DEP0012766MA - - Google Patents

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DEP0012766MA
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carburetor
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. September 1954 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Vergasern ist es bekannt, eine sogenannte Beschleunigungspumpe vorzusehen, die den Zweck hat, beim plötzlichen Öffnen der Leistungsdrossel eine zusätzliche Kraftstoffmenge dem Gemischstrom zuzuführen. Wird die Gemischdrossel schnell geöffnet, so beschleunigt sich die Luft schneller als der Kraftstoff, wodurch sich ein kraftstoff armes Gemisch bildet und der Motor schlecht Leistung annimmt.
Die Beschleunigungspumpen werden als Membranpurnpen oder Kolbenpumpen gebaut, und der Antrieb erfolgt entweder mechanisch mit Betätigung von der Drosselklappenachse bei Klappenvergasern oder vom Kolbenschieber bei Kolbenschiebervergasern. Es sind auch Auisführungsarten bekannt, bei welchen die Beschleunigungspumpen vom Unterdruck in der Saugleitutng betätigt werden. Weiter ist bekannt, den Druck der Luft im oberen Teil der Schwimmerkammer kurzzeitig zui erhöhen, wodurch auch dem Vergaser und somit dem Motor mehr Kraftstoff zugeführt wird, wobei die Druckluft durch eine Kolbenpumpe erzeugt wird und der Antrieb dieser von, der Betätigung der Leistungsdrossel abgeleitet wird. Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Kolbenschiebervergaser, bei welchen zum Zweck der erhöhten Kraftstoffförderung der Luftdruck in der Schwimmerkammer kurzzeitig erhöht wird. Gegenstand der Erfindung
509 697/143
P 127661 al46c2
ist, diesen erhöhten Luftdruck im Vergaser mit Hilfe des Vergaserkolbenschiebers und der Kolbenschieberkammer als Zylinder zu erzeugen, wobei die Luft mit erhöhtem Druck dem Luftraum der Schwimmerkammer zugeführt wird.
In der Abbildung ist ein derartiger Vergaser dargestellt.
In der Kolbenschieberkammer ι bewegt sich der Kolbenschieber 2, der meist mit Hilfe eines Seilzuges hochgezogen und durch eine in der Kolbenschieberkammer eingebaute Feder nach unten gedrückt wird. Der Kolbenschieber muß möglichst dicht abschließend in der Kolbenschieberkammer eingebaut werden, wozu am oberen Ende des KoI-
1.5 benschiebers eine Lippendichtung 3 und an der Düsennadel eine Dichtung 4 angebracht werden kann. Aus der Kolbenschieberkammer wird die Luft über die Leitungen 5 und 6 nach dem Luftraum 7 der Schwimmerkammer geleitet. Die Luft
. 20 kann der Leitung S durch die Querbohrung 8 zugeleitet werden, wenn man nur einen Teil des Kolbenschieberhubes zum Pumpen benutzen will. Es kann aber auch die Bohrung 8 und der Verschlußputzen 9 in Wegfall kommen, wobei die Luft aus dem Raum iö unter dem Kolbenschieber deckel 14 direkt in die Leitung 5 geführt wird. In diesem Fall wird der ganze Kolbenschieberhub zur Pumpwirkung ausgenutzt. Im Schwimmerkammerdeckel ist eine kleine Bohrung 11 vorgesehen, um einen Druekausgleich zwischen dem Schwimmerraum 7 und der Atmosphäre zu bewirken. Durch die Größe dieser Bohrung 11 kann die Menge des geförderten Beschleunigungskraftstoffes abgestimmt werden. Ist die Bohrung kleiner, so wird die Druckerhöhung der Luft in der Schwimmerkammer größer, und es wird mehr Kraftstoff zusätzlich dem Vergaser zugeführt. Bei größerer Bohrung 11 ist das Umgekehrte der Fall.
Wird nur ein Teil des Kolbenschieberhubes für die Pumpwirkung benutzt, ist die Öffnung 8 anzubringen und der Verschlußputzen 9 in die Bohrung 5 einzusetzen. In diesem Falle ist es zweckmäßig, eine kleine Bohrung 12 im Deckel 14 vorzusehen, damit beim Anheben des Kolbenschiebers, wenn die obere Kolbenschieberkante über die Bohrung 8 hinweggeht, kein Überdruck im Raumio entsteht. Wird der Kolbenschieber 2 zur Erhöhung der Leistung des Motors sehr schnell hochgezogen, so erfolgt eine Druckerhöhung der Luft im Raum 13 über dem Kolbenschieber, und diese Luft mit erhöhtem Druck wird durch die Leitungen 5 und 6 der Schwimmerkammer zugeführt, wodurch eine gegenüber der Normalförderung des Vergasers erhöhte Kraftstoffmenge dem Vergaser und dem Motor zugeführt wird. Nachdem durch die Belüftungsbohrung 11 die Luft in der Kammer 7 auf normalen Atmosphärendruck gebracht wird, stellt sich im Vergaser die vorgesehene Normalförderung von Kraftstoff ein.

Claims (1)

60 Patentansprüche:
1. Vergaser mit Beschleunigungspumpe, bei welchem die Mehrförderung von Kraftstoff beim Öffnen der Leistungsdrossel mittels der Erhöhung des Druckes der Luft in der Schwimmerkammer des Vergasers erreicht wird, wobei die Druckluft durch eine Kolbenpumpe erzeugt wird und der Antrieb dieser von der Betätigung der Leistungsdrossel abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kolbenschiebervergasern der Vergaserkolbenschieber mit der Kolbenschieberkammer als Luftpumpe ausgebildet ist und Druckluft erzeugt, die nach dem Luftraum des Schwimmergehäuses geleitet wird.
2. Vergaser mit Beschleunigungspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft durch die Bohrung (5) aus dem Pumpraum (10) entnommen und durch die Bohrung (6) nach dem Luftraum des Schwimmers geleitet wird, wobei die Bohrung (8) und der Verschlußpurtzen (9) in Wegfall kommen.
3. Vergaser mit Beschleunigungspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Pumpraum (13) durch die Bohrung (8) die Druckluft nach der Leitung (5) geleitet wird und aus der Leitung (5) über die Bohrung (6) nach dem Schwimmerraum (7) gelangt, wobei die Leitung (5) durch einen Verschlußputzen
(9) abgeschlossen ist.
4. Vergaser mit Beschleunigungspumpe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber (2) gegenüber dem Kolbenschieberraum (1) abgedichtet wird, wozu beispielsweise die Lippendichtung (3) und die Düsennadeldichtung (4) genommen wird.
5. Vergaser mit Beschleunigungspumpe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (11) für die Belüftung der Schwimmerkammer ungleich groß gewählt wird, um die Menge des geförderten Beschleunigungskraftstoffes einstellen zvu können.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 543 249.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 697/143 3. 56

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