DEP0025335DA - Einrichtung zur Einsteuerung einer niedrigen Einziehdrehzahl für Kalanderantrieb o. dgl. - Google Patents

Einrichtung zur Einsteuerung einer niedrigen Einziehdrehzahl für Kalanderantrieb o. dgl.

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DEP0025335DA
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DE
Germany
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motor
speed
controlling
calender
drive
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Geiger
Eugen Dr.-Ing. Görk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Bei Kalanderantrieben muss beim Einziehen der Bahn mit wesentlich kleineren Drehzahlen gefahren werden als bei normalen Betrieb. Bei Wechselstromantrieb wird zu diesem Zweck der Antriebsmotor mit einer kleineren Hilfsfrequenz betrieben. Ferner ist es bekannt, mit dem Kalander und seinem Antriebsmotor über ein Überholungsgetriebe einen Hilfsmotor kleinerer Drehzahl zu verbinden, der während des Einziehens den Antrieb übernimmt und beim Einschalten des Hauptmotors wirkungslos und schliesslich abgeschaltet wird. Solche Anordnungen sind verhältnismässig umständlich und beanspruchen viel Platz.
Erfindungsgemäss werden diese Schwierigkeiten dadurch vermieden, dass der Antriebsmotor für die Betriebsdrehzahl über eine ausrückbare Kupplung mit dem ersten Teil eines Differentialgetriebes verbunden wird, dessen zweiter Teil mit einem eine Einziehdrehzahl vorgebenden Hilfsmotor und dessen dritter Teil mit einem Regler für den Antriebsmotor derart in Verbindung steht, dass der Motor im Sinne einer Verminderung der Differenz zwischen seiner Istdrehzahl und der vorgegebenen Drehzahl gesteuert wird. Nach dem Einziehen wird die genannte Kupplung ausgerückt und der Motor auf die Betriebsdrehzahl gebracht. Anstelle der Kupplung kann auch ein sog. Ferndreher o.dgl. treten.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Beispiels näher erläutert. Ein Antriebsmotor 1 für einen Kalander wird von einem Generator 2 mit Feldwicklung 3 in Leonardschaltung gespeist. Der Motor 1 ist über eine ausrückbare Kupp- lung 4 mit dem ersten Teil 51 eines Differentialgetriebes 5 verbunden, dessen zweiter Teil 52 von einem kleinen Hilfsmotor 6 angetrieben werden kann. Der dritte Teil 53 des Getriebes steht mit einem Regler 7 für das Generatorfeld in Verbindung. Bei 9 kann die Drehzahl des Motors 6 mit Hilfe von Druckknöpfen 10 ferneingestellt werden. Solche Druckknöpfe können an mehreren Stellen des Kalanders angebracht sein. Ein weiterer Regler 8 dient zur Einstellung des Motors 1 auf die Betriebsdrehzahl.
Die Anordnung arbeitet folgendermassen: Beim normalen Betrieb ist die Kupplung 4 ausgerückt, die Regler 7, 8 sind etwa auf die kleinste Widerstandsstufe eingestellt, der Motor 1 läuft mit der Betriebsdrehzahl. Beim Einziehen wird der Regler 8 auf die grösste Widerstandsstufe eingestellt, der Motor 6 auf die Einziehdrehzahl unter Berücksichtigung des Übersetzungsverhältnisses geschaltet, die Kupplung 4 eingerückt. Das Getriebe 5 stellt dann den Regler 7 stets so ein, dass der Motor 1 mit der durch den Motor 6 vorgegebenen Drehzahl läuft. Nach dem Einziehen wird der eingangs beschriebene Schaltzustand hergestellt.
Die Erfindung bietet folgende Vorteile: Die Steueranordnung wird klein und billig, da die Teile 5 und 6 praktisch keine Kräfte aufzubringen haben. Es genügt also ein ganz kleiner Hilfsmotor. Die Einziehdrehzahl kann mit einfachen Mitteln rasch und bequem, u.U. auch durch Fernbedienung auf den jeweils gewünschten Wert eingestellt werden, der Übergang vom Einziehen zum normalen Betrieb und umgekehrt lässt sich leicht bewerkstelligen. Da die Anordnung wenig Platz benötigt, kann sie am Kalander oder anderswo leicht untergebracht werden. Die Anordnung arbeitet mit grosser Betriebssicherheit.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zur Einsteuerung einer niedrigen Einziehdrehzahl für Kalanderantriebe o.dgl., insbes. mit Leonardschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (1) über eine ausrückbare Kupplung (4), Ferndreher o.dgl. mit dem ersten Teil (51) eines Differentialgetriebes (5) verbunden ist, dessen zweiter Teil (52) mit einem eine Einziehsolldrehzahl vorgebenden Hilfsmotor (6), und dessen dritter Teil (53) mit einem Regler (7) für den Antriebsmotor (1), insbes. für den Feldkreis (3) des Leonardgenerators (2) derart in Verbindung steht, dass der Motor (1) im Sinne einer Verminderung der Differenz zwischen Ist- und Solldrehzahl gesteuert wird.

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