DEP0015148DA - Verfahren zur Herstellung eines Lebensmittels aus Wassertieren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Lebensmittels aus WassertierenInfo
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Description
Dr.-Ing. Georg Knoih j
Anmelderin:
Firma "Agrovita", Dr8 Elmar Schoene, Sohleewig,
Am Jte Johanniakloater 8,
Am Jte Johanniakloater 8,
lärfinder:
Herr Gebhard Holtz
und
Herr Dr0 Fritz-Henning Kareber, beide zu Schleswig,
Am öt« Johanniskloster S0
Am öt« Johanniskloster S0
/ "/erfahren zur Herstellung eines B®tep«»g®niittele aus v/assertieren.'
Le Erfindung betrifft die Herstellung -!Ums
eines #aftraHgamittels au3 wassertioren, inabesondire
eines #aftraHgamittels au3 wassertioren, inabesondire
aus iuagerf isohen.
Pur die Hera teilung von Nahrungsmitteln hut man meistens nur das Fischfleisch verwendet.
Die anderen wertvollen Bestandteile gingen verloren. Lan hat dar i^ischfleisch zwar achon in aerkleinertem
Zustand getrocknet, jedoch wurde dabei daa Eiweiss denaturiert und seine Verwertung durch den menschlichen
Verdauungsappara-t vveit^eiienü. beeiirtrüohtigt. Zudem erforderte aie iintwäsaerurig des wasserreichen
Sutes eiri6ii hohen Aufwand an ./arme, ,".uoh war es bislang ectoierigj die unerwünschten Creactmiy.oits- und Geruchastoffs
zu entfernen* eoda3s die üagerfische meistens su !!"uttermitteln oder Düngemitteln verarbeitet werden
nrusö L SiJ β
Es wurde nun gefunden, daaa sich wertvolle aus Aasaertierea, insbesondere aus
liagerf lachen, von vorteilhaften rii/jenechaften herstellen ltiiytii, <,e.'i.rj Lj,-.n die .'.af.-sertiere nach Entfernung
von Kiemßn und üingeweide aaricleinert, in dünner .»cnicht von. weniger ale etwe 1 qui, z?7eclaaä38ig
von etwa 2-5 um» lcurze Zeit von v.-eniger als siner einer üitaeiitiiiaridlung bai 'i'smperaturen von
etwa 15ü-3:j0 aussetzt, aodaas das Ei.vei3S an der Oberfläche der .»chicut gerinntt unci teilweiae auf-
en, isr Zeilinhalt im Inriern der ochicht nur angequollen wird, ia3s man darauf die
k a & ^i ν auf aechaiüsohsia egeB z«.b, durch Preisen, von eiiiem ieil litta iusaor.jioha3.tes befreit, anschliesaend
dea naseergeiiai-t duren 'irouiaidn bai Temperaturen unter 3τ*'a XküJ, voraugaweitäe untsr 95 » auf etwa
•j-15· /·■ ver:»iitiäört and aat Äi-zäugnia achlieaslich üurkieinoi?"! uxia gc^ebe/ieiifaila aichtato Die Hitzebeliandiung
üta. ipu-'ioC·0 v.ird zwedtmässig in fortlaufendem betrieb auf einsr durch fin geeignetes
üelzniittel ^ie Dampf geheizt«*" bewegten Oberfläche, z»ü, Girier ura eines uenicrochte ;ichae umlaufenden
ocheibe» vorgenoiamen» von der das iärzeugnia nach einer Behandlungadauer von etwa 20-30 see» duroh
eisen Schaber 0.dgl. entfernt v;ird. Das mehl- oder grleööaxtige fischerzeugnis wird nach einer besonderen
Ausführungaforn der Erfindung mit einem pjTlanBliciien eiweias- und/oder stärkehaltigen
iehl gemischt und vorzugsweise mit Gemüse, Kräutern
und Gewürzen, versetzt« Ea hat sich als besonders vorteilhaft erwieoen, den zerkleinerten rohen Fisch
mit dem pflunslichen Hehl zu misohen und das Gremiach der '. ärmebahandlung zu unterwerfen und gemeinsam
aufzuschließen. Als eiweisshaitige Pflanzenmehle werden zweckinäsaig solche von Hülsenfrüchten verwendet,
Beispiel .1:
Beispiel .1:
IOC kg Kabeljau werden, von den Kiemen und dem Eingeweid® befreit und dann nach Zerkleinerung in
einer Schicht von etwa 3 am auf eine umlaufende waagerechte Jcheibe, die durch überhitzten Dampf
von 25O geheizt ist, aufgetragen und nach einer Hitzeeinwiraiuag von utwa yo Sekunden mittels eines
Schabers entfernt. Dabei ist da3 Biweiss an der heissen Oberfläche teilweise geronnen. In Innern
der ochicht hat jedoch nur eine Entquellung des ZellplasiBud stattgefunden, Oie Kasse, die in frischem
Zustand daö nasi^er feat gebunden enthält, gibt nach dieser kurzen ilitzeböhandlung aas . ar-ser so leicht
ab, dajs es za oinjiri erheblichen Teil auf mechanischem . ege, ζ.'Δ, durch Pressen oder zwischen 'VaI ζ en,
entfernt werden kann. So wird der .Vassergehalt der Lasse von ursprünglich etwa 80 i->
durch Pressen auf etwa 30-35 /.· vormiiidert und damit eine wesentliche ürsparnis
an Zeit» Arbeit und .i'ärsae erreicht, die eine wirtschaftliche Verwertung des waeirierreichen Ausgangegutea
in dtn meisten Fällen erat ermöglicht. Gleichzeituj.'.^· wird durch die 1Ii tzeb ehan dlung eine sterilisation
erzielt und das Erzeugnis teilweise aufgeschloaaen; dagegen wird infolge der irurBen .^ärmeein-•A'irlcung
eins durchgehende Kenaturierung des Siweisses und aie bildung grÖ3serer mengen von Leimctoffen
vermieden.
iiun /lira Jas von der Trockenscheibe abgeschabte, gepresste I-ra jujnia einer sohonenden Trocknung
bei Tempera luren an tor .95 unterworfen, um den iVesoervon etv.a 35-4·^ ,'■>
bis uaf etwa 12 # zu ver-
mindern. Das kann in einem Kanaltrockner, gegebenenfalls bei Unterdruck, geschehene Bei dieser Temperatur
koaguliert da3 FiucL3i..,'eiaa, ο !ine jedoch ehemisch wesentlich verändert zu werdjn. Ks behält ceine
Löslichkeit und Verdau!i chlreit weitgehend v.nd ea ■wird die Bildung von uner.vüsrjciiten Glutinstoffer
vermieden·
Auf dieae Velse werden etwa 20 kg eines 'i'roctCfjnrjrfcGUP/iirtses ^e-'Oruiea, iaä fjejüHhl^n axis gegeceiienfulli?
gesichtet -'VerJan l'.anr. un.I IaB von ^rouyei" "ύιΔ ilai'lifit let.
20 "χζ ι.?β jriηr-ssrti^en Trocksnurzevirn weriirp. nu;1. iiit 11 \:r. ?rurC.i\'oh"i'.i'.inoh]^, 1,6 kg
Trookciii^-iijli^.T nulvor. G,Π kg .J ;!ll?rί«3'-Ί?, und
0,150 kg e.'.aer '.'lirtskrautormischun/; eemiacht. rrewtnc>i ί-tsllt ein hcoh^ertiires iSwwwftsemittsl dar,
äao ii. 'VhIi.eher «eise zu Klone »n, Prikandellen, Tunk.ot.·, .iuratma^aon üb./, vnr>irbeit^t »/erden karn
χα'Λ c.,-~ .licht nur ν eic /--;. t".t-· ■ Oiilij^schraack, sondern
wioh von ftUbirezoichnctür ii.iicBitiuliohlceit und hohes
Deiapiel 2:
IOC kj Snhellfisoh '.,'erden filetiert, das eisfih in ßinon Kuti;ei zerkleinert und in
dLinner .ohicht einer Hi^zabeharillung bei 220 während 2b aec» auf eii:.ir ualauifenaen icheibe,
c-inüi j'ördorl.'und n.uijl. untar^orfe.n. Die wa^se wird nuii ab^äpi'iu-at, Juai« dar <
a:;3erücbalt iiuf etwa 40 # vermindert ujrid nun mit 25 kß Oojabolinenmehl und S kg Ke.rtoffvlflocken vermischt und da3 Gemiaoh
bei cin2r Temperatur νοΛ at.vs 120-140° getrocknet. Dabei findet ein Aufschluss statt, *obei sich aus
der stärke des Jojaaahlos und der Zartofielflocken lösliche >tdrke oder .4-uell3t:irke bildet, die
beiäcndera leicht verdaulich lat und für die küohen- ^ß Verarbeitunß gute bindende Sigensohuften
. Dao trzcijala wird mit JaIz und Meer-
rettieh- oder Jenfpulver gewürzt und ist zur Verarbeitung zu ouppen, Bratlingen, Tunken usw. vorzüglich
geeignet.
Man kann die zerkleinerte Pischmasse und das pflanzliche Mehl aber auch schon vor der kurzen
iiitzebehundlung zjisanmenmisehen und dea aitzestoss bei höheren Temperaturen von 150-300° geaeinaoin
auaxaaetBen. Sie nachfolgende Trocknung erfolgt dann zweckmiissig bei v:enir;er als 95°.
Als eiweiashaltige Pflanaenstoffe eignen sich insbesondere iüehle oder Sriesse aus Hülsenfrüchten
wie Bohnen, Krbsen» Lupinen, insbesondere .jüaalupinen, Sojabohnen, zeB, auch Pferdebohnen, die vorliegend
als Futtermittel verwendet wurden, Auch Kleie eignet sich gut für diesen Zweck, die nach dem Aufechlu3a
von hohem Nährwert ist. Bs iat überraschend, dass beide Hauptbestandteile, 3,B0 Fisch und Sohnenmehl,
die gescluiLiCklich und geruchlich für sich nicht befriedigen, in der erfindungsgemässen Vereinigung
und infolge der besonderen Behandlung ein wohlechneklcendea und sehr nahrhaftes Erzeugnis ergeben, daa
infolge seines Gehaltes an leicht verdaulichem Eiweiae und gut reuorbiei'baren Kohlenhydraten ein wertvolles
Mahrungsmittel ergibt, daa eine wesentliche Lücke in der heutigen Yolksveraorgung zu schliosaen vermag.
■ ährend man in der !""ischinduatrie und im Haushalt im wesentlichen nur da3 Kua'telfleiach der Fische
verwendete, werden bei dem neuen Erzeugnis auch die wertvollen Beatandteile in Gertietaubatanz und
Haut der Vaesertiere, die Proteinstoffe, Mineralsalze und irkotoffe verwertet.
3ia können alle geeigneten .i'a iaertiei-s, z.B. fettreiche Fische wie Lachp, Hering, Jtint, Makrele,
oder fettarme Pisohe wie Hecht, 3chellfiaoh, Dorsoh, Barsch, aber uuch 3ee3äugotiera wie *<ale oder
Kruaientiere wie l'.uaoheln nach der vorliegenden Krfindung verarbeitet werden.
Claims (4)
1.) Verfahren zur Herstellung eines ssittela aus '-.iasstrtieren, insbesondere Hagerfieehen,
äaduroh gekennzeichnet, dass aan die W as Berti ere each Entfernung der Kielen und Eingeweide zerkleinert,
in ά'άιΐΐι-ιτ ochiciit von weniger als etwa 1 ca, zwecknäsaig
von etwa 2-5 aus» kuraa Zeit von weniger ala einer Minute einer Hitzebshondlung bei Temperaturen
von etwa 150-300° aussetzt, sodasa das Biweiea an (iei* Oljerflticha dar .'ichiaht 3;3rinnt und tailrcoiae
aufgeachloaaea, dsr 2oili.nhalt iia.
Innern der Schicht jadooh nur anga^iuollan .vircL, datäö man darauf die
Lsasae auf SHchaaisohaa Vage, s.
3« durch Pressen, von eineii 1Joil iaj iaraei^johaltea "oafreit, anschlieasend
den r>aPserg<äUalt uuroli Trocknen bei Temperaturen unter jfc.va 120 , vorzuija.veiaü unter 95 , auf etwa
veraindurt luiu J>u iärzjujjjiia aohlieaslich .j.;rί IAf.ΰ »jc^euonenfalla sichtete
Ό) Verfahr»äii imöh Aiiapruoii 1, dadurch ge-
.'.ic ilitaebeiiandlung tei 150-300° in fortl.iufüadöia ^o^ri.ib ^uf «iujr iupoi ein geeigr.etuü
üuiajii ilel *ie -}aapj! β0^3^Α^ββ bewegten Oberfläche,
^.J-. JiJ1^r o;:i iine ssiitii'iclita Achao ualaufen-.!-•Λ
'.üii^ibi, vüi-(ier-Cii-.i.i£. ..iru, von dar das Hraaugnis nach einer JJi-UJjJ-IuAt1OJt1UeX -vcn etv»a 20 bie 60
Sekunden raittels eines 3cbnbor3 o.dglo entfernt vrird» 3.) Varfahre.i nach Anayrush 1 oder 2, daduroh
gslierinaeic-j.«;i;, iaca d^a n;.:iil- oder grieasaxtigö fiBOherEeugnis mit einem pilanalichen siweiea- und/oder
stärkehaltigen Mehl odor 0rie3s genleoht und vor» zugsweioe oit Gemüse, Kräutern und öewürsen versetzt
Tlri.
4.) Verfahren nach Anapruoh 1 bis 3, daduroh dasa man den serkleinertsn fieoh mit
den pflanzlichen iuehl mischt und das Geiaiaeh der Wärmebehandlung ausseist und gemeinsam aufsohliesate
5.) Verfahren nach Ar.3pruch 1 bis A, dadurch gekennzeichnet» dass als pflanzliche eiweiSBhaltige
Le.hle solche von Hülsenfrüchten verwendet werden«.
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