DEP0006454DA - Basisentfernungsmesser - Google Patents

Basisentfernungsmesser

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DEP0006454DA
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Paul Braunschweig Salomé
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Basisentfernungsmesser, insbesondere für photographische Zwecke, die nicht mit den Einrichtungen zur Scharfstellung des Aufnahme-Objektivs gekuppelt sind, sondern als selbständige Geräte benutzt werden. Das schließt nicht aus, daß sie gelegentlich an der Kamera befestigt oder mit einem Sucher verbunden sind.
Hauptbestandteil der Erfindung ist die Art der mechanischen Verbindung zwischen dem Betätigungsgriff und dem Meßorgan, die eine günstige, die Ablesung erleichternde Gestaltung der Skala erlaubt.
Bei den bekannten Entfernungsmessern werden die beiden vom anvisierten Gegenstand kommenden Zielstrahlen durch ein Spiegelpaar zusammengeführt und dem Auge gemeinsam dargeboten, wobei ein Doppelbild entsteht. Einer der Spiegel ist halbdurchlässig oder streifig ausgespart, er steht im allgemeinen fest, der andere wird um eine senkrecht zur Basis stehende Achse geschwenkt, und zwar um den Winkel (Alpha), wenn b die Länge der Basis und A der Abstand des anvisierten Gegenstandes ist:
(Alpha) = b / 2 A.
Das der Winkel (Alpha) stets sehr klein ist, ist eine mechanische Übertragung zwischen dem Spiegel einerseits und den Betätigungs- und Ableseelementen andererseits erforderlich. Dies ist beispielsweise eine Scheibe, deren Drehwinkel proportional (Alpha) ist und an einer Trommelteilung abgelesen werden kann. Für große Entfernungen A sind die Winkel (Alpha) sehr klein, die Teilstriche folgen dicht aufeinander, während für kleine (Alpha) deren Abstände unnütz groß werden.
Diesem Mangel kann man in bekannter Weise durch eine zwischen Betätigungselement und Spiegel eingeschaltete Kurve begegnen. Ein solches Element muß durch Fräsen oder sorgfältiges Stanzen hergestellt werden, was teure Werkzeuge und Kontrollen erfordert.
Deshalb wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß an dem drehbaren Spiegel ein Schwenkhebel mit geradliniger Steuerflanke angreift, an der ein ebenfalls geradlinig geführter, einen Teil der Ablesevorrichtung, z.B. einen Zeiger tragender Stellnocken gleitet, wobei die Gleitrichtung des Nockens und die Flankenrichtung des Hebels in der Unendlichstellung einen kleinen Winkel (Beta) miteinander bilden. Bevorzugt verlaufen beide Richtungen etwa radial zum Drehpunkt des Spiegels.
Gelegentlich ist es konstruktiv zweckmäßig, den vom Stellnocken gesteuerten Hebel nicht starr mit dem Spiegel zu verbinden, sondern auf eigener Achse zu lagern und mit dem Spiegel durch eine winkeltreu übertragende Kupplung zu verbinden. Der Stellnocken kann durch verschiedene an sich bekannte Elemente verstellt werden, etwa durch eine aus dem Gehäuse seitlich herausgeführte Stoßstange, eine mehr oder minder steilgängige Schraube, einen verschiebbaren Knopf o.dgl.
In der Zeichnung sind einige als Beispiele dienende Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Gemäß Fig. 1 tritt der Zielstrahl 1 durch einen festen, halbdurchlässigen Spiegel 3 in das Auge 4, während der Strahl 2 den um eine Achse 5 drehbaren Spiegel 6 trifft. Längs der geradlinigen Flanke 8 eines Schwenkhebels 7 gleitet ein geradlinig geführter Nocken 9, seine Führung schließt mit der Flanke 8 bei Einstellung auf "Unendlich" den Winkel (Beta) ein. Ein am Nocken 9 befestigter Zeiger 10 spielt über einer Skala 11. Eine Feder 12 vermeidet toten Gang. Eingezeichnet sind ferner die Basis b, die Verschiebung v und die Hebellänge x bei Einstellung auf "Unendlich".
Befindet sich der Stellnocken bei Einstellung auf Unendlich im Abstand x von der Drehachse und bei Einstellung auf eine Entfernung A im Abstand y, so ist die Winkeldrehung, die der Hebel und der mit ihm verbundene Spiegel erfährt, gegeben durch
(Alpha) = b / 2 A = (x - y) . (Beta) / y.
Wird hierin y = x - v eingeführt und dann nach v aufgelöst, so folgt
v = b . x / (2.A.(Beta) + b).
Infolge des konstanten Summanden b im Nenner dieser Gleichung ist die Zunahme von v bei kleiner werdendem A nicht so groß wie in der eingangs angeführten Formel, und man kann die Teilung der Skala wesentlich bequemer ablesbar gestalten.
In Fig. 2, die eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Entfernungsmessers zeigt, ist der vom Stellnocken 9 gesteuerte Hebel 7 um eine Achse 15 drehbar und über einen Winkelhebel 17 und einen Hebel 27 mit dem um 5 drehbaren Spiegel 6 verbunden. Diese Ausbildung ergibt eine winkeltreue Übertragung zwischen dem Schwenkhebel 7 und dem drehbaren Spiegel 6.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine zweckmäßige Ausführungsform der neuen Meßvorrichtung, bei der der Stellnocken 9 an einem Winkelstück 14 sitzt, das längs der Gehäusekante oder durch einen im Gehäuse eingestanzten Schlitz geradlinig geführt wird. Bewegt wird der Winkel 14 durch den Schiebeknopf 13, der über einem Schlitz in der Deckfläche des Gehäuses gleitet, was durch eine Blattfeder 18 möglich wird. Der Zeiger 10, am Winkelstück 14 befestigt, spielt über der Skala 11, die in einer tiefgestanzten Mulde der Deckfläche liegt und durch das Schauglas 16 geschützt ist.
Fig. 4 zeigt eine Frontansicht der eben beschriebenen Teile.
In Fig. 5 ist eine Skala dargestellt, wie sie das neue Gerät ergibt.
Fig. 6 zeigt schematisch eine Skala der als bekannt angegebenen Vorrichtungen. Der Vergleich zeigt deutlich, daß die üblicherweise angegebenen Entfernungen bei einem Entfernungsmesser gemäß der Erfindung etwa gleich abständigen Strichen zugeordnet sind, während sie bei Geräten der üblichen Art wohl der Tiefenschärfe-Verteilung besser entsprechen, sich aber schwerer ablesen lassen.
Zweckmäßig ist es, die neue Konstruktion so auszubilden, daß die eingestellte Entfernung in an sich bekannter Weise im Gesichtsfeld des Entfernungsmessers ablesbar wird. Zu diesem Zweck wird mit den verschiebbaren Stellnocken die Skala verbunden und der Zeiger fest angeordnet. Durch einen Spiegel wird die Ableserichtung derjenigen eines der Zielstrahlen gleich gemacht, eine Lupe bildet den Zeiger in sehr großer Entfernung ab, um gleiche Akkomodation des Auges wie beim Anvisieren des Gegenstandes zu gewährleisten. Diese Anordnung gestattet ein fortlaufendes Messen veränderlicher Entfernungen, ohne daß das Gerät vom Auge abgesetzt zu werden braucht.

Claims (8)

1, Basisentfernungsmesser mit einem festen und einem drehbaren Spiegel, dadurch gekennzeichnet, daß an dem drehbaren Spiegel ein Schwenkhebel mit geradliniger Steuerflanke angreift, an der ein ebenfalls geradlinig geführter, einen Teil der Ablesevorrichtung, z.B. einen Zeiger tragender Stellnocken gleitet, wobei die Gleitrichtung des Nockens und die Flankenrichtung des Hebels in der Unendlichstellung einen kleinen Winkel miteinander bilden.
2. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Steuerflanke tragende Schwenkhebel über winkeltreu übertragende Elemente am schwenkbaren Spiegel angreift.
3. Entfernungsmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellnocken ein aus dem Gehäuse herausragendes Angriffselement, z.B. einen Schiebeknopf, trägt.
4. Entfernungsmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Geradführung für den Nocken eine Gehäuseinnenkante oder ein in dem Gehäuse angebrachter Schlitz dient.
5. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gehäuse zur Aufnahme der Skala eine Mulde mit einer Zeigeröffnung, z.B. einem Schlitz, eingestanzt ist.
6. Entfernungsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel zur Befestigung auf einer Kamera.
7. Entfernungsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die mechanische oder optische Vereinigung mit einem Sucher.
8. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 6 oder 7, gekennzeichnet durch eine Innenablesevorrichtung.

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