DEP0015799DA - Verfahren zur Entsaftung von pflanzlichen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Entsaftung von pflanzlichen Stoffen

Info

Publication number
DEP0015799DA
DEP0015799DA DEP0015799DA DE P0015799D A DEP0015799D A DE P0015799DA DE P0015799D A DEP0015799D A DE P0015799DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frozen
thawing
thawed
juicing
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr. Seidel
Original Assignee
Dr. Kurt Seidel, Brenkhausen bei Höxter (Westf.)
Publication date

Links

Description

Die Verarbeitung von Zuckerrüben, Mohrrüben, Kartoffeln, Kohlarten und ähnlichen Feldfrüchten, sowie auch die Verarbeitung von Aepfeln, Birnen, Ananas, Feigen usw., überhaupt aller lebenden wasserhaltigen Stoffe, auf Saft bzw. Zucker usw. erfolgt bisher durch Auslaugen der zerkleinerten, ggf. erhitzten Massen mit Wasser oder durch Auspressen der frischen ggf. zerkleinerten rohen oder erhitzten Massen. Bei diesem Verfahren ist ein hoher Bedarf an Wärme notwendig, um das zugesetzte Wasser wieder zu verdampfen bzw. eine grosse Kraft erforderlich, um die Massen auszupressen.
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Nachteile vermeiden lassen, wenn man die zu verabeitenden bzw. zu entsaftenden Stoffe einem Gefrierprozess aussetzt und nach diesem Gefrieren in aufgetautem Zustande auspresst. Die Massen werden durch das Gefrieren weich, z.T. sogar butterweich. Die lebenden Eiweissmassen sind abgestorben und lassen den Saft durchtreten.
Der Verarbeitungsprozess der Zuckerrüben wird z.B. ausserordentlich vereinfacht. Die Rüben werden nur gut gewaschen, sodann gefroren und nach dem Auftauen ausgepresst. Die ganze Zerkleinerungs- und Diffusionsabteilung fällt fort. Auch jeglicher Zusatz von Wasser entfällt.
In manchen Fällen hat es sich als zweckmässig erwiesen, das Auftauen durch die Zugabe von bereits ausgepresstem Saft, also unter Saft, unter Kohlensäure oder unter Luft mit Zusätzen vorzunehmen, um die Einflüsse der Luft auszuschalten. Auch das Auftauen unter Wasser, rein oder mit Zusätzen von Säuren oder anderen Stoffen, ist vorteilhaft.
Das Gefrieren und das Auftauen wird man so vornehmen, dass man jeweils den zum Auftauen benutzten Luftstrom, also die kaltgewordene Luft, zum Vorkühlen, notfalls Gefrieren von Massen benützt, ehe sie ggf. weiterhin gefroren werden. Aehnlich kann zweckmässigerweise mit verwendeten Flüssigkeiten verfahren werden.
Der Gefrierprozess dauert je nach Art und Grösse der Rohstoffe 2-8 Stunden, das Auftauen etwa die gleiche Zeit.
Verfahrensbeispiele:
1. Die gereinigten Zuckerrüben werden bei -20°C eingefroren, verbleiben 24 Stunden in diesem Zustand, um dann aufgetaut und gepresst zu werden. Saftanfall 72%, Rückstand 28%.
89% des Rübenzuckers im Saft, 11% im Rückstand.
2. Die gereinigten Zuckerrüben werden bei -40°C eingefroren, nach 16 Stunden aufgetaut und wie bei 1 verarbeitet.
3. Die gereinigten Zuckerrüben werden bei -12°C eingefroren, nach 4 Tagen aufgetaut und wie bei 1 verarbeitet.
4. Die gereinigten Mohrrüben werden bei -20°C eingefroren und wie bei 1 weiterverarbeitet.
5. Weisskohl wird bei -20°C eingefroren und wie bei 1 weiterverarbeitet.
6. Birnen werden bei -12°C eingefroren unter Saft aufgetaut und wie bei 1 weiterverarbeitet.
7. Kartoffeln werden bei -12°C eingefroren, nach 3 Tagen aufgetaut und wie bei 1 weiterverarbeitet.
8. Gereinigte Kartoffeln werden bei -40°C eingefroren, nach 16 Stunden aufgetaut und wie bei 1 weiterverarbeitet.
9. Gereinigte Kartoffeln werden bei -20°C eingefroren, unter schwach angesäuertem Wasser nach 2 Tagen aufgetaut und wie bei 1 weiterverarbeitet.
10. Gereinigte Kartoffeln werden bei -20°C eingefroren und nach 2 Tagen in Kohlensäureatmosphäre aufgetaut.
11. Gereinigte Kartoffeln werden bei -20°C eingefroren und nach 2 Tagen in einer Atmosphäre mit flüchtigen Säuren (Luft mit schwefliger Säure oder Ameisensäure; Kohlensäure mit schwefliger Säure) aufgetaut.
12. Gereinigte Kartoffeln werden bei -20°C eingefroren und nach Tagen mit Hilfe von Luft aufgetaut, die flüchtige fungicide und baktericide Stoffe enthält, wie Essigsäure, Formalin und Cumarin.

Claims (4)

1. Verfahren zum Entsaften von pflanzlichen Stoffen wie Früchten, Knollen, Rüben, Gemüsen und dergl., dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffe gefroren, wieder aufgetaut und danach gepresst werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftauen in Saft erfolgt oder in sauren Lösungen oder in Salzlösungen oder ggf. unter Wasser oder einer anderen Flüssigkeit.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftauen in einer Kohlensäureatmosphäre oder in Luft mit Zusätzen von verschiedenen flüchtigen Stoffen, wie z.B. Essigsäure, schweflige Säure oder Ameisensäure erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Auftauen benutzte Stoff zum Gefrieren anderer neu zu behandelnder Rohmaterialien benutzt wird.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Conrad A biochemical study of the insoluble pectic substances in vegetables
DEP0015799DA (de) Verfahren zur Entsaftung von pflanzlichen Stoffen
DE704162T1 (de) Bei niedriger (Plus- und Minus-) Temperatur lagerfähiges pflanzliches Produkt und Verfahren zur Konservierung von frischen pflanzlichen Produkten
EP0096324B1 (de) Verfahren zum Verflüssigen von Obst- und Gemüsemaischen und -säften
US1800501A (en) Method of drying fruit juices
DE543850C (de) Verfahren zur Herstellung eingedickter Gemuesekonserven
DE688659C (de) Verfahren zur Herstellung von Wuerzen, Naehr- und Futtermitteln aus Kartoffelfruchtwasser
DE892107C (de) VeTfahren zur Aufbereitung wasserhaltiger pflanzlicher lund tierischer Produkte
DE647768C (de) Verfahren zum Herstellen von Trockenerzeugnissen aus Fruechten, Gemuesen und aehnlichen staerkearmen cellulosehaltigen Stoffen
US1400191A (en) Food product and process of making the same
SU122381A1 (ru) Способ травлени металлов
DE407917C (de) Verfahren zur Herstellung einer unbeschraenkt haltbaren, vollstaendig gelierfaehigen, pastenfoermigen Masse aus Obst und Gemuese
DE1943798A1 (de) Trockenobst und -gemuese und Verfahren zu seiner Herstellung
DE834946C (de) Verfahren zur Konservierung von Fruechten
DE356938C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren Genussmitteln aus eiweisshaltigen Fluessigkeiten und Trauben- oder sauren Obstsaeften
DE131597C (de)
DE44447C (de) Verfahren zur Bereitung von Düngemitteln und Thran aus Fischen oder Fleischabfällen
DE228289C (de)
DE716723C (de) Verfahren zur Herstellung von Konzentraten von Frucht- und Gemuesesaeften
AT85024B (de) Verfahren zur Erzeugung eines Futter- und Nahrungsmittels aus Zuckerrüben, insbesondere zur Verwendung als Zusatzstoff zum Backen.
AT144026B (de) Verfahren zur Herstellung von Trockenpräparaten aus Früchten, Gemüsen u. dgl.
DE611570C (de) Verfahren zur Gewinnung der wirksamen Stoffe aus der Curcumadroge
DE2147895C2 (de) Verfahren zum Gefriertrocknen von konzentriertem Kaffee-Extrakt
AT66192B (de) Verfahren zur Verarbeitung der Rohkartoffel in Dauerware.
DE513328C (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Muehlenprodukten