DEP0029514DA - Vorrichtung zur Löschung von Schicht- oder Schüttgut, Haufwerk und sonstigem Lagergut - Google Patents

Vorrichtung zur Löschung von Schicht- oder Schüttgut, Haufwerk und sonstigem Lagergut

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DEP0029514DA
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Germany
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tube head
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Inventor
Gerhard München Pohlmann
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Description

Zusatz zu Patent Nr. ... (Anmeldung p 2918 XI/81 n D)
Die Erfindung nach Patent ... bezieht sich in der Hauptsache auf die Unterkühlung und Löschung von Schicht- oder Schüttgut, Haufwerk und sonstigem Lagergut, wobei das Kühlungs- und Löschmittel in oder unmittelbar über die zu behandelnde Stelle des Gutes gebracht und der Druck des Mittels beim Verlassen des Druckbehälters und demgemäss dessen Aggregatszustand bzw. Temperatur beliebig je nach den vorliegenden Verhältnissen variiert wird. Insbesondere findet als Druckmittel ein Gasgemisch Verwendung, das keine Verbindung mit dem Luftsauerstoff eingeht und die einen Anteile des Gemisches schwerer und die anderen leichter als Luft sind. Es bildet sich hierbei über der Brandstelle durch die spezifisch schwereren Anteile ein Schutzgas, während die leichteren Anteile nach oben steigen und den Sauerstoff verdrängen. Soll eine Unterkühlung des zu bekämpfenden Brandherdes bzw. dessen Umgebung erfolgen, so kann diese durch Schnee-Erzeugung erreicht werden. Die Beaufschlagung der Brandstelle mit dem beschriebenen Mittel erfolgt gemäss Haupterfindung mit einem als Stechrohr ausgebildeten Leitungsrohr, wobei in dem Stechrohrkopf eine auswechselbare Düse angeordnet ist, die zu einem sich erweiternden vorderseitig geschlossenen Rohr mit allseitig gelegenen Austrittsöffnungen im weitesten Rohrteil führt. Der Querschnitt der Düse oder auch die Düsenerweiterung können beliebig verändert werden. Um ein besseres Eindringen in Haufwerke zu ermöglichen, ist das sich erweiternde Rohr mit einer gegebenenfalls mit Messern versehenen Spitze ausgerüstet.
Im Gegensatz hierzu ist es bekannt derartige Brandherde durch stationäre Anlagen zu überwachen und zu beaufschlagen, was aber sehr umständliche und kostspielige Einrichtungen erfordert, be- sonders wenn jeder entstehende Selbstentzündungsherd sofort erfasst werden soll.
Gegenüber den bekannten Lösch- und Unterkühlungsmitteln besitzt Wasser eine ausgezeichnete Wärmeaufnahme, wenn es in versprühtem Zustand unmittelbar an die Glutstelle gebracht wird.
Mit den bekannten Vorrichtungen und Strahlrohren zum Versprühen von Wasser ist es aber bisher nicht möglich Brände der beschriebenen Art wirksam zu bekämpfen, ohne dass hierbei Wasserschäden, Druck- und Gewichtserhöhungen eintreten, so dass die sich hieraus ergebenden Nebenschäden sehr erheblich sind.
Bei Verwendung der bekannten Strahlrohre ist eine wirksame Beseitigung von Glutherden in Haufwerken und Schichtgütern nur dann erfolgreich möglich, wenn der Glutherd freigelegt wird. Hierbei kommt es häufig durch den plötzlichen freien Sauerstoffzutritt zu explosiven Entzündungen, die dann zu Grossfeuer führen. Diese Nachteile der bekannten und vorgeschlagenen Geräte werden durch die vorliegende Erfindung in vollem Umfange beseitigt und die Möglichkeit geschaffen mit einem lanzenförmigen Gerät direkt indem Brand- oder Glutherd beliebige Mengen Wasser zu versprühen und dadurch in kürzester Zeit die Gefahr eines ausbrechenden offenen Brandes abzuwenden.
An Stelle von Wasser können auch bekannte Lösch-Emulsionen Verwendung finden, z.B. das unter dem Handelsnamen Erkalenlösung bekannte Mittel für die Beseitigung von Kohlenstaubbränden.
Erfindungsgemäss besteht die neue Erfindung darin, dass der Stechrohrkopf, der im wesentlichen aus einem sich erweiternden Rohr besteht, eine auswechselbare Düse enthält, die mit Elementen zur Leitung oder Führung des durchzuleitenden Löschmittels versehen ist und vorzugsweise an der Stelle des geringsten Durchmessers des Stechrohrkopfes mit diesem verbinden ist. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen den Stechrohrkopf gemäss Haupterfindung sowohl zur Verwendung als Schneerohr als auch Sprührohr für Wasser und Löschemulsionen zu verwenden. Insbesondere besteht die Düse aus einem das Löschmittel führenden Rohr mit Austrittsöffnungen, das sich vorzugsweise durch den gesamten Stechrohrkopf erstreckt, wobei die Austrittsöffnungen in dem Düsenrohr einen kleineren Querschnitt als die in dem äusseren sich erweiternden Rohr haben und im Bereich der äusseren Austrittsöffnungen liegen. Bei Verwendung von Wasser gelangt dieses durch die rohrartige Düse bis zu den Austrittsöffnungen, die im Verhältnis zu denen des äusseren Rohres einen kleineren Querschnitt aufweisen, und wird hier versprüht, ohne dass die Gefahr des Verschmierens oder Verstopfens dieser feinen Öffnungen durch das zu löschende Gut besteht. Ferner ist es nicht zweckmässig die äusseren grösseren Öffnungen, von der Spitze des Stechkopfes aus gesehen, in einem Bereich hinter dem grössten Durchmesser des äusseren Rohres anzuordnen, um dadurch gewissermassen das zu löschende Gut von dem Öffnungsbereich abzudrängen, so dass dieses nicht in das Innere gelangen kann.
Das Düsenrohr ist an der Stelle, an welcher es mit dem Stechrohrkopf verbunden ist, mit einem Gewindestutzen versehen, der in seiner, im wesentlichen äusseren Form einer mit dem Stechrohrkopf zusammenpassenden Schneedüse oder dergl. entspricht. Hierdurch kann der Verwendungszweck des Stechrohrkopfes beliebig geändert werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Der Stechrohrkopf gemäss Erfindung besteht aus dem Gewindestutzen 1, der auf der einen Seite so ausgebildet ist, dass ein Rohr oder Schlauch angeschlossen werden kann und auf der anderen Seite das sich erweiternde Rohr 2 anschliesst. Im Bereich des grössten Durchmessers des Rohres 2 ist eine Innenwand 3 mit einer Mittelöffnung angeordnet und setzt sich hierüber hinaus in einem Messerkopf 4 fort. Der Messerkopf wird durch eine Spitze 5 abgeschlossen, die an einem Stab 6 sitzt, der sich mit dem Gewindezapfen 7 in die Mittelbohrung der Innenwand 3 einsetzt. Unmittelbar hinter der Innenwand 3, d.h. von der Spitze aus gesehen hinter dem grössten Durchmesser des Rohres 2 sind allseitig gelegene verhältnismässig grosse Austrittsöffnungen 8 angeordnet. Ferner liegt zwischen dem Gewindestutzen 1 und der Innenwand 3 ein Rohr 9, das im Bereich der Austrittsöffnungen 8 ebenfalls mit Austrittsöffnungen (10) kleineren Durchmessers versehen ist. Die so beschriebene Vorrichtung dient zum Versprühen von Wasser oder Löschemulsionen gemäss Erfindung, kann aber auch gleichzeitig im Sinne der Haupterfindung gebracht werden und zwar wird hierzu das innere Rohr 9 mit Gewindestutzen 1 ausgebaut.
Andererseits ist noch gemäss Haupterfindung vorgesehen den Stechrohrkopf mit einem äusseren Leitrohr oder Löschhaube zur Beaufschlagung von offenen Bränden mittels Lösch- oder Unter- kühlungsmitteln zu versehen, wozu die Spitze abgenommen wird, um einen Austritt des Mittels durch die Mittelbohrung der Innenwand 3 zu ermöglichen. Sollte nun das Bedienungspersonal die Umwandlung des als Stechrohr ausgebildeten Kopfes für den anderen Zweck versehentlich nicht durchgeführt und das Düsenrohr in seiner Lager belassen haben, so kann die Vorrichtung trotzdem für den soeben beschriebenen Vorgang gemäss Haupterfindung verwendet werden, indem in diesem besonderen Fall das Düsenrohr im Bereich der freien Öffnungen und unter Heranziehung der Öffnung 11 von der vorderen Stirnseite des Rohres, die normalerweise durch den Stab 6 verschlossen ist, beispielsweise in Verbindung mit einer Löschhaube als Schneerohr dient. Die Umwandlung des beschriebenen Stechrohrkopfes in einen solchen zur Verwendung von Unterkühlungsmitteln erfolgt durch Ausbau des Rohres 9 und des Gewindestutzens 1, wobei an die Stelle des letzteren beispielsweise eine Schneedüse oder dergl. gesetzt werden kann.
Durch die beschriebene Weiterbildung des Haupterfindungsgedankens ist ein für die verschiedensten Zwecke geeignetes Gerät geschaffen worden, das nicht nur gewichtsmässig sehr handlich, sondern auch beliebig ortsveränderlich und füpr die verschiedensten Lösch- und Unterkühlungsmittel verwendbar ist.

Claims (7)

1.- Vorrichtung zur Löschung von Schicht- oder Schüttgütern, Haufwerken und sonstigen Lagergut nach Patent Nr. ... (Anmeldung p 2918 XI/81 n D), dadurch gekennzeichnet, dass der Stechrohrkopf, der im wesentlichen aus einem sich erweiternden Rohr (2) besteht, eine auswechselbare Düse enthält, die mit Elementen zur Leitung oder Führung des durchzuleitenden Löschmittels versehen ist und vorzugsweise an der Stelle des geringsten Durchmessers des Stechrohrkopfes mit diesem verbunden ist.
2.- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse aus einem das Löschmittel führenden Rohr (9) mit Austrittsöffnungen (10) besteht, das sich vorzugsweise durch den gesamten Stechrohrkopf erstreckt.
3.- Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (10) in dem Düsenrohr (9) einen kleineren Querschnitt als die in dem äusseren sich erweiternden Rohr (2) haben und im Bereich dieser äusseren Öffnungen (8) liegen.
4.- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (9) an der Stelle, an welcher es mit dem Stechrohrkopf verbunden ist, mit einem Gewindestutzen (1) versehen ist, der in seiner im wesentlichen äusseren Form einer mit dem Stechrohrkopf zusammenpassenden Schneedüse oder dergl. entspricht.
5.- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das im Bereich der Austrittsöffnung (8) befindliche Rohrende der Düse (9) in dem Stechrohrkopf, gegebenenfalls in einer im Bereich des grössten Durchmessers des Stechrohrkopfes liegenden Innenwand (3) gelagert ist.
6.- Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (9) an seiner vorderen der Stechrohrspitze zugewandten Seite mit einer verschliessbaren Öffnung (11) versehen ist.
7.- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (8) in dem äusseren Stechkopfrohr, von de Spitze des Stechrohrkopfes aus gesehen, in einem Bereich hinter dem grössten Durchmesser dieses Rohres liegen.

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