DEP0012867DA - Ein- oder mehranodiges Stromrichtergefäß - Google Patents
Ein- oder mehranodiges StromrichtergefäßInfo
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Description
Bei Stromrichtergefässen, insbesondere solchen mit Metallwandung, bereitet es vielfach Schwierigkeiten, einen vakuumdichten Abschluss der Verbindungsstellen zwischen den Metallteilen, z.B. Eisenteilen, des Gefässes und den z.B. aus Porzellan gefertigten Isolatoren herzustellen. Auch die Wandungen als solche weisen gelegentlich Undichtheiten auf, durch die das Vakuum des Gefässes verschlechtert wird. Diese Probleme spielen besonders bei pumpenlosen Gefässen eine entscheidende Rolle, da diese nur bei der Herstellung evakuiert und dann abgeschmolzen werden. Man hat schon versucht, derartige Gefässe durch Spritzen oder Anstreichen mit Lack zu dichten, doch hat dieses Verfahren bisher nicht zu einem endgültigen Erfolg geführt.
Die Erfindung betrifft ein ein- oder mehranodiges Stromrichtergefäss, insbesondere Stromrichtergefäss mit Metallwandung, und ist dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest teilweise mit einer Schicht aus hochtemperaturbeständigem, vorzugsweise einbrennfähigem. Lack überzogen ist, der dem höchsten an der Gefässwandung auftretenden Betriebstemperaturen standhält, ohne dass dabei Risse in der Lackschicht entstehen. Besonders vorteilhaft verwendet man einbrennfähigen Lack, der aus mehreren Komponenten besteht, von denen die als Lösungsmittel dienende Komponente, beispielsweise höhere Alkohole, dem Lack eine grosse Liquidität verleiht und leicht verdunstet, die andere bzw. die anderen Komponenten aber aus Harzen, beispielsweise Phenolharzen, bestehen, die bei höherer Temperatur aushärten und die durch Einbrennen in eine temperaturbeständige, unangreifbare Form übergehen. Hierdurch wird erreicht, dass die dichtende Substanz wirklich in alle Risse und Poren eindringt und dort abhärtet. Die Zusammensetzung des Lackes muss so abgestimmt sein, dass seine Einbrenntemperatur höher liegt als die Betriebstemperatur der Gefässwandung des Stromrichters. Beim Arbeiten des Stromrichters entstehende
Temperaturveränderungen können dann keine Veränderung der Lackschicht hervorrufen, da diese ja durch die Einbrenntemperatur schon ausgehärtet ist im Gegensatz zu normalen Lacken, die in ihrer Substanz von jeder Temperaturänderung weitgehend beeinflusst werden. In manchen Fällen wird es auch zweckmässig sein, verschiedene Teile der Gefässwandung einer verschiedenen, der jeweiligen Betriebstemperatur des betreffenden Teiles der Gefässwandung angepassten, Wärmebehandlung zu unterziehen und/oder verschiedene entsprechend abgestimmte Lacksorten hierfür zu verwenden.
Das Auftragen des Lackes kann entweder durch Streichen, oder, noch vorteilhafter, durch Spritzen erfolgen, und dabei können entweder nur die Metallteile einschliesslich der Verbindungsstellen mit den Isolierteilen mit einer Lackschicht überzogen, oder es können auch sämtliche Isolierteile mit einem Lacküberzug versehen werden. Im letzteren Falle muss naturgemäss ein Lack verwendet werden, der im getrockneten Zustand ein guter Isolator ist.
Der erwähnten Temperaturbehandlung kann dabei entweder das ganze Gefäss unterzogen werden oder nur die mit Lack bedeckten Teile des Gefässes, während die übrigen Teile, z.B. Isolatoren, aus dem Einbrennofen herausragen. Das Auftragen der Lackschicht und gegebenenfalls Einbrennen dieser Lackschicht kann auch mehrfach wiederholt werden, um so eine grössere Sicherheit gegen das Verbleiben von Poren in dem Lacküberzug zu gewährleisten. Besonders zweckmässig ist es, das Aufbringen der Lackschicht auf die Gefässwandung vorzunehmen, während des Stromrichtergefäss evakuiert wird. Ebenso ist es günstig, eine Evakuierung des Gefässinneren durchzuführen, während die Gefässwandung zum Einbrennen der Lackschicht einer Temperaturbehandlung unterzogen wird. Zur Verbesserung des Aussehens können beispielsweise die Metallteile des Gefässes nach dem Aufbringen der Lackschicht gemäss der Erfindung noch weiter mit einer Farbe oder mit einem anderen farbigen Lack überzogen werden.
Claims (5)
1) Ein- oder mehranodiges Stromrichtergefäss, insbesondere Stromrichtergefäss mit Metallwandung, dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest teilweise mit einer Schicht aus hochtemperaturbeständigem, vorzugsweise einbrennfähigem, Lack überzogen ist, der den höchsten an der Gefässwandung auftretenden Betriebstemperaturen standhält, ohne dass dabei Risse in der Lackschicht entstehen.
2) Stromrichtergefäss nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein solcher einbrennfähiger Lack aufgetragen ist, der aus mehreren Komponenten besteht, von denen die als Lösungsmittel dienende Komponente eine hohe Liquidität des Lackes herbeiführt und andere Komponenten aus solchen Harzen bestehen, die nach dem Verdunsten des Lösungsmittels aushärten und durch Einbrennen in eine temperaturbeständige Form übergehen.
3) Verfahren zum Herstellen eines Stromrichtergefässes nach Patentanspruch 1 oder 2 unter Verwendung eines einbrennfähigen Lackes, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss nach dem Auftragen der Lackschicht einer Temperaturbehandlung (Einbrennen) unterzogen wird, bei der die Einbrenntemperatur über der höchsten an der Gefässwandung auftretenden Betriebstemperatur liegt.
4) Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung für verschiedene Teile der Gefässwandung verschieden erfolgt und/oder dass hierfür verschiedene Lacke verwendet werden.
5) Verfahren zur Herstellung eines Stromrichtergefässes nach Patentanspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss während des Aufbringens der Lackschicht auf die Gefässwandung und/oder während der Temperaturbehandlung evakuiert wird.
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