DEP0022504DA - Skibacken mit Sohlenhalter - Google Patents
Skibacken mit SohlenhalterInfo
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Description
Damit der Ski jeder Bewegung des Fusses bzw. des Skistiefels besonders beim sogenannten Kanten genau folgen kann, sind Skibacken bekannt, die mit Sohlenhaltern versehen sind. Die etwa waagrecht liegenden Sohlenhalter übergreifen die Stiefelsohle seitlich, um dadurch eine besonders gute Verbindung zwischen Stiefel und Ski herzustellen. Bei derartigen Skibindungen fällt der bisher stets verwendete Zehenriemen fort.
Bisher besteht in weiten Kreisen der Skifahrer die irrige Auffassung, die Sohlenhalter müßten dicht auf der Oberkante der Stiefelsohlen sitzen und demzufolge wären für die unterschiedlichen Sohlenstärken in der Höhe verstellbare Halter erforderlich. Infolgedessen hat man bisher die Sohlenhalter immer als besondere Teile ausgebildet, die in verstellbarer Weise mit dem Skibacken verbunden waren. Abgesehen davon, daß sich die Herstellung eines Skibackens mit verstellbarem Sohlenhalter verteuerte, war noch der weitere Nachteil vorhanden, daß sich die Verbindung des Sohlenhalters mit dem Skibacken lösen konnte.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Verstellbarkeit des Sohlenhalters keineswegs erforderlich ist. Wenn der Sohlenhalter bei den bekannten Bindungen genau auf die Sohlenstärke eingestellt wird, sich also zwischen Halter und Sohle kein Spielraum befindet, dann fehlt ein elastisches Zwischenglied, das bei Benutzung von Sohlenhalterbacken unerläßlich ist, wenn diese Backen befriedigen sollen. Die Folge der bisherigen spielfreien Einstellung der Sohlenhalter ist eine Beschädigung der Stiefelsohlen nach verhältnismäßig kurzer Zeit, auch ergibt sich ein harter und unbequemer Stiefelsitz.
Ist dagegen zwischen Sohlenhalter und Stiefelsohle ein Spielraum vorhanden der ruhig einige Millimeter betragen kann, so bildet der Schnee, der sich stets zwangsläufig von vorne her einschiebt, ein nachgiebiges Druckpolster von ganz ausgezeichneter Wirkung. Dieses Schneepolster passt sich selbsttätig immer genau den Erfordernissen an, die je nach Art des Skilaufs und den größeren oder geringeren Spielraum zwischen Sohle und Sohlenhalter verschieden sind.
Diese neue Erkenntnis hat zu dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Skibacken geführt, bei dem das Neue darin besteht, daß der Sohlenhalter durch den Backen selbst gebildet ist, also mit ihm aus einem Stück besteht. Das vorne liegende obere Ende der senkrechten Backenwangen ist erfindungsgemäß zwecks Bildung des Sohlenhalters nach innen winklig umgebogen.
Derartig weit vorne liegende Sohlenhalter waren bisher bei den verstellbaren Ausführungen nicht möglich, weil ja zur Befestigung und Führung des Sohlenhalters ein Ausschnitt im Skibacken vorgesehen sein mußte. Beim neuen Backen werden die Stiefelsohlen ganz vorne gehalten, sodaß der Stiefel mit der Vorderkante der Backen abschließen kann und somit in seiner ganzen Länge als Hebelarm zur Übertragung der Fußbewegung auf den Ski ausgenutzt werden kann.
Schließlich besteht die Erfindung noch darin, daß der Sohlenhalterlappen hinten unter Bildung einer Rundung nach oben abgebogen ist, wodurch das Ein- und Ausfahren des Stiefels in die Skibindung wesentlich erleichtert ist. Auch die Abbiegung des Skistiefels besonders bei einem Aufstieg ist dadurch erleichtert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt:
Figur 1 zeigt eine Skibindung von der Seite gesehen,
Figur 2 stellt den zugehörigen Grundriß dar und
Figur 3 ist eine Stirnansicht von vorne.
Für die Erfindung ist es gleichgültig, in welcher Art die Skibindung an sich ausgebildet ist. Im gezeichneten Beispiel besteht sie in einfachster Art aus einem Deckblech 1, das mit Hilfe von Schrauben 2 auf den Ski 3 aufgeschraubt ist, wobei die waagrechten Schenkel 4 der Skibacken 5 in der jeweils eingestellten Lage von dem Deckblech übergriffen und festgehalten werden.
Die Sohlenhalter 6 sind durch winklig nach innen abgebogene Teile oder Lappen der senkrechten Backenwandungen 5 gebildet. Diese Sohlenhalterlappen 6 liegen am vorderen Ende der Skibacken, wie die Zeichnung zeigt. Aus Figur 1 in Verbindung mit Figur 3 ist weiter ersichtlich, daß die Sohlenhalterlappen 6 hinten bei 7 unter Bildung einer Rundung aufgebogen sind.
Claims (3)
1) Skibacken mit Sohlenhalter, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenhalter (6) durch den Backen selbst gebildet ist, also mit ihm aus einem Stück besteht.
2) Skibacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vorne liegende obere Ende der senkrechten Backenwange zwecks Bildung des Sohlenhalters nach innen winklig umgebogen ist.
3) Skibacken nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß der waagrecht oder etwa waagrecht liegende Sohlenhalterlappen (6) hinten unter Bildung einer Rundung nach oben abgebogen ist.
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