DEP0035746DA - Verleseband für Kartoffeln - Google Patents
Verleseband für KartoffelnInfo
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Description
Um auf einem Verleseband etwaige fehlerhafte Kartoffeln mit Sicherheit auslesen zu können, ist es notwendig, dass die Knollen zwischendurch gewendet werden. Vorrichtungen dieser Art sind an sich bekannt, aber diese bekannten Ausführungen haben keine nennenswerte Verbreitung gefunden.
Eine gute Auslese ist praktisch nur möglich, wenn die Kartoffeln von einem etwa waagerecht verlaufenden Leseband in ruhiger Lage an dem Beschauer vorbeigeführt, dann kurz gewendet und weiter ohne Eigenbewegung der Kartoffeln zur Abwurfstelle gelangen. Das Verleseband gemäss der Erfindung entspricht diesen Bedingungen in jeder Beziehung. Das Neue besteht dabei darin, dass das Verleseband in zwei Abschnitte derart unterteilt ist, dass der erste Abschnitt über dem zweiten endet, wobei an der Übergabestelle ein Prallkörper angeordnet ist, durch welchen die Kartoffeln in ihrem freien Fall abgebremst und zum überschlagen veranlasst werden. Der Prallkörper wird vorteilhaft als eine in Ruhe befindliche, schräg gestellte Leiste ausgebildet, die quer über das Leseband verläuft. Eine auf dem ersten Randabschnitt in ruhiger Lage an dem Beschauer vorbeigeführte Kartoffel stösst an der Abwurfstelle dieses Abschnit-
tes mit ihrer Vorderkante auf die schräg gestellte Leiste. Das ursprünglich nach hinten, beim Aufstossen der Vorderkante auf die Leiste nach oben gerichtete Ende, bewegt sich jedoch infolge der ihm innewohnenden kinetischen Energie weiter, während der abwärts gerichtete und ursprünglich nach vorn gekehrte Teil durch die Leiste abgebremst wird. Die Kartoffel wird dadurch zum Überschlagen gezwungen und kommt auf dem zweiten Abschnitt des Verlesebandes in umgekehrter Lage zur Ruhe.
Der Prallkörper kann gegebenenfalls aber auch irgendwelche Bewegungen ausführen, durch welche das Wenden der Kartoffeln noch begünstigt wird. Er kann also z.B. entgegengesetzt zu den Umlenktrommeln des Verlesebandes umlaufen.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Kartoffel-Sortiermaschine mit anschliessendem Verleseband schematisch dargestellt.
Bei der dargestellten Sortiermaschine findet durch das Sieb I ein Vorsortieren statt, wobei das Aufgabegut in zwei Teilströme unterteilt wird. Das Feingut verlässt die Maschine durch das Sieb II, während der Überlauf des Siebes II gemeinsam mit den Kartoffeln, die durch das dritte Sieb III durchfallen, auf das Leseband 10 ausgetragen wird. Am Ende des Siebes III rollen nur noch die Übergrössen ab, die normalerweise als Speisekartoffeln verwertet werden, und bei welchen eine nochmalige Auslese von Hand nicht notwendig ist. Die Maschine kann aber auch derart eingerichtet werden, dass gerade diese Übergrössen, die von dem Sieb III am Ende ausgetragen werden, auf das Verleseband 10 gelangen oder wenigstens auf einem schmalen Streifen dieses Verlesebandes nachsortiert werden können, während der übrige Teil desselben von den Knollen mittlerer Grösse eingenommen wird. Schliesslich ist die Maschine noch mit einem Ein-
wurftrichter 11 versehen, durch welchen Knollen auf das Verleseband 10 gegeben werden können, bei denen ein Sortieren nach Grösse auf den Siebflächen I-III nicht notwendig ist.
Das Verleseband ist in die beiden Abschnitte 10 und 12 unterteilt. Das Austragende 13 des Abschnittes 10 liegt über dem Aufgabeende 14 des zweiten Abschnittes 12. An der Übergabestelle ist dabei eine Pralleiste 15 angeordnet, die etwas schräg gestellt ist und quer über das Leseband verläuft. Eine am Ende 13 des ersten Abschnittes 10 abgeworfene Kartoffel 16 stösst mit ihrer Vorderkante auf die Leiste 15 und führt dann infolge der ihr noch innewohnenden lebendigen Kraft eine Schwenkbewegung in der Pfeilrichtung 17 aus, sodass sie schliesslich in umgewendeter Lage auf dem Leseband 12 wieder zur Ruhe kommt.
Praktische Versuche bestätigten, dass auf diese Weise mühelos ein Wenden sämtlicher Kartoffeln erreicht werden kann, sodass nacheinander die Vorder- und die Rückseite derselben einwandfrei überprüft werden kann, da sich die Kartoffeln im übrigen während des Förderns auf den beiden Lesebandabschnitten 10 und 12 nicht bewegen, d.h. ausser der Vorwärtsbewegung mit dem Band kein selbständigen Bewegungen ausführen.
Am Austragende 18 des zweiten Verlesebandabschnittes 12 können die Kartoffeln in Körben oder sonstigen Behältern aufgefangen oder auch gleich einem Höhenförderer zugeführt werden.
Claims (3)
1.) Verleseband für Kartoffeln, dadurch gekennzeichnet, dass es in zwei Abschnitte (10 und 12) derart unterteilt ist, dass der erste Abschnitt (10) über dem zweiten (12) endet, wobei an der Übergabestelle ein Prallkörper (15) angeordnet ist, durch welchen die Kartoffeln (16) in ihrem freien Fall abgebremst und zum Überschlagen veranlasst werden.
2.) Verleseband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper als eine in Ruhe befindliche, schräg gestellte Leiste (15) ausgebildet ist, die quer über das Leseband verläuft.
3.) Verleseband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper (15) als drehbare Walze ausgebildet ist, die entgegengesetzt zu den Umlenktrommeln (13, 14) des Verlesebandes (10, 12) umläuft.
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