DEP0016538DA - Formveränderlicher metallener Schachtausbau. - Google Patents
Formveränderlicher metallener Schachtausbau.Info
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Description
Der Ausbau von Schächten, insbesondere von Blindschächten (Aufbrüchen oder Gesenken) erfolgt in Mauerwerk, Holzwerken oder Eisenkonstruktionen in Form eines geschlossenen Querschnitts und ist im wesentlichen starr. Die Grösse des Mindestquerschnitts des Blindschachtausbaues ist bedingt durch den Raum, den die nebeneinander angeordneten Fördermittel (Material- und Produktenförderer) und die Fahrten einnehmen. Der Ausbau in Form eines Rechtecks oder Kreises ist dem Mindestquerschnitt nur schlecht angepasst. Er schliesst ganz erhebliche tote Räume in sich, die eine entsprechende nutzlose, aber beträchtliche Ausbrucharbeit notwendig machen. Beim Rechteck sind die toten Räume durch die Ecken bedingt, beim Kreis dadurch, dass der Durchmesser so gross genommen werden muss, wie die Schachtscheibe an der Stelle ihrer grössten Ausdehnung lang ist. Am günstigsten ist daher ein etwa ellipsenförmiger Ausbau.
Die Erfindung sieht für Schächte einen formveränderlichen metallenen Ausbau vor, der aus gegeneinander abgesteiften, zweckmässig ellipsenartigen Ringrahmen besteht, der mehrere Gelenkstellen und/oder mindestens eine nachgiebige Stelle enthalten. Ein derartiger Ausbau kann auftretenden Gebirgsdrücken in bestimmten Grenzen nachgeben und sich entsprechenden Veränderungen des Schachtquerschnitts anpassen.
Nach einer vorzugsweisen Ausführung bestehen die etwa ellipsenförmigen Ringrahmen aus zwei Paaren von je zwei nach gewissen Radien gebogen und einander gegenüber mit ihren Längsmitten auf den Haupt- bezw. Nebenscheiteln der Ellipse liegenden Segmenten, die mit ihren Enden durch Gelenke in der Rahmenebene begrenzt drehbar ineinander greifen. Dabei sind die Segmente an einem oder mehreren Punkten gegeneinander oder gegen die an ihren Enden vorgesehenen Gelenkstücke in der Ebene der Rahmen begrenzt verschiebbar. Jeder Ringrahmen ist durch in bezw. parallel zur Ellipsenhaupt- und -nebenachse liegende Einstriche versteift. Die Verbindungen der Stehbolzen
und der Einstriche mit den Ringrahmen bezw. deren Segmenten sind mit einem gewissen Spiel ausgeführt, sodass der Ausbau auch als Ganzes die nötige Beweglichkeit und Nachgiebigkeit besitzt und Verbiegungen der Ausbauteile vermieden werden. Schliesslich sieht die Erfindung vor, die Spurlatten an Haltern zu befestigen, die an den Ringrahmen verstellbar sind. Hierdurch ist es möglich, auch bei eintretendem Ausbiegen oder Versetzen des Ausbaues die Spurlatten mittels der Halter stets so einzustellen, dass die vorgesehene gleichmässige Spurweite eingehalten und dadurch eine einwandfreie Bewegung der Fördermittel gewährleistet wird.
Zu dem Ausbau gehört gemäss der Erfindung ein Schachtstuhl, der aus einem in Form, Grösse und Ausführung den Ringrahmen des Ausbaues entsprechenden Sohlen- und Firstbau besteht, die durch senkrechte durchgehende Stützen miteinander verbunden sind, welche in einer oder mehreren mit Abstand übereinanderliegenden Querebenen durch Riegel und sich kreuzende Einstriche gegeneinander abgesteift sind.
Die Stützen des Schachtstuhles sind an ihren Enden durch an ihnen sitzende Schrauben derart mit Spiel mit den Segmenten der Sohle und Firstbaue verbunden, dass sie deren gegenseitige Beweglichkeit und Nachgiebigkeit nicht behindern. Dabei dienen die Verbindungsschrauben der Stützen gleichzeitig zum Anschliessen der Stehbolzen des Schachtausbaues. Um die Einbringung von sperrigem Gut in den Förderkorb zu erleichtern, wird der über einer Schiebetür des Stuhles befindliche Riegel an einer der senkrechten Stützen hochklappbar angebracht.
In der Zeichnung ist der erfindungsgemässe Gegenstand in beispielsweiser Ausführung dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. 1 eine senkrechte Schnittansicht eines Blindschachtausbaues,
Abb. 2 einen Querschnitt des Ausbaues,
Abb. 3 eine Ansicht des zugehörigen Blindschachtstuhles und
Abb. 4 einen Querschnitt dieses Stuhles.
Der Ausbau wird aus eisernen Ringrahmen 1 und diese miteinander verbindenden und gegeneinander absteifenden Stehbolzen 2 errichtet. Jeder Ringrahmen hat etwa die Form einer Ellipse und
ist aus einem Paar von nach gewissen Radien gebogenen Segmenten 3, die mit ihrer Längsmitte auf den Nebenscheiteln der Ellipse liegen, und aus zwei ebenfalls nach gewissen Radien gebogenen Segmenten 4 zusammengesetzt, die mit ihren Längsmitten auf den Hauptscheiteln der Ellipse liegen. Die Segmente sind an ihren Enden mit Gelenkstücken 5 versehen, mittels welchen sie derart ineinandergreifen, dass die Segmente in der Rahmenebene gegeneinander begrenzt drehbar sind, sodass der Ringrahmen eine wünschenswerte Beweglichkeit gegen Gebirgsdruck besitzt. Um den Rahmen ausser der Beweglichkeit in vorbestimmten Grenzen eine gewissen Nachgiebigkeit zu verleihen, sind die Segmente an einem oder mehreren Punkten gegeneinander oder, wie in Abb. 2 links unten bei 5(exp)a gezeigt, gegen die Gelenkstücke 5 begrenzt verschiebbar. Jeder Ringrahmen ist durch einen Einstrich 6 und einen diesen kreuzenden Einstrich 7 versteift. Diese Einstriche unterteilen die Schachtscheibe in die erforderlichen Räume für den Materialförderkorb und sein Gegengewicht, für den Produktenförderer und für die Fahrten. Die von Bau zu Bau reichenden Stehbolzen 2 werden an den Enden miteinander verbunden und besitzen an diesen Gewinde mit Muttern. Die Stehbolzen greifen in Löcher der Segmente der Ringrahmen ein, welche Löcher im Durchmesser etwas grösser als die Stehbolzen selber sind, sodass ein gewisses Spiel in den Verbindungen zwischen den Stehbolzen und den Segmenten besteht. Zur Lagerung der Enden der Einstriche 6, 7 dienen Taschen 8, die von U-Eisenstücken gebildet und an den Segmenten 3, 4 angeschweisst werden. Die Einstrichenden sind in den Taschen mit diesen durch Bolzen verbunden. Den Taschen 8 ähnliche U-Stücke 9, möglichst vom gleichen Profil, die ebenfalls an den Segmenten angeschweisst sind, dienen zur Abstützung von auf ihnen mittels Bolzen und Löchern verstellbaren Haltern 10 für die Spurlatten 11. Die Halter 10 werden ausserdem in ihrer Lage durch an den Segmenten angeschweisste Bügel 12 gesichert.
Der Schachtstuhl besitzt einen unteren Sohlenbau 13 und einen oberen Firstbau 14, die in ihrer Form, ihrer Ausführung und ihrer Abmessung den Ringrahmen 1 entsprechen. Der Sohlenbau 13 ist mit dem Firstbau 14 durch in Abständen voneinander angebrachte senkrechte durchgehende Stützen 15 verbunden. In übereinander befindlichen Querebenen sind die Stützen 15 durch Riegel 16 und sich
kreuzende Einstriche 17, 18 gegeneinander abgesteift. Die im Bereich der Gelenke 5 stehenden Stützen sind an ihren Enden mit von angeschweissten Blechen 19 getragenen Schraubenzapfen 20 versehen, die beidseitig der Gelenke in etwa grössere Löcher der Segmente 3, 4 eingreifen und aussdem zum Anschliessen der Stehbolzen 2 für den Schachtausbau dienen. Die übrigen senkrechten Stützen besitzen an ihren Enden je einen Gewindezapfen 21, der mit Spiel in ein entsprechendes Loch der Segmente eingreift und ebenfalls zum Anschliessen von Stehbolzen 2 für den Schachtausbau dient.
Der untere Teil des Schachtstuhles ist mit einem Gitter und einer in diesem befindlichen Schiebetür 22 versehen. Der über der Schiebetüröffnung befindliche Riegel 16' ist aus dem oben angegebenen Grund an einer der senkrechten Stützen hochklappbar befestigt.
Claims (10)
1. Formveränderlicher metallener Schachtausbau, gekennzeichnet durch gegeneinander abgesteifte, zweckmässig ellipsenartige Ringrahmen, die mehrere Gelenkstellen und/oder mindestens eine nachgiebige Stelle enthalten.
2. Schachtausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die etwa ellipsenförmigen Ringrahmen aus zwei Paaren von je zwei nach gewissen Radien gebogenen und einander gegenüber mit ihren Längsmitten auf den Haupt- bezw. Nebenscheiteln der Ellipse liegenden Segmenten bestehen, die mit ihren Enden durch Gelenke in der Rahmenebene begrenzt drehbar ineinandergreifen.
3. Schachtausbau nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente an einem oder mehreren Punkten gegeneinander oder gegen die an ihren Enden vorgesehenen Gelenkstücke in der Ebene der Rahmen begrenzt verschiebbar sind.
4. Schachtausbau nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ringrahmen durch in bzw. parallel zur Ellipsenhaupt- und -nebenachse liegende Einstriche versteift ist.
5. Schachtausbau nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen der Stehbolzen und der Einstriche mit den Ringrahmen bzw. deren Segmenten mit einem gewissen Spiel ausgeführt sind.
6. Schachtausbau nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spurlatten an Haltern sitzen, die an den Ringrahmen verstellbar sind.
7. Schachtstuhl für den Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe aus einem Sohlen- und einem Firstbau entsprechend den Ringrahmen des Ausbaus besteht, welche Baue durch senkrechte durchgehende Stützen miteinander verbunden sind, die in einer oder mehreren Querebenen durch Riegel und sich kreuzende Einstriche gegeneinander abgesteift sind.
8. Schachtstuhl nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen an ihren Enden durch an ihnen sitzende Schrauben derart mit Spiel mit den Segmenten der Sohlen- und Firstbaue verbunden sind, dass sie deren gegenseitige Beweglichkeit nicht behindern.
9. Schachtstuhl nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschrauben der Stützen gleichzeitig zum Anschliessen der Stehbolzen des Schachtausbaues dienen.
10. Schachtstuhl nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der über einer Schiebetür des Stuhles befindliche Riegel hochklappbar an einer der Stützen angebracht ist.
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