DEP0013089DA - Verfahren zum Bestrahlen pulverförmiger oder plastischer Substanzen - Google Patents

Verfahren zum Bestrahlen pulverförmiger oder plastischer Substanzen

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DEP0013089DA
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conveyor belt
substance
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English (en)
Inventor
Carl Braband
Original Assignee
Quarzlampen Gesellschaft mbH, Hanau/M.
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Description

Es ist bekannt, pulverförmige Substanzen, beispielsweise Hefe, mit ultraviolettem Licht zwecks Bildung von Vitamin D zu bestrahlen. Da die Reichweite der ultravioletten Strahlen in der Hefe nur sehr gering ist, ist es notwendig, die Hefe während der Bestrahlung wiederholt umzurühren, damit möglichst viele Teile der gesamten Menge der Wirkung der Strahlung ausgesetzt werden. Bei diesem Verfahren lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass immer wieder Teile der Hefe bestrahlt werden, die durch vorherige Bestrahlung bereits eine chemische Umwandlung erfahren haben. Es besteht die Gefahr, dass sich diese bereits chemisch veränderten Teile der Hefe bei erneuter oder länger andauernder Bestrahlung über das gewünschte Endprodukt, nämlich das Vitamin D hinaus, chemisch umwandeln und dass dabei Produkte entstehen, die toxische Wirkungen ausüben. Abgesehen von dieser unerwünschten Wirkung eines Teiles des Endproduktes tritt dadurch eine Verschlechterung der Ausbeute ein, weil das gewünschte Endprodukt zum Teil durch die länger dauernde Bestrahlung in ein unwirksames oder schädliches Produkt verwandelt wird. Gemäss der Erfindung wird deshalb die zu bestrahlende pulverförmige oder plastische Substanz mittels einer Streuvorrichtung oder mit Hilfe umlaufender Walzen auf ein, vorzugsweise endloses, Transportband in dünner Schicht aufgetragen, auf dem Transportband bestrahlt und anschliessend durch Abbürsten, Abstreifen oder Abwischen vom Transportband entfernt und in eine Sammelvorrichtung gebracht.
Es ist zweckmässig, die Substanz auf ein für die wirksame Strahlung durchlässiges Transportband aufzubringen und auf ihm in einem Arbeitsgang von beiden Seiten her gleichzeitig zu bestrahlen, weil dann bei gleicher Schichtdicke eine grössere, in der Regel sogar eine doppelt so grosse Ausbeute erzielt wird. Falls die zu bestrahlende Substanz hinreichend fest an dem Transportband haftet, ist es zweckmässig, das Transportband über Rollen auf- und abwärts zu führen und durch zwischen je zwei dabei benachbarten Teilen des Transportbandes angeordnete Strahlenquellen zu bestrahlen.
Zur Vergrösserung des Haftvermögens der Substanz am Transportband kann ihr ein Stoff mit grösserem Haftvermögen hinzugesetzt werden. Dieser Stoff sollte die wirksamen Stahlen in der angewandten Menge weniger absorbieren als die zu bestrahlende Substanz. Man kann diesen Stoff auch, statt ihn mit der zu bestrahlenden Substanz zu mischen, auf das Transportband aufbringen.
Unter Umständen, insbesondere zum Bestrahlen pulverförmiger oder schaumiger Substanzen ist es zweckmässig, mittels eines magnetischen Feldes die Substanzen während des Transportes am Transportband festzuhalten. Wenn die pulverförmige, oder schaumige Substanz selbst nicht in ausreichendem Masse magnetisch ist, kann man durch Zumischung eines ferromagnetischen Stoffes in feinster Verteilung die gewünschte Wirkung erzielen.
Das magnetische Feld kann in jedem Fall, beispielsweise durch vorübergehende Magnetisierung des Transportbandes, das dann aus einem ferromagnetischen Stoff bestehen muss, erzielt werden. Man kann das Haftvermögen der pulverförmigen oder plastischen bzw. schaumigen Substanz am Transportband, wenn es aus elektrisch isolierendem Material besteht, in der üblichen Weise durch Reibung oder durch Aufsprühen elektrischer Ladung erzielen.
Die Dicke der auf das Transportband aufgebrachten zu bestrahlenden Substanz wird bei dem Verfahren gemäss der Erfindung mit Vorteil etwa gleich der Grössenordnung der Reichweite der Strahlung in der Substanz, vorzugsweise ebenso gross oder mindestens halb so gross wie diese Reichweite gewählt.
Die Figuren zeigen in zum Teil schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung.
Mittels eines Rüttelsiebes 1 wird die pulverförmige Substanz 2 bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in dünner Schicht auf das Transportband 3 aufgebracht, das durch die Walzen 4, 5 bewegt bzw. gespannt wird. Langes eines Teiles des Transportbandes findet die Bestrahlung statt. Wenn die Substanz ultravioletter Strahlung ausgesetzt werden soll, verwendet man bei- spielsweise eine Reihe von Quecksilberhochdrucklampen 6 oder eine andere intensive Ultraviolett-Strahlenquelle, beispielsweise Magnesium-Funkenstrecken. Nach Beendigung der Bestrahlung wird die bestrahlte Substanz durch die Abstreifer 7 und Bürsten 8 vom Transportband entfernt und in eine Sammelvorrichtung gebracht.
Falls das Transportband 3 für die wirksame Strahlung durchlässig ist, kann die Substanz 2 auf ihm in einem Arbeitsgang gleichzeitig von beiden Seiten her mittels der Strahlenquelle 6 bestrahlt werden, wie in der nur einen Ausschnitt der ganzen Anordnung darstellenden Fig. 2 angedeutet ist. Zur Vergrößerung des Bestrahlungsweges einer in einem engen Raum unterzubringenden Anordnung ist das Transportband 3 beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 über Rollen 10 auf- und abwärts geführt. Die Bestrahlung erfolgt durch zwischen je zwei dabei benachbarten Teilen des Transportbandes 3 angeordnete Strahlenquellen 6. Falls bei dieser Anordnung ein für die wirksame Strahlung durchlässiges Transportband benutzt wird, kann auch bei ihr die Bestrahlung gleichzeitig von beiden Seiten des Transportbandes her erfolgen. Die Vorrichtungen zum Aufbringen und Entfernen der zu bestrahlenden Substanz können bei dieser Anordnung gerade so ausgebildet sein wie bei der Anordnung nach Fig. 1.
Falls es sich um die Bestrahlung einer plastischen Substanz handelt, wird anstelle der Streuvorrichtung 1 mindestens ein Paar umlaufender Walzen 4, 11 verwendet. Über die eine Walze läuft das Transportband 3 und der Abstand der anderen Walze von der Oberfläche des Transportbandes ist derart eingestellt, dass die von oben eingefüllte Substanz 2 auf der Oberfläche des Transportbandes nach dem Durchlaufen des Walzenpaares 4, 11 auf ihr eine dünne Schicht bildet. Im übrigen unterscheidet sich diese in Fig. 4 nur zum Teil wiedergegebene Anordnung nicht von der vorher beschriebenen.
Zur Erhöhung des Haftvermögens kann der zu bestrahlenden Substanz ein Stoff in geringer Menge zugesetzt werden, der ein grösseres Haftvermögen besitzt und in so angewandter Menge die wirksame Strahlung weniger als die zu bestrahlende Substanz absorbiert. So kann man, beispielsweise einer pulverförmigen oder schaumigen Substanz 2 einen ferromagnetischen Stoff in feinster Verteilung zumischen und das Transportband 3 während eines Teiles seines Weges vorübergehend mittels der Magnete 12 magnetisieren, wie in Fig. 5 schematisch angedeutet ist. Durch entsprechende Ausbildung des magnetischen Feldes oder durch Anbringung einer Entmagnetisierungseinrichtung 13 kann man ohne Schwierigkeiten erreichen, dass das Haftvermögen an der Stelle, an der die Substanz von dem aus ferromagnetischem Werkstoff bestehenden Transportband entfernt werden soll, nur einen sehr niedrigen Wert besitzt, während es im übrigen so gross ist, dass das mit der zu bestrahlenden Substanz bedeckte Transportband 3, wie in Fig. 3 dargestellt ist, mehrfach auf- und abwärts geführt werden kann.
Verwendet man andererseits beispielsweise ein Transportband 3 aus Zelluloid oder einen anderen bandförmigen Körper geringster Leitfähigkeit, so kann man, beispielsweise mittels der in Fig. 6 schematisch dargestellten Bürsten 14, durch Reibungselektrizität eine Aufladung des Transportbandes 3 erreichen. Die Entladung des Bandes erfolgt bei dieser Anordnung am bestehen mit Hilfe einer elektrisch leitenden weichen Bürste 8.

Claims (7)

1. Verfahren zum Bestrahlen einer pulverförmigen oder schaumigen oder plastischen Substanz mit sichtbaren oder unsichtbaren Strahlen, insbesondere zum Bestrahlen von Hefe mit ultraviolettem Licht zwecks Bildung von Vitamin D, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz mittels einer Streuvorrichtung, vorzugsweise eines Rüttelsiebes bzw. mittels umlaufender Walzen auf ein, vorzugsweise endloses Transportband in dünner Schicht aufgetragen, auf dem Transportband bestrahlt und anschliessend durch Abbürsten, Abstreifen oder Abwaschen vom Transportband entfernt und in eine Sammelvorrichtung gebracht wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz auf ein für die wirksame Strahlung durchlässiges Transportband aufgebracht und auf ihm in einem Arbeitsgang von beiden Seiten gleichzeitig bestrahlt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband über Rollen auf- und abwärts geführt wird und durch zwischen je zwei dabei benachbarten Teilen des Transportbandes angeordnete Strahlenquellen bestrahlt wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der Substanz ein ihr Haftvermögen am Transportband vergrössernder Stoff, der wirksame Strahlen in der angewandten Menge weniger absorbiert als die zu bestrahlende Substanz, zugesetzt oder auf das Transportband aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder folgenden, insbesondere Patentanspruch 4, zum Bestrahlen pulverförmiger oder schaumiger Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Substanz, erforderlichenfalls nach Zumischung eines ferromagnetischen Stoffes in feinster Verteilung, während des Transportes, vorzugsweise durch vorübergehende Magnetisierung des Transportbandes, mittels eines magnetischen Feldes am Transportband gehalten wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband zur Erhöhung des Haftvermögens, vorzugsweise durch Reibung oder Aufsprühen elektrischer Ladung, elektrisch geladen wird.
7. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der aufgebrachten, zu bestrahlenden Substanz von der Grössenordnung der Reichweite der wirksamen Strahlung in der Substanz, vorzugsweise ebenso gross oder mindestens halb so gross wie diese Reichweite ist.

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