DEP0017332DA - Entfernungsmesser für fotografische und ähnliche Zwecke - Google Patents

Entfernungsmesser für fotografische und ähnliche Zwecke

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DEP0017332DA
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DE
Germany
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photographic
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housing
mirror
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English (en)
Inventor
Helmut Dr. Volkmarode bei Braunschweig Naumann
Edmund Braunschweig Wateler
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Entfernungsmesser für fotografische und ähnliche Zwecke, der nicht fest mit der Kamera verbunden ist. Derartige Zusatzgeräte sind bekannt. Eine bevorzugte Sonderbauart verwendet dabei die Basis-Entfernungsmessung. Die unveränderliche Basis ist im Gehäuse des Messapparates untergebracht. Von dem Punkt bzw. dem Gegenstand, dessen Entfernung zum Apparat gemessen werden soll, verläuft der eine Lichtstrahl zum einen Ende dere Basis und der andere zum anderen Ende. Eine spiegelnde bzw. brechende Fläche, entweder die eines Prismas oder die eines Planspiegels, leitet den eintretenden Strahl entlang der Linie der Basis zu derem anderen Ende hinüber, wo sich also die beiden Strahlen vereinigen. Damit sie gemeinsam ins Auge eintreten können, ist an der Vereinigungsstelle wiederum eine brechende bzw. spiegelnde Fläche notwendig, welche den seitwärts ankommenden Strahl in die Richtung des ungebrochenen durchgehenden Strahles leitet. Diese Fläche muss also den einen Strahl gerade hindurchtreten lassen, den anderen in die gleiche Richtung brechen. Dazu verwendet man ein Prisma oder einen halbdurchlässigen, z.B. schwach versilberten Spiegel. Die brechende Fläche, welche den einen eintretenden Lichtstrahl in die Richtung der Basis des Entfernungsmess-Gerätes umlenkt, muss schwenkbar ausgebildet sein, damit der jeweilig zu messende Gegenstand in einem und demselben Punkte angeschnitten wird. Am Einblick erkennt man diese Einstellung daran, ob der anvisierte Gegenstand doppelt oder einmal zu sehen ist. Ist das erstere der Fall, so verschwenkt man die brechende Fläche durch Verdrehen eines Knopfes, dessen Achse über ein Getriebe auf die Prismen- oder Spiegelfläche einwirkt, bis beide Bilder zur Deckung gebracht sind. In dieser Einstellung zeigt der Entfernungsmesser die genaue richtige Entfernung an.
In-soweit sind die Basis-Entfernungsmesser altbekannt. Um ein solches Gerät handelt es sich im vorliegenden Falle ebenfalls. Das was hier als Neuheit hinzugefügt ist, und wofür Schutz beantragt wird, ist die Ausbildung der Ableseeinrichtung. Natürlich besitzen auch die bekannten fotografischen Entfernungsmesser Ableseeinrichtungen. Sie sind aber durchweg unpraktisch, weil sie ein Absetzen des Gerätes vom Auge und Nachsehen bzw. Ablesen der eingestellten Zahl bedingen. Diese Zahl ist nämlich irgendwo am Gehäuse des Gerätes abzulesen, beispielsweise auf einer am Einstell-Drehknopf eingravierten Skala. Das Absetzen bringt Zeitverlust und eine gewissen zusätzliche Unruhe bei den Vorbereitungen für die fotografische Aufnahme mit sich, die als lästig empfunden werden und die veranlassen, dass die Entfernungsmesser wegen ihrer umständlichen Handhabung nur möglichst selten benutzt werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung erleichtert das Ablesen in fortschrittlicher Weise dadurch, dass die Entfernung mit dem gleichen Block in den Entfernungsmesser ohne weiteres abgelesen werden kann, mit dem die Einstellung bis zur Decklage der beiden Bilder kontrolliert wird. An einer Marke liest man nämlich bei genau eingestelltem Drehspiegel die Entfernung ab: Die Marke und die Zahl sind ins Bild hineinprojiziert.
Die technische Lösung dieses Prinzips, das für fotografische Entfernungsmesser neu ist, besteht in einer einfachen optischen und konstruktiven Bauart. Der gleiche Mechanismus, welcher die Verschwenkung des Einstell-Spiegels bewirkt, also beispielsweise der bekannte Drehknopf mit seinem Uebertragungsgetriebe, betätigt die Bewegung eines geeichten Massstabes relativ zu einer feststehenden Marke. Beispielsweise kann es sich dabei um das Verschieben eines geraden, insbesondere ebenen oder eben geführten Massstabes handeln, also etwa um einen Massstab aus Metall oder anderem Material mit eingravierter oder aufgebrachter Skala. Oder es kann ein Band aus Papier oder auch aus Filmmaterial usw. mit Messeinteilung verwendet werden. In beiden Fällen wird man die Enden dieser Messskalen durch Glieder des Getriebes so erfassen, dass ihr Vorschub in einer Grössenordnung vorgenommen wird, der im passenden Verhältnis zum Mass der Spiegelschwenkung einerseits und zum Skalen-Massstab andererseits steht. Man kann das Messwerk auch als Walze oder auch als Scheibe mit aufgetragener Skala ausbilden, die Walze oder die Scheibe wird dabei durch das Getriebe in die abzulegende Stellung zur Marke gedreht. Dabei ist es möglich, die Scheibe so nahe an den ungebrochenen Einblickslichtstrahl heranzuverlegen, dass die abzulesende Zahl auf der durchsichtigen Scheibe in diesen Strahl hineingedreht wird, sodass sie auch ohne Heranspiegeln ohne weiteres sichtbar und ablesbar ist. Der Spiegel und die Vergrösserungslupe werden bei dieser Ausführungsform erspart.
Die Marke und die auf sie in der angegebenen Weise eingestellte Zahl werden von einem feststehenden Spiegel - ebenso wie der durch den verschwenkbaren Spiegel abgelenkte Lichtstrahl - an den Vereinigungspunkt der beiden Lichtstrahlen gelenkt, sie erscheinen somit für das Auge mit im anvisierten Bild. Die Erfüllung dieser Bedingung lässt es an sich noch frei, ob Skala, Marke und Spiegel angeordnet werden. Es ist also zweckmässig, die Anordnung so zu treffen, dass die Messskala beleuchtet wird. Ein Ausschnitt im Gehäuse des Gerätes wird dafür als besonders geeignet bevorzugt. Er kann gleichzeitig durch eine an eine Kante angestanzte Zunge, Spitze oder dergleichen die Ablesemarke bilden. Zur Verbesserung der Ablesegenauigkeit kann in diesen Messskalen-Strahlengang eine vergrössernde Linse (Lupe) eingeschaltet werden, die zweckmässig zwischen dem genannten Spiegel und dem im halbdurchlässig versilberten Spiegel liegenden Vereinigungspunkt der drei Strahlen steht, sodass ihre Streuweite passend berücksichtigt werden kann.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist in der beigefügten Zeichnung schematisch dargestellt. Ausdrücklich wird betont, dass dieses Beispiel keine Beschränkung des beanspruchten Schutzes darstellen soll, vielmehr sind auch andere Lösungen des Erfindungsgedankens durch das Schutzrecht mit erfasst.
Im Gehäuse 1 des fotografischen Entfernungsmessers stellt A-B die unveränderliche Basis dar. 2 ist der halbdurchlässig versilberte feststehende Spiegel, durch den hindurch der Lichtstrahl C auf geradem, ungebrochenem Wege in Auge 0 eintritt. Das Gehäuse 1 weist dafür die Durchbrechungen 3 und 4 auf. Sie werden zweckmässig, ebenso wie die weiter unten beschriebenen Durchbrechungen 6 und 8, zum Schutz mit Glas abgedeckt. Der Spiegel 5 wird um den Punkt B verschwenkt, bis der Entfernungsmesser auf den anvisierten Gegenstand richtig eingestellt ist. Das ist dann der Fall, wenn beide zunächst dem Auge sich darbietenden Abbildungen des Gegenstandes zur vollen Deckung gebracht sind. Der auf den Spiegel 5 treffende Strahl D nimmt bei dieser Einstellung seinen Ausgang vom gleichen Punkt des zu fotografierenden Gegenstandes wie der Strahl C. Man kann die Entfernung genau an der Skala des gleichzeitig mit der Verdrehung des Spiegels 5 verschobenen Filmbandes 7 abgelesen werden. Durch ein Fenster 8, welches eine Marke in Form einer in den Ausschnitt hineinragenden Spitze aufweist, dringen die Lichtstrahlen E ein, die den durchscheinenden Filmstreifen 7 durchdringen und den so beleuchteten Teil seiner Skala auf den feststehenden Spiegel 9 werden. Dieser gibt das Bild weiter zum Punkt A des halbdurchlässigen Spiegels 2. Auf diesem Wege wird das Bild von Skala und Marke durch die zwischengeschaltete Linse 10 vergrössert. Vom Punkt A des Spiegels 2 zum Auge 0 verlaufen also die 3 vereinigten Strahlen C+D+E. Die Entfernungsmessung ist als neue "EIN-BLICK"-Messung ausgeführt, weil mit einem einzigen Blick ohne jede Lageveränderung des Gerätes die Einstellung und Ablesung vorgenommen wird.
Das Getriebe für die Einstellung des Spiegels 5 und gleichzeitig damit des Messbandes 7 mit seiner Skala weist den gerändelten Triebknopf 11 auf; am anderen Ende von dessen Welle 12 ist ein Zahnrad 13 befestigt, das bei seiner Drehung durch Kämmen mit einer Zahnstange 14 den mit dieser verbundenen Schieber 15 hin oder her bewegt. Von diesem Schieber 15 ist rechtwinklig dazu das mit Skala versehene Filmband 7 gehalten. Der Schieber 15 trägt an dem zur Zahnstange entgegengesetzten Ende eine Gabel 16, in der der Bolzen 17 gleitet, welcher fest im Schwenkhebel 18 sitzt. 19 ist der Drehpunkt dieses Hebels 18, er besitzt einen Anschlag 20, welcher bei seiner Bewegung eine Verschwenkung des um den Punkt B des Spiegels 5 drehbaren Hebels 21 bewirkt. Dieser Hebel 21 wird durch die Feder 22 gegen den Anschlag 20 gedrückt.

Claims (15)

1. Basis-Entfernungsmesser für fotografische und ähnliche Zwecke, dessen Basis in einem Gehäuse untergebracht ist, und bei dem die Verdrehung des Messspiegels durch eine ausserhalb des Gehäuses angebrachte Handhabe vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Einblick (3) der gemessene Betrag ablesbar ist, sodass mit einem und demselben Blick der anvisierte Gegenstand und seine Entfernung vom Messgerät (A-B) erfasst wird.
2. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung des Triebwerkes (11 bis 22), mit welchem die Verschwenkung des Einstellspiegels (5) vorgenommen wird, die Bewegung eines geeichten Masstabes (7) relativ zu einer feststehenden Marke bewirkt.
3. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die feststehende Marke eingestellte Teil des Massstabes (7) durch einen Spiegel (9) an den beim Einblick (3) liegenden Endpunkt (A) der Basis (A-B) übermittelt wird.
4. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das an dem Massstab (7) abgelesene Messergebnis durch eine in den Strahlengang geschaltete Linse (10) oder dergleichen vergrössert wird.
5. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die Marke eingestellte Teil des Massstabes (7) beleuchtet wird.
6. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (1) ein Fenster (8) für die Beleuchtung des Massstabes (7) angebracht ist.
7. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass am Beleuchtungsfenster (8) ein Zacken oder dergleichen als Messmarke angebracht, z.B. angeschnitten ist.
8. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab (7) aus durchscheinendem Werkstoff, insbesondere aus Filmmaterial, besteht, sodass die Beleuchtung vom Gehäusefenster (8) her durch den Massstab hindurch erfolgt.
9. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab (7) als ebener, gerade zu verschiebender Stab ausgebildet ist.
10. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab (7) als gerade geführtes Band ausgebildet ist.
11. Fotografischer Entfernungsmesser nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab von einem gerade verschobenen Schieber (15) des Einstellgetriebes (11 bis 22) getragen wird, und vorzugsweise rechtwinklig zu diesem steht.
12. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab (7) als eine Walze oder Scheibe ausgebildet ist, die durch die Betätigung des Einstellgetriebes (11 bis 22) gedreht wird.
13. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zu drehende Skala-Scheibe durchsichtig ist und mit dem durch die Einstellung in die Ablesestellung gebrachten Teil im Gehäuse in der Linie des ungebrochen durchgehenden Strahles (C) zu liegen kommt, sodass eine Übertragung des abzulesenden Messbetrages in diesem Blickstrahl (C) sich erübrigt und die dafür sonst benötigten Mittel (z.B. Spiegel 9) entbehrlich sind.
14. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1, 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellgetriebe (11 bis 22) die Ableitungs- und Bewegungsübertragung von der Drehung eines Einstellknopfes (11) ausserhalb des Gehäuses (1) auf die innerhalb des Gehäuses (1) ausgeführte geradlinige Bewegung eines Schiebers (15) und von dieser auf die Schwenkbewegung des den Messspiegel (5) drehenden, federbelastenden (22) Hebels (21) vornimmt.
15. Fotografischer Entfernungsmesser nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusefenster (3, 4, 6, 8) durch Glasabdeckung geschützt sind.

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