DEP0017031DA - - Google Patents

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DEP0017031DA
DEP0017031DA DEP0017031DA DE P0017031D A DEP0017031D A DE P0017031DA DE P0017031D A DEP0017031D A DE P0017031DA
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Dr. grnst Scktld, Bielefeld, JohanniskirchplatE
Trotz ihrer auseerordentlichen Haltbarkeit und des sehr weichen angenehmen Gan-:-eg haben sieh die ganz ©der teilweise aus Gummi, Gummiersatzatoffen, gummihaltigen Ledereraatzstoffen etc. bestehenden Schuhe nicht einführen MmQIeIL1 veil diese Materialien d|s unangenehme Eigenschaft heben, dass sie sind. Obwohl diese Eigenschaft auf der eisen Seite absolut dichte Schuhe garantiert, hat *i® auf der anderen Seite jedoch den groeeen Nachteil, dass Schuhe dieser Art von Sensehen mit SchweiEsfüssen überhaupt nicht getragen werden tonnen, während sie bei gesunden Füssen auf tie Dauer eine Schveiesfussbildung bewirken. Darüberhinaus kennen durch die Feuohtir^ieitßstauungen im Sohuh bakterielle Yeranderungen ier Haut auftreten, die oft eine krankhafte Sehneisaabsonderung zur Folge haben und sieht selten zum Wundwerden aer FUßee führen* lern hat zwar bereits versucht, diesen Üebelstand dadurch zu beseitigen, dass man das Oberleder 4er Schuhe perforierte oder ans Flechtwerk machte, oder dass man Einlegesohlen bus hoohporösem Material verwandte, um. eine isolierende Schicht zwischen fass·* lind Sifiiuhsohle wo. erhalten, ®hz& jedoch »it diesen Mitteln einen durohschlabgebenden grfolg sa erEielen.
line neue, grundsätzliche andere Lösung dieses Problems bringt die Wirliegende Srfinding. Sie Besteht darin, dass die ganz oder teilweise ams -iHKKserundtarehl&ssigem Material bestehenden Sehnh® ©der Stiefel ganz oder ieilneise mit einer flexiblen Sohle versehen sind, die mit wasserabsorbierenden Mitteln Lert ist. line aolehe flaxißle Sohlt kann z.B. ans
der/ESetehen, das mit den hygraskopisehtn Substanzen iipr&gniert ist.
llu, ils ganz besonders vorteilhaft fur dieses Zweck hebe» eiela e&eh Vulkanfiber erwiesen» daß aber erst in einem Weiehmaehungsbade geschmeidig gemacht werden muss, da es sonst für diesen Zweck zu spröde ist. Da die leiohmaehung eine Jrt Quellproiess darstellt, genügt dazu ein Wasserbad. Des Wasser allein würde jedoch in der Sohle schnell wieder verdunsten, deshalb werden dem ',,eiohmachungsbaäe * und darin besteht die Erfindung - wasserebsorbierendo Substanzen, d.h. hygroskopische, leicht lösliche Substaazen zugesetzt, die das Wasser in der Sohle binden und dadurch diese geschmeidig erhalten, darllberhinaus aber, da sie keine gesättigten Lösungen darstellen, in der Lage sind, den fast ganz aus fasser bestehenden Fussehweiss zu absorbieren. Ten einem gewissen Punkt ab verdunstet ein Teil dieses lassers beim Stehern an der Luft wieder, so dass die wasserabsorbierenden Substanzen in der Sohle nie unwirksam werden.
Als hygroskopische Substanzen für den vorliegenden Zweck können Verwendung finden: Zunächst die Chloride von Calcium, Magnesium und Aluminium, wobei das letztere noch den forteil einer adstringierenden Wirkung hat, ferner Lösungen von Glycerin, Glyceringemisoh und G-lyeerinersatzstoffen, Zuckersyrup, Melasse, ölyk©l, Pr©pyleagtykol, Peatametylenglykol, Triäthanolamin nebst seinen Salzen, ferner Salze organischer Säuren, wie Magnesiumbutyrat, miichsaurem Triethanolamin, milchsauren Alkalien, Se tersalzen der Phtalsäure, ferner hochmolekulare mehrwertige Alkohole der aliphatischen oder zyklo-aliphatischen leihe oder deren lether, ferner Dikresylkarbon^t und ähnliche leicht wasserlösliche organische oder anorganische Verbindungen.
Während die vorerwähnten Mittel dem lasserhauski.lt der Füsse angepasst, eine trocknende und damit bereits eine heilende Wirkung ausüben, wird durch den Zusatz einer .Emulsion teilweise verseifbarer, natürlicher oder künstlicher OeIe, der auch aromatische Kohlenwasserstoff-Verbindungen mit Terpen- oder Sugenoleharakter zugesetzt werden können, die Wirkung der G«schmeidipiaehung und der Heileffekt wesentlich erhöht, insbes. dann noch, wenn der Äuision Formaldehyd in geringen Mengen zugesetzt wird. Ss ist nicht erforderlich, alle diese Chemikalien zugleich zur Anwendung zu bringen, jedoch ist es zweckstssig,von jeder Gruppe mindestens einen Vertreter anzu-
wenden, da erst durcli das Zusammenwirken aller drei also der wasserebsorbierenden, heilenden und desinfiziependen Mittel ein maximaler Effekt erreicht lird. *
Als ganz besonders vorteilhaft für die sffiaSiung der VuI-kanfiber in dem angegebenen Sinne hat sieh die Verwendung Tim Oacyalkylanisen in Kombination mit Thiosulfaten (S^ -Ionen) erwiesen,
Sartlberhinaus besitzt das BqQ-, -Iob sehr stark desorisierende, bakterizide und aäetringierende eigenschaften. Lagert man nun die thiosehwefiige Sture an Qxyalky!amine an, voa denen das Triäthanolaain für den gedachten 2w©ck am vorteilhaftesten ist, eo entstehen Verbindungen, die durchaus salzartigen Charakter haben, aber infolge der Häufung von QH-Gruppen im Molekül nicht kristallisieren, sondern eine sehr viskose, stark hygroskopische Flüssigkeit bilden. Das durch leutralisation von friäthanolamin ait sohwefliger Säure und naahträglichem Zu^setz-en mit Schwefel erhaltene TriäthanoLaminthiosulfat weist neben den bekannten eigenschaften dee Ia* triumthiosulfates noöii bedeutende Vorzüge 8uf. Die Tiefenwirkung ist durch die Verwendung des Triäthanolamins als AlkalikoEiponente dieses Salzes wesentlich gesteigert. Ber Heileffekt ist dadurch offensichtlich beschleunigt und beträchtlich erhöht, zudem gestattet der flüssige Iggregetzustand der Verbindung di© Medikation in unverdünnter und damit überaus aktiver Form, äifetzt ist die Bindung der Komponenten 4kiosehweflige Siure und iriäthanolsiain verhältnismässig leeker, ein Umstand, der sich ebenfalls günstig auf die Seilwirkung auswirkt.
Die stark hygroskopischen Eigenschaften können sehr gut zur Weichmaehung von Vulkanfiber ausgenützt werden und liefern 8inle^esoiilen, die die angeführten medizinischen Vorzüge im Verein mit einer ausreichenden Weichheit und guter Wassereufnahaefähigkeit haben.
Des genügend lange einem solchen Bade ausgesetzte Vulkanfiber, das zweekmässig in Starken von ca. 1 mm zur Anwendung gelangt, erhält dadurch alle die mechanischen Bigenschaftem, die
man normalerweiß© as Leder stellt, also insbes, iioiie Abriebfestigkeit, Stfeöhattsreisefestigfceit, i&rohlassigkeit für Wasserdampf, ausreichend© Festige! t gegenüber 2«g und Dehnung und Kältebeständigkeit, so dass es als ein Sleaent im Schub, s,B. als Brandsohle, gwisehensohle oder amok als linlege sohle finds η kann. Zu dieses, mechanischen Figea schäften treten dir eil die Bsdbehandlung noch hinztu Starke Bygroskojue, eine bakterizide Wirkung und eise heilende Wirkung auf laut- und Füeeaerven durch, die ätherischen OeIe und des Formaldehyd.
Puren die inwenäung einer solchen Sohle, sei es als Brandsohle oder als lose eingelegte Sohle wird es möglich, den Anteil des gummiartigen Werkstoffes am !schuh beträchtlich zu erhöhen, ja sogar di® Schuhe ganz aus diesem Material zu machen, ohne Schaden für die Hisse befürchten zu müssen, denn die dureh den fussehweiss bedingten tJebelstände sind durch die neue Sohle restlos beseitigt, darüberhinaus sogar ein erheblicher heilender Sffekt für die unter Fusschweiss leidenden Bisse erzielt· ßadurch ist aber die MögUehkeit gegeben, die guten Eigenschaften der gummiartigen Stoffe bezüglich Slastizittt und Dichtigkeit Mit dem gewohnten Auasehen der I^dersehuhe zul kombinieren, und «war dadurch , dass man den gansen Sohlenteil mit einem umlaufenden, hoohgezogensn Kreu'eii in einem nahtlosen Stück in einer Form herstellt, wie es bei TurnscJmhen bereits bekannt ist und an diesem koo&gezoganen Kragen das Oberteil aus Leder befestigt. Heben den bereits ert»Ühnt«»n Vorteilen bringt diese ,Ausbildung des Sehakes den forteil einer ausserord^ntliohfn ferbilligunp in der Herstellung,
Weiterhin kann es zweelcmäEsig sein, auf der Sohle «eine zweite 3oiile au& ; ut wärme isolierendem Material, wi© z.B. aus iol-- oder Käme!haargewebe, oder auch Geflecht z.B. aus Stroh, durch Anheften zu befestigen bass, die Sohle mit einem Ueberzug aus diesen Materialien zu versehen, luf diese 7#eise lassen eich iaoklen Herstellen, die ebesiso wem halten wie Holz- oder IiIzsoiilßn.
In den Figuren sind drei Auefuhrungsbeispiele des neuen ächuhes im Tertike!schnitt dargestellt.
Bach der Erfindung besteht der neue Schuh bus dem Unterteil a mit dem hoehgezogenen Iraf-n b aus gummiartig#n Stoffen, die in ©inen nahtlosen Z Uck in einer Form vulkanisiert sind. Bei dem
-S-
AusfüliruiigBbeispiel der Fig.I hat der Kragen b nur eine geringe Höhe, so dass hier das an die Sohle und an diesen Kragen geklebte, ems !«der bestehende Oberteil β bis auf die Haktetelle herabrtieht, mi tola dieser Soktth im Aussehen τοη einem Lederschuh nicht ze. tanters ehe idea ist. Bei dem Ausführtmgsbeispiel der Fig. 2 ist der Kragen b wesentlich höher gezogen, was eine noch grössere Gewähr fur die Dichtigkeit der Schuhe gibt, andererseits eine I*edereraparnis bringt, während bei der Ausführungsform der Fig.3 aueh des Oberteil ganz aus Gummi besteht.
Bei dem Ausfuhr ungsbeispiel der Fig.3 ist die Isnenoberfläehe der Gummisohle a mit einer Riffelung t versehen, so da se die Einlegesohle auf diesen Bippen f an fliegt, mithin zwischen Einlegesohle und Gummisohle eine isolierende Luftschicht g vorhanden ist,
faeh der !Erfindung ist dieser Schuh mit der Sohle d kombiniert» dia die besefariebenen Üg©nsehaften hat und erst des Tragen dieser Schuhe ermöglicht.
fur die Herstellung dieser Sohle;
!♦) In eine wässrige Lösung von Iri$thanülamimthiosulfat werden die fulkanfiberplatten eingelegt. Die Platten nehmen die Lösung unter Neuerscheinungen auf und die Quellung ist beendet, wenn sie gleiehmässig bis zu den innersten Sehiehten der YuI-kanfiber vorgedrungen ist.
2*) In eine wässrig Lösang von 2Ö - 25 % OaCIg werden Platten aus Vulkanfiber eingelegt und je nach Dick® der Platten 24 Stunden und mehr in dieser Lösung belasten bis die Quellung beendet ist.
3*) In eine wässrige Lösung, die ca. 30 - 35 % Glycerin enthält, werden Platten aus fulkanfiber eingelegt und wieder 24 Stunden und mehr in dieser Lösung belassen, bis der Queilproiess beendet ist,
4*) Ia eine ca, 40 $ ige wässrige Lösung, die zu gleichen feilen Zuekersyrup oder Melasse und 31ykol enthält, werden die fiber ilatten mehrere Tage eingelegt, bis der Quellprozess abgeschlossen ist.
In allen Fällen i&t es zweokaäBsig, dem Bade gl°ichzeitif?; eine "imulsion teilweise verseifbarer ,natürlicher oder künstlicher OeIe, der aueh strom®tische Kohlenwasserstoff-Verb',ndungen mit tPerpeß- oder Eugenol Charakter zugesetzt werden können, sowie Foraaldehyd in gerinpfn Mengen zuzusetzen, bzw. die Platten nach der Quellunr mit ein^r diesbezüglichen Lesung zu trinken.

Claims (8)

  1. Patent-Ansprüche
    L) Ganz oder teilweise aus undurchlässigem Material bestehende Schuhe, Stiefel o.dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh mit einer flexiblem, mit wasserabsorbierenden und bakteriziden Mitteln imprägnierten Sohle (et), inebes. aus Vulkanfiber,Tersehen ist·
  2. 2.) Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vulkanfiberplatten für die Sohlen {&) iß einer wässrigen Lösung τοη wasserabsorbierenden und bakteriziden Substanzen einem Quellprozess unterworfen werden.
  3. 3·) Schuh nach Anspruch I und 2, dadurea gekennzeichnet, dass dae Quellungß- bew. Weichmachungflbad aus einer wässrigen lösung τοη Oiyelkylaminen besteht, der zweeka&ssig Salze der üjtyalkylamine zugesetzt werden.
  4. 4.) Schuh nach Anspruch L bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass des Quellungsbad aus einer wässrigen Lösung von Triäthanolaminthiosulfetee bestellt.
  5. 5.) Schuh nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ale wasserabsorbierende Substanzen Verwendung finden können: Die Chloride de ο Galciums, Magnesiums und ALuminiuHLs, konzentrierte Salzlösungen, !,ösangen von Glyeerin oder dlyeerinersatzstoffen, Zuekersynip, ielasse, Glykol, Fropyl«%lykol, Pen tarne tyienglykol, Salze organischer Säuren, wie ffiagnesiumbutyrat, miIchsauree Triätiianolamin, milchßaure .alkalien, Istersalze der Phtelsäure, hochmolekulare mehrwertige Alkohole der aliphetisehen oder zykloaliphetisehen Reihe und deren Aether etc.
  6. 6.) Schuh nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Imprägnierungsbede die Fusshamt und die Pussnerven heilende Substanzen zugesetzt werden, beispielsweise talsionen teilweise ▼erseifharer nstürIieher oder künstlicher 0®Ie, aromatisehe Kohlenwasserstoffe mit Terpen- oder lugenoioharaktsr etc.
  7. 7.) Schuh nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Impragnierungsb&äe Formaldehyd in geringen Mengen zugesetzt wird.
  8. 8.) Schuh nacn Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, dass die Innenoberfläche der Gummi sohle (a) mit Kippen (f) versehen ist, die
    eine isolierende Luftsohioht (g) zwischen der einlßgeeohle (d) und der Gummisohle (e) bewirken.
    f.) Schuh. nacU Anqpnieh I und 2, deduroh gekßnnzeiohnet, dass die Sohle id) sit eimer zweiten Sohle aus warmhaltendem Kater ie I
    ; ehuh nach An,=pruoh I und Z9 dadurch gekennzeichnet, dass Sas euß gummierti en Stoffes bestehende unterteil |a) mit hochgezogenem, uialeufendflm |>&gtm (b) sua einem nehtlosen Stuck besteht und dass das aas I/?der bestehende Oberteil an des Hochgezogenen Krufren« befestigt «ird.
    ü*n2 odef ZUHiTeU

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