DEP0031505DA - Wasch- und Reinigungsmittel - Google Patents

Wasch- und Reinigungsmittel

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DEP0031505DA
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Inventor
Johann Heinrich Dr. Tucuman Helberger
Konrad Dr. Düsseldorf Henkel
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, Düsseldorf
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Description

Die Disulfonimidgruppe -SO(sub)2NH SO(sub)2- besitzt bekanntlich einen recht ausgeprägten sauren Charakter, so daß Verbindungen, die diese Gruppierung im Molekül enthalten, wohldefinierte Salze liefern. Es sind Verbindungen bekannt geworden, die einen normalen kürzeren oder längeren primären Alkylrest an die Disulfonimidgruppe gebunden enthalten. Je länger in ihnen der Alkylrest wird, destomehr nimmt die Löslichkeit ihrer Alkalisalze in Wasser ab. Für eine technische Verwendung hat man deshalb bisher lediglich solche normalprimären Verbindungen vorgeschlagen, die neben der Disulfonimidgruppe Sulfonsäuregruppen im Molekül enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß solche im wesentlichen sulfonsäuregruppenfreien Disulfimide, die mit der SO(sub)2-Gruppe verbunden mindestens eine höhere sekundäre Alkylgruppe enthalten, in
Form ihrer wasserlöslichen Salze ausgezeichnete Wasch- und Reinigungsmittel darstellen Die verwendeten Stoffe besitzen die allgemeine Formel R.SO(sub)2NH.SO(sub)2.R'. In dieser Formel bedeutet R einen höheren sekundären Alkylrest mit vorzugsweise 8 - 14 Kohlenstoffatomen, an dessen Stelle gegebenenfalls auch ein entsprechender Cycloalkylrest treten kann. Der Rest R kann gerade oder verzweigt sein. Vorzugsweise werden Erzeugnisse mit einem Gemisch verschiedener Alkylgruppen verwendet. Der Rest R' bedeutet einen beliebigen organischen Rest, insbesondere kann er auch der gleichen Art wie der Rest R sein und weitere Disulfonimidgruppen enthalten.
Die Herstellung dieser neuen Waschmittel kann durch Umsetzung entsprechender Sulfochloride mit Ammoniak, Ammonsalzen, aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Sulfonamiden erfolgen, wobei man vorzugsweise diejenigen Sulfochloride einsetzt, die man durch Einwirkung von Chlor und Schwefeldioxyd auf mindestens 6 Kohlenstoffatome enthaltende, aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe erhalten hat.
Zur Salzbildung werden vorzugsweise einwertige Basen, wie Natronlauge, Kalilauge, Ammoniak, Triäthanolamin u.dgl., ver- wendet; jedoch können in Spezialfällen auch die Salze mehrwertiger Metalle, z.B. Magnesiumsalze, Anwendung finden.
Die neuen Waschmittel können auch die Disulfonimidgruppe mehr als einmal im Molekül enthalten. Derartige Produkte werden leicht gewonnen, wenn man bei der Herstellung, wie oben erwähnt, solche Sulfochloride einsetzt, die nach Reed durch Einwirkung von Chlor und Schwefeldioxyd auf aliphatische und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe erhalten worden sind. Dabei können auch je nach den Herstellungsbedingungen in geringem Maß primäre Verbindungen entstehen sowie in untergeordnetem Maß Sulfogruppen vorhanden sein, ohne daß diese Beimengungen die Art der verwendeten Erzeugnisse wesentlich beeinflussen.
Es war sehr überraschend, daß bei den Salzen dieser Disulfonimide die Löslichkeit infolge der Anwesenheit von sekundären Alkylgruppen, insbesondere bei den technischen Gemischen, wie sie beim Einsatz der mehrfach erwähnten Sulfochloride nach Reed gewonnen werden, trotz Fehlens einer Sulfonsäuregruppe so groß ist, daß eine Verwendung als Wasch- und Reinigungsmittel möglich ist. Des weiteren war sehr überraschend, daß auch die Verbindungen mit mehreren Disulfonimidgruppen ausgeprägte Waschmitteleigenschaften aufweisen während bekanntlich bei Verbindungen, die mehrere Sulfonsäure- oder Carboxylgruppen enthalten, diese Eigenschaften sehr stark nachlassen.
Die Verbindungen zeigen ein ausgezeichnetes Wasch- und Schaumvermögen, wobei überraschenderweise oft schon in sehr geringen Konzentrationen von 0,1 - 1 g/l Wasch- und Reinigungseffekt erzielt werden, wie sie mit Seife erst bei wesentlich höheren Konzentrationen von 3 - 5 g/l erreicht werden. Durch Zusatz von Salzen, wie Soda, Bikarbonat, Natriumpyrophosphat und auch Glaubersalz, wird die Waschwirkung noch erhöht. Infolgedessen können die Waschmittel alle üblicherweise in solchen Mitteln verwendeten Salze, z.B. außen den genannten auch Trinatriumphosphat, Wasserglas, Borax, enthalten. Die neuen Waschmittel können in kaltem oder warmen, alkalischen, neutralen oder schwach sauren Flüssigkeiten ohne Bedenken verwendet werden. Sie können sowohl für sich allein als auch im Gemisch mit anderen Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiermitteln sowie Seife gebraucht werden. Ferner können den genannten Verbindungen Perverbindungen, wie Perborate, Persulfate, Perkarbonate, zugesetzt werden. Auch im Gemisch mit Lösungsmitteln, wie organischen Kohlenwasserstoffen, Alkoholen u.dgl., oder in Mischung mit Enzymen, wie Urease oder Pankreatin, kann die Verwendung erfolgen. Die neuen Mittel eignen sich sowohl als Feinwaschmittel wie auch als Kochwaschmittel.
Die mit einem Gehalt an dem neuen Waschmittel hergestellten Mittel können in fester Form, z.B. in Pulverform, Flocken, Stücken oder Nudelform, in den Verkehr gebracht werden, sie können aber auch bereits in Flüssigkeiten gelöst sein oder in Pasten und Cremeform gebraucht werden.
Die Mengenverhältnisse zwischen den Wirkstoffen und den Wirkstoffen und den übrigen Bestandteilen des Waschmittels können innerhalb weiter Grenzen schwanken. Die Mischung der Bestandteile läßt sich in verschiedener Weise durchführen. So können z.B. anorganische Salze bereits bei der Überführung der Disulfonimide in ihre Salze zugesetzt werden, man kann die Mischung aber auch erst nachträglich auf Walzen oder in einem Kellergang vornehmen. Auch durch Zerstäubungstrocknung kann man die gewünschte Mischung in leicht lösliche Pulver überführen.
In hartem Wasser wird die reinigende Wirkung der neuen Disulfonimide herabgesetzt, erreicht aber die Werte für weiches Wasser, wenn in Gegenwart der genannten alkalischen Salze, wie Soda oder Pyrophosphat, gearbeitet wird oder wenn Mittel, wie Fettsäurekondensationsprodukte von Oxyalkylsulfonsäuren oder von Taurin u.dgl., ferner Salze der Nitrilotriessigsäure und ähnliche Verbindungen, z.B. Metaphosphat anwesend sind.
Beispiel 1
170 Gew.T. eines Paraffingemisches der mittleren Zusammensetzung C(sub)12 H(sub)26 aus der Fischer-Tropsch-Synthese werden bei 30 - 35° unter Bestrahlung mit elektrischem Licht solange mit einem Gemisch von Chlor und Schwefeldioxyd in bekannter Weise behandelt, bis etwa 60% des Ausgangsmaterials in sulfochloridhaltige Verbindungen überführt worden sind. Das Unverseifbare wird durch Vakuumwasserdampfdestillation entfernt. Durch Umsetzung des Sulfochlorids mit Ammoniak wird das entsprechende Sulfon- amid gewonnen. Dieses wird durch anschließende Umsetzung mit dem Ausgangssulfochlorid in ein Gemisch von Disulfonimiden der Zusammensetzung R.SO(sub)2.NH.SO(sub)2.R verwandelt, worin R der Zusammensetzung des verwendeten Paraffingemisches entspricht. Durch Umsetzung des Sulfonimids mit der berechneten Menge Natronlauge und Trocknen wird das Natriumsalz des Disulfonimids - im folgenden als Aktivsubstanz bezeichnet - dargestellt. 100 Gew.T. Aktivsubstanz werden mit 400 Gew.T. Natriumsulfat sowie 500 Gew.T. Wasser gemischt und durch Zerstäubungstrocknung in ein lockeres schüttiges Pulver überführt. Man erhält ein ausgezeichnetes Feinwaschmittel, das sich in Konzentrationen von 2 - 5 g pro Liter zum Waschen von Wolle und Seide verwenden läßt. Durch Ersatz von 75 Gew.T. Natriumsulfat durch die gleiche Menge Tetranatriumpyrophosphat wird die Waschwirkung besonders in hartem Wasser deutlich verbessert.
Beispiel 2
100 Gew.T. der Aktivsubstanz nach Beispiel 1 werden mit 59 Gew.T. eines Alkylbenzolsulfonates (mittlere Größe des Alkyls C(sub)10H(sub)21) gemischt. Dieses Gemisch wird in gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben mit 400 Gew.T. Natriumsulfat und 500 Gew.T. Wasser verrührt und durch Zerstäubungstrockung in ein Feinwaschmittel überführt, das sich besonders durch seine hervorragendes Schaumvermögen auszeichnet.
Beispiel 3
20 Gew.T. Soda werden mit 40 Gew.T. Tetranatriumpyrophosphat, 15 Gew.T. Natriumsulfat, 1 Gew.T. celluloseglykolsaures Natrium sowie 12 Gew.T. Aktivsubstanz (vergl. Beispiel 1) und 150 Gew.T. Wasser zu einer Paste gerührt und in bekannter Weise durch Zerstäuben in ein trockenes Pulver überführt. Man erhält ein ausgezeichnetes Grobwaschmittel für Kochwäsche.
Ersetzt man 2 Teile der Aktivsubstanz durch 8 Teile eines Fettalkoholsulfonates unter Zumischung von 2,5 Gew.T. Magnesiumsilikat und fügt dem fertigen Pulver auf einer Bandwage 5 Gew.T. Natriumperborat hinzu, so erhält man ein hervorragendes waschaktives und stabilisiertes selbsttätiges Waschmittel, das besonders gegen fettige Verschmutzungen aktiv ist.

Claims (3)

1.) Verwendung von im wesentlichen sulfonsäuregruppenfreien, die Disulfonimidgruppe ein- oder mehrere Male enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formel R.SO(sub)2.NH.SO(sub)2.R', in der R einen höheren, vorzugsweise 8 - 14 Kohlenstoffatome aufweisenden sekundären Alkyl- oder Cycloalkylrest und R' einen beliebigen Rest bedeutet, in Form ihrer wasserlöslichen Salze als Wasch- und Reinigungsmittel.
2.) Waschmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von anorganischen Salzen.
3.) Waschmittel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Seife sowie anderen Wasch-, Netz-, Schaum-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiermitteln.
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