DEP0026004DA - Verfahren und Maschine zum Gewinnen von Kohle oder anderen Mineralien - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Gewinnen von Kohle oder anderen MineralienInfo
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Gewinnen von Kohle oder anderen Mineralien und auf eine Gewinnungsmaschine, wobei in horizontaler Richtung und in einer hinter dem Kohlenstoss gelegenen und mit diesem parallelen Ebene durch einen keilförmigen Schneidkopf eine unmittelbare schäl- oder meisselartige Wirkung ausgeübt wird und das zu gewinnende Material in Blöcken vom Stoss gebrochen wird.
Erfindungsgemäss wird die Kohle zunächst durch einen als Schneidkopf ausgebildeten Vorschneider in der dem Hangenden benachbarten oberen Hälfte vom Kohlenstoss geschält, während die stehengebliebene Kohle der unteren Hälfte des Kohlenstosses von einem nacheilenden zweiten Schneidkopf losgeschält wird. Beide Schneidköpfe besitzen je eine vertikale und eine horizontale Schneide, d.h. sie sind gleichzeitig als Räumer für das
Hangende bzw. Liegende ausgebildet.
Gemäss der Erfindung kann die Gewinnungsmaschine (Kohlenpflug) zweiteilig ausgebildet sein, d.h. sie kann bei der Hin- und Rückfahrt Schälarbeit leisten.
Während der eine als Vorschneider ausgebildete Schneidkopf die Kohle in der oberen Hälfte des Kohlenstosses schält, kann der nacheilende Schneidkopf festgestellt werden. Durch wechselweises Verspannen von an der Maschine angeordneten Spannsäulen zwischen Hangenden und Liegenden und in Zusammenarbeit mit hydraulischen Aggregaten wird die Maschine entlang dem Kohlenstoss selbsttätig verfahren.
Vorzugsweise kommt der obere keilförmige Schneidkopf zunächst zum Einsatz, um die obere Hälfte des Kohlenstosses zu bearbeiten.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Maschine, deren hydraulisches Leitungssystem aus Gründen der Übersicht nicht dargestellt ist.
Fig. 2 ist eine Stirnansicht der Maschine in Richtung des Pfeiles 2 gemäss Fig. 1 gesehen, wobei Fig. 2 Teile in verschiedener Lage veranschaulicht.
Fig. 3 ist Grundriss der Maschine. Die Darstellung ist teilweise im Schnitt ungefähr nach der Linie 3 - 3 der Fig. 2.
Fig. 4 stellt eine schematische Ansicht der hydraulischen Einrichtungen, mit welchen die Maschine ausgerüstet ist, dar.
Bei dem dargestellten Beispiel ist die Erfindung bei einem doppelseitigen Kohlenpflug angewendet, d.h. die Maschine kann entlang dem Kohlenstoss in bieden Richtungen arbeiten. Die Maschine ist als Fahrzeug ausgebildet, das zwei Glieder 5 und 6 aufweist, die in Bezug aufeinander in der Längsrichtung bewegbar sind (Fig. 1). Das Glied 5 besteht aus zwei, auf beiden Enden der Maschine liegenden, miteinander verbundenen Hauptteilen, während das Glied 6 eine dazwischen liegende Lage einnimmt. Zwischen den sich gegenüber liegenden Endgliedern des Teiles 5 liegen als Verbindungsmittel Haupt- und Hilfsstangen 5A und 5B, die als Führungen für den Teil 6 dienen, der auf ihnen gleitbar angeordnet ist. Jedes Glied der Maschine ist mit einem der beiden Elemente, eines aus Zylinder und Ramme bestehenden hydraulischen Aggregates verbunden, das zur Fortbewegung des Fahrzeuges dient. Bei dem Ausführungsbeispiel ist das Glied 5 mit der Ramme 7 und das Glied 6 mit dem Zylinder 8 verbunden. Das hydraulische Aggregat ist stark genug, um eine doppelte Funktion auszuüben, nämlich eines der beiden Glieder vorwärtszuführen und gleichzeitig Kohle abzuschälen.
In der Zeichnung bedeutet B das Hangende des Schachtes, A das Liegende, C den Kohlenstoss und D den frisch geschälten Kohlenstoss.
Das Glied 5 besitzt auf den beiden Schneidköpfen 11 und 12 je eine hydraulische Stützsäule 9 bzw. 10, die mit dem Glied 5 an beiden Enden verbunden sind. Eine stärkere hydraulische Stützsäule 13 ist in Verbindung mit dem Antriebszylinder 8 auf dem Glied 6 vorgesehen.
Die Schneidköpfe 11 und 12 sind im wesentlichen als grosse, keilförmige Schneidmesser ausgebildet, die eine sich in vertikaler Ebene vom Liegenden bis zu einer in ungefähr halber Höhe des Kohlenstosses verlaufenden Zwischenlage erstreckende Schneide 14 aufweisen. Ferner ist ein Ableitblech 15 vorgesehen, das mit einer nach oben und aussen geneigten Oberfläche zur Ableitung der abgebrochenen Kohle versehen ist (der Förderer ist nicht dargestellt). Das Glied 6 trägt an gegenüberliegenden Enden der Ausleger 18 und 19 zwei obere keilförmige Schneidköpfe 16 bzw. 17. Jeder obere Schneidkopf besitzt eine geneigte vertikale Schneide 20.
Die Ausleger 18 und 19 sind um die horizontalen Achsen der auf den Trägern 22 vorgesehenen Gelenkzapfen 21 drehbar. Die Träger 22 bilden mit dem Glied 6, dem Antriebszylinder 8 und der Ramme ein Ganzes. Die Ausleger 18, 19 tragen Kopfplatten 18A bzw. 19A, die für die Stützsäulen 9 und 10 mit Schlitzen versehen sind (vgl. den Schlitz 19B ind Fig. 3). An den Schneidköpfen 11 und 12 sind ferner hydraulische Hilfsstützsäulen 23 bzw. 24 zugeordnet, um den führenden oberen Schneidkopf 16 oder 17 gegen das Hangende zu drücken. Die Hilfsstützsäulen haben
Leitrollen 23A und 24A, mit welchen der nach oben gerichtete Druck auf die Ausleger übertragen wird.
Die oberen und unteren Schneidköpfe sind so angeordnet, dass ihre Schneiden 14 und 20 in derselben vertikalen, (Fig. 2) Ebene arbeiten. Diese Ebene liegt hinter dem ursprünglichen Kohlenstoss C und mit diesem parallel. Die Schneidköpfe sind ferner so ausgebildet, dass sie auch die Kohle vom Liegenden A und Hangenden B schälen können. Wie dargestellt, haben die unteren Schneidköpfe horizontal gekantete Schälmesser 25 und die oberen Schneidköpfe horizontal gekantete Schälmesser 26.
Die mit der Maschine verbundene hydraulische Vorrichtung besteht aus dem Antriebsaggregat 7, 8 und den fünf Stützsäulen 9, 10, 13, 23 und 24. Diese Hydraulischen Vorrichtungen werden alle durch das von Hand bediente Verteilerventil 27 gesteuert, das wie alle übrigen Elemente des hydraulischen Systems in Fig. 4 in schematischer Weise veranschaulicht ist. In dem System ist ein Vorratsbehälter 28 vorgesehen; ferner eine hydraulische Pumpe 29, die Flüssigkeit aus dem Behälter 28 ansaugt und sie durch die Leitungen 30 zu dem Ventil 27 führt. Alle Teile 27 bis 29 sind auf dem Glied 5 angeordnet. Das System weist ferner Rohrleitungspaare auf, die von dem Ventil 27 zu den gegenüberliegenden Enden der Zylinder der hydraulischen Vorrichtungen führen. Wie dargestellt, besteht dieses Leitungssystem aus folgenden Paaren: Leitungen 31 zum Antriebszylinder 8,
Leitungen 32 zu den Stützsäulen 9 und 10, Leitungen 33 zu der Stützsäule 13 und Leitungen 34 zu den Hilfsstützsäulen 23, 24.
Es ist angenommen, dass beim Betrieb das Glied 5 ganz nach vorne gerückt und mittels seiner Stützsäulen 9 und 10 zwischen Hangenden und dem Liegenden verankert ist. Die Stützsäule 13 des anderen Gliedes ist zurückgezogen, so dass dieses Glied frei ist. Durch Umschaltung des Ventiles 27 wird das hydraulische Antriebsaggregat in Betrieb genommen und drückt das Glied 6 vor, wobei gleichzeitig der vordere obere Schneidkopf 16 vorrückt und Kohle aus der oberen Hälfte des Kohlenstosses schält (Fig. 1). Durch erneute Betätigung des Ventiles 27 wird die Stützsäule 13 des Gliedes 6 zwischen Hangenden und Liegenden verankert, wobei gleichzeitig die Spitzsäulen 9, 10 des Gliedes 5 entspannt werden, und das hydraulische Aggregat 7, 8 das Glied 5 vorrücken kann. Auf diese Weise wird der untere, vordere Schneidkopf 11 vorgerückt.
Claims (5)
1. Verfahren zum Gewinnen von Kohle oder anderen Mineralien, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die dem Hangenden benachbarte obere Hälfte des Kohlenstosses durch einen als Vorschneider ausgebildeten Schneidkopf hereingewonnen und die untere Hälfte des Kohlenstosses von einem zweiten nachgeschalteten Schneidkopf geschält wird.
2. Gewinnungsmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Arbeitsganges des beweglichen keilförmigen Schneidkopfes (16, 17) der andere Schneidkopf (11, 12) festgestellt ist, wobei der letztere Schneidkopf zum Schälen der Kohle der unteren Hälfte des Kohlenstosses vorgesehen ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine aus zwei Gliedern (5 und 6) besteht, die in verschiedenen Höhen keilförmige Schneidköpfe (11, 16) tragen und mit Stützsäulen (9, 13) versehen sind, um die beiden Glieder abwechselnd zu verankern.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Glieder (5 und 6) durch ein hydraulisches Antriebsaggregat untereinander verbunden sind, wobei diese Glieder mit einer Ramme (7) bzw. einem Zylinder (8), aus denen das hydraulische Antriebsaggregat besteht, verbunden sind.
5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Schneidkopf (16) von einem mit einer hydraulischen Vorrichtung (23) verbundenen Ausleger (18) getragen ist.
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