DEP0033587DA - Löschkammerschalter - Google Patents
LöschkammerschalterInfo
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Description
Löschkammerschalter sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt geworden. Bei den weitaus meisten Löschkammerschaltern erfolgt die Kontakttrennung in der Löschkammer, in der die durch den Lichtbogen hervorgerufene Löschmittelverdampfung eine große Drucksteigerung herbeiführt, die beim Austreten des Schaltstiftes aus der Kammeröffnung eine kräftige Bespülung der Schaltstrecke und der Lichtbogenfußpunkte auf dem bewegten Schaltstift und damit die Lichtbogenlöschung bewirkt. Die Löschkammern dieser Schalter sind meistens aus Isolierstoff, zum Teil aber auch aus Festigkeitsgründen aus Metall hergestellt.
Es sind aber auch Löschkammerschalter bekannt geworden, bei denen die Kontakttrennung außerhalb der Löschkammer erfolgt, wobei der Lichtbogen zwischen den der Löschkammeröffnung gegenüberliegenden feststehenden Schaltstücken und dem bewegten Schaltstift zunächst frei brennt und dann erst durch den Schaltstift in die Löschkammer hinein- oder aber durch die Löschkammer hindurchgezogen wird, wobei gleichzeitig durch eine Pumpeinrichtung das Löschmittel in die Löschkammer nachgedrückt wird.
Während die Löschkammerschalter der erst beschriebenen Art, sofern sie nicht teuere und in der Regel wenig betriebssichere elastische Löschkammern haben, den Nachteil größere Löschkammerdrücke besitzen, haben die Löschkammerschalter der zweiten Art den Nachteil eines mehr oder weniger komplizierten Schalteraufbaues.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Löschkammerschalter einfachsten Aufbaus, bei dem nach erfolgter Kontakttrennung der Lichtbogen außerhalb der Löschkammer zwischen den der Löschkammeröffnung gegenüberliegenden feststehenden Schaltstücken und dem bewegten Schaltstift entsteht und im letzten Teil der Ausschaltbewegung durch den Schaltstift in eine Löschkammer gezogen wird. Die Erfindung besteht hierbei darin, dass die allseitig geschlossene Löschkammer in ihrem unteren, den feststehenden Schaltstücken benachbarten Teil aus Isolierstoff und in ihrem oberen Teil zum Zwecke der elektrostatischen Abschirmung des Schaltstiftendes in der Ausschaltstellung aus Metall besteht, das mit dem beweglichen Schaltstift in elektrisch leitender Verbindung steht.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Löschkammerschalters ölarmer Bauart dargestellt. In einem normalen Durchführungsisolator 1 sind an dessen unterem Ende die feststehenden Schaltstücke 2 so befestigt, dass gleichzeitig ein öldichter Abschluss des Durchführungsisolators 1 nach unten erreicht wird. In der oberen Abschlussplatte 3 des Durchführungsisolators 1 ist ein Rohr 4 befestigt, das zur Führung des bewegten Schaltstiftes 5 und gleichzeitig als Tragelement für die Löschkammer dient. Die Löschkammer besteht aus einem oberen Teil 6, das aus Metall gefertigt ist, und aus einem unteren Isolierpressstoffteil 7. Um eine vollständige Füllung der Löschkammer mit dem Löschmittel zu gewährleisten, befindet sich an der höchsten Stelle des Kammerteiles 6 eine kleine Entlüftungsbohrung 8. Der Antrieb des Schalters greift an dem äußeren Ende des Schaltstiftes 5 an. Die Stromzu- und ableitung zu dem Schalter erfolgt bei den Anschlüssen 9 und 10. Die Stromabnahme von dem bewegten Schaltstift 5 nach dem oberen festen Anschluss 9 erfolgt durch das flexible Stromband 11.
Bei der Ausschaltbewegung des Schaltstiftes wird der Lichtbogen zwischen den feststehenden Schaltstücken 2 und dem bewegten Schaltstift 5 gezogen, wobei der Lichtbogen zunächst frei wie bei
einem normalen Ölschalter in der Löschflüssigkeit brennt. Erst im letzten teil der Ausschaltbewegung wird durch den bewegten Schaltstift der Lichtbogen in die Löschkammer hineingezogen, wobei die Löschflüssigkeit in der Kammer durch den Lichtbogen verdampft. Da der in der Kammeröffnung brennende Lichtbogen die Kammeröffnung während des Strommaximus praktisch versperrt, entsteht innerhalb der Löschkammer eine starke Drucksteigerung, die bei dem nächsten Stromnulldurchgang eine kräftige Bespülung der Schaltstrecke durch die Löschkammeröffnung hindurch bewirkt. Da gleichzeitig das vordere Ende des Schaltstiftes in den Metallteil der Löschkammer zurücktritt, werden die Lichtbogenfußpunkte auf dem bewegten Schaltstift durch die nach unten den Schaltstift überragenden Rändern des Metallteiles 6 der Löschkammer elektrostatisch abgeschirmt, so dass eine Rückzündung des Lichtbogens bei dem darauffolgenden Stromnulldurchgang durch die durch die Kammeröffnung gleichzeitig erfolgende Löschmittelströmung hindurch nicht mehr möglich ist.
Claims (3)
1) Löschkammerschalter, bei dem der bei der Kontakttrennung zwischen dem feststehenden und dem bewegten Schaltstück entstehenden Lichtbogen durch den Schaltstift bei seiner Ausschaltbewegung in eine Löschkammer hineingezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die allseitig geschlossene Löschkammer in ihrem unteren Teil aus Isolierstoff, in ihrem oberen Teil aus Metall, das mit dem Schaltstift in leitender Verbindung steht, hergestellt ist, so dass der untere Rand des Metallteiles der Löschkammer die Lichtbogenfußpunkte auf dem bewegten Schaltstift im letzten Teil seiner Ausschaltbewegung elektrostatisch abschirmt und dadurch bei gleichzeitiger kräftiger Bespülung der Schaltstrecke infolge des durch den Lichtbogen in der Löschkammer hervorgerufenen Überdrucks eine Rückzündung des Lichtbogens nach dem folgenden Stromnulldurchgang verhindert.
2) Löschkammerschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallabschirmung innerhalb der ganz aus Isolierpresstoff hergestellten Löschkammer eingebettet ist.
3) Löschkammerschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter in ölarmer Bauart derart ausgeführt ist, dass die feststehenden Schaltstücke an dem unteren Ende und die beweglichen Schaltstücke mit der Löschkammer an dem oberen Ende eines normalen Durchführungsisolators befestigt ist.
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