DEP0032554DA - Holzschutzmittel - Google Patents

Holzschutzmittel

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DEP0032554DA
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Germany
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wood
wood preservatives
carbolineum
mineral oils
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Expired
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English (en)
Inventor
Karl Dr. Ehlhalten Daimler (Taunus)
Original Assignee
Farbwerke Hoechst vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
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Description

Zur Konservierung von Holzwerk, insbesondere zum Schutz desselben gegen Zerstörung durch holzschädliche Pilze hat man bislang Karbolineum verwendet. Zur Vermeidung dabei auftretender Schwierigkeiten ist u.a. schon das Einarbeiten von Giften in das Karbolineum vorgeschlagen worden. Die Nachteile bei der Verwendung von Karbolineum zu dem angegebenen Zweck liegen einmal darin, dass es verhältnismässig lange Zeit nach dem Aufbringen ölig bleibt und nicht griffest wird; auch besitzt es einen erheblichen Geruch, der seine Anwendung in der Nähe von Wohnräumen mitunter unangenehm macht. Bei der Anwendung im Anstrichverfahren tritt ausserdem noch hinzu, dass die Lebensdauer des Karbolineums nicht unbegrenzt ist, weil die Atmosphärilien eine allmähliche Umsetzung und damit eine Verringerung der fungiziden Wirkung verursachen.
Es wurde nun gefunden, dass man die aufgezeigten Mängel vermeiden kann, wenn man anstelle von Karbolineum zum Schutze von Holzwerk, insbesondere zum Schutze von im Freien verbautem Holz gegen Zer- störung durch Pilze Produkte verwendet, die man aus Mineralölen bzw. aus Mineralölfraktionen durch Furfurol-Extraktion erhält. Die aus Mineralölen amerikanischer, deutscher, osteuropäischer oder sonstiger beliebiger Herkunft auf diese Weise erhaltenen Stoffe sind zu dem angegebenen Zweck insbesondere wegen ihrer praktischen Geruchlosigkeit besonders geeignet. Der Furfurolextraktion können mit besonderem Vorteil sämtliche Mineralölfraktionen, die für Schmierölzwecke infrage kommen, wie auch Transformatorenöl, unterworfen werden und ergeben für den Holzschutz brauchbare Produkte, deren verhältnismässig helle bräunliche Färbung für die Holzanwendung erwünscht ist. Diese Produkte erleiden, wenn man sie beispielsweise als Anstrichmittel-Basis verwendet, ausser einer mehr oder weniger ausgeprägten, ziemlich rasch vor sich gehenden Erhärtung auf dem Substrat, späterhin keine wirkungsmindernden Umsetzungen durch die Atmosphärilien. Es ist sogar die Anwendung in Wohn- und Vorratsräumen o.dgl. ohne geruchliche und geschmackliche Beeinträchtigungen möglich. Ausserdem üben sie eine dem Karbolineum überlegene wasserabweisende Wirkung aus und können hinsichtlich der Schwammschutzwirkung durch Einverleibung von an sich bekannten fungiziden Mitteln, z.B. solchen auf organischer Basis, mit Leichtigkeit auf jede gewünschte Pilzschutzstärke gebracht werden. Um gegebenenfalls die Viskosität zu verringern und die Eindringungstiefe zu erhöhen, können Lösungsmittel, z.B. Solventnaphta, Methylenchlorid, Äthylenchlorid, Testbenzin (hochsiedendes Benzin), zugesetzt werden; ausserdem können, falls die braune Farbe nuanciert werden soll, öllösliche oder andere Farbstoffe, wie auch Siccative oder sonstige bei der Holzschutzmittel-Herstellung übliche Mittel zugesetzt werden.
In den folgenden Beispielen werden Produkte zum Schutz von Holzwerk angegeben.
Beispiele:
1. 50 Gewichtsteile der dickflüssigen Extraktstoffe, die mit Hilfe von Furfurol aus Mineralölen mittlerer Viskosität herausgeholt worden sind, werden mit 50 Gewichtsteilen einer 1,5%igen Lösung von rohem Pentachlorphenol in Methylenchlorid versetzt.
2. Ein besonders rasch trocknendes Anstrichmittel wird erhalten, wenn man zu dem Produkt gemäss Beispiel 1) noch 2 Gewichtsteile konzentrierte Kobalt-Mangan-Siccativ-Lösung o.dgl. zusetzt.
Das auf Holz aufgestrichene Produkt hat so rasch trocknende Eigenschaften, dass die damit behandelten Gegenstände nicht nur von Anfang an geruchlos sind, sondern auch spätestens am anderen Tage ohne weiteres hantiert werden können. Es eignet sich daher insbesondere zur Behandlung von Holzwerk in der Landwirtschaft, wo es darauf ankommt, dass ohne grossen Zeitverlust die damit gestrichenen Zaunpfähle, Leiterwagen, Hoftore u.dgl. in Benutzung bzw. eingebaut bzw. weiterverarbeitet werden können.

Claims (1)

  1. Verwendung der bei Extraktion von Mineralölen beliebiger Herkunft bzw. von Mineralölen beliebiger Herkunft bzw. von Mineralölfraktionen mit Furfurol erhaltenen Produkte, denen gegebenenfalls an sich bekannte fungizide Mittel, Lösungsmittel, Farbstoffe, Siccative o.dgl. zugesetzt sein können, als Holzschutzmittel.

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