DEP0031212DA - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus aliphatischen Aldehyden und cyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus aliphatischen Aldehyden und cyclischen Verbindungen

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DEP0031212DA
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Germany
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mol
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condensation products
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aliphatic aldehydes
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English (en)
Inventor
Kurt-Alfred Dr. Marl Hoffmann (Westf.)
Rudolf Dr. Marl Krüger (Westf.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Description

Es ist bekannt, daß bei der Kondensation von aliphatischen Aldehyden mit aromatischen Verbindungen in Gegenwart von Schwefelsäure Derivate es Diphenylmethans entstehen. Nachteilig ist bei dieser Kondensation, daß nicht nur die Schwefelsäure im großen Überschuß angewandt werden muß, sondern auch, daß die Ausbeute an Diphenylmethanderivaten oft gering ist.
Es wurde nun gefunden, daß man aliphatische Aldehyde mit cyclischen Verbindungen sehr vorteilhaft kondensieren kann, wenn man ein Gemisch aus einem wasserfreien Aldehyd und einer cyclischen Verbindung im Verhältnis von etwa 1 Mol Aldehyd zu 2 Mol cyclischer Verbindung mit Chlorsulfonsäure bei Temperaturen unterhalb 0° behandelt. Als cyclische Verbindungen kommen in Betracht: aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Naphthalin, Fluoren, Cyclohexan, Tetrahydronaphthalin, deren Alkyl-, Halogen-, Nitro-, Oxy-, Alkoxy- und Rhodanderivate, ferner von den genannten Kohlenwasserstoffen sich ableitende Carbonsäuren, Sulfonsäuren und deren Ester. Auch heterocyclische Verbindungen, wie Thiophen, und deren Derivate, können als Ausgangsstoffe Verwendung finden. Geeignete aliphatische Aldehyde sind Formaldehyd, vornehmlich in Form seiner Polymeren Paraformaldehyd und Trioxymethylen, Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd, Chlorbutyraldehyd, Oktanal, Crotonaldehyd, Oktenal und dergleichen. Die erhaltenen Kondensationsprodukte leiten sich im Falle der Verwendung von Formaldehyd vom Diphenylmethan ab, im Falle der Verwendung von Homologen des Formaldehyds entstehen am Methankohlenstoffatom alkylsubstituierte Diphenylmethanderivate. Die erhaltenen Kondensationsprodukte können als Zwischenprodukte für die Herstellung von Farbstoffen, Arzneimitteln Verwendung finden.
Beispiel 1
Zu einer Lösung von (Beta)-Chlorbutyraldehyd in Chlorbenzol, hergestellt aus 70 Teilen wasserfreiem Crotonaldehyd (1 Mol) und 36,5 Teilen wasserfreiem Chlorwasserstoff (1 Mol) in Gegenwart von 248 Teilen wasserfreiem Chlorbenzol (2,2 Mol) bei -10°, werden allmählich unter Rühren 266 Teile Chlorsulfonsäure (2,2 Mol) bei einer Temperatur von -10° bis -20° gegeben. Nach beendetem Eintragen der Chlorsulfonsäure läßt man das Reaktionsgemisch sich auf Raumtemperatur erwärmen und überläßt es zur Verbesserung der Ausbeute noch einige Zeit sich selbst. Dann gibt man unter Rühren 600 Teile Eiswasser zu, worauf sich nach einiger Zeit ein Kristallbrei ausscheidet. Sobald eine Zunahme der Ausscheidung nicht mehr festzustellen ist, wird abgesaugt und der Filterrückstand mit Eiswasser nachgewaschen. Man erhält 253 Teile eines Kondensationsproduktes, das nach dem Auswaschen mit Methanol und Petroläther zwischen 62 und 68° schmilzt. Durch Umkristallisieren aus Methanol kann man reinweiße Kristalle vom Schmelzpunkt 74° erhalten. Der Analyse nach dürfte es sich um das (Alpha)-Bis-(4-chlorphenyl-)(Gamma)-chlorbutan handeln. Die Ausbeute beträgt 81% der Theorie, bezogen auf Crotonaldehyd.
Beispiel 2
Man kondensiert 30 Teile Paraformaldehyd (1 Mol) mit 172 Teilen Benzol (2,2 Mol) bei Temperaturen unterhalb -10° durch Zugabe von 256 Teilen Chlorsulfonsäure (2,2 Mol) und arbeitet in der im Beispiel 1 angegebenen Weise auf. Man erhält Diphenylmethan vom Kp.(sub)4 = 102,5 - 105,5°.
Beispiel 3
60 Teile Paraformaldehyd (2 Mol) werden mit 495 Teilen Chlorbenzol (4,4 Mol) bei -10° unter Zusatz von 512 Teilen Chlorsulfonsäure (4,4 Mol) kondensiert. Man arbeitet in der im Beispiel 1 angegebenen Weise auf und erhält p,p'Dichlordiphenylmethan vom F. = 49,5 - 51,2°.
Beispiel 4
280 Teile wasserfreier Acetaldehyd (6 Mol) werden mit 1395 Teilen Chlorbenzol (12,4 Mol) bei -10° mit 1445 Teilen Chlorsulfonsäure (12,4 Mol) kondensiert. Man arbeitet in der im Beispiel 1 angegebenen Weise auf, wobei das entstandene p,p'-Dichlordiphenyläthan vom F. = 55,5 - 56° durch Ausäthern und anschließende Vakuumdestillation gewonnen wird.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus aliphatischen Aldehyden und cyclischen Verbindungen in Gegenwart eines Kondensationsmittels, dadurch gekennzeichnete, daß man einen wasserfreien aliphatischen Aldehyd mit einer cyclischen Verbindung im Verhältnis von etwa 1 Mol Aldehyd zu 2 Mol cyclischer Verbindung mit Chlorsulfonsäure bei Temperaturen unterhalb 0° kondensiert.

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