DEP0036481DA - Verfahren zur Herstellung von Diazotypien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazotypien

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DEP0036481DA
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DE
Germany
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acid
naphthol
black
blue
diazotypes
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Expired
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English (en)
Inventor
Hermann Dr. Winzer
Original Assignee
Renker-Belipa GmbH, Düren
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Description

6008 A 7 In. Düsseldorf, den 4.5.1949
Renker - Belipa, G.m.b.H., Düreii
"Verfahren zur Herstellung von Diazotypien"
Bei der Herstellung von Diazotypien nach, dem Trockenverfahren unter Benutzung von p-Aminodiazoverbindungen und Phloroglucin erhellt man im allgemein nur braunschwarze Pausen von wenig schönen Tönen» Zur Erzielung neutral schwarzer Töne ist es nötig, außerdem noch Azokomponeiaten zu verwenden, die mit den genannten Diazoverbindungen blaue Farbtöne ergeben. Die hierfür bekannten As.okompon.enten sind aber entweder in den zur Präparation des Papieres benutzten sauren Diazοlösungen schwer löslich, oder sie verfärben sich nachträglich auf dem Papier so stark, daß sie praktisch keine Yerwendung finden können.
Es wurde nun gefunden, daß sich für den genannten Zweck gewisse Substitutionsprodukte von von Aminonaphtο!sulfonsäuren vorzüglich eignen9 nämlich solche, bei denen mindestens ein Wasserstoffatom der Aminogruppe durch Alkyl-,Aräkyl- oder Ary!gruppen oder durch davon abgeleitete Säureester oder Säureamide ersetzt ist» Besonders gute Ergebnisse wurden dabei mit den entsprechenden Substitutionsprodukten von peri-Aminonaphtolsulfonsäuren erzielt und zwar dann, wenn die Entwicklung in der Wärme, Z0Bo bei Temperaturen von etwa 60 - 80 durchgeführt wird«, Wird ohne Zuführung von Wärme entwickelt, so ist ein Zusatz von Metallsalzen, Z0B0 von Zinkchlorid, Zinntetrachlorid, Kochsalz oder von Säuren, wie Z0B, Milchsäure, zweckmäßig, sonst wird durch die zugefügte Blaukomponente keine Verschiebung des Farbtones von braunschwarz nach blau™
schwarz oder neutralschwarz erzielt= Die anzuwendende Menge der zusätzlichen blaukuppelnden Azokomponenten beträgt zweckmäßig etwa das ein- bis zweifache der aufgewendeten Phloroglucin menge„ Die Tönung der erhaltenen Pausen läßt sich durch weitere Zusätze, Z0B8 Resorcin, Acetylacetanilid usw. in bekannter Weise verändern«
Die neuen Azokomponenten lassen sich natürlich auch mit Vorteil in Entwicklern für das Peuchtverfaliren verwenden»
Ausführungsbeispiele: 1.) Man löst in 100 ecm Wasser:
3 g ZnCIp - Doppelsalz von 1-Diazo—4-diäthylamino-2 - methylbenzol
5 g Zitronensäure
6 g Thioharnstoff
0,2 g Phloroglucin
0,4 g 1-Carbäthoxy-methylamino-8-naphtol-4-sulfonsäure
°-H -NC .
Vk2- C 00'C2 H5
Bei der Trockenentwickluiig mit gasförmigem Ammoniak unter Benutzung der bekannten Trockenentwicklung smaschinen mit Heizung erhält man tief blauschwarze Linien, Entwickelt Dian jedoch in einem Ammoniakkasten ο line Zuführung von Wärme ("EaItentwicklung")ο s0 werden nur braunschwarze Kopien erhaltene Fügt man der obigen Präparationslösung ,je^ach noch 8 g Zinkchlorid oder 10 ecm konz„ Milchsäure hinzu, so werden auch bei der KaItentwicklung tief blauschwarze Kopien erhalteno
2c) Man verwendet in der obigen Lösung anstelle von 1-Garbäthoxy~methylamino~8-naphtol~4-sulfonsäure O93 g 1-Aethyl-
amino--8-naphtol-4~ sulf onsäure
1 .SO;* H
Man erhält damit auf der Trockenentwicklungsmaschine bei Wärmeent?/icklung ohne "weiteres tief blauscliwarae Linien, "bei der EaItentwicklung im East en jedoch erst nach Zuga"be einer größeren Menge von Zinkchlorid oder Kochsalzβ (Die mit der Diazover bindung auf das Papier aufgebrachte Menge Zinkchlorid genügt nicht, um eine Farbverschiebung bei der EaItentwicklung nach blauscfrwarz hervorzurufen=,)
3=) Als weitere Blaukomponenten, die anstelle der dfb en genannten i-Carbäthoxy-methylamino-S-naphtol-^-sulfonsäure verwendet werden können, kommen in Frage:
1-Aethylamino-8-naplitol-2i4~disulfonsäure 1"-iso-propylamino~8~naphtol-4— sulf onsäure i-CarTDmethoxymethylamino-S-naphtol-^-sulfOnsaure 1 -Oar'bätho-jLym.ethylaiaino-S-na.pht ol-3 ■■> 6~di sulf onsäure 1 -Carbäthox^iiiethylamino-e-napht ο 1-2,4—disulf onsäure 1 --Methylamiiio-8-naphtol—'-!-- sulf onsäure-ω- carbons äur e-n—
pr-opyl ester
1-Me thylamino-8-napht 0.1-4-sulf'oiisäur e-üJ-carbonsäur e-
amylester
1 _ ("'-GarbäthO3ry)-äthy lamino-~8-napht 01-4- sulf onsäure
1 _ (.<*--Carbäthoxy) -ätliylamino-8—naphtol-2,4-disulf onsäure
1 -Me thylamino-8~napht ο 1-4- sulfone äur e~60- c arb onsäure-
amid
1-Methylamino~8~naphtol-2,4-disulfonsäure-a)~carbonsäure--
4„) Man präpariert Papier mit einer wässerigen Lösung der Diasoverbindung des 1-iuaino-2,5-dimethoxy-A—benzoylaminobenzols, der man einige Prozente !Ehioharnstoff9 Uaphtalintrisul™ fonsäure und etwas Zitronensäure zugesetzt hat, und entviickelt nach der Belichtung mit einem Entwickler folgender Zusammensetzung:
120 g Natriiimcitrat, neutral
30g Dinatriumphosphat
25 g Tl.ii oliarn ε b ο f f
5 g Phloroglucin
3 g Resorcin
1 g 1-Aetli3-laiiiino-8-napiatol-4—sulioiisäure,
gelöst in 1 Liter \7assero
Man erliäl"ü "cief blauscliwarae Kopien au Γ ^elBei! Grund, Die Verwendung von peri-kninonaphtolGulionsäuren, "bei denen mindestens ein Jascerstoffat οία der Ai■.inοgruppe substituiert ist, ist an sich aus der öeubschon Patentschrift 677„65C bekanntβ Als Substitueriten »erden hier folgende Reste angeführt :
-GH00SO00ITa. -CH00 CO,,ITa oder ISC00R (zoB0 ~GO.GrH,,CII-.)
ti. c. c. c d. i! b 4 ^
Demgegenüber erden erfiiidungsgemäß ande^artige Substituenten benutzt und zuar Aikjl-^Arjl- oder Arakylgrupoen oder davon abgeleitete Säureester oder SaureaMidea Dadurch erziele nan verschiedene YorbeL Ie0 V/ähreno. die in der obengenannten Patentschrift angeführten Verbindungen teilv/eise nicht in sauren Diazolöstuigen loslich sind oder sogar Niederschlage ergeben ouer sich in ihnen zersetzen (zoJ30 die Sulfinsäuren) oder zu alJialieinpiindlichen iParbstofxen kuppeln^ zeigen die neuen "Verbindungen uie se Nachbeile nicht;o Gie losen sich gut in sauren Diazolösungen auf und geben Farbstoffe, die weder durch fi^ces noch durch flüchtiges Alkali verändert T/erden» Auch liefern sie Pausen, die sehr wenig vergilben,,

Claims (1)

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