DEP0022298DA - Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz.Info
- Publication number
- DEP0022298DA DEP0022298DA DEP0022298DA DE P0022298D A DEP0022298D A DE P0022298DA DE P0022298D A DEP0022298D A DE P0022298DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressed
- wood
- mold
- production
- bodies
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 239000002023 wood Substances 0.000 title claims description 15
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 3
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 9
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 9
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 claims description 9
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 claims description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims description 2
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 claims 2
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 8
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 6
- 208000002352 blister Diseases 0.000 description 3
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 3
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 2
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 238000002203 pretreatment Methods 0.000 description 1
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 1
Description
Bekannt ist, Preßkörper aus Holz dadurch herzustellen, dass in üblicher Weise eine mit einer Kunstharzlösung bestrichene oder getränkte Furnierplatte in einer oder mehreren Lagen übereinander unter Verwendung heizbarer Formen zu entsprechenden Körpern verarbeitet werden. Bei solchen oder ähnlichen Verfahren treten ausserordentliche Schwierigkeiten dadurch auf, dass nicht nur das Gefüge der Preßlinge ungleichmässig, beispielsweise mit Blasen oder Hohlkörpern versehen ist, vielmehr gelingt es oft auch nicht, Teile mit scharfen Kanten bzw. kurz abgewinkelten Flächen rißfrei herzustellen. Die Gründe dafür hat man in der Art des Auf- bzw. des Einbringens der Kunstharze in die zu verpressenden Hölzer gesucht. Dabei ist deshalb schon mit den verschiedensten Mitteln gearbeitet worden. So hat man die Folien beispielsweise mit der Harzlösung bestrichen oder in sie eingetaucht, aber auch bekannte Imprägnierungsverfahren angewendet, um die Übelstände zu beseitigen.
Man war bisher der Auffassung, dass die zu verpressenden Hölzer vor dem Imprägnieren einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad nicht übersteigen dürften, wenn in sie ein hoher Harzgehalt eingebracht werden soll, wie er für Preßkörper hoher Festigkeit erforderlich ist. Man hat daher die Furniere zunächst getrocknet und dabei einen stets möglichst gleichbleibenden Trocknungsgrad vor der Imprägnierung angestrebt.
Zur Erzielung einer wirkungsvollen Tränkung der Furniere mit der Harzlösung hat man das Imprägnieren auch bereits unter Verwendung von Druck oder auch mit Hilfe von Unterdruck, also im Vakuum, vorgenommen, um dann
anschliessend die Lösungsmittel zu verdunsten und die eingeführten Harze zu polymerisieren.
Trotz dieser unterschiedlichsten Vorbehandlung der Furniere konnte dennoch das Blasigwerden des Preßkörpers nicht immer vermieden werden. Die Gründe hierfür sah man in dem hohen Feuchtigkeitsgehalt der Ausgangsfurniere nach der Vorbehandlung, der erforderlich ist, wenn die Preßkörper stark verformt werden sollen, ohne rissig zu werden. Wo der hohe Feuchtigkeitsgehalt nicht erforderlich war, hat der jetzige Stand der Technik ihn unbedingt vermieden. Wo er zur Erzielung guter Verformbarkeit der Stücke benötigt wurde, hat man zur Vermeidung des Blasigwerdens die Preßgüter zum Verpressen in unbeheizte Formen gebracht, die Formen alsdann aufgeheizt und das Gut solange in den Formen belassen, bis es mit ihnen zusammen abgekühlt war. Dieses Verfahren hat jedoch den grossen Nachteil hohen Zeitaufwandes, infolgedessen schlechter Ausnutzung der Pressen und demzufolge grosser Unwirtschaftlichkeit.
Die Erfindung hat nun aufgrund langer Ermittlungen und Versuche zu einem Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz geführt, das geeignet ist, die bisher beobachteten und immer wieder bemängelten Übelstände restlos zu beseitigen. Es beruht auf der Erkenntnis, dass es zunächst nötigt ist, die zu verpressenden Hölzer, beispielsweise die Furniere, auf das sorgfältigste mit dem Kunstharz zu tränken, sodass das Kunstharz bis in die innersten Poren der Furniere eindringt, und dass dies durch die Anwendung des an sich bekannten Imprägnierungsverfahrens unter Verwendung von Unterdruck in Autoklaven, in die die Hölzer zum Einsatz gelangen, nicht möglich ist, wenn die Hölzer zur Erzielung eines geringen Feuchtigkeitsgehaltes vorher getrocknet werden. Es wurde vielmehr erkannt, dass die Harzlösung in feuchtes Holz bei der Vakuum-Imprägnierung wesentlich leichter und tiefer eindringt als in vorgetrocknetes Holz. Demgemäss werden bei dem Verfahren nach der Erfindung die Hölzer, ohne
dass sie vorher getrocknet werden, im Vakuum imprägniert, wobei dann alle Poren des Holzes mit der Kunstharzlösung gefüllt werden. Hierdurch ist es möglich, auch konzentriertere, zähflüssigere, wässrige Kunstharzlösungen in das Holz einzubringen und so den Harzgehalt des Endproduktes und damit dessen homogene Festigkeit wesentlich zu steigern. Auf diese Weise kann man auch bei einem Feuchtigkeitsgehalt des Preßkörpers, der gute Verformbarkeit gewährleistet, ohne dass die Preßkörper an scharfen Kanten oder kurz abgewinkelten Flächen Risse erhalten, Preßkörper hoher und homogener Festigkeit erzielen.
Das in vorstehender Weise mit dem Kunstharz getränkte feuchte Preßgut, dessen Feuchtigkeitsgehalt zur Erzielung guter Verformbarkeit zweckmässig den Betrag von 10 % nicht unterschreiten sollte, kann unmittelbar in die bereits vor dem Einbringen des Gutes auf Preßtemperatur gebrachten Preßformen eingelegt und verpreßt werden, ohne dass Rißbildungen beim Pressen entstehen. Während des Verpressens wird die Form zweckmässig ein oder mehrmals entlüftet, um die verdampfende Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Infolge der durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielten gründlichen Durchdringung des Holzes mit der Harzlösung wird durch den Preßvorgang ein so porenfreier Preßkörper erzielt, dass dieser nach dem Verpressen sofort der Preßform entnommen werden kann und nicht erst, wie es bisher üblich war, in der erkaltenden Form ebenfalls abgekühlt werden muss, ohne dass die Gefahr des Blasigwerdens oder des Aufplatzens des Preßkörpers entsteht.
Zu dem mit dem erfindungsgemässen Verfahren erzielten Erfolg trägt anscheinend auch wesentlich bei, dass das noch mit einem gewissen Feuchtigkeitsgehalt in eine schon vorgeheizte Form eingebrachte Preßgut, das durch die vorangegangene sorgfältige Imprägnierung durch und durch mit dem Kunstharz gefüllt ist, unter dem Einfluss
des sich beim Schliessen der Form bildenden hochgespannten Dampfes, noch bevor der eigentliche Preßvorgang eingesetzt hat, besonders weich und verformbar gestaltet wird.
Das Verfahren nach dieser Erfindung liefert, wie schon erwähnt, nicht nur Preßlinge mit absolut homogenem Querschnitt ohne Blasen oder dergl., sondern auch Formstücke schwierigster Gestalt, beispielsweise mit scharf abgewinkelten Flächen, die ohne Risse, Verwerfungen oder dergl. sind, d.h. Preßkörper aus Holz, die man nach den bekannten Verfahren mit diesen Eigenschaften noch nicht hergestellt hat und auch nicht herstellen kann.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus mit einer Harzlösung getränktem Holz mit hohem Harzgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangshölzer, beispielsweise Furnierplatten, ohne Trocknungsvorbehandlung mit Lösungen wässriger Kunstharze im Vakuum getränkt und hierauf unter Hitze verpreßt werden, vorzugsweise unter ein- oder mehrfachem Lüften der Preßform.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut in noch feuchtem Zustand vorzugsweise mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 % in die vorgeheizte Preßform eingesetzt und unter ein- oder mehrfachem Lüften der Form gepreßt wird.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69400416T2 (de) | Verfahren zur Verbesserung von Holz niedriger Qualität | |
| DEP0022298DA (de) | Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Holz. | |
| DE3148120A1 (de) | Verfahren zum haerten und stabilisieren von holz | |
| DE972266C (de) | Verfahren zur Herstellung von nicht poroesen harten Faserplatten | |
| DE2028377C3 (de) | Verfahren zur Formgebung oder zum Pressen von Holz | |
| DE3616985A1 (de) | Verfahren zur herstellung von wasserbestaendigen spanplatten | |
| DE2016771A1 (en) | Continuous heat treatment for wood chip panels | |
| DE1056358B (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzspanwerkstuecken | |
| AT326339B (de) | Verfahren zum verdichten von vollholz | |
| DE2716157C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von trockenem formbeständigen Holz | |
| DE808280C (de) | Holzmast, insbesondere fuer elektrische Leitungen und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE379715C (de) | Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern | |
| DE740470C (de) | Verfahren zum beschleunigten und spannungsfreien Erhaerten von Beton unter Anwendung von Waerme | |
| DE1037109B (de) | Verfahren zur Herstellung von geschichtetem Holz | |
| DE368493C (de) | Verfahren zum Verdichten von Holz | |
| CH463774A (de) | Verfahren zum Herstellen eines flachen Körpers | |
| DE663219C (de) | Verfahren zum Herstellen eines aus Furnierblaettern zusammengesetzten Pressholzes | |
| DE580884C (de) | Verfahren zum UEberziehen von Hoelzern mit Klebstoff | |
| DE19746701A1 (de) | Verfahren zum Imprägnieren von Holz mit Flüssigkeit | |
| DE891185C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Faserstoffaufschwemmungen | |
| AT370670B (de) | Verfahren zum herstellen von trockenem, formbestaendigen holz | |
| DE1571390C (de) | Verfahren zum Herstellen eines hochfesten Kohle oder Graphitkorpers | |
| DE976696C (de) | Verfahren zur Herstellung kaschierten Materials | |
| AT289370B (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzplasten | |
| CH626981A5 (en) | Method and device for treating moist wood |