DEP0018758DA - Schwingsieb. - Google Patents
Schwingsieb.Info
- Publication number
- DEP0018758DA DEP0018758DA DEP0018758DA DE P0018758D A DEP0018758D A DE P0018758DA DE P0018758D A DEP0018758D A DE P0018758DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vibrating screen
- sieve
- feed
- frame
- overflow
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 5
- 238000012216 screening Methods 0.000 claims description 2
- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 2
- 239000013590 bulk material Substances 0.000 description 1
- 238000010332 dry classification Methods 0.000 description 1
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000007873 sieving Methods 0.000 description 1
- 238000010333 wet classification Methods 0.000 description 1
Description
Die in der Technik weit verbreiteten Schwingsiebe zum Trocken- oder Nassklassieren von Schüttgut sind entweder kreisschwingende oder hin- und hergehende, also linearschwingende Siebe. Letztere arbeiten als Flachwurfsiebe vor allem für hartes, grobkörniges Gut ohne nennenswerte Feinanteile, um Korn und Siebbespannung zu schonen. Erstere sind grundsätzlich so gebaut, dass der Antrieb, gleichgültig ob ein Exzenterwellenantrieb oder der an sich ebenfalls bekannte Freischwinger mit umlaufenden, aussermittigen Massen den Siebrahmen zu kreisförmigen Schwingungen erregt, die an allen Punkten kongruent sein sollen. Dies wird beispielsweise bei den Freischwingersieben dadurch herbeigeführt, daß die Achse der umlaufenden Freischwingerwelle mit ihren aussermittigen Massen in der Schwerlinie des Siebrahmens gelagert wird. Der Siebrahmen wird üblicherweise elastisch durch Federn irgendwelcher Form aufgehängt oder gestützt. Es wurde aber bislang nicht beachtet, dass diese zunächst als theoretisch richtig zu unterstellenden Anordnungen praktisch beim Freischwingersieb aus Gründen der zwangsläufig unsymmetrischen Lastverteilung im Betrieb verzerrte Bahnkurven ergeben müssen. Das Aufgabegut fällt aus dem Bunker auf die Siebfläche, wo entsprechend der Maschenweite des Siebes die Kornanteile getrennt werden. Durch das Sieb fällt dann der sogenannte Durchlauf als Feinanteil, während der Überlauf als Grobanteil den Siebboden und die Maschine verlässt. Dieser Vorgang wirkt sich aber nun gewichtsmässig auf die Maschine so aus, dass auf der Seite der Aufgabe erheblich grössere Gewichte lasten als auf der Überlaufseite. Dementsprechend stellen sich bei kreisschwingenden Maschinen auf der so abgebremsten Aufgabeseite kleinere Schwingweiten ein als auf der stark entlasteten Überlaufseite. Diese bislang nicht beachtete Wirkung ist grundsätzlich ungünstig,
und tritt beim Freischwingerantrieb übrigens ebenso auf wie beim einachsigen Exzenterwellenantrieb mit elastischer Halterung des Siebrahmens. Gerade auf der Aufgabeseite aber soll die Schwingung zumindest nicht kleiner, eher grösser sein, damit das Feingut in seiner Hauptmasse möglichst rasch ausgesiebt wird und der Siebboden dann auf der anschliessenden übrigen Länge für die möglichst saubere Aussiebung entlastet ist.
Gemäss der Erfindung werden daher die Kreisschwingerantriebe nicht mehr in der Schwerlinie des Siebrahmens oder -kastens gelagert, sondern mehr oder weniger auf die Seite der Aufgabe verschoben.
Abb. 1 stellt beispielsweise diese Verhältnisse für den Freischwinger mit der Welle 1 und den aussermittigen, unbalanten Massen 2 dar. Mit 3 ist die Schwerlinie, mit 4 der Siebrahmen bezeichnet, der auf Federn 5 gelagert ist. Das Aufgabegut gelangt aus dem Bunker 6 auf die Siebfläche 7, teilt sich in den Durchlauf 8 und den bei 9 das Sieb verlassenden Überlauf. Der Kreisschwingenantrieb 1, 2 ist um den Betrag a aus der Schwerlinie 3 zur Aufgabeseite des Siebes verlegt. Je grösser der entsprechend den Pfeilen 8 durchlaufende Feinanteil im Siebgut ist, desto grösser ist der Abstand a zu wählen. Dementsprechend wird erfindungsgemäss die Durcharbeitung des aufgegebenen Gutes besonders stark.
Der Erfindungsgedanke lässt noch eine weitergehende Ausgestaltung zu, die dann besonders wertvoll ist, wenn der überlaufende grobe Gutsanteil so behandelt werden soll, wie man es sonst mit hartem, körnigem Gut praktisch vorzugsweise tut, d.h. wenn man nach der Aussiebung der Hauptmasse des feinen Anteils den sogenannten Flachwurf benutzen will. Zu dem Zweck wird nach Abb. 2 der wieder als Freischwinger 1, 2 dargestellte Antrieb sehr nahe an die Aufgabezone bei 6 herangezogen und u.U. auch kräftiger ausgeführt. Dort werden sich also über eine allseitig elastische Feder 5 grosse kreisförmige Bahnkurven entwickeln und den Hauptanteil des Feinen sehr rasch aussieben. Am anderen Ende des Siebrahmens, nahe dem Überlauf
9 aber wird der Siebrahmen 4 etwa auf einer steil angestellten Blattfeder 10 gestützt, die in an sich bekannter Weise im wesentlichen nur eine hin- und hergehende Bewegung senkrecht zur Feder erlaubt, wie sie für Flachwurfsiebe kennzeichnend ist. Es stellen sich damit längs des Siebrahmens bzw. -bodens verschiedene Bahnkurven ein, wie sie in Abb. 2 über dem Siebrahmen in den entsprechenden Bereichen als Kreise 11, dann als ellipsenähnliche Schleppkurven 12 etwa in der Mitte und als praktisch gerade Strecken 13 nahe der Überlaufseite eingetragen sind. Die Anordnung hat den weiteren Vorteil, die unerwünschten Kipp- und Nickschwingungen zu dämpfen, die beim An- und Abstellen beidseitig voll elastisch aufgehängten Maschinen öfters auftreten. Schliesslich kann man auf einem solchen Sieb, das organisch verschmolzen zwei aufeinanderfolgende Betriebsarten in sich vereinigt, statt eines einheitlichen Siebbodens 7 deren zwei oder drei aufspannen, die sich nach Art und Maschenweite unterscheiden.
In besonders vorteilhafter und einfacher Weise kann der Erfindungsgegenstand mit allen seinen vielseitigen Möglichkeiten verwirklicht werden, wenn der Kreisschwinger in einem z.B. röhrenförmigen, für sich abgeschlossenen Gehäuse 14 (Abb. 3) zusammengebaut ist, das je nach der vorliegenden Siebaufgabe längs des Rahmens 4 des Schwingsiebes verschoben werden kann und entweder näher der Mitte und dem Schwerpunkt 3 oder näher der Aufgabezone 6 festzuklemmen ist.
Claims (3)
1. Schwingsieb mit Kreisschwingantrieb und elastischer Aufhängung des Siebrahmens, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingerachse (1) von der Schwerlinie (3) der Siebmaschine zu der Aufgabezone (6) hin verschoben gelagert ist.
2. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Stützlagerung (10) das überlaufseitige Ende des
Siebrahmens Flachwurfbewegungen (13) macht, während die Aufgabeseite kreisförmig (11) schwingt.
3. Schwingsieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungserreger in einem selbständigen Gehäuse (14) zusammengebaut und in Aufgaberichtung verschiebbar am Siebrahmen befestigt ist.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0155527B1 (de) | Vorrichtung zum Putzen von Griessen | |
| DE1189834B (de) | Siebmaschine mit nicht umlaufenden Rundsieben | |
| US3070230A (en) | Apparatus for separating materials | |
| DE3741966C2 (de) | ||
| DE628191C (de) | Vorrichtung zum Absieben | |
| DEP0018758DA (de) | Schwingsieb. | |
| US374754A (en) | Elevating-bolt | |
| DE601877C (de) | Geschuetteltes Plansieb fuer die Papier-, Zellstoff-, Holzschliff- und aehnliche Industrien | |
| AT165978B (de) | Vorrichtung zum Sichten von Mahlgut | |
| DE900801C (de) | Vorrichtung an Nasssetzmaschinen zum Austragen der schweren Setzgutbestandteile | |
| DE1143085B (de) | Siebmaschine | |
| DE891787C (de) | Resonanzsieb mit zwei gegeneinander schwingenden Massen | |
| DE691462C (de) | Nach dem Schaufelwurfprinzip arbeitende Siebmaschine | |
| DE3018741A1 (de) | Vibrationssiebvorichtung | |
| DE609277C (de) | Schwingendes Sieb | |
| DE643926C (de) | Schwingsieb | |
| AT313826B (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Klassieren von Schüttgut | |
| DE2147491C3 (de) | An dem unteren Ende einer Schrägboden-Rüttel-Fördervorrichtung zum Einführen von Schüttgut in einen Steigsichter vorgesehene Leitplatte | |
| AT233494B (de) | Siebmaschine | |
| DE616578C (de) | Schwingsieb | |
| DE3344035C2 (de) | ||
| DE887729C (de) | Schnellaufende Vibrationssiebmaschine | |
| DE3214943A1 (de) | Vibrationssieb | |
| DE435143C (de) | Klassiervorrichtung, deren Sieb mit einer darunter befindlichen Stuetze und einer Ein-richtung zum Erschuettern des Siebes zusammenwirkt und an der Stuetze unbefestigt ist | |
| DE415548C (de) | Schuettelsieb |