DEP0025003DA - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Hutstumpen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von HutstumpenInfo
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Description
den 30.Kov.1948
,Kurt Grabowski, Rotterdam-Hillegersberg, Holland.
yerfahren AJgu^ Trocknmnj von Hutstumpen Vorrichtung} «w-Jtee^tfeo
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Trocknen von Hutstumpen zum Gegenstand und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
In der Hut Industrie w&rden bisher die in eine oder mehrere Lösungen von Schellack oder eine andere Flüssigkeit dieser Art eingetauchten
Hutstumpen durch Aufhängen auf Stäbe getrocknet, die eine grosse Zahl Querarme aufweisen, nachdem die Stumpen gepresst
worden waren, um den grössten Teil der Flüssigkeit auszupressen und die mit den Mitstumpen behangenen Stäbe in eine beheizte
Vorrichtung oder einen anderen beheizten Raum eingebracht worden waren, wobei sie ungefähr 24 Stunden bleiben mussten. Dieses
bekannte Verfahren ist sehr kompliziert, nimmt viel Zeit in Anspruch, ist teuer und benötigt ausserdem viel Platz.
Diese Nachteile werden durch das Verfahren gemä'ss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Hutstumpen mit Hilfe einer oder einer
Anzahl von Vorrichtungen getrocknet werden, die infrarote Strahler
aussenden. lan erzielt dadurch den Vorteil einer sehr gleichmässigen und schnellen Trocknung der Hutstumpen und einer "beträchtlichen
Arbeitserspasnis, denn mit dem Verfahren gemäss der Erfindung kann jeder Arbeiter mit weniger Aufwand viel mehr
so behandelte Hutstumpen fertigstellen als mit dem bisher angewendeten Trocknungsverfahren.
Versuche ha"ben gezeigt, dass es für die ordnungsgemäß se Trocknung von Hutstumpen zu empfehlen ist, die Stumpen, mit ihrer Innenfläche
nach unten gerichtet, in einem Tunnelofen über eine Vorrichtung oder Vorrichtungen zu führen, die infrarote Strahlen aussenden.
Gemäss der Erfindung wird die Aussenseite der Stumpen vorzugsweise fast ausschliesslich der Wirkung reflektierter
Strahlen ausgesetzt.
Eine "forteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht aus einem
Tunnel, in dem entlang von Vorrichtungen, die infrarote Strahlen aussenden und ebenfalls im Tunnel angeordnet sind, Trägerorgane
angeordnet sind, die auf einem Transportorgan befestigt sind und die so ausgebildet sind, dass die auf ihnen angeordneten Stumpen
so sitzen, dass ihre Oeffnung nach unten gerichtet ist. Die Vorrichtungen zum Auspressen der grSsstmöglichen Flüssigkeitsmenge
aus den Hutstumpen können mit ihrem Austrittsende so angeordnet sein, dass die Hutstumpen unmittelbar von jedem Austrittsende in die
trockenvorrichtung eintreten können.
Bei einer sehr einfachen und sehr "betriebssicher arbeitenden Vorrichtung gemäss der Erfindung ist der Boden des Tunnels mit
mindestens einem fortlaufenden und sich in der Längsrichtung erstreckenden Schlitz versehen. Die Vorrichtung oder die Vorrichtungen
zum Ausstrahlen der infraroten Strahlen sind zu beiden Seiten dieses Schlitzes angeordnet. Unterhalb des Bodens befinden
sich zwei endlose parallel zueinander angeordnete Transportketten, die miteinander durch drehbare,in Abständen voneinander angeordnete
Verbindungsteile verbunden sind.Eine oder mehrere Tragstangen für die Stumpen sind auf diesen Verbindungsteilen befestigt und treten
im Tunnel durch den erwähnten Schlitz oder Schlitze hindurch. In einer Entfernung von jedem dieser Verbindungsteile ist ein mit
einem Loch versehener Hilfsverbindungsteil angeordnet, der mit den ] beiden Transportketten so verbunden ist, dass er sich um seine Achse
drehen kanns wobei durch das Loch ein Stab hindurchgeht, der mit dem ersten Verbindungsteil fest verbunden ist und sich in dem Loch
verschieben kann. Auf diese Art durchlaufen die Hutstumpen die Vorrichtung, indem sie immer in der Stellung bleiben, die ihnen
gegeben worden ist und wobei auch der Abstand zwischen den Stumpen konstant bleibt.
Vorzugsweise sind die durch den Schlitz hindurchtretenden Tragstangen mit mehreren quer in der Vorrichtung nebeneinander ange-
ordneten Tragarmen versehen«
T3ei einer einfachen und wenig Unterhaltung erfordernden Ausfiihrungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht die
Vorrichtung zum Ausstrahlen infraroter Strahlen aus einer oder mehreren Platten ,die einer unter ihnen angeordneten Heizvorrichtung
zugeordnet sind* Diese Platten sind an sich bekannt.
(Jemäss der Erfindung können die Wände des Tunnels aus einem infrarote Strahlen reflektierenden Stoff * hergestellt sein oder
mit einem solchen Stoff überzogen und derart angeordnet sein, dass äie die reflektierten Strahlen genau und vollständig auf die
Aussenfläche der Stumpen werfen.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand der beigefügten Zeichnung erläutert, die beispielsweise und keineswegs erschöpfend eine
Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung darstellt. Auf der Zeichnung ist
Fig.l eine Seitenansicht eines Teiles des Tunnelofens, Fig.2 ein entsprechender Querschnitt;, in dem die Transport«
vorrichtung nur teilweise dargestellt ist, Pig.3 ein Teil der Transportvorrichtung für die Stumpen
schematisch und in einem grösserenÄasstab dargestellt.
Der in der Zeichnung dargestellte Tunnelofen besteht aus einer gewissen Anzahl Sektionen 3,4··».» die auf einem Gestell 1,2...ruhen
und miteinander verbunden sind. Entlang dem Tunnelofen führt eine
Hauptgasleitung 5» der das Gas durch eine mit einem Hahn 6 versehenen Leitung 7 zugeführt wird. An einem stromaufwärts von
diesem Hahn 6 gelegenen Punkt zweigt eine Zweigleitung 8 ab, die Gas zu einer Verteilungsleitun'g 9 führt, die die in dem Tunnelofen
angeordneten Flammen speist. In dieser Leitung 8 ist ein Hahn 10 angeordnet. An einigen Punkten der Hauptgasleitung sind
GasBeaometer 11 angeschlossen, von denen nur einer dargestellt ist. Gegebenenfalls kann die Haupt gas leitung φ1 mit zusätzlichen,
nicht dargestellten Hähnen versehen sein, die in gewissen Abständen voneinander angeordnet sind und mittels deren man die Gaszufuhr
zu den einzelaan Sektionen des Tunnelofens regeln kann. Andererseits können Vorrichtungen 12 zur Temperaturmessung an
einigen Stellen des Tunnelofens angeordnet sein.
hf*
Wie aus der Fig.2 ersichtlich gtn*, zweigen von der Hauptgasleitung 5 Zweigleitungen 13 zu zwei Gasbrennersätzen 14 ab, von
denen jeder eine gewisse Anzahl nebeneinander und hintereinander angeordnete Brenner aufweist und die sich unterhalb der Platten
15jl6 erstrecken, die zu beiden Seiten eines Schlitzes 17 angeordnet sind. Dieser erstreckt sich in der Längsrichtung über die
ganze Länge des Tunnelgrundes und die Platten senden infrarote Strahlen aus, wenn sie durch die Gasbrennersätze 14 erhitzt werden.
Durch diesen Schlitz 17 treten eine gewisse Aazahl Trägerstangen 18 hindurch,die mit einer gewissen Anzahl Trägerarmen 19,20 versehea
sind,auf denen die Stumpen aufgehängt werden.Die Trägerstangen sind auf einer in der Fig.2 nicht dargestellten Transportvorrichtung
befestigt.
Die Fig.3 zeigt sohematisch eine vorteilhafte Ausführungsform der Transportvorrichtung. Diese besteht aus zwei endlosen
Ketten 21,22, die nebeneinander angeordnet sind ."KtiS sich auf nioht dargestellten Kettenrädern bewegen,die von dem Gestell
1,2 so getragen werden, dass sie sich drehen können. Pur jedes Tragorgan sind zwei einander gegenüberstehende Kettenglieder 239
durch einen Verbindungsteil 25 verbunden, der zwischen ihnen so angeordnet ist, dass er sich um sich selbst drehen kann.Die mit
den !Pflegearmen 19,20 versehene Tragstange 18 ist auf diesem Verbindungsteil derart befestigt, dass sie mit ihm fest
verbunden ist. Andererseits ist ein Stab 26 an dem Terbindungste2L 25 befestigt, dessen freies Ende durch ein Loch eines zweiten
Verbindungsteiles 29 zwischen den beiden Kettengliedern 27*28 frei hindurchgeht,der ebenfalls so angeordnet ist,dass er sich um sich
selbst drehen kann, fenn der Verbindungsteil 29 über die beiden letzten Kettenräder läuft, die vorzugsweise den Antrieb bilden,
dreht er sich, und der Stab 26 gleitet in dem Loch dieses Verbindungsteiles derart, dass die Entfernung zwischen den Verbindungs-
teilen 25 und 29 geringer wird.Während des Durchlaufens des Tunnelofens wird die Tragstange 18 mit ihren Tragarmen 19»20 in der
richtigen Stellung gehalten,weil die Verbindungsteile 25,29 durch den Stab 26 daran gehindert sind, sich zu drehen.
Die Hutstumpen werden auf die Tragarme 19»20 derart aufgesetzt, dass sie sich mit ihrer nach unten gekehrten üeffnung über den
Platten 15,16 befinden. Bin Teil der durch diese Platten susgesan dt en
Strahlen berührt infolgedessen die Innenfläche der Stumpen, während die anderen Strahlen durch die fände 3Ο,31ι^2,'*3,Ή,35
des Tunnels ein oder mehrere Male reflektiert werden. Ein grosser Teil dieser Strahlen berührt die Aussenfläche der Stumpen. Die
Wände 30 - 35 sind aus reflektierendem Material hergestellt.
De»Wasserdampf wird mit einer gewissen Menge Luft durch Oeffnungen 36,37 im oberen Teil des Tunnelofens durch den Kanal 38 mit Hilfe
eines nicht dtrgestellten Ventilators abgezogen.
Es ist selbstverständlich, dass die auf der Zeichnung dargestellte und vorstehend beschriebene Vorrichtung nur beispielsweise erläutert
worden ist-und dass zahlreiche Abänderungen vorgesehen werden können, ohne dass deshalb von dem Erfindungsgedanken abgegangen
wird.
Claims (1)
- Patentansprüche.1.) Verfahren zum Trocknen von Hutstumpen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stumpen mit Hilfe einer oder einer Anzahl von Vorrichtungen getrocknet werden, die infrarote Strahlen aussenden.2.) Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hutstumpen durch einen Tunnelofen derart geführt werden,dass ihre offenen Innenflächen nach unten auf eine Vorrichtung oder Vorrichtun-gen gerichtet sind, die infrarote Strahlen aussenden.■5.) Verfahren nach A&sprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenf lache der Hutstumpen von Strahlen "beeinflusst wird, die im wesentlichen ausschliesslich reflektiert sind»4.) Torrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass sie aus einem Tunnel besteht, in dem Tragorgane auf einem Transportorgan angeordnet sind und dass die Tragorgane derart ausgebildet sind, dass die auf ihnen angeordneten Hutstumpen sich mit ihrer offenen Innenfläche entlang von Vorrichtungen bewegen, die infrarote Strahlen aussenden und im Tunnel angeordnet sind.5.) Vorrichtung gemäss Anspruch 4, dadurch "gekennzeichnet, dass der Tunnelgrund mit mindestens einem durchlaufenden und sich in der Längsrichtung erstreckenden Schlitz versehen ist, zu dessen beiden Seiten die Vorrichtung oder die Vorrichtungen zum Aussenden von infraroten Strahlen angeordnet sind, dass unter dem Boden des Tunnels zwei e^ndlose Transportketten parallel zueinander angeorcbet sind, die miteinander durch in Abständen voneinander angeordnete drehbare Verbindungsteile verbunden sind,mit denen ein oder eine Anzahl durch den Schlitz oder die Schlitze hindurchtretende Tragarme für die Stumpen verbunden sind und dass in einer Entfernung von jedem dieser Verbindungsteile ein mit einem Loch versehener Hilfsverbindungsteil angeordnet ist, der mit den beiden Transportketten drehbar verbunden ist und in dessen Loch ein mit dem erstenVerbindungsteil fest verbundener Stab gleiten kann.ö.) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Schiita hindurchtretenden Tragstäbe mit einer Anzahl
Tragarme versehen sind.7.) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dass die infrarote Strahlen aussendende Vorrichtung aus einer oder einer Anzahl Platten besteht, die mit einer
Heizvorrichtung versehen sind.8.) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dass die Tunnelwände aus reflektierendem Material bestehen, und so angeordnet sind, dass sie die reflektierten
Strahlen nahezu vollständig auf die Aussenfläche der
Hutstumpen werfen.
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