DEP0021462DA - Kühlrohrregister - Google Patents

Kühlrohrregister

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DEP0021462DA
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DE
Germany
Prior art keywords
cooling
cooling water
salt
cooling pipe
salt solution
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eugen Dipl.-Ing. Abele
Heinrich Krefeld Tornedde
Joachim Dr. Krefeld Walther
Original Assignee
Phrix-Werke AG, Hamburg
Publication date

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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Herstellung von grobkristallinen Salzen von einheitlicher Kristallgrösse. Die Vorrichtung soll insbesondere zur Gewinnung von grobkristallinem Glaubersalz benutzt werden. Es können natürlich auch andere Salze und andere Stoffe in der Vorrichtung kristallisiert werden.
Für viele Verwendungszwecke ist es erforderlich, Salze in groben Kristallen oder auch von gleichmässiger Korngrösse durch Kristallisation herzustellen, sei es, dass ein besser verkäufliches Produkt erhalten wird, sei es, dass der besondere Verwendungszweck die Herstellung einer bestimmten Korngrösse erfordert. Insbesondere bei Glaubersalz ist für verschiedene Verwendungszwecke die Herstellung eines grobkristallinen Produktes erforderlich, beispielsweise für die Herstellung von Viskoseschwämmen, bei der das Glaubersalz als Porenbilder verwendet wird. Hier hängt die Porengrösse des erhaltenen Schwammes von der Kristallgrösse des eingekneteten Glaubersalzes ab. Um ein gleichmässiges Porenbild zu erhalten, ist es dabei erwünscht, dass die Kristalle in ziemlich einheitlicher Korngrösse vorliegen. Die Vorrichtung der Erfindung besteht aus einem System von Kühlrohren, die am unteren Ende verschlossen sind. Jeder Kühlrohr enthält im Innern ein schwächeres Rohr, durch das das Kühlwasser oder die Kühlflüssigkeit zum unteren Ende des Kühlrohres geleitet wird und im Kühlrohr - im Zwischenraum zwischen Zuleitungsrohr und Kühlrohr - langsam nach oben steigt.
Dieses System von Kühlrohren wird in die auszukristallisierende warme Salzlösung hineingehängt. Das in die Kühlrohre eingeleitete Kühlwasser erwärmt sich allmählich durch Kühlung der Salzlösung. Das Kühlwasser strömt an dem am Innern des Kühlrohres befindlichen Zuleitungsrohr vorbei und gibt einen Teil der aus der Salzlösung aufgenommenen Wärme an das zulaufende Kühlwasser ab. Das zulaufende Kühlwasser wird somit im Gegenstrom von dem ablaufenden Kühlwasser erwärmt.
Solange die zu kühlende Salzlösung hohe Temperatur hat, wird das ablaufende Kühlwasser stark erwärmt und erwärmt somit auch das zulaufende Kühlwasser stärker. Je mehr sich die Salzlösung abkühlt, umso langsamer wird das zulaufende Kühlwasser erwärmt, so daß in gewissen Grenzen die Temperaturdifferenz zwischen wirksamen Kühlwasser und Salzlösung gleich bleibt. Hierdurch wird ein gleichmässige Kristallisationsgeschwindigkeit und damit eine gleichmässige Kristallkorngrösse erreicht. Würde die Kühlung durch ein einfaches Kühlrohr vorgenommen werden, so würde sich am Anfang des Kühlrohres, wenn das Kühlwasser noch kalt ist, feiner kristallisiertes Salz absetzen als am Ende des Rohres, wo das Kühlwasser schon wärmer ist. Man erhielte dann eine Mischung von Kristallen verschiedener Korngrössen. Je nach Bedarf kann die Korngrösse des kristallisierenden Salzes durch Einstellen der durchfliessenden Kühlwassermenge geändert werden. Je schneller die Kühlung vorgenommen wird, d.h. je mehr Kühlwasser in der Zeiteinheit durchläuft, umso rascher wird die Kristallisation vor sich gehen und umso kleiner fallen die Kristalle aus.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung dargestellt, wie sie beispielsweise für die Kristallisation von Glaubersalz verwendet werden kann.
Mit A ist das Kühlrohrregister, mit B ein eiserner Behälter mit Isolierung bezeichnet. 1 bezeichnet den Kühlwassereintritt, 2 den Kühlwasseraustritt; 3 ist der Eintritt der Glaubersalzlösung, 4 der Überlauf der Glaubersalzlösung, 5 der Abfluss zum Mutterlaugenbehälter und 6 ein Thermometerstutzen. Der Behälter B wird mit einer gesättigten Glaubersalzlösung von 40° beschickt und hat beispielsweise eine Grundfläche von 1 Meter x 1 Meter bei 1,25 m Höhe. Die Isolierung des Behälters ist notwendig, damit die Kristallisation nur an den Kühlrohren vor sich geht. Das Kühlrohrsystem wird nun in den Behälter eingesenkt. Die Kühlrohre enden etwa 15 cm blind über dem Boden. Das zugeführte Kühlwasser hat eine Temperatur von etwa 10 bis 15°. Nach etwa 20 Stunden hat sich die Temperatur der Salzlösung an die Temperatur des Kühlwassers angeglichen und die Kristallisation ist beendet.
Nun wird die Mutterlauge abgelassen und die zu einem Register verbundenen Kühlrohre senkrecht aus dem Behälter mittels einer an einer Laufschiene angebrachten Hebevorrichtung hochgehoben. Zur Entfernung des an den Rohren abgesetzten Salzes wird durch die Kühlrohre Dampf eingeblasen, wodurch das Salz von den Rohren abfällt. Dies ist möglich, da die Kühlrohre am unteren Ende nicht miteinander verbunden sind. Nun wird der Behälter mit frischer konzentrierter Salzlösung von 40° aufgefüllt, und die Kühlregister werden wieder eingesenkt. Um das Ausheben der Register rasch durchführen zu können, geschieht der Zulauf des Kühlwassers zu den Registern sowie auch der Ablauf zweckmässig über Trichter. Es sind dann beim Ein- und ausfahren der Kühlregister keine Rohrverschraubungen zu lösen.

Claims (1)

  1. Heb- und senkbares Kühlregister, das in die in einem isolierten Behälter befindliche zu kristallisierende Salzlösung eingesenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der blind endenden Kühlrohre im Innern ein schwächeres Rohr enthält, durch das das Kühlwasser zum unteren Ende des Kühlrohres geleitet wird.

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