DE1007286B - Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels Duesenbeaufschlagung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels DuesenbeaufschlagungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
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- B05B5/00—Electrostatic spraying apparatus; Spraying apparatus with means for charging the spray electrically; Apparatus for spraying liquids or other fluent materials by other electric means
- B05B5/08—Plant for applying liquids or other fluent materials to objects
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß die englische Tuchindustrie ihren Weltruf im wesentlichen der Tatsache verdankt,
daß bei ihren Tuchen die an die Wollfaser gebundene Feuchtigkeit etwas größer ist als z. B. bei den besten
Aachener Tuchen. Der Grund hierfür liegt in dem überwiegend feuchteren englischen Klima.
Es ist ferner bekannt, daß die deutschen Tuchfabriken das für die Tuchindustrie günstige englische Klima
durch Behandlung ihrer Tuche in Klimaanlagen während der Fabrikation nachzubilden suchen.
Die bisher für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Klima- und Befeuchtungsanlagen erfüllten diese
Aufgaben nur unvollkommen, weil die damit erzielte Zerstäubung zu grob war und folglich nur eine Nässung
der Stoff oberfläche, aber keine innige Verbindung der Feuchtigkeit mit der Wollfaser stattfand.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels
Düsenbeaufschlagung vorgeschlagen, wobei das Textilgut mit unipolar aufgeladenen Nebeltröpfchen besprüht
wird. Zweckmäßig werden die zur Befeuchtung der Tuche verwendeten Düsen mit dem einen Pol einer
Gleichhochspannungsquelle verbunden, wodurch die erzeugten Nebeltröpfchen unipolar aufgeladen werden.
Durch die starke unipolare Aufladung wird eine sehr feine, mit anderen Methoden nicht erreichbare Zerstäubung
erreicht, weil die Nebeltröpfchen auch nach dem Verlassen der Düse wegen ihrer starken Oberflächenladung
weiter auseinanderplatzen. Die gleichpoligen Ladungen der Tröpfchen verhüten auch deren
Wiederzusammenfließen, wodurch die erzielte Feinzerstäubung aufrechterhalten bleibt. Durch diese Voraussetzungen
wird ein tiefes Eindringen der Tröpfchen bis in die Gewebefaser des Tuches erreicht, so
daß die Feuchtigkeit mit der Faser eine innige und dauerhafte Verbindung eingehen kann.
Ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
nachfolgend beschrieben und in der Zeichnung näher dargestellt.
Mit 1 sind Aufhängeisolatoren bezeichnet, an denen ein Netz 2 aus Metall oder anderen elektrisch leitenden
Materialien aufgehängt ist. 3 ist ein Flüssigkeitsbehälter für die Flüssigkeit zum Befeuchten des
Textilgutes. Unterhalb des Flüssigkeitsbehälters 3 und unterhalb des Netzes 2 ist eine Zerstäuberdüse 4 angeordnet,
die mit dem Flüssigkeitsbehälter 3 in Verbindung steht. Die Öffnung bzw. die Öffnungen der
Zerstäuberdüse 4 weisen im wesentlichen nach unten hin. Unterhalb der Zerstäuberdüse 4 ist eine tischartige,
gewölbte, metallische Unterlage 8 vorgesehen, über die das Textilgut 6 während der Behandlung
gleitet. Das Textilgut wird durch Transportwalzen 7 über die Unterlage 8 gezogen. Weiterhin ist eine
Verfahren und Vorrichtung
zum Befeuchten von Textilgut
zum Befeuchten von Textilgut
in laufender Bahn
mittels Düsenbeaufschlagung
mittels Düsenbeaufschlagung
Anmelder:
Elektro-Aerosol Ziems Sd Co.,
Köln-Zollstock, Höninger Weg 115
Köln-Zollstock, Höninger Weg 115
Dipl.-Ing. Wilhelm Kramer, Köln-Zollstock,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Gleichhochspannungsquelle 5 vorgesehen, die mit einem Pol an das Netz 2 sowie an die Düse 4 und mit dem
anderen Pol an die metallische Unterlage 8 sowie an Erde 9 angeschlossen ist.
Bei dieser Anordnung wird durch das elektrische Feld des Netzes 2 der gesamte erzeugte Nebel in Richtung
auf das auf Gegenpotential liegende Tuch 6 gedrückt und die Feuchtigkeit somit auf den Raum zwischen
dem Tuch 6 und der Düse 4 konzentriert, so daß der Raum außerhalb dieser Zone auch beim Zerstäuben
großer Flüssigkeitsmengen vollkommen trocken bleibt.
An Stelle einer einzigen Düse 4 können selbstverständlich auch mehrere Düsen 4 vorgesehen sein, wodurch
die Gleichmäßigkeit der Zerstäubung verbessert werden kann.
Die durchgeführten Versuche haben gezeigt, daß die gesamte zerstäubte Flüssigkeitsmenge in dem behandelten
Tuch wiedergefunden wird und auch darin verbleibt. Dies kann damit erklärt werden, daß die Nebeltröpfchen
infolge der ihnen erteilten hohen Spannung mit großer Geschwindigkeit in das Tuch hineinfliegen,
wobei offenbar eine innige Bindung mit der Wollfaser stattfindet.
Claims (3)
1. Verfahren zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels Düsenbeaufschlagung, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gut mit unipolar aufgeladenen Nebeltröpfchen besprüht wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsen (4) mit dem einen Pol einer Gleichhochspannungsquelle (5) und eine metallische
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Unterlage (8), über die das Gut während der Behandlung
gleitet, mit dem anderen Pol der Hochspannungsquelle verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß über den Düsen (4) ein Netz (2)
aus Metall oder einem anderen elektrisch leitenden Material aufgehängt ist, an dem der gleiche Pol
der Hochspannungsquelle anliegt wie an den Düsen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Melliand Textilberichte, 1953, S. 536, 537; 1954, S. 89 bis 92.
Melliand Textilberichte, 1953, S. 536, 537; 1954, S. 89 bis 92.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE9452A DE1007286B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels Duesenbeaufschlagung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE9452A DE1007286B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels Duesenbeaufschlagung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007286B true DE1007286B (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=7067615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE9452A Pending DE1007286B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Textilgut in laufender Bahn mittels Duesenbeaufschlagung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007286B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295353B (de) * | 1964-11-12 | 1969-05-14 | Aschaffenburger Zellstoffwerke | Vorrichtung zum Befeuchten von Papierbahnen od. dgl. |
| WO2003029551A1 (en) * | 2001-10-04 | 2003-04-10 | The Procter & Gamble Company | Fabric article treating system |
-
1954
- 1954-08-20 DE DEE9452A patent/DE1007286B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
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| WO2003029551A1 (en) * | 2001-10-04 | 2003-04-10 | The Procter & Gamble Company | Fabric article treating system |
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