DEP0033562DA - Verschiebeankermotor - Google Patents
VerschiebeankermotorInfo
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Description
Drehstrommotor für Winden und sonstige Hubwerke werden vier-, sechs- und mehrpolig ausgeführt, da die Hubtrommeln verhältnismäßig geringe Drehzahlen aufweisen und somit Übersetzungen in der Größenordnung von 1:50 erforderlich sind. Noch schneller laufende Motoren als die vierpoligen mit 1500 U/min bringen keinen Vorteil, weil die verhältnismäßig geringe Leistungserhöhung von 20 bis 50% bei gleichen Motorabmessungen durch die höhere Übersetzung die notwendige höhere Präzision der ersten Getriebestufen und die starken Anlaufbeschleunigungen mehr als ausgleichen. Allenfalls kann man Motoren mit mehreren Wicklungen anwenden, etwa um eine Feineinstellungsgeschwindigkeit zu erhalten und wird dann die größere Geschwindigkeit durch die Wicklung mit geringster Polzahl herbeiführen, erhält dann aber einen verhältnismäßig großen, schweren und teuren Motor, der nur durch den Fortfall des Feineinstellungsgetriebes zu rechtfertigen ist.
Die Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, dass bei Verschiebeankermotoren für die Haupthubgeschwindigkeit wesentlich andere Verhältnisse vorliegen, welche eine andersartige Ausbildung des Motors vorteilhaft werden lassen. Die Erfindung schlägt vor, bei Anwendung eines Drehstrom-Verschiebeankermotors als Hubwerksmotor eine Herabsetzung des Bremsmomentes der Lastbremse durch die zweipolige Ausbildung des Drehstrommotors herbeizuführen.
Bei Verschiebeankermotoren für Lasthebezeuge ist die Größe des Verhältnisses vom Bremsmoment zum Nennmoment für die Motorbemessung von ausschlaggebender Bedeutung. Obgleich bei demselben Motormodell die Leistung längst nicht proportional mit der Drehzahlerhöhung steigt, wird gerade beim Übergang vom vierpoligen zum zweipoligen Motor das Verhältnis vom Bremsmoment zum Nennmoment unerwartet günstig, sodass man mit geringerer Kegelsteigerung in Ständer und Läufer auskommt, also den Motor wesentlich günstiger gestalten kann, als bei den üblichen vier- und sechspoligen Ausführungen. Auch die Fertigung des Motors wird dadurch erleichtert. Die Steilheit des Kegels bestimmt auch den Ständerdurchmesser an der kleinen Kegelseite. Bei den üblichen vier- bis sechspoligen Motoren ergibt sich eine sehr geringe Nutenbreite, die für die Unterbringung der Wicklung ungünstig ist und eine geringe Zahnbreite,
durch welche die Steifigkeit und der Zusammenhalt der Zahnpakete leiden. Dagegen kann man beim zweipoligen Motor mit einer viel kleineren Nutenzahl auskommen, sodass sich auch bei steilkegeligen Verschiebeankermotoren günstige Nut- und Zahnbreiten benutzen lassen.
Während also die allgemeine Erfahrung lehrt, den Drehstrommotor für Hubwerke mit vier und mehr Polen auszurüsten, schlägt die Erfindung einen zweipoligen Verschiebeanker-Drehstrommotor zur Steuerung der Hubwerksbremse vor und erzielt damit gegenüber den bekannten Ausführungen erhebliche Vorteile in Bezug auf alle vom Drehmoment beeinflussten Größen, also Vorteile baulicher, betrieblicher und kostenmäßiger Natur.
Auf die Nennleistung bezogen, hat ein normaler zweipoliger Motor ein höheres axiales Anzugsmoment als ein vier- oder höherpoliger Motor; für den zweipoligen Verschiebeankermotor kommt die relativ günstige Ausgestaltung der im Eisen besonders benachteiligten kleineren Seite des Ankers in gleicher Weise wirkend hinzu, sodass eine ganz beträchtliche Verbesserung des Anlaufs erreicht wird.
In der regel muss der Verschiebeanker beim Einschalten erst einmal eine gewisse Drehung bei eingelegter Bremse, also entgegen dem vollen Lastbremsmoment, ausführen, wodurch ein entsprechender Anlaufstrom und eine Verzögerung im Anlaufen bedingt sind. Das wird erheblich verbessert, wenn ein zweipoliger Ständer über den Verschiebeanker die Lastbremse steuert, weil dann das Anzugsmoment größer ist, der Anker also schnell aus der Bremse lüftet.
Die Vorteile werden noch dadurch vergrößert, dass man zur Verminderung des Läuferschwungmomentes die Motorwelle in den magnetischen Fluss einschaltet, was zwar an sich bei Elektromotoren bekannt ist, im vorliegenden Zusammenhang aber zu den Vorteilen beiträgt, welche die Anwendung des zweipoligen Hubwerkmotors zur Steuerung der Lastbremse bietet.
In der zeichnung ist ein Hubwerk mit Motor dargestellt. Der zweipolige Ständer 1 eines Verschiebeankermotors wirkt auf den Verschiebeanker 2 ein. Sowohl die Ständernuten 3
wie auch die Ankernuten 4a sind infolge der zweipoligen Bauart in besonders geringer Anzahl vorhanden. Selbst bei dem verhältnismäßig steilen Kegel des Verschiebeankermotors erhält man, wie aus der Abbildung 2 ersichtlich ist, noch durchaus brauchbare Zahn- und Nutenbreiten. Die Motorwelle 4 ist in den magnetischen Fluss einbezogen. Sie treibt über das erste mit 3000 U/min laufende Ritzel 5 die übrigen Getriebezahnräder 6, welche die Hubtrommel 7 antreiben. Auf der anderen Seite der Motorwelle 4 sitzt die Bremsscheibe 8, die mit dem feststehenden Bremsring 9 zusammenarbeitet.
Die Ausführung ergibt ein im Verhältnis zum Drehmoment starkes axiales Auszugsmoment, sodass der Motor beim Anspringen sehr schnell den Verschiebeanker auf der Bremse herauszieht und der Anlauf müheloser und schneller vor sich geht als bei den bekannten Antrieben.
Claims (2)
1.) Als Verschiebeankermotor ausgebildeter Hubwerksmotor, der die Lastbremse steuert, gekennzeichnet durch zweipolige Ausbildung des Drehstrommotors.
2.) Als Verschiebeankermotor ausgebildeter Hubwerksmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle zur Führung des magnetischen Flusses des Läufers dient.
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