DEP0027445DA - Verfahren zur Herstellung rasch und stark schäumender Seife - Google Patents

Verfahren zur Herstellung rasch und stark schäumender Seife

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DEP0027445DA
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fatty acids
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English (en)
Inventor
Petrus H.B.M. Dr.-Chem. Dobbelman
Original Assignee
Dobbelman N. V., Nimwegen
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Description

Die Priorität der holländischen Patentanmeldungen Nr. 131 495 vom 9. April 1947 und Nr. 133 732 vom 28. Juli 1947 wird beansprucht.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung einer rasch und stark schäumenden Seife zur Verwendung als Toilette- oder als Waschseife von einer Zusammensetzung derart, dass sie keine Reizwirkung auf die menschliche Haut ausübt. Demzufolge bezieht sich die Erfindung auf die Herstellung von Seife unter Verwendung von niedrigeren Fettsäuren, die auch in Verbindung mit anderen Fettsäuren verwendet werden können.
Es ist bekannt, dass stark und rasch schäumende Toilette- und Waschseife dadurch zu erhalten ist, dass man als Material für die Verseifung grosse Mengen von Leimfetten verwendet, wie z.B. Cocosnussöl, Palmkernöl, Babasseöl, Cohuneöl und andere Kernöle der Palme oder deren Fettsäuren. Diese Leimfette enthalten einen grossen Prozentsatz an Laurinsäure, deren Natriumsalz leicht in Wasser löslich ist und in Lösung rasch einen voluminösen
Schaum bildet. Diese Seifen auf Basis von Leimfetten, wie Cocosnussöl, Palmkernöl u.dgl., üben jedoch eine unangenehme Reizwirkung auf die menschliche Haut aus, eine Reizwirkung, der die weibliche Haut mehr unterworfen ist, als die männliche. Diese Reizwirkung hat ihre Ursache darin, dass die Seifenlösung in die Haut eindringt oder durch die Zellen der Haut absorbiert wird; sie ist bei Verwendung von Seifen auf der Basis von Leimfetten intensiver, als bei Seifen, die nur auf der Grundlage von hochmolekularer Fettsäure hergestellt sind. Wollte man darum bisher Reizwirkung auf die Haut ausschliessen, war es notwendig, eine Seife ohne oder mit wenig Gehalt an niedrigen Fettsäuren zu verwenden. Eine Seife dieser Art jedoch neigt wiederum nicht zur Schaumbildung, jedenfalls nicht annähernd in dem Masse, als eine solche, die einen hohen Gehalt an niedrigeren Fettsäuren aufweist. Es wurde gefunden, dass sich diese erwähnten Nachteile durch Vergrösserung des Seifenmoleküles verändern lassen.
Dieses Ergebnis wird dann erreicht, wenn man nicht die normalen Alkalisalze, sondern vielmehr saure Salze der Fettsäuren verwendet. Diese sauren Salze der einbasigen Fettsäuren können in Form von Kristallen aus Lösungen isoliert werden. Es ist möglich, verschiedene Seifen zu zeigen, welche zwischen den normalen Fettsäuresalzen und Fettsäure einzureihen sind. Diese sauren Salze der Fettsäuren, insbesondere der niedrigeren Fettsäuren, welche ein erhöhtes Molekulargewicht aufweisen, scheinen keine Reizwirkung auf die menschliche Haut auszuüben. Seifen, welche einen gewissen Prozentsatz dieser niedrigeren Fettsäuren enthalten, neigen erheblich zur Bildung eines reichlich voluminösen Schaumes.
Nach der Erfindung ist es möglich, eine gute Cocosnuss- oder Palmkernöl-Toiletteseife herzustellen, indem man das Öl oder die Fettsäuren in neutrale Seife überführt und sodann mit einer gewissen Menge von Fettsäuren überfettet, z.B. Cocosnuss- oder Palmkernöl-Fettsäuren. Zum mindesten muss hier eine Menge von 5%, vorzugsweise 20 bis 60% oder mehr Fettsäure verwendet werden, berechnet auf die verseiften Fettsäuren. Besonders günstig ist eine Menge zwischen 30 und 50%.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Toilette- oder Waschseife, welche eine sehr geringe Reizwirkung auf die Haut ausübt. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht hierbei darin, dass man Seife, namentlich Seife auf der Grundlage von Leimfetten mit mindestens 5% Fettsäure, berechnet auf die verseifte Fettsäure, überfettet. Vornehmlich kommt zur Überfettung Cocosnuss- oder Palmkernölfettsäure in Betracht, aber auch andere Fettsäuren, wie z.B. Stearinsäure, gehärtete Walölfettsäure und ähnliche sind geeignet. Durch die Überfettung scheint das Molekül der Seifenbestandteile grösser zu werden und zwar in einem solchen Masse, dass die Seife sogar auf empfindliche Haut eine Reizwirkung nicht mehr ausübt. Die sauren Salze der Fettsäuren können auch getrennt hergestellt und erst dann der Seife zugegeben werden.
An Stelle der Neutralisation der Fettsäuren kann auch mit einem Untermass von Alkali bei der Verseifung gearbeitet werden, wodurch eine Seife mit Gehalt an sauren Salzen der Fettsäuren erhalten wird.
Ebenso ist es aber auch möglich, einer neutralen Seife nach der Herstellung Chlorwasserstoffsäure oder andere Säure in einer solchen Menge zuzusetzen, dass ein Teil der Seife in solcher Menge in Fettsäure übergeführt wird, welche für Zwecke der Überfettung geeignet ist.
Gemäss der Erfindung ist es also möglich, einer Seife, obwohl sie ausschliesslich aus Cocosnuss-, Palmkernöl oder ähnlichen Fettsäuren hergestellt ist, einen zum starken Schäumen neigenden Charakter zu verleihen, ohne dass diese Seife eine Reizwirkung auf die Haut ausübt, wie dies gewöhnlich bei Cocosnuss- oder Palmkernölfseife der Fall ist. Seifen, welche nur zum Teil aus niedrigeren Fettsäuren, bzw. Leimfetten bereitet sind, können natürlich in der beschriebenen Weise verbessert werden. Seifen der erfindungsgemässen Art sind trotz ihrer Neigung zu reichlicher Schaumbildung wirtschaftlicher im Gebrauch und werden nicht so rasch verbraucht, als gewöhnliche Cocosnunssölseifen. Im übrigen neigen erfindungsgemässe Seifen nicht so sehr zum Haftenbleiben an Wänden von Röhren und Behältern bei der Herstellung. Überfettete Seifen und insbesondere solche, welche nur in geringer Weise Fettsäureüberschuss aufweisen, verursachen Schwierigkeiten während des Pressens in Stücke, bedingt dadurch, dass die Seife häufig ungenügende Festigkeit oder Zähigkeit aufweist. Wird Seife in Stücke oder Riegel gepresst, bilden sich leicht Risse, welche das gute Aussehen der Seife beeinträchtigen. Dies lässt sich erfindungsgemäss dadurch verhindern, dass man dem Fettgemisch vor dem Verseifen einen gewissen Prozentsatz von Harz, hydriertem Harz oder anderen Harzderivaten und, bzw. oder eine gewisse Menge von Rizinusöl zusetzt. Dadurch wird nicht nur die gewünschte Zähigkeit oder Festigkeit der Seife erhalten, sondern es werden auch die Schaumbildung und andere gute Eigenschaften des Schaumes sogar noch erhöht. Die Menge der zuzusetzenden Harzprodukte und, bzw. oder des Rizinusöles soll 25%, im wesentlichen 10%, bezogen auf die Gesamtfettsäuremenge, nicht übersteigen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn man als Ausgangsmaterial zur Bereitung von überfetteten Seifen verbesserte Leimfettsäuren verwendet, insbesondere verbesserte Cocosnuss- oder Palmkernöl-Fettsäuren. Unter verbesserten Leimfettsäuren, insbesondere verbesserten Cocosnuss- oder Palmkernöl-Fettsäuren, ist eine Mischung von Fettsäuren zu verstehen, welche z.B. im Cocosnussöl und, bzw. oder Palmkernöl vorhanden ist, aus welcher aber die Capryl-, Capron- oder Caprinsäure entfernt sind, d.h. also im wesentlichen diejenigen Säuren mit weniger als zwölf Kohlenstoffatomen. Cocosnussölseife, in welcher die Alkalisalze der niedrigeren Fettsäuren mit weniger als zwölf Kohlenstoffatomen nicht mehr vorhanden sind, wird im allgemeinen von der menschlichen Haut besser vertragen; aber diese Verbesserung ist von sehr kleiner praktischer Bedeutung; denn Cocosnussölseife bleibt trotzdem, insbesondere für die Haut empfindlicher Personen, unerträglich.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine verbesserte Seife auf Leimfettbasis, indem mit einer grossen Menge von Fettsäuren überfettet wird. Nun scheint eine derart überfettete Cocosnussölseife in gewissen Fällen, jedoch noch immer eine schärfere Wirkung auf die Haut des Gesichtes auszuüben, als die gewöhn- liche Seife, hergestellt aus Talg oder Palmöl mit höchstens 20% Cocosnussöl. Sind dagegen derartige Seifen aus verbesserten niedrigeren Leimfettsäuren hergestellt, nämlich insbesondere aus verbesserten Cocosnussöl- und, bzw. oder Palmkernölfettsäuren mit einer Überfettung zwischen 5 und 75%, vorzugsweise 30 bis 60%, bezogen auf die vorhandene Menge von verseiften Fettsäuren, so will es scheinen, dass Seifen erhalten werden, welche in erheblichem Masse mehr Schaum bilden, als die gewöhnlichen Talgseifen, Palmölseifen und zum Teil Cocosnussölseifen. Diese Seifen üben auch eine sehr milde Wirkung auf die Haut aus, sodass selbst überempfindliche Personen davon Gebrauch zu machen in der Lage sind. Bei der Herstellung von überfetteten Seifen gemäss der Erfindung auf der Basis von verbesserten Leimfettsäuren, die ein genügendes Mass von Zähigkeit oder Festigkeit aufweisen, kann man, wie erwähnt, weitere Stoffe, wie z.B. Rizinusöl, Harz oder Harzprodukte vor der Verseifung zusetzen. Der gleiche Effekt lässt sich im übrigen auch herbeiführen dadurch, dass man mit einer Mischung von Natrium- oder Kaliumhydroxyd, z.B. im Verhältnis von 85 : 15 an Stelle von Natriumhydroxyd allein arbeitet.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Seifengrundlagen auf der Basis von Talg, Palmöl u.dgl., wenn eine Überfettung von 5 bis 100% Fettsäure vorliegt. Eine Seife dieser Art schäumt zwar nicht in demselben Masse, wie gewöhnliche Toiletteseife; der Schaum ist sahnig, aber nicht überreichlich. Aber diese Seifen eignen sich besonders für Personen mit überempfindlicher Haut.
Ausführungsbeispiele:
1.) 90 kg Cocosnussöl und 10 kg Rizinusöl oder hydriertes Harz werden mit Natronlauge zu einer neutralen Seife verseift. 15 kg destillierter Fettsäure von Cocosnussöl werden dazu gegeben, die Seife wird in üblicher Weise verarbeitet.
2.) 80 kg Palmkernölfettsäuren werden mit Natronlauge zu neutraler Seife verseift und 28 kg hydrierte Palmölfettsäuren zugegeben. Weitere Bearbeitung, wie üblich.
3.) 80 kg Cocosnussölfettsäuren, 4 kg Rizinusöl und 2 kg Kolophonium werden mit Natronlauge verseift. 20 kg destillierte hydrierte Erdnussölfettsäuren werden zugegeben. Verarbeitung, wie üblich.
4.) 100 kg Palmölfettsäuren, 80 kg Cocosnussfettsäuren, 5 kg Rizinusöl und 5 kg hydriertes Harz werden zu neutraler Seife verarbeitet. Zum Zwecke der Überfettung werden 40 kg destillierte hydrierte Walölfettsäuren zugesetzt. Weitere Verarbeitung, wie üblich.
5.) 100 kg destillierte Cocosnussölfettsäuren werden mit einer solchen Menge Natronlauge behandelt, dass 13 kg unverseifte Fettsäuren noch im Endprodukt verbleiben. Weitere Bearbeitung, wie bekannt.
6.) 26 kg Stearinfettsäuren werden zur einen Hälfte mit Kalilauge verseift, worauf die erhaltene saure Seife zu einer neutralen Natronseife gegeben wird, welche aus 74 kg Fett oder Fettsäuren hergestellt ist. Weitere Bearbeitung, wie üblich.
7.) 100 kg destillierte Cocosnussölfettsäuren von einem Durchschnittsmolekulargewicht von 225 und 5 kg Kolophonium oder Rizinusöl werden vollkommen verseift. Daraufhin werden 7 kg 30%ige Chlorwasserstoffsäure oder eine äquivalente Menge einer anderen Säure zugegeben und die weitere Verarbeitung, wie gewöhnlich vorgenommen.
8.) Aus verbesserten Cocosnussölfettsäuren wird eine neutrale Natriumseife hergestellt. Zu dieser Seife werden 60% Stearinsäure, berechnet auf die Menge der verseiften Fettsäuren, zugesetzt. Das erhaltene Produkt ist eine Toiletteseife, welche stark und reichlich schäumt und welche auch für die Haut von Personen erträglich ist, welche die gleiche Seife, hergestellt aus nicht verbesserten Cocosnussölfettsäuren, nicht ertragen.

Claims (9)

1.) Verfahren zur Herstellung von Seife (Toilette- und Waschseife), dadurch gekennzeichnet, dass man Seife, insbesondere auf der Basis von niedrigeren Leimfettsäuren hergestellte Seife, mit mindestens 5% Fettsäure, berechnet auf die verseiften Gesamtfettsäuren, überfettet.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bis zu 100% mit Fettsäuren überfettet.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man mit 20 bis 60% Fettsäuren, bezogen auf die Fettsäuren der neutralen Seife, überfettet.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Seife überfettet, welche aus verbesserten Leimfettsäuren gebildet ist, insbesondere aus Cocosnuss- oder Palmkernfettsäuren.
5.) Verfahren nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass man zur neutralen Seife saure Salze der Fettsäuren gibt.
6.) Verfahren nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fettsäuren mit einem Untermass an Alkali verseift.
7.) Verfahren nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass man neutrale Seife teilweise durch Zugabe von Säuren, z.B. Chlorwasserstoffsäure, umsetzt.
8.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem zu verseifenden Material Harz oder Harzprodukte und, bzw. oder Rizinusöl zusetzt.
9.) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man dem zu verseifenden Material Harzprodukte und, bzw. oder Rizinusöl bis zu 25%, insbesondere bis zu 10%, bezogen auf die gesamte Fettsäure, zusetzt.

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