DEP0022298DA - Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz.

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DEP0022298DA
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English (en)
Inventor
Julius Brangs jun.
Original Assignee
Preßwerk AG., Essen
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Description

Bekannt ist, Preßkörper aus Holz dadurch herzustellen, dass in üblicher Weise eine mit einer Kunstharzlösung bestrichene oder getränkte Furnierplatte in einer oder mehreren Lagen übereinander unter Verwendung heizbarer Formen zu entsprechenden Körpern verarbeitet werden. Bei solchen oder ähnlichen Verfahren treten ausserordentliche Schwierigkeiten dadurch auf, dass nicht nur das Gefüge der Preßlinge ungleichmässig, beispielsweise mit Blasen oder Hohlkörpern versehen ist, vielmehr gelingt es oft auch nicht, Teile mit scharfen Kanten bzw. kurz abgewinkelten Flächen rißfrei herzustellen. Die Gründe dafür hat man in der Art des Auf- bzw. des Einbringens der Kunstharze in die zu verpressenden Hölzer gesucht. Dabei ist deshalb schon mit den verschiedensten Mitteln gearbeitet worden. So hat man die Folien beispielsweise mit der Harzlösung bestrichen oder in sie eingetaucht, aber auch bekannte Imprägnierungsverfahren angewendet, um die Übelstände zu beseitigen.
Man war bisher der Auffassung, dass die zu verpressenden Hölzer vor dem Imprägnieren einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad nicht übersteigen dürften, wenn in sie ein hoher Harzgehalt eingebracht werden soll, wie er für Preßkörper hoher Festigkeit erforderlich ist. Man hat daher die Furniere zunächst getrocknet und dabei einen stets möglichst gleichbleibenden Trocknungsgrad vor der Imprägnierung angestrebt.
Zur Erzielung einer wirkungsvollen Tränkung der Furniere mit der Harzlösung hat man das Imprägnieren auch bereits unter Verwendung von Druck oder auch mit Hilfe von Unterdruck, also im Vakuum, vorgenommen, um dann anschliessend die Lösungsmittel zu verdunsten und die eingeführten Harze zu polymerisieren.
Trotz dieser unterschiedlichsten Vorbehandlung der Furniere konnte dennoch das Blasigwerden des Preßkörpers nicht immer vermieden werden. Die Gründe hierfür sah man in dem hohen Feuchtigkeitsgehalt der Ausgangsfurniere nach der Vorbehandlung, der erforderlich ist, wenn die Preßkörper stark verformt werden sollen, ohne rissig zu werden. Wo der hohe Feuchtigkeitsgehalt nicht erforderlich war, hat der jetzige Stand der Technik ihn unbedingt vermieden. Wo er zur Erzielung guter Verformbarkeit der Stücke benötigt wurde, hat man zur Vermeidung des Blasigwerdens die Preßgüter zum Verpressen in unbeheizte Formen gebracht, die Formen alsdann aufgeheizt und das Gut solange in den Formen belassen, bis es mit ihnen zusammen abgekühlt war. Dieses Verfahren hat jedoch den grossen Nachteil hohen Zeitaufwandes, infolgedessen schlechter Ausnutzung der Pressen und demzufolge grosser Unwirtschaftlichkeit.
Die Erfindung hat nun aufgrund langer Ermittlungen und Versuche zu einem Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz geführt, das geeignet ist, die bisher beobachteten und immer wieder bemängelten Übelstände restlos zu beseitigen. Es beruht auf der Erkenntnis, dass es zunächst nötigt ist, die zu verpressenden Hölzer, beispielsweise die Furniere, auf das sorgfältigste mit dem Kunstharz zu tränken, sodass das Kunstharz bis in die innersten Poren der Furniere eindringt, und dass dies durch die Anwendung des an sich bekannten Imprägnierungsverfahrens unter Verwendung von Unterdruck in Autoklaven, in die die Hölzer zum Einsatz gelangen, nicht möglich ist, wenn die Hölzer zur Erzielung eines geringen Feuchtigkeitsgehaltes vorher getrocknet werden. Es wurde vielmehr erkannt, dass die Harzlösung in feuchtes Holz bei der Vakuum-Imprägnierung wesentlich leichter und tiefer eindringt als in vorgetrocknetes Holz. Demgemäss werden bei dem Verfahren nach der Erfindung die Hölzer, ohne dass sie vorher getrocknet werden, im Vakuum imprägniert, wobei dann alle Poren des Holzes mit der Kunstharzlösung gefüllt werden. Hierdurch ist es möglich, auch konzentriertere, zähflüssigere, wässrige Kunstharzlösungen in das Holz einzubringen und so den Harzgehalt des Endproduktes und damit dessen homogene Festigkeit wesentlich zu steigern. Auf diese Weise kann man auch bei einem Feuchtigkeitsgehalt des Preßkörpers, der gute Verformbarkeit gewährleistet, ohne dass die Preßkörper an scharfen Kanten oder kurz abgewinkelten Flächen Risse erhalten, Preßkörper hoher und homogener Festigkeit erzielen.
Das in vorstehender Weise mit dem Kunstharz getränkte feuchte Preßgut, dessen Feuchtigkeitsgehalt zur Erzielung guter Verformbarkeit zweckmässig den Betrag von 10 % nicht unterschreiten sollte, kann unmittelbar in die bereits vor dem Einbringen des Gutes auf Preßtemperatur gebrachten Preßformen eingelegt und verpreßt werden, ohne dass Rißbildungen beim Pressen entstehen. Während des Verpressens wird die Form zweckmässig ein oder mehrmals entlüftet, um die verdampfende Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Infolge der durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielten gründlichen Durchdringung des Holzes mit der Harzlösung wird durch den Preßvorgang ein so porenfreier Preßkörper erzielt, dass dieser nach dem Verpressen sofort der Preßform entnommen werden kann und nicht erst, wie es bisher üblich war, in der erkaltenden Form ebenfalls abgekühlt werden muss, ohne dass die Gefahr des Blasigwerdens oder des Aufplatzens des Preßkörpers entsteht.
Zu dem mit dem erfindungsgemässen Verfahren erzielten Erfolg trägt anscheinend auch wesentlich bei, dass das noch mit einem gewissen Feuchtigkeitsgehalt in eine schon vorgeheizte Form eingebrachte Preßgut, das durch die vorangegangene sorgfältige Imprägnierung durch und durch mit dem Kunstharz gefüllt ist, unter dem Einfluss des sich beim Schliessen der Form bildenden hochgespannten Dampfes, noch bevor der eigentliche Preßvorgang eingesetzt hat, besonders weich und verformbar gestaltet wird.
Das Verfahren nach dieser Erfindung liefert, wie schon erwähnt, nicht nur Preßlinge mit absolut homogenem Querschnitt ohne Blasen oder dergl., sondern auch Formstücke schwierigster Gestalt, beispielsweise mit scharf abgewinkelten Flächen, die ohne Risse, Verwerfungen oder dergl. sind, d.h. Preßkörper aus Holz, die man nach den bekannten Verfahren mit diesen Eigenschaften noch nicht hergestellt hat und auch nicht herstellen kann.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus mit einer Harzlösung getränktem Holz mit hohem Harzgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangshölzer, beispielsweise Furnierplatten, ohne Trocknungsvorbehandlung mit Lösungen wässriger Kunstharze im Vakuum getränkt und hierauf unter Hitze verpreßt werden, vorzugsweise unter ein- oder mehrfachem Lüften der Preßform.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut in noch feuchtem Zustand vorzugsweise mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 % in die vorgeheizte Preßform eingesetzt und unter ein- oder mehrfachem Lüften der Form gepreßt wird.

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