DEP0029881DA - Flexibles Schuhwerk und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Flexibles Schuhwerk und Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Description
Bei dem bekannten Verfahren zur Herstellung von flexiblem Schuhwerk ist ein etwa 15 mm breiten Zwickzuschlag notwendig, der nach aussen gezwickt und an dem die Laufsohle befestigt wird. Dieses Herstellungsverfahren verhindert das Neubesohlen derartiger Schuhe, weil nach Ablösen der Sohle der Schaft seinen Halt und damit seine Form verliert.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schuhwerk, bei der Schaft statt mit dem bisher üblichen Zwickzuschlag nur mit einem wenige Millimeter über dem Leisten überstehenden Randstreifen modelliert und ihm ein 1-2 mm starker und etwa 10 mm breiter Lederrahmen angesteppt wird, an dem wiederum die Laufsohle angenäht wird. Dieser Rahmen, der somit das Verbindungselement zwischen Schaft und Sohle bildet, gibt dem Schuh sicheren Halt und eine stabile Form. Er stellt das wesentliche Merkmal der neuen Erfindung dar und erspart den bisher üblichen Zwickzuschlag, der laut Gutachten der Schuhfachschule Primasens 18-25% des Oberleders ausmacht, je nachdem, ob es sich um niedrige oder hohe Schuhe handelt.
Das Einbinden des Schaftes kann vorzugsweise durch einen mit einer Anzugs- oder Einbindekordel versehenen Bindestreifen erfolgen, der in einem Arbeitsgang zusammen mit dem Rahmen an den Schaft angesteppt wird. Der angesteppte Rahmen ermöglicht
die Verwendung von Flexibel-Spitzenzwickmaschinen, die eine volle Auszwickung des Schaftes sicherstellen, eine Tatsache, die von besonderer Bedeutung ist, weil sich hierbei ein besonders straffer und fester Schaftsitz ergibt.
Wesentlich ist ferner, dass im vorliegenden Fall der Bindestreifen nur der vorübergehenden Fixierung des Schaftes auf dem Leisten dient und sich gleichzeitig durch Kleben der Sohle ein zusätzlicher Halt zwischen Schaft und Sohle ergibt. Gegebenenfalls kann das Einbinden des Schaftes auch durch andere Mittel als den Bindestreifen erfolgen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem ein Bindestreifen verwendet wurde.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vorderkappe,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Hinterkappe.
In den Zeichnungen ist das Oberleder mit 1, der Bindestreifen mit 2, der Rahmen mit 3, die Naht zwischen Schaftleder und Rahmen mit 4, die Sohle mit 5, die Kappeneinlage in Fig. 2 und 3 mit 6, das Futter mit 7, die Einlage mit 8, die Naht zwischen Rahmen und Sohle mit 9 und die Anzugs- oder Einbindekordel im Bindestreifen mit 10 bezeichnet.
Gemäss dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel wird nach dem Ansteppen des Rahmens 3 und des Bindestreifens 2 mittels der Naht 4 der Schuh durch Anziehen der in dem Bindestreifen 2 liegenden Anzugskordel 10 über dem Leisten eingebunden. Hierauf wird mit der Spitzenzwickmaschine das Oberleder ausgezwickt und die Anzugskordel nachgespannt und festgelegt. Alsdann erfolgt das Kleben des Bindestreifens 2 auf der Sohle 5.
Schliesslich wird der Rahmen 3 durch die Naht 9 mit der Sohle gedoppelt. Die Einlage 8 aus Kork oder dergl. dient zum Ausgleich der durch Futter 7, Oberleder 1, Rahmen 3 und Einbindestreifen 2 sich ergebenden seitlichen Erhöhung.
Claims (6)
1.) Flexibles Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindungselement zwischen Schaft (1) und Sohle (5) ein ca. 10 mm breiter Rahmen (3) dient, der zu diesem Zweck an seiner inneren Kante an dem Rand des Schaftes angesteppt ist.
2.) Flexibles Schuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit dem Rahmen (3) auch ein Bindestreifen (2) an dem Rand des Schaftes (1) angesteppt ist.
3.) Flexibles Schuhwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Kappe (6) und Futter (7) zusammen mit dem Rahmen (3) und Bindestreifen (2) am Rand des Schaftes (1) angesteppt sind.
4.) Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst an dem Rand des Schaftes (1) der Rahmen (3) angesteppt, der Schaft (1) über den Leisten gezwickt und schliesslich zur Befestigung des Schaftes (1) an der Sohle (5) der Rahmen (3) mit der Sohle (5) gedoppelt wird.
5.) Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst an den Rand des Schaftes (1) der Rahmen (3) und der Bindestreifen (2) angesteppt werden, der Schaft (1) mittels des Bindestreifens (2) über den Leisten eingebunden und die Sohle auf den Bindestreifen (2) und Rahmen (3) aufgeklebt wird und schliesslich durch Doppeln des Rahmens (3) mit der Sohle (5) die endgültige Befestigung zwischen Schaft (1) und Sohle (5) bewirkt wird.
6.) Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst an den Rand des Schaftes (1) der Rahmen (3) und der Bindestreifen (2) angesteppt werden, der
Schaft (1) mittels des Bindestreifens (2) über den Leisten eingebunden, mittels einer Flexibel-Zwickmaschine ausgezwickt, die Zugschnur des Bindestreifens (2) nachgespannt, die Sohle (5) auf den Rahmen (3) und im vorliegenden Fall auf den Bindestreifen (2) aufgeklebt wird und schliesslich durch Doppeln des Rahmens (3) mit der Sohle (5) die endgültige Befestigung zwischen Schaft (1) und Sohle (5) bewirkt wird.
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