DE644635C - Trockenverfahren - Google Patents

Trockenverfahren

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DE644635C
DE644635C DEB167615D DEB0167615D DE644635C DE 644635 C DE644635 C DE 644635C DE B167615 D DEB167615 D DE B167615D DE B0167615 D DEB0167615 D DE B0167615D DE 644635 C DE644635 C DE 644635C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B21/00Arrangements or duct systems, e.g. in combination with pallet boxes, for supplying and controlling air or gases for drying solid materials or objects

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Trockiiungsverfahren, bei dem das zu trocknende Gut mit einem gasförmigen Stoff (beispielsweise Luft) in Berührung gebracht wird.
Der Erfindung gemäß wird dieser gasformige Stoff elektrisch einpolig gegen Erde aufgeladen. Es ist festgestellt worden, daß der so behandelte gasförmige Stoff eine trocknende Wirkung ausübt, auch wenn er oder das zu trocknende Gut nicht erwärmt wird. Das Verfahren kann aber auch mit einer Erwärmung oder mit sonstigen Mitteln zur Trocknung, etwa der Anwendung von Druck oder Unterdruck, verbunden werden.
Das Verfahren ergibt gegenüber den bekannten Trocknungsverfahren in vielen Fällen wichtige Vorteile, beispielsweise dann, wenn das zu trocknende Gut durch Erwärmung oder Behandlung durch Druck oder auch Unterdruck leidet. Γη anderen Fällen eignet sich das Verfahren besonders deshalb, weil es überhaupt kaum möglich ist, die Trocknung mit den bisher bekannten Mitteln durchzuführen. Dabei stellt sich unter Berücksichtigung aller Umstände das Verfahren wirtschaftlich nicht ungünstiger, sondern meistens sogar erheblich günstiger als die bisherigen Verfahren. Es bietet auch in manchen Fällen eine gewisse Sicherheit gegen die Wiederaufnahme von Feuchtigkeit in das getrocknete Gut, was sich wiederum dahin auswirkt, daß die Apparatur, die sonst zum Schutz gegen den Wiederzutritt von Feuchtigkeit umständlich gestaltet werden muß, vereinfacht wird.
Ein gewisser Feuchtigkeitsgehalt der zur Trocknung benutzten Luft (oder eines anderen Gases oder Gasgemisches) schadet nicht, ist vielmehr sogar günstig, da er die Aufladung erleichtert. Bezeichnenderweise kann man sogar der Luft fein zerstäubtes Wasser beimischen, das dann nicht etwa das zu trocknende Gut befeuchtet, sondern sich offenbar auch noch daran beteiligt, die Luft als Trocknungsmittel wirksamer zu machen. Dasselbe gilt bei der Anwendung von anderen Gasen oder Gasgemischen.
Das gasförmige Trocknungsmittel wird mit hoher Spannung, aber sehr geringer Stärke aufgeladen. Auch ist dafür zu sorgen, daß das Potential gegen Erde nicht durch irgendwelche Nebenwirkungen, die durch Verwendung nicht einwandfreier Apparaturen zustande kommen könnten, möglichst hoch und gleichmäßig bleibt. Am vorteilhaftesten wird man Ladungskörper verwenden, die keine Kanten oder Spitzen aufweisen, also vorzugsweise eine Kugeloberfläche besitzen. Man kann das gasförmige Trocknungsmittel entweder über oder durch die Ladungskörper hin-, durchführen, so daß es aus Öffnungen an der Oberfläche der Ladungskörper austritt. Man muß die Anlage so einrichten, daß möglichst sämtliche Teilchen des gasförmigen Trocknungsmittels mit dem am Ladungskörper vor-
handenen elektrischen Feld in unmittelbare Berührung kommen.
Alan kann auch das zu trocknende Gut ein-' polig gegen Erde aufladen oder auch Erde isolieren. Das hängt jeweils von hygroskopischen und elektrischen Ladef; keit des Trockengutes ab. Es gibt Trocken-' güter, die sich stets mit einer bestimmten Polarität gegen Erde aufladen, wobei dann ίο eine besonders gute Erdung eines solchen Trockengutes nötig werden kann.
Es wurde schon bemerkt, daß die als gasförmiges Trocknungsmittel benutzte Luft nicht nur Feuchtigkeit enthalten kann, son's (lern sogar, wie es übrigens meistens der Fall ist. Feuchtigkeit enthalten muß und sogar unter Umständen mit fein zerstäubtem Wasser zu vermischen ist. Die Luft ist dann mit ganz feinen Wasserstaubteilchen gleichmäßigdurchsetzt, die an der elektrischen Aufladung teilnehmen. Man kann die Luft oder das sonstige Gas oder Gasgemisch aber auch mit andersstoftigem Staub vermischen. Das kann beispielsweise dann von Vorteil sein, wenn man das gasförmige Trocknungsmittel durch eine zu trocknende Flüssigkeit hindurchführt, auf deren Eigenart Rücksicht bei der Wahl der mit ihr in Berührung kommenden Stoffe zu nehmen ist.
3« Das Verfahren läßt sich bei den mannigfaltigsten Trocknungsgütern verwenden.
Unter den zahlreichen Anwendungsfällen sei an Hand der Abb. 1 die Trocknung von Holz kurz geschildert.
Das Holz befindet sich in bekannter Weise in Kammern 1, 2 usw.. denen Luft durch einen Kanal α und Einlaufstutzen b1, b1 usw. zugeführt wird, während die gebrauchte Luft durch die Leitungen c1, c'2 usw. abgeht. Am Anfang 4<> des Kanals« ist isoliert ein kugelförmiger Ladekörper d angeordnet, der von einem anderseits an Erde gelegten Gleichstromgenerator aus einpolig, beispielsweise negativ, geladen wird, um nun seinerseits alsLadungskörper für die in den Kanal einströmende Luft zu dienen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in jedem Einlaufstutzen !>', b'2 usw. noch ein weiterer Ladungskörper t', r3 usw. untergebracht, so daß die Luft vor dem Eintritt in die einzelnen Kammern nochmals Gelegenheit hat, sich aufzuladen, wonach sie den Holzstapel durchstreicht und die -Trocknung bewirkt.
■■;'.. Je nach der Art des Gutes kann es zweckmäßig sein, die Kammern 1 und 2 elektrisch Vzu isolieren oder aber zu erden.
InAbb.2 ist ein hohlkugelförmiger Körper/ angedeutet, in den die Luft bei h eintritt und aus dem die Luft durch öffnungen» ausströmt, wobei sie durch das elektrische Feld hindurchgeht und sich auflädt. Die öffnungen können, wie dargestellt, einseitig vorhanden sein, so daß die unter Druck eingeführte und ausströmende Luft sich in bestimmter Richtung bewegt, wenn dies zur Berührung mit $5 dem Trockengut vorteilhaft erscheint. Die Öffnungen können sich aber auch auf einer Ringzone der Kugel oder sogar auf der ganzen Fläche der Kugel verteilt befinden, je nach den betreffenden Anwendungsfällen.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Trocknungsverfahren, bei dem das zu trocknende Gut mit einem gasförmigen Stoff in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der gasförmige Stoff elektrisch einpolig aufgeladen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Trocknungsgut einpolig gegen Erde aufgeladen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsgut gegen Erde isoliert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsgut geerdet wirdN
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem gasförmigen Trocknungsmittel ein anderer Stoff in zerstäubtem Zustand beigemischt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der als Trocknungsmittel dienenden Luft zerstäubtes Wasser beigemischt wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige Trocknungsmittel eines Ladungskörpers mit gekrümmter, vorzugsweise kugelförmiger Oberfläche elektrisch aufgeladen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB167615D 1934-11-16 1934-11-16 Trockenverfahren Expired DE644635C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11015284B2 (en) * 2018-10-09 2021-05-25 Alex Ignacio Cacho System for drying personal protective equipment

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