, die Herstellung von Geweben zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen oder dergl. wesentlich zu vereinfachen und im übrigen auch durch die Verwendung des neuen Ausgangsmaterials bessere und billigere Gewebe zu erzielen. Die Gewebe nach der Erfindung sollen nicht nur eine bedeutend höhere Abriebfestigkeit aufweisen, sondern diese neuen Gewebe sollen auch gegenüber den bekannten Geweben fäulnis- und bakterienfest, sowie sicher von Mottenfrass sein.
Zur Herstellung von Geweben zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen oder dergl. besteht die Erfindung in erster Linie in der Verwendung von vollsynthetischen Fäden oder Garnen, wie z.B. Polyamid-, Polyurethan- und Polyvinylfäden oder Garnen in entsprechender Feinheit. Diese Fäden bezw. Garne, die in einfacher Leinewandbindung (Taffetbindung) oder einer anderen einfachen Bindung hergestellt werden, werden unter Anwendung von Wärme und/oder von zugehörigen Lösungsmitteln an ihren Kreuzungspunkten verschweisst oder verklebt. Es können hierbei die Lösungsmittel Verwendung finden, die für die hier in Betracht kommenden vollsynthetischen Materialien bekannt sind. Durch das Verschweissen oder Verkleben der einzelnen Ketten und Schussfäden an ihren Kreuzungspunkten wird es erreicht, dass eine besondere Bindetechnik der Fäden überflüssig wird. Es wird hiermit ermöglicht, das Gewebe in einfacher Leinewandbindung (Taffetbindung) oder in einer anderen einfachen Bindung herzustellen, wobei trotzdem die Lage der Fäden zueinander gesichert ist und eine Gefahr der Veränderung der Maschenweite nicht besteht. Für das Verweben können daher einfache, glatte bezw. Revolver-Webstühle verwendet werden. Die Produktion des einzelnen Webstuhles erreicht demzufolge auch für dieses bisher kostspielige Spezialgewebe die Höhe eines mit einfachen, glatten Geweben belegten Webstuhles.
Für die Erfindung ist es ferner von ganz besonderer Bedeutung, dass beim Webvorgang zwischen den einzelnen Ketten- und Schussfäden des Gewebes Distanzfäden eingewebt werden, vorzugsweise aus Viskose- oder Azetatkunstseide oder Viskose- oder Azetatzellwolle. Diese Distanzfäden werden nach der Fertigstellung des Rohgewebes aus diesem wieder herausgelöst. Um den Auslösungsvorgang der Distanzfäden aus dem Rohgewebe zu erleichtern, ist es vorteilhaft, die Distanzfäden vor dem Einweben je nach ihrer Beschaffenheit entsprechend vorzubereiten. Das Herauslösen der Distanzfäden aus dem Rohgewebe kann mit Hilfe von Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln oder dergl. erfolgen. Die etwa im Rohgewebe verbleibenden Reste der Distanzfäden können gegebenenfalls mit den noch vorhandenen Resten der verwendeten Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln durch Auswaschen entfernt werden.
Die Stärke der Distanzfäden richtet sich nach der Grösse der geforderten Maschenweite. Der Herauslösen der Distanzfäden erfolgt erst, nachdem die Verschweissung oder Verklebung der Kett- und Schussfäden an ihren Kreuzungspunkten erfolgt ist. Wenn dann die Distanzfäden in der angegebenen Weise wieder entfernt sind, so ist durch das Verkleben oder Verschweissen der Ketten- und Schussfäden erreicht, dass die Maschenweite beim späteren Gebrauch der Gewebe konstant gehalten wird und keine Verschiebungen der Fäden gegeneinander eintreten können.
Da die Abriebfestigkeit von vollsynthetischen Fäden bezw. Garnen höher liegt als die Abriebfestigkeit von Seide, ist das Gewebe nach der Erfindung für den vorliegenden Verwendungszweck bedeutend wertvoller. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Einflüssen kann durch entsprechende Auswahl der Grundfäden den besonderen Gegebenheiten angepasst werden. Von besonderem Wert ist es, dass diese Gewebe tatsächlich fäulnis- und bakterienfest, sowie sicher vor Mottenfrass sind.

Claims (5)

1.) Verfahren zur Herstellung von Geweben zum Sichten und Sortieren von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen, Mehlen oder dergl., gekennzeichnet durch die Verwendung von vollsynthetischen Fäden oder Garnen, die unter Anwendung von Wärme und/oder von zugehörigen Lösungsmitteln an ihren Kreuzungspunkten verschweisst oder verklebt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Webvorgang zwischen die einzelnen Ketten- und Schussfäden des Gewebes Distanzfäden vorzugsweise aus Viskose- oder Azetatkunstseide oder Viskose- oder Azetatzellwolle eingewebt werden, die nach Fertigstellung des Rohgewebes wieder herausgelöst werden.
3.) Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzfäden vor dem Einweben je nach ihrer Beschaffenheit für den späteren Auslösungsvorgang vorbereitet werden.
4.) Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Herauslösen der Distanzfäden aus dem Rohgewebe mit Hilfe von Säuren, Laugen, Lösungsmitteln oder dergl. erfolgt.
5.) Verfahren nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die etwa im Rohgewebe verbleibenden Reste der Distanzfäden gegebenenfalls mit den noch vorhandenen Resten der verwendeten Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln durch Auswaschen entfernt werden.

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