DEP0017010DA - - Google Patents

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DEP0017010DA
DEP0017010DA DEP0017010DA DE P0017010D A DEP0017010D A DE P0017010DA DE P0017010D A DEP0017010D A DE P0017010DA
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Aus LIetall bestehender Kunst-oder Gebrauche je genstand mit Zellenemailmuster
In der Kunst bzw. im Kunsthandwerk ist es seit langen Seiten bekannt, Gegenstände von besonderem Wert, die aus Iietall bestehen, mit einem Zelleneriailmuster zu versehen, wobei der Gegenstand, bzw. eil' Ceil desselben, eine Anzahl Vertiefungen aufweist, die das Muster bilden und mit verschiedenartig gefärbten Emails gefüllt werden. Ee ^ ibt verschiedene Techniken für die Herstellung derartiger Gegenstände. Entweder wurden die Vertiefungen aus dem vollen Metall herausgearbeitet ferubens chme Iz ) oder auf die an sich ebene Flüche TIe t<· j listreif en oder -drähte, die entsprechend dem Muster geformt waren, aufgelötet, um die Vertiefungen zu bilden . In beiden Fällen wurden in der Hauptsache Edelmetalle oder auch !Bronze und Tombak, die sich leicht bearbeiten lassen, verwendet. Diese Herstellungsarten erforderten hohes handwerkliches Zönnen und beanspruchten für die Anfertigung eines einzelnen Gegenstandes eine erhebliche Zeit. In neuerer Zeit hat man Abzeichen oder ähnliche kleine Gegenstände aus Weichmetallen wie Kupfer, lies sing, "Bronze u.dgl«,, durch Prägen mit Vertiefungen hergestellt, die dann mit den Emails angefüllt wurden. Auf diesem Y/ege war eine ilassenfertigung-möglich.·
Ijie Erfindung erstreckt sich ebenfalls auf Eunst- oder Gebrauchsgegenstände mit Zellenemailmuster. In Abweichung von den bekannten Verfahren liegt ihr aber der ' edanke zugrunde, die Gegenstände aus Eisen und durch Gießern herzustellen. Demgemäß sollen die mit den Emails gefüllten Vertiefungen (Zellen) von einem einheitlich gegossenen Eisenkörper und zwar vorzugsweise aus Gußeisen gebildet werden. Unter Eisen ist dabei1 jeder au! der Grundlage Fe aufgebaute, gießbare Werkstoff zu verstehen. Der Vorteil der IIaBπenfertigung ist deunit ebenfalls gegeben, hinzu kommt aber, dai3 auf diese 7ieise auch in den Fällen, wo 3de!metalle oder Weichmetalle für solche Zwecke nicht zur Verfügung stehen, die Höflichkeit der Herstellung derartig hochwertiger Gegenstände geschaffen wird. Für den.Bisenkunstguß ergeben sich dadurch erweiterte Anwendungsgebiete, die besonders im Hinblick auf den Sxport von 7/ichtigkeit sind, Während die Herstellung der Vertiefungen bzw. Zellen z.B. aus Gußeisen oder Stahlguß für den Kunstgießer keine grundsätzlich neue Aufgabe bedeutet, entsteht bei dem Aufbringen der Dmails in den Vertiefungen das Problem
der dauerhaften Verbindung zwischen den beiden Merkstoffen. Zum Unterschied von den Edelmetallen und Weiohmetallen besteht beim Eisen als Grundwerkstoff nämlich die Gefahr des Aufkochens der Emails während des Einbrennens, so daß es von vornherein nicht möglich scheint, die Emails ohne Anwendung einer Zwischenschicht, etwa eines sog". Grandes, aufzubringen. Dem steht aber ent^e^en, daß eine solche Zwischenschicht bei dem fertigen Körper, da sie sich seitlich an den Zellenwänden bis zur Oberfläche erstrecken müsste, als störender Rand zwischen den einzelnen Bmailfeidern verschiedener Färbung in Erscheinung träte. Die erfindungsgemäße lösung dieses Problems besteht darin, daß für die Emails eine derartige Zusanenensetzung gewählt wird, daß sie ohne Anwendung einer besonderen Zwischenschicht, deh. unmittelbare auf den aus Eisen bestehenden Grundkörper bei fester Haftung und ohne Beeinträchtigung des Aussehens aufgebracht werden können. Durch die besondere Zusammensetzung der Emailmasse wird also die Gefahr des Aufkochens vermieden, was beispielsweise dadurch geschehen kann, daß die Schmelztemperatur der Emails erheblich niedriger ist als sonst üblich. Durch einen entsprechend hohen Zusatz von leichtflüssigen, jedoch im übrigen in keiner V/eise störenden Bestandteilen lässt sich dieses Ziel erreichen. Erwähnt seien beispielsweise Ilennige und borax. Um die künstlerische Wirkung der Gegenstände zu erhöhen, werden nach der Erfindung die sichtbar bleibenden Flächen, also die obere Fläche, der die emailgefüllten Vertiefungen begrenzenden Stege bzwo Wände durch eine besondere Behandlung metallisch blank gemacht, sodaß sie einen silberweißen Glanz annehmen. Diese Behandlung, kann in einfacher Weise durch vorsichtiges Abschleifen erfolgen. Eine weitere Erhöhung der Wirkung kann nach der Erfindung dadurch erzielt werden, daß auch andere Teile des betreffenden Gegenstandes, beispielsweise die Rückseite oder die Innenseite, ebenfalls in geeigneter Weise emailliert werden, wobei auch normale Verfahren angewendet werden können. Die Reihenfolge, mit welcher die verschiedenen !Peile emailliert werden, richtet sich nach den Schmelz- bzw. Einbrenntemperaturen der betreffenden Emails. Damit die in die Vertiefungen eingefüllten und eingebrannten Emails nach der Oberflächenbehandlung, die gewöhnlich zu einem Mattwerden der Farben führt,wieder ihren Glanz erhalten, wird mit drer Erfindung vorgeschlagen, im Anschluß an die Oberflächenbehandlung diese Emails durch Erhitzen nochmals zum Fließen zu bringen. Danach kann noch eine vorsichtige Entfernung des Zunders von der Oberfläche der Stege bzw. Wände der Vertiefungen vorgenommen werden.
Es ist für die Erfindung belanglos, ob nur der die Vertiefungen enthaltende Teq.1 des Gegenstandes oder der gesamte Gegenstand aus einem gegossenen Bisenkörper besteht. Unter die Erfindung fallen mithin auch solche Gegenstände, die abgesehen von dem das Zellenemailmuster enthaltenden Seil aus anderen Werkstoffen bestehen.
ßuderus'scfie Eisenwerke

Claims (6)

üuderus'sche Eisenwerke Wetzlar, den 27.9.1946 DroZ/Sohüo Aktz.t ρ 17010 IVc/75b Patentansprüche
1.) Aus Metall bestehender Kunst- oder Gebrauchsgegenstand mit Zellenemailmuster wie Böse, Plakette, Teller und dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ,die mit Email gefüllten Vertiefungen (Zellen) von einem einheitlich gegossenen Eisenkörper, vorzugsweise aus Gußeisen, gebildet -»
2„) Gegenstand nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß das die Vertiefungen (Zellen) ausfüllende Email derart zusammengesetzt ist, daß es unmittelbar, doho ohne die Anwendung einer besonderen Zwischenschicht (Grundemail odgl.) auf den Eisenkörper eingebrannt kann.
3.) S-egenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Email eine Schmelztemperatur von unter 700°(jl besitzt.
4o) Gegenstand nach "Anspruch 1=3, dadurch, gekennzeichnet, daß die sichtbaren Flächen der die emailgefüllten Vertiefungen (Zellen) begrenzenden Stege bzw« Wände durch besondere Behandlung metallisch blank gemacht sind.
5.) Gegenstand nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß andere Teile, wie die Rückseite oder Innenseite des Gegenstandes, e.benfalls, vorzugsweise in normaler Weise, emailliert sinde
6.) Verfahren zum Herstellen von Gegenständen nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß nach der· dem Einbrennen der in die Vertiefungen (Zellen) eingefüllten Emails folgenden Oberflächenbehandlung d«ts Email# in, den Vertiefungen (Zellen) durch Erhitzen nochmals zum Fließen gebracht wird0
Buderus'sche Eisenwerke

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