DEP0023406DA - - Google Patents
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Description
2aal Vorbau Anlage Nr. 2
Oberursel/Taunus ζ. Pat, Anm. ν. ->«„„,
in einem Bienenstand.
Bekanntlich unterliegt der Zustand eines Bienenvolkes im Laufe
der Zeit gewissen Veränderungen, die einmal durch biologische Vor«
gange und zum anderen durch die äusseren Eingriffe des Imkers bedingt
sind· Diese Zustände sind im einzelnen durch die folgenden acht Begriffe gekennzeichnet bzw. ausgedrückt«
1· Volk ist in Ordnung
2· Volk ist in Schwärmst immung
3· Volk ist dröhnen-, fehl- oder buckelbrütig
4. Volk hat Weiselprobe bekommen
5. Volk ist weisellos
6. Volk wurde junge, unbegattete Königin zugesetzt 7· Volk hat eine geschlüpfte, unbegattete Königin
8. Volk wurde begattete Königin zugesetzt
Damit der Imker zur Durchführung seiner vielfältigen Arbeiten
weiss, in welchem der obigen Zustände sich das einzelne Volk gerade befindet, führt er für jedes Volk eine sogenannte Stockkarte, in
der fortlaufend jede Zustandsänderung gemäss obigen Begriffen eingetragen
wird. Diese Unterlage dient ihm dann als Wegweiser bei der Nachschau und Behandlung, die er bei seinen Bienenvölkern durchführen
muss, um sie in dem richtigen Zustand zu halten und damit leistungsfähig
zu machen· Dieses Verfahren hat sich insofern als unzulänglich erwiesen, als es dem Imker zuviel Umstände macht. Abgesehen davon,
dass es ihm fortlaufend die genape Beschriftung dieser Karten auferlegt,
womit ein gewisser Zeitverlust verbunden ist, hat es den erheblichen Nachteil, dass es eine rasche G-esamtäbersieht über alle
Völker nicht gestattet; denn er muss immer erst von Wabenkasten zu Wabenkasten schreiten, um die in der Regel dort angebrachte Stock-
karte nachzulesen, oder wenn diese in einer Hartei zusammengestellt
sind, sie zuerst auf einen Tisch ausbreiten um einen einigermassen Überbliok zu gewinnen, der aber durch das fortgesetzte Lesen jeder
Einzelkarte am Ende wieder verwischt wird. Schliesslich müssen diese Stockkarten nachdem sie voll beschriftet sind durch neue Karten ersetzt
werden, womit ein zusätzlicher Verlust verbunden ist·
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile, indem sie an
die Stelle des karteimässigen Verfahrens eine immerwährende Einrichtung
setzt, welche von der optischen Wirkung G-ebrauch macht 9 Sie ist
gekennzeichnet durch eine sogenannte Markierungsscheibe, die auf der Oberfläche mit sinnfällig wirkenden, d.h. mit dem Verstand leicht zu
erfassenden und mit dem Auge schon aus der Entfernung sofort wahrnehmbaren
Merkmalen versehen ist, und eine verschiebliche im wesentlichen gleichartige und undurchsichtige Wählerscheibe, die ein Blickfenster
aufweist, das so angeordnet und bemessen ist, dass dieses bei der wahlweisen Verstellung der Scheibe die einzelnen, Markierungen
oder Merkmale oder die Kombination von benachbarten Merkmalen sichtbar
werden lässt, die den einzelnen Positionen des Vorgezeichneten Zustandsplanes jeweils zugeteilt sind· Die Markierungs- and Wählerscheibe
sind vornehmlich als kreisrunde Scheiben ausgebildet und das Blickfenster in letzterer vorteilhaft als langlochförmige Durchbrechung
ausgeführt, die zur Kreistangente parallel verläuft·
Bei der Anwendung der Brfinflrmg hat es sich als zweckmässig erwiesen*
die Merkmale als unterschiedlich getönte Farbfelder auszubilden. Man hat dabei den Vorteil der Unbestechlichkeit auch bei
kleinster Flächenwirkung sowie der unbedingten Sichtbarkeit der einzelnen Farben noch aus grosserer Entfernung, Ausserdem hat man die
Möglichkeit der Kombination von jeweils zwei benachbarten Farben, um damit ebenfalls einen bestimmten Zustand kennzeichnen zu können, so
dass man für die vorgezeichneten acht · Zustände schon mit vier Färb*·
tönen auskommt·- Selbstverständlich entspricht es auch dem Sinn und Zweck der Erfindung, wenn man anstelle ran Farben andere Merkmale
zur Kennzeichnung der einzelnen Zustände anordnet. So kann man
erf indungsgemäss zur Markierung des einzelnen Zustandes auch eine
Zahl oder einen Buchstaben oder Kombinationen von "beiden vorsehen
und nicht zuletzt "besteht auch noch die Möglichkeit mit zweckdienlichen
bildlichen Darstellungen für die einzelnen Merkmale zu arbeiten, indem der Inhalt eines jeden Bildmerkmals den betreffenden
Zustand möglichst unzweideutig wiederspiegelt· Das ist an sich ganz leicht durchzuführen, wie die folgenden Beispiele zeigen· Wenn das
InIk in Ordnung ist, so kann man für diesen Fall sogar auf eine
bildliche Darstellung dieses Zustandes verzichten, indem man ihn beispielsweise einfach nur durch die helle Bildgrondflache anzeigt·
Ist das Volk in Schwärmstimmung, so kann dieser Zustand z.B. durch
eine Darstellung einer fliegenden Biene verdeutlicht werden und so lässt sich eben für jeden der folgenden Zustände eine bildliche
Ausdrucksform finden· Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht schliesslich
noch darin, dass die einzelnen Markierungszeichen oder Merkmale auch als Leuchtzeichen ausgebildet sein können, um ihre Erkennung
auch bei Dunkelheit oder im Halbdunkel zu gewährleisten.
Auf der anliegenden Zeiohnung ist die Erfindung in einem
Ausführungsbeispiel veranschaulicht, wobei Fig. 1 und 2 die Markierungs- bzw. Wählerscheibe in einer
Draufsicht zeigen, während die
Fig. 3 und 4 die Erfindung im gebrauchsfertigen Zustand in der
Ansicht und im Schnitt darstellen.
Die Oberfläche der Markierungsscheibe a, die zweckmässigerweise
aus dünnem Alluminiumblech hergestellt ist, ist in vier gleiohgrosse
Sektoren al, a2, aj, a4, unterstellt, von den beispielsweise der
eine grün, der danebenliegende gelb, der nächste rot und der übernächste weiss angestrichen ist, und zwar derart, dass keine freien
Flächen mehr verbleiben. Im Mittelpunkt der Scheibe a ist ein Loch d vorgesehen und die umliegende Partie des Materials in Form eines
Trichters e nach unten bzw· der Scheibenrückseite hin durchgedrückt.
Die Wählersohelbe b gemäss Pig. 2 ebenfalls kreisrund gestaltet, sie
■besitzt den gleichen Surohmesser wie die Scheibe a und besteht aus
dem gleichen Material wie diese. Erfindungsgemäss ist die Wählerecheibe
b mit einem Blickfenster f versehen, das nach weiteren Merkmalen
der Erfindung eine langlochförmige Gestalt hat und mit seinen
Längsseiten parallel zur Kreistangente t verläuft· Aussej^ier Barohbreohung
f besitzt diese Scheibe in der Mitte ebenfalls ein Loch d1 sowie eine Senkung el, welche in ihren Abmessungen denjenigen der
Scheibe a etwa entsprechen«
Gemäss Fig.5 und 4 erfolgt der Zusammenbau der Einrichtung in der
Weise, dass zunächst die Markierungsscheibe a auf die Wand des Wabenkastens
w aufgenagelt wird, wozu die kleinen Löcher c dienen. An der Stelle der durch die Senkung e hervorgerufenen Ausbuchtung, auf der
Rückseite der Scheibe a, wird durch Wegnahme von etwas Holz der Kastenwand dafür Sorge getragen, dass eine plane Auflage der Markierungsscheibe
a gewährleistet ist. Alsdann wird die Wählerscheibe b mit dem rückwärts vorstehenden Teil der Senkung el in der entsprechenden
Vertiefung der Senkung e der Markierungsscheibe a gelagert und durch die beiden sich deckenden Löcher d, d1 eine Holzsenkschraube
g in die lastenwand w eingeschraubt. Will man nun das Blickfenster f auf einen bestimmten Farbsektor oder die Kombination von zwei benachbarten
Sektoren(Fig*5) verstellen, so erfolgt das von Hand aus durch
Hechts- oder Linksdrehung der Scheibe. Die Holzschraube g ist nur in dem Mass angezogen, dass sich zwar noch eine Drehung der Wählerscheibe
b bewerkstelligen lässt, demgegenüber jedoch eine selbsttätige Verstellung ausgeschlossen ist. Zur Blockierung genügt es die
Holzschraube g fester anzuziehen.
Die Verteilung der einzelnen Farben und ihrer Kombinationen auf die Postionen iViS'8 des Zustandsplanes kann beliebig sein.
G-emäss dem vorliegenden Beispiel ist sie wie folgt:
grün » Voll: ist in Ordnung grün - gelb β Volk ist in Schwärmstimraung
gelb s Yolk ist dröhnen-, fehl- oder buckelbrütig
gelb - rot « Volk hat Weiselprobe bekommen rot » Volk ist weisellos
rot * weiss » Volk wurde junge, unbegattete Königin zugesetzt
weiss « Volk hat eine geschlüpfte, unbegattete Königin
weiss - grün β Volk wurde begattete Königin zugesetzt
gegenüber dem bekannten Verfahren mit Stockkarten erspart die «vfindungsgemässe Einrichtung dem Imker viel Mähe und Arbeit, vor
allem aber sichert sie ihm infolge ihrer unfehlbaren sinnfälligen
Wirkung einen schlagartigen Überblick über den jeweiligen Zustand der einzelnen Völker, auch von entfernter Stelle aus, Schliesslioh
ist die Einrichtung absulut preiswert und besitzt dabei noch den Vorteil, dass sie bei sachgemässer Behandlung eine fast unbegrenzte
Lebensdauer aufweist· Ihre Anbringung am Wabenkasten ist ebenso einfach wie ihre Bedienung·
-0000000-
Claims (6)
1. Einrichtung zur Kennzeichnung des Zustandes der einzelnen Völker
in einem Bienenstand, gekennzeichnet durch eine zweckmässig am
Wabenkasten befestigte auf der Oberfläche mit einer Anzahl sinnfällig
wirkenden unterschiedlichen Merkmalen versehene Markierungsscheibe, «reicher eine im wesentlichen gleichartige jedoch verschiebliche
Wählerscheibe mit einer als Blickfenster dienenden Durchbrechung zugeordnet ist, so dass durch die Verschiebung
letzterer die den verschiedenen Zuständen zugeteilten Merkmale einzeln wahlweise im Blickfenster sichtbar gemacht werden können·
2· Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Merkmale Farbfelder unterschiedlicher Tönung dienen, die das
sowie Blickfenster ganz ausfüllen und sowohl einzeln als einander
benachbarte paarweise gebraucht werden,
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als
Merkmale vom Untergrund der Markierungsscheibe scharf abstechende Zahlen oder/und Buchstaben oder sonstige Zeichen und Sinnbilder
zur Anwendung kommen·
4. Einrichtung nach Anspruch/ 1, dadurch gekennzeichnet, dass als
Merkmale Bilder dienen, welche die Charakteristik der verschiedenen Zustände im einzelnen darstellen.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Merkmale als Leuchtzeichen in der Dunkelheit oder im Halbdunkel ausgebildet sind·
6. Ausführungsform einer Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungs- und Wählerscheibe als kreisförmige ebene Platten(a bzw· b) ausgebildet sind und in
der Scheibenmitte kleine kegelförmige Aus- bzw. Einbuchtungen (e bzw. el) zur gegenseitigen lagerung und Führung aufweisen und
dass als Blickfenster in der Wählerscheibe (b) eine zur JEreistangente
(t) parallel verlaufende langlochförmige Durchbrechung (f) vorgesehen ist.
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